| | | | Zeit:
04.03.2026 23:18:07 |
Hallo zusammen, folgende Situation. Die Gasheizung soll raus, die WP rein. Der Gastank ist gemietet und wird Ende des Montags abgeholt. Nicht verhandelbar, ich bin ja nun Ex-Kunde. Die Schiene hab ich schon versucht. Die Errichtung der WP verzögert sich unplanmäßig noch etwas....wie halte ich die Hütte in dieser Übergangszeit bis die WP übernimmt warm? Heizlast liegt bei ca. 7KW bei -14°C. Ende März rechne ich mit Temperaturen um die 5-10°C. 8,5KW PV sind vorhanden. Es gibt in der Anlage keinen Pufferspeicher für Heizwasser, nur Warmwasser. WW wird in der Zeit elektrisch bereitet, das ist geklärt. Welche Optionen gibt es? 3KW Heizstab im Vorlauf auf 30°C eingestellt und laufen lassen? VG Paul
|
| | Zeit:
04.03.2026 23:39:12 |
Weil das Gebäude offensichtlich WP-geeignet ist, wirst Du bei den genannten Eckdaten ab April ohne Heizung auskommen; insbesondere weil WW unabhängig ist. Natürlich kann es Tage geben, die etwas kühler ausfallen, da müsste man etwas mehr als nur ein T-Shirt anhaben. Zur Not könnte man die vorhandene Heizung mit der 11 kg Propangasflasche betreiben, ich nehme an, dass dafür keine große Umstellung nötig wird. Kosten sind übergangsweise wohl ehr irrelevant.
|
| | Zeit:
04.03.2026 23:46:19 |
Ein Heizlüfter mit 2kW Nennleistung sollten mehr als ausreichend sein, um den April zu überbrücken. Erfahrungsgemäß ist es am ehesten im Bad ungemütlich - da reichen 30min Heizlüftern am Tag locker. Wenn die Sonne scheint, geht dass dann sogar mit PV-Strom. Wenns ein arg kalter April wird läuft der Heizlüfter halt immer grad in dem Zimmer, in dem sich aufgehalten wird. Ein zweiter Heizlüfter als Backup macht dich auch nicht arm.
|
| | Zeit:
05.03.2026 06:30:08 |
Moin, ich denke auch, dass ihr mit ein bis zwei günstigen Heizlüftern bei Bedarf genügend Wärme in die Räumlichkeiten bekommt. Einen thermostatgeregelten per Zeitschaltuhr tagsüber laufen lassen während der Strom von der PV auf dem Dach im Haus verfügbar ist macht Sinn. Auf keinen Fall würde ich die wasserführenden Wärmeaustauschflächen für den Übergang zum elektrischen Heizen nutzen.
|
| | Zeit:
05.03.2026 08:35:54 |
Gasflasche 11 kg friert vermutlich ein wenn der Brenner nicht kleine Leistung fahren kann. Ölradiatoren oder Heizlüfter sollte für die Übergangszeit passen. Ist ja nur eine Notlösung.
|
| | Zeit:
05.03.2026 11:05:53 |
Danke für eure Antworten.
Ich kann das Ganze schlecht einschätzen und will nicht das die Hütte zu stark auskühlt und zu kühl wird. Ich wohn da nicht allein, Frau und Kind sind aktuell ganztägig zuhause. Daher wäre mir die Nutzung der Fußbodenheizung schon lieber.
Ich dachte an sowas + regelbarer Heizstab. https://heizlando.de/heizlando-notheizung-und-heizmodul-mdc-230
https://heizlando.de/selfa-elektroheizstab-3-kw
Der Einbau wäre nicht das Problem und die 3KW hab ich ab 08.00 bis ca 17.00 anliegen, sofern die Sonne scheint. Ansonsten wären die Kosten für den Übergang auch nicht das Problem.
Abgesehen davon könnte man das Ding wahrscheinlich auch zur Entlastung der WP in der Übergangszeit nutzen. Dann muss die WP weniger im Taktbetrieb laufen und kann dann erst einsetzen wenn sie im modulierenden Betrieb zum Dauerläufer wird.
Wie schätzt ihr diese Lösung ein? Was gibts da noch für Fallstricke? Lieber in den Vorlauf oder in den Rücklauf?
Danke für eure Zeit und Kreativität.
VG Paul
|
| | Zeit:
05.03.2026 11:47:38 |
2 Heizlüfter sind quasi Idiotensicher. Wenn unbedingt 5+ Räume gleichmäßig beheizt werden müssen, dann halt den Heizstab. Aber nur auf niedriger Temperatur als Grundheizung. Heizlüfter brauchts evtl. trotzdem, weil man auch nicht permanent am Heizstab rumstellen will. Für Dauernutzung halte ich persönlich davon nichts. Selbst wenn der Heizstab schon da ist lohnt sich der kaum. Zumal ohne Puffer. Wenn alles für Nulleinspeisung und Automatisierung da ist kann man für WW drüber Nachdenken. Speicher für WW gibt's dann ja vmtl. Das so einzurichten, dass man was spart braucht aber auch Hirnschmalz. Hingerotzt kostet das Ding selbst in den reinen Betriebskosten eher Geld. Vereisung bei ner 11kg Gasflasche sehe ich bei 3kW Heizlast eher unkritisch. Soviel hat ja schon ein kleiner Gasgrill. Man müsste aber wohl von AT-geführt auf ne konstante VLT gehen. Sonst wirds nachts evtl. doch ein Problem. Aber Gasflaschen sind auch reichlich lästig und kaum günstiger als Direktheizung mit Strom.
|
| | Zeit:
05.03.2026 12:43:44 |
Servus. Ich würde jetzt mal strategisch nach vorne denken ob du für die WP sowieso eine dauerhafte Backuplösung für das System gedacht hast und gleich diese besorgen und Nutzen. Ich habe mir das gegönnt als Luxus Ausfallsicherung wenn wirklich mal die WP defekt gehen sollte in einer Frostperiode oder auch gezielt steuern wenns wirklich mal eng wird. https://alphathermotec.de/Heizmodul-HZMOD-860-6-0-KW-ohne- Pumpe-Heizpatrone-Durchlauferhitzer-Heizstab-PV-Waerme-Ruecklaufanhebung-Zusatzheizung-Power-to-Heat/SUN-HM832-HP-06000-O Kriegt man mit den Überwurfverschraubungen auch schnell mal pragmatisch als Übergang eingebunden. Im Prinzip ähnlich dem was du oben hast, aber das Produkt macht für mich einen guten Eindruck und hat auch noch Anschlüsse unten zur Befüllung und oben noch eine zusätzliche Sicherungsarmatur die ich dann im Heizungskeller habe. P.S. habe das ohne Pumpe genommen aber noch eine Backup Umwälzpumpe welche ich zuschalten kann, denn wenn die WP komplett havariert ist geht die interne dann auch nicht.
|
| | Zeit:
05.03.2026 13:02:02 |
Zitat des Tages (von heute, passt irgendwie): "Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht." Michel de Montaigne
|
| | Zeit:
05.03.2026 16:40:28 |
Zitat von joe115  Zitat des Tages (von heute, passt irgendwie): "Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht." Michel de Montaigne Ich verstehe nicht ganz was eine Redundanz, Vorsorge und Schutz gegen einfrieren jetzt mit "Furcht" zu tun haben sollte. Aber nun gut..
|
| | Zeit:
05.03.2026 19:15:41 |
einfach für die Übergangszeit an eine Gaspulle anklemmen, wie schon mehrfach geschrieben wurde. Wozu jetzt aufwendig alles auf Heizstab umbauen, wozu das Warmwasser auf elektrisch umbauen? Die Anlage ist doch eh auf Flüssiggas ausgelegt, muss also nichtmals neu bedüst werden. Also soll der Heizungsbauer fix einen Schlauch für eine Gaspulle anschließen bis auf WP umgebaut wird. Alles andere ist rausgeworfenes Geld.
|
| | Zeit:
11.03.2026 10:42:39 |
Hallo zusammen,
die Lösung wird die Kombi aus Gasflasche und Heizlüfter. Danke für euren Input!
VG Paul
|
| | Zeit:
11.03.2026 11:22:35 |
Zitat von sh2807  ... Aber Gasflaschen ... und kaum günstiger als Direktheizung mit Strom ... Ja - interessant. Bei 2,50€ pro kg Propan aus einer 11kg-Flasche und einem Nutzungsgrad des Gases in der Gasheizung von 80% sind es immerhin ca. 0,22€/kWh. Es kommt dan wohl immer noch auf den konkreten Stromtarif vor Ort an. Bei mir wären es z.B. rund 0,1€/kWh mehr bei reiner Stromheizung. Selbst bei einem Bedarf von reichlichen 2000kWh für eine zweimonatige Überbrückungszeit wären das "nur" 200€. Dafür müsste man allerdings auch etwa 10 11kg-Propangasflaschen (je 22kg voll) herbei und wieder wegschaffen, lagern, umschrauben usw.
|
| | Zeit:
11.03.2026 12:03:59 |
Zitat von DMS20  Zitat von sh2807  [...] Ja - interessant. Bei 2,50€ pro kg Propan aus einer 11kg-Flasche und einem Nutzungsgrad des Gases in der Gasheizung von 80% sind es immerhin ca. 0,22€/kWh. Es kommt dan wohl immer noch auf den konkreten Stromtarif vor Ort an. Bei mir wären es z.B. rund 0,1€/kWh mehr bei[...] Lohnt halt wirklich nur bei vielen Räumen. Da ists dann auch lästig die Heizlüfter umzustellen und 5-8 Heizlüfter gehen natürlich auch ins Geld. Oder wenn sowas wie Heizlüfter wegen Kleinkindern sicherheitstechnisch absolut nicht möglich ist weil se sich einfach nicht ertüchtigen lassen oder es keinen geschützten Platz gibt. Aber normalerweise machen die Gasflaschen keinen Sinn. An sich etwas günstiger klar. Dafür hängts an genau einem, die immer zu tauschen etc. Am Abend willst bei 2kg Restgas noch net umstöpseln. Morgens vor der Arbeit is auch blöd. Dann ist tagsüber kein WW da. Oder du stöpselst doch um und fährst das Restgas am Wochenende leer. Dann darfst jede Flasche 2 mal anstöpseln. 33kg-Flaschen wären komfortabler, aber die bekommst im Baumarkt net. Und am Ende bleiben dir 10-20 kg Restgas verteilt auf 3-5 Flaschen, die du dann am Grill leermachen darfst. Oder du gibst se teilentleert zurück und verlierst den Preisvorteil zum Strom komplett.
|