| | Verfasser: Raubfisch | Zeit:
06.03.2026 13:13:53 |
Zitat von Gerd U  Zitat von Raubfisch  [...] Hast Du vielleicht auch noch 'nen schönen Wiki-Artikel, in dem erklärt wird was das bedeutet, wenn man (Bill?) Gates den Besitz eines Softwarehauses andichtet? Ich weiß nicht genau was du da liest, aber ich erkläre es gerne nochmals: Es ging um die Kritik von HenningReich an der Person Bill Gates (Assoziation mit Eppstein, hier sogar doppelter Trugschluss, Reaktor -> Gates -> Eppstein) und der Kritik an Microsoft und die logische Verbindung zur Generation 4 Reaktoren. Der Assoziations-Trugschluss dadurch kommt zustande, dass die Person Bill Gates mit dessen Eigenschaften wie seinen Eppstein-Verbindungen und dessen Firma Microsoft mit ihrem Verhalten auf Winner Take all Softwaremärkten wie Endnutzerbetriebssysteme mit der Sicherheit von Generation 4 Reaktoren in Verbindung gebracht werden, obwohl dort kein Zusammenhang besteht. Das Verhalten von Microsoft bzgl. IT-Sicherheit lässt sich übrigens rational erklären: https://www.acsac.org/2001/papers/110.pdf
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06.03.2026 15:32:14 |
Zitat von Raubfisch  Moin, Die FÖS- Rechnung zu Kernenergie ist politisches Wunschdenken: Da werden Forschungs-Milliarden aus der Adenauer-Zeit und hypothetische Versicherungssummen auf die heutige kWh umgelegt – das ist kein realistischer[...] ...darum nennt man diese Studie auch Junk-Science zugehörig - was aber EE-Idelogen nicht anficht, wird permanent von dieser Spezies rausgeholt, um den Anschein von "Wissenschaftlichkeit" zu erwecken...
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06.03.2026 15:39:11 |
Zitat von Gerd U  "Grundlastfähig" bedeutet gleichzeitig, dass die Dinger sich nicht vernünftig an den Bedarf anpassen lassen, also ständig irgendwelche schnell regelbaren Zusatzkraftwerke benötigen.
...das ist einfach tatsachenwidrig...aber evtl. erklärst Du mal welchen Bedarf konkret Du meinst, den es ohne EE nicht gab...Grundlastfähige Kraftwerke, egal ob auf Basis von Kohle, Gas, Wasserkraft und Kernenergie konnten und können jedweden "Bedarf" erfüllen....schon mal was von Lastfolgebetrieb gehört und auch verstanden?
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
06.03.2026 16:09:21 |
Zitat von copalethri  Zitat von Raubfisch  [...] ...darum nennt man diese Studie auch Junk-Science zugehörig - was aber EE-Idelogen nicht anficht, wird permanent von dieser Spezies rausgeholt, um den Anschein von "Wissenschaftlichkeit" zu erwecken... FÖS macht Greenpeace Auftragsforschung, was will man schon groß von so einem Laden ohne echte Anbindung an die Wissenschaft erwarten. Echte Wissenschaftler kommen da schon auf ganz andere Kosten: Stephen Jarvis & Olivier Deschenes & Akshaya Jha, 2022. "The Private and External Costs of Germany’s Nuclear Phase-Out," Journal of the European Economic Association, European Economic Association, vol. 20(3), pages 1311-1346.
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| | Zeit:
06.03.2026 16:31:05 |
Sowohl Kernkraft als auch EE waren ohne massive Unterstützung durch die Allgemeinheit nicht möglich gewesen. Der Unterschied zwischen EE und Kernkraft ist, daß die EE in absehbarer Zeit ohne Subventionen zurecht kommen wird, die Kernkraft uns aber noch für Generationen auf der Tasche liegen wird, ohne eine kWh zu liefern.
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06.03.2026 17:02:18 |
Zitat von belzig  Sowohl Kernkraft als auch EE waren ohne massive Unterstützung durch die Allgemeinheit nicht möglich gewesen. Der Unterschied zwischen EE und Kernkraft ist, daß die EE in absehbarer Zeit ohne Subventionen zurecht kommen wird, die Kernkraft uns aber noch für Generationen auf der Tasche[...] ...kannst diese, im wesentlichen populistischen, Behauptungen auch fundiert belegen bitte?
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| | Zeit:
06.03.2026 17:19:43 |
1. Allgemeine Subventionen im Energiesektor Das Umweltbundesamt zeigt, dass der Energiesektor historisch stark durch staatliche Maßnahmen unterstützt wurde. Quelle: Umweltbundesamt: Umweltschädliche Subventionen in Deutschland. Die Studie stellt fest, dass fossile und nukleare Energieträger über Jahrzehnte durch direkte und indirekte staatliche Unterstützung gefördert wurden. 2. Sinkende Kosten erneuerbarer EnergienDie International Renewable Energy Agency zeigt in mehreren Berichten, dass die Kosten für Wind- und Solarstrom in den letzten zwei Jahrzehnten stark gesunken sind. Quelle: IRENA: Renewable Power Generation Costs (jährliche Berichte). Viele neue Anlagen sind heute günstiger als neue fossile Kraftwerke. 3. Stromgestehungskosten verschiedener Technologien Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme veröffentlicht regelmäßig Analysen zu Stromgestehungskosten. Quelle: Fraunhofer ISE: Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien. Ergebnis: Wind und Photovoltaik gehören heute zu den günstigsten neuen Stromerzeugungsformen. 4. Langfristige Kosten der Kernenergie Die Organisation for Economic Co-operation and Development analysiert regelmäßig die Kosten von Kernenergie einschließlich Rückbau und Entsorgung. Quelle: OECD / Nuclear Energy Agency: Projected Costs of Generating Electricity. Diese Studien zeigen, dass bei Kernenergie Rückbau und Entsorgung langfristige Kostenfaktoren sind.
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| | Zeit:
06.03.2026 17:24:33 |
Ist das jetzt hier eigentlich der neue „Witz und Humor“ Thread? Wo kann man hier die Lachsmileys setzen?
Belzig, du warst jetzt zu schnell.
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| | Zeit:
06.03.2026 17:46:59 |
Zitat von belzig  1. Allgemeine Subventionen im Energiesektor Das Umweltbundesamt zeigt, dass der Energiesektor historisch stark durch staatliche Maßnahmen unterstützt wurde. Quelle: Umweltbundesamt: Umweltschädliche Subventionen in Deutschland. Die Studie stellt fest,[...] ...diese "Studien", die mehr über den Daumen gepeilte Untersuchungen sind, sagen alles und nichts...und sind mitnichten: fundierte Belege... und btw, die Sichtweise verengt hast Du EE vs KKW...ich sprach im wesentlichen von Grundlastkraftwerken.... *smile* Aber sei es drum - was das Verursacherprinzip in Bezug auf KKW bedeutet wird dem Einen oder anderen hier klar sein...!? Falls nicht, lohnt sich ein Blick in dieses Faktenblatt zu werfen...Auch wenn es von 2019 ist, wird das Prinzip ständig adaptiert und die Schweiz hat sich auch an Deutschland orientiert - außer was den Ausstieg anging...und das ist das deutsche "Problem" - durch die vorzeitige und sinnfreie Abschaltung voll funktionsfähiger und moderner KKW wurden die Kosten durch die Politik initiiert, die mit der vollen Laufzeit entsprechend o.g. Prinzips gar nicht erst entstanden wären...das kann man schon "Blame-Game" nennen...viel mehr gibt es dazu rational nicht mehr zu sagen...
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| | Zeit:
06.03.2026 17:57:54 |
Zitat von belzig  Ich geb dir recht, daß es ein volkswirtschaftlicher Irrsinn war, den Atomausstieg, v.a. nach der russischen Annektion der Krim nicht zu überdenken, aber jetzt ist das Thema durch und es wird in Deutschland keine AKWs mehr geben und schon gar nar nicht - 100GW für 500Mrd Euro. ...]
Hatten wir alles gestern schon, also können wir uns das sparen.
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
06.03.2026 19:31:08 |
Zitat von HenningReich  Zitat von Raubfisch  [...] Ich fasse mal kurz zusammen: Du glaubst selber nicht an den Unsinn den Du hier schreibst und verlinkst. Denn sonst würdest Du auf meine Wette eingehen. Wenn Du doch daran glaubst dass der "BillGates SMR Reaktor" pünktlich und zu heute geplanten Kosten in 2030 in Betrieb[...] Ok wetten wir, ein SMR ist bis 2030 in Betrieb. Jetzt mach keinen Rückzieher.
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
06.03.2026 19:51:17 |
Zitat von belzig  Zitat von belzig  [...] Hatten wir alles gestern schon, also können wir uns das sparen. Lass uns die Kostendiskussion nochmal ehrlich führen: Die reinen Erzeugungskosten (LCOE), die das Fraunhofer ISE oft zitiert, ignorieren die massiven Systemkosten und da das Fraunhofer ISE seinen staatlichen Forschungsauftrag und seine Fördermittel explizit für die Entwicklung der Solarenergie erhält, ist das Institut strukturell stark darauf ausgerichtet, in seinen Modellen naturgemäß PV-zentrierte Szenarien zu optimieren und zu favorisieren. Ein Netz fast nur mit EE erfordert extremen Netzausbau, massive Überkapazitäten und teure "Schattenflotten" aus Gas-Backups für Dunkelflauten. Dass Kernkraft nicht für Generationen "unbezahlbar" sein muss, zeigt Südkorea: Durch konsequente Flotten-Standardisierung (APR1400-Serie) liegen die Erzeugungskosten dort bei ca. 50–60 €/MWh. Wenn man diese realisierbaren Baukosten mit den gesparten Milliarden für den Netzausbau und redundante Backup-Infrastrukturen auf Systemebene verrechnet, ist ein Mix aus EE und Kernkraft ökonomisch und volkswirtschaftlich deutlich effizienter als ein reines EE+Gas-System mit allen Emissionen. Quellen für die Fakten: Zu den Systemkosten (Netzausbau & Backups): OECD NEA Studie "The Costs of Decarbonisation: System Costs with High Shares of Nuclear and Renewables". Die Analyse zeigt klar, dass die Gesamt-Systemkosten bei extrem hohen EE-Anteilen ohne grundlastfähige Kernkraft überproportional eskalieren. Das er Atomausstieg dumm war sind wir uns ja immerhin einig. Zu den südkoreanischen Kosten: IEA/NEA Report "Projected Costs of Generating Electricity (2020)". Hier wird der LCOE für neue Kernkraftwerke in Südkorea dank Serienfertigung offiziell auf rund 50-60 USD/MWh beziffert – weit unter den westlichen Einzelprojekten. Und selbst die US- Energiebehörde (EIA) prognostiziert für die nächste Generation standardisierter Reaktoren ab 2030 durch Skaleneffekte drastisch sinkende Kosten auf etwa 80 bis 100 $/MWh.
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
06.03.2026 19:57:47 |
Zitat von AnMa  Ist das jetzt hier eigentlich der neue „Witz und Humor“ Thread? Wo kann man hier die Lachsmileys setzen?
Belzig, du warst jetzt zu schnell. Sarkasmus und die Suche nach Lachsmileys sind ein klassischer „ Appeal to Ridicule“ – meistens die Flucht, wenn die Sachargumente, wie den Kernkraftgegnern meist, ausgehen.
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| | Zeit:
06.03.2026 20:09:18 |
Fischlein, auch wenn du hier noch 999 Post mit den Vorzügen der Atomkraft schreibst, es wird in Deutschland kein neues AKW mehr gebaut werden.
Selbst wenn sich die Politik ändert, wirst du kein Unternehmen mehr finden, das eines baut und sich den Klageweg durch die Instanzen antut.
Da Thema ist so tot, wie der Fisch in dem bekannten bayrischen Lied.
Lern Mandarin..
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
06.03.2026 20:18:20 |
Süß, die Verniedlichung. Wenn man bei Systemkosten und CO2-Bilanzen inhaltlich völlig blank ist, greift man eben zum Ad Hominem ("Fischlein") und lenkt vom eigentlichen Thema ab. Dass in Deutschland dank unserer aktuellen Politik und Bürokratie so schnell kein AKW gebaut wird, habe ich gar nicht bestritten – das ist ein reines Strohmann-Argument von dir, das der wirtschaftlichen Faktenlage nur ausweicht. Die Physik und die ökonomischen Systemkosten interessieren sich nämlich nicht für deutsche Landesgrenzen. Und keine Sorge, ich muss kein Mandarin lernen. Französisch, Polnisch, Tschechisch oder Schwedisch reicht völlig aus. Unsere europäischen Nachbarn bauen nämlich fleißig neue Kernkraftwerke (oder steigen gerade massiv ein). Am Ende wird Deutschland genau diesen grundlastfähigen Atomstrom in der nächsten Dunkelflaute teuer importieren müssen, um das eigene, rein auf EE basierende Netz vor dem Kollaps zu bewahren. Die physikalische und wirtschaftliche Realität holt uns also ohnehin ein – wir bezahlen dann nur die Systemkosten unserer Nachbarn gleich mit.
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| | Zeit:
06.03.2026 20:24:58 |
Jetzt lass den alten Schopenhauer stecken und sei realistisch.
Den Bau neuer AKWs in Deutschland zu diskutieren ist einfach müßig.
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
06.03.2026 20:41:33 |
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06.03.2026 20:51:05 |
Zitat von Raubfisch  ... Unsere europäischen Nachbarn bauen nämlich fleißig neue Kernkraftwerke (oder steigen gerade massiv ein). Am Ende wird Deutschland genau diesen grundlastfähigen Atomstrom in der nächsten Dunkelflaute teuer importieren müssen, um das eigene, rein auf EE basierende Netz vor dem Kollaps zu bewahren. Die physikalische und wirtschaftliche Realität holt uns also ohnehin ein – wir bezahlen dann nur die Systemkosten unserer Nachbarn gleich mit. [...] Magst Du dies mit Zahlen belegen. Denn die, die ich kenne belegen dies nicht. Und weltweit sind die Investitionen in EE um mehrere 10er Potenzen größer als die in AKW. Bsp. CHINA.
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
06.03.2026 21:04:00 |
Zitat von sonne  Zitat von Raubfisch  [...] Magst Du dies mit Zahlen belegen. Denn die, die ich kenne belegen dies nicht. Und weltweit sind die Investitionen in EE um mehrere 10er Potenzen größer als die in AKW. Bsp. CHINA. Gerne zu den Fakten: Dass China gigantisch in EE investiert, stimmt. Aber was baut China parallel massiv als Backup für diese volatilen EE? Kohlekraftwerke (über 80GW 2025 gebaut). Das ist exakt das schmutzige „EE plus Fossil“-Szenario. (Ganz nebenbei baut China aktuell auch rund 30 neue Kernreaktoren – die wissen, dass eine Industrie echte Grundlast braucht). Wer sein Netz heute schon real dekarbonisiert hat, macht es anders – zum Beispiel Schweden. Schweden nutzt genau den systemisch optimalen Mix aus Kernkraft und Erneuerbaren.
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| | Zeit:
06.03.2026 21:27:24 |
Schweden hat 16,3 GW Wasserkraft, die man jederzeit rauf und runter fahren kann und 16 GW Windkraft bei einer Gesamt Leistung von 18,9 GW Das ist mit Deutschland schwer vergleichbar. Da bräuchten wir 50 GW Wasserkraft, wir haben aber nur knapp 7 GW Wenn du Grundlast- Kraftwerke und EE haben willst, brauchst du große Flexibilitäten. SIehe auch China mit 385 GW Wasserkraft
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
06.03.2026 21:31:46 |
Dann nimm Frankreich als Deutschland Pendant hat ähnliche co2 Werte wie Schweden und 70% NPP und drosselt den EE Ausbau wegen Kosten. Es wird immer Grundlast aus virtuellen oder echten Kraftwerken und bisschen EE und Steuerung obendrauf sein.
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06.03.2026 21:35:47 |
Frankreich hat 20 GW Wasserkraft und 5,4 GW Pumpspeicher, sonst könnten sie die 64 GW AKWs überhaupt nicht stabil betreiben. Außerdem nutzen sie noch mittelbar die 16 GW Wasserkraft der Schweiz. Den EE-Ausbau müssen sie begrenzen weil weitere eigene Flexibilitäten fehlen.
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| | Zeit:
06.03.2026 21:37:31 |
gibt es auch einen Sinn hinter der Seitenlangen Diskussion um Atomkraft? Ist doch inzwischen völlig überflüssig, egal ob man jetzt Atom toll oder scheiße findet...
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
06.03.2026 21:39:34 |
Richtig weil sie keine fossilen zubauen wollen. Heißt aber im Umkehrschluss, das Deutschland eher 80% Kernkraft bräuchte um das Stromnetz zu dekarbonisieren.
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06.03.2026 21:52:38 |
Zitat von Paul84  gibt es auch einen Sinn hinter der Seitenlangen Diskussion um Atomkraft? Ist doch inzwischen völlig überflüssig, egal ob man jetzt Atom toll oder scheiße findet... Das Fischlein hat den Thread gekapert mit seinen Atomkraft-Phantasien und ich halt irgendwie gewohnheitsmäßig dagegen. Du hast recht - es ist überflüssig. Danke für den Hinweis ...Bin raus.
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