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06.03.2026 12:08:49 |
Hallo, in einem anderen Thema ist die Frage aufgekommen, wie man damit umgeht, wenn man die WP über Sommer für die WW-Betreitung nicht benötigt, weil diese durch ST, BWWP o. Ä. übernommen wird und ob der WP Standschäden drohen, wenn sie längere Zeit nicht läuft. Ich habe eine 8 qm ST-Anlage mit Flachkollektoren an einem 800 Liter Hygiene-Kombispeicher, den ich nach dem Einbau der WP nur noch für WW nutzen will (vorher mit Gasheizung auch Heizungsunterstützung durch RL-Anhebung). Im Sommer kommt es durchaus vor, daß die Temperatur im Puffer wochenlang nicht unter 60 Grad sinkt. Das sind die Temperaturen des Speichers im letzten Juni, gemessen in Höhe des Wellrohr-Ausgangs. Es besteht hier also kaum eine Möglichkeit, die WP alle paar Tage laufen zu lassen, um den Speicher (noch weiter) zu erwärmen. Ich möchte aber auch nicht die ST deaktivieren, bis der Speicher auf WP-taugliche Temperaturen abgekühlt ist, weil das für die Kollektoren sicher auch nicht gut wäre. Ich kann die ST- Steuerung nur manuell bedienen, z. B. die Ein- und Ausschalttemperaturdifferenz und die Drehzahlregelung der Pumpe einstellen. Ich könnte die ST drosseln, indem ich die Einschalttemperatur manuell hochsetze, sodaß die Pumpe mit geringerer Drehzahl läuft. Dann erhitzen sich die Kollektoren aber trotzdem sehr stark. Ich könnte - wenn ich die WP alle paar Tage laufen lassen muß, um Standschäden zu verhindern (Lambda EU10L) - auch den Heizkreis mal mit 40 Grad Vorlauf anfahren, wobei das im Sommer natürlich auch sinnfrei ist. Das könnte ich aber im Gegensatz zur ST wenigstens automatisieren, basierend auf dem Zeitablauf seit dem letzten Takt. Hat jemand noch eine bessere Idee (außer, die ST abzubauen), und wie oft und wie lange sollte eine Lambda EU10L mindestens laufen bzw. wie lange sollte sie maximal nicht laufen? Danke und LG Meaparvitas
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06.03.2026 12:19:51 |
Der Kompressor der WP wird keine Standschäden bekommen. Das System ist hermetisch dicht, so dass da nichts dran kommen kann. Die Wasserpumpen könnte man ja auch im Sommer mal laufen lassen. Kann wohl nicht schaden. Auf der anderen Seite gibt es auch genug andere Anlagen, die den ganzen Sommer abgeschaltet sind (z.B. bei Warmwasser über Durchlauferhitzer) und die trotzdem hinterher wieder laufen. (Falls es nach x-Jahren doch mal schief geht, so gibt es so eine Wasserpumpe aber auch für einen unteren dreistelligen Betrag. Es ist also nicht gleich die gesamte Wärempumpe als defekt anzusehen.) Dann wäre da noch das Lüfterlager. Da würde ich erwarten, dass der Lüfter im Sommer eh gelegentlich im Wind dreht. Schlimmstenfalls müsste man den eben im Herbst einmal per Hand anschubsen. Halte ich aber auch eher für Panikmache. Jede normale (reine) Klimaanlage wird ein halbes (Winter-) Halbjahr stillstehen und läuft in der Regel im nächsten Jahr an.
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06.03.2026 13:19:02 |
Im Auto gibt's tatsächlich die Empfehlung, den Klima-Kompressor regelmäßig (monatlich) laufen zu lassen, um Ausfälle zu vermeiden. Nach meinem Verständnis ist der Grund die Gefahr von ausgetrockneten Dichtungen an den Verschraubungen und dann Kältemittelverlust. Im Betrieb werden durch das im Kältemittel enthaltene Öl die Dichtungen geschmiert. In einer WP sollte es aber keine verschraubten Verbindungen mit Dichtungen geben. Zweiter Grund für Probleme bei längeren Stillstand könnte ggf Feuchtigkeit im Kältemittel sein. Im Betrieb erfolgt eine Feuchteabscheidung über den Trockner. Aber auch hier: in einem dichten WP Kältekreis sollte normal keine Feuchtigkeit eindringen können. Ich würde aber nicht die WP über Monate vom Strom trennen. Die Steuerung wird ggf gelegentlich die UWP laufen lassen.
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06.03.2026 13:26:10 |
Ich weis du willst es nicht hören. Ersetze die ST durch PV. Ich hatte vorher die gleiche Konstellation mit Öl. 10m2 ST mit 1000L Hygienespeicher. Heizungsunterstützend. ST war 17 Jahre alt und im besten Zustand. Ich trauere dem kein bisschen nach. Jetzt PV mit WP und der Hygienespeicher ist geblieben. Hat aber einen Heizstab bekommen. So einfach, keine Speicherüberhitzung,keine Kalkausfällungen. Kein Überhitzter Heizraum, dadurch im Sommer kühler im Haus.
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06.03.2026 13:36:57 |
meine wp macht einmal die woche einen pumpenkick und schaltet das 3-wege-ventil um.
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06.03.2026 13:40:13 |
Bei uns werkelt ne ST Anlage fürs Warmwasser, ne BWWP und die Wärmepumpe ausschliesslich für den Heizbetrieb. Wichtig ist die WP eingeschaltet zu lassen, denn sie steuert den gelegentlichen Betrieb der Umwälzpumen gegen festbacken selbst. Ich käme niemals auf die Idee die ST durch PV zu ersetzen, braucht man doch für die gleiche Leistung die dreifache Fläche. Und die ST arbeitet bei uns einwandfrei, und liefert auch in der Übergangszeit Ernergie fürs Warmwasser.
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06.03.2026 14:19:12 |
Zitat von Rainer4x4  Ich käme niemals auf die Idee die ST durch PV zu ersetzen, braucht man doch für die gleiche Leistung die dreifache Fläche. Und die ST arbeitet bei uns einwandfrei, und liefert auch in der Übergangszeit Ernergie fürs Warmwasser.[...] Die Wärmepumpe kann aus 1 kWh eingesetzter Energie etwa 4kWh Wärme erzeugen und in den Speicher laden. Die restliche Energie kann im Haushalt genutzt, im Speicher zwischengespeichert oder ins Netz eingespeist werden. Die Flächenleistung einer Solarthermieanlage mag zwar höher sein, sie lässt sich jedoch nicht vollständig nutzen.
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06.03.2026 16:53:13 |
Speziell für das Thema " PV und WP" gibt es ja schon mehrere Diskussionen. TröötIch kann aus Erfahrung einer mittelmäßigen PV-Anlage plus WP im Altbau nur unterstreichen: Der Umstieg lohnt sich. Monatlich pauschalisiert lag der PV-Nutzungsgrad incl. BEV bei 53%. Stromkosten für 20.000 kWh Wärme: € 900. Fernheizung hätte mich € 2.700 gekostet. Bei anderem Nutzungsverhalten liegt noch viel mehr drin! Mit PV ist man halt sehr viel flexibler, und kann im Sommer noch dazu kühlen.
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06.03.2026 17:14:38 |
Zitat von Streety2  Ich weis du willst es nicht hören.
Ersetze die ST durch PV.
[...] Ich habe schon rund 30 kWp PV. Die ST würde ich trotzdem gerne behalten, solange sie problemlos funktioniert. Es geht mir nur um die Frage der Standschadenproblematik. Das wäre mit Heizstab im Pufferspeicher dasselbe.
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06.03.2026 17:42:33 |
Eben nicht da du denn sehr gut Steuern kannst. Im Sommer aus, oder nur zur Temperaturerhöhung falls gewünscht. Im Winter und Übergangszeit genauso, und sogar zur Entlastung der WP. Das alles kann ST nicht annähernd so gut.
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06.03.2026 18:40:03 |
Zitat von Streety2  Eben nicht da du denn sehr gut Steuern kannst.
Das alles kann ST nicht annähernd so gut. Das stimmt schon, aber die ST ist halt da und funktioniert. Ich bräuchte auch gar keinen Heizstab, da lasse ich billiger die WP laufen, wenn die ST etwas bringt, wäre für die WP auch immer genug Überschuß da. Ich möchte nur ausschließen, daß es der WP schadet, wenn sie über Sommer länger mal nicht läuft.
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06.03.2026 18:41:54 |
.eine Wärmepumpen sind seit 4 Jahren von April bis September aus. (Stromlos) Wenn ich mal dran denke mache ich sie vielleicht einmal in der Zeit an. Aber Versichter läuft nicht. Bis jetzt keine Schäden. Mein Nachbar hatte seine Heisha 5 Jahre in der Garage stehen bis er sie endlich angeschlossen hatte. Eingeschaltet, läuft. Diesen Winter lief sie problemlos durch. Ich hatte mal eine Kühltruhe fast 10 Jahre im Keller vis ich sie wieder an gemacht habe. Lief auch. 😃
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06.03.2026 19:25:00 |
Zitat von WilliHH  Die Flächenleistung einer Solarthermieanlage mag zwar höher sein, sie lässt sich jedoch nicht vollständig nutzen. Zitat von Streety2  Eben nicht da du denn sehr gut Steuern kannst. Im Sommer aus, oder nur zur Temperaturerhöhung falls gewünscht. Im Winter und Übergangszeit genauso, und sogar zur Entlastung der WP. Das alles kann ST nicht annähernd so gut. Diesen Quatsch liest man immer wieder. All das erledigt die ST bei mir seit 13 Jahren problemlos. Und natürlich stelle ich die ST im Sommer nicht aus, sie stellt eine ausreichend hohe Brauchwassertemperatur zur Verfügung, sodass kein Antilegionellenprogramm erforderlich ist. Und natürlich kann das Wasser aus dem großen Puffer in die Heizung eingespeist werden, sodass die WP in der Übergangszeit garnicht erst anspringt. Klar hab ich nebenbei noch PV zur Eigenversorgung, und einen per TA ATON gesteuerten Heizstab. Funktioniert alles miteinander hervorragend - solange man damit umzugehen weiss.
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06.03.2026 20:52:26 |
Die Ersparnis durch ST ist ja in der Winterzeit und Übergangszeit riesig. Eher wohl nicht.
Ja klar kann alles miteinander verheiratet werden. Das ist keine Kunst. Obs Sinn macht ist eine andere Geschichte.
Ihr habt doch alle beide PV und ST. Könnt ihr ja gut vergleichen was im Winter bei Sonnenstrahlung runter kommt. Und was verwertet werden kann.
Jeder wie er mag. Ich hatte ST und würde es nicht mehr integrieren.
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06.03.2026 21:02:16 |
Es geht mir wie gesagt nicht um einen Vergleich des Nutzens von ST vs. PV.
Ich habe beides und würde gerne auch beides weiter nutzen. Die ST ist bezahlt und bringt jedenfalls mehr als keine ST.
Meine Frage drehte sich nur darum, ob es einer WP schadet, wenn sie über Sommer nicht oder fast nicht anspringen muß, weshalb spielt ja keine Rolle.
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06.03.2026 21:07:32 |
Meine macht gar kein WW, ist also im Sommer arbeitslos. Die schalte ich im Frühjahr aus und im Herbst wieder an, Jetzt das vierte Jahr ohne Probleme
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07.03.2026 05:50:25 |
Ich hab eine separate BWWP, so dass meine WP im Frühjahr/ Sommer monatelang steht. Die Steuerung kickt im Standby regelmässig die Umwälzpumpe an, damit die sich nicht festsetzt. Das war es.
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07.03.2026 19:07:58 |
Zitat von Meaparvitas  Meine Frage drehte sich nur darum, ob es einer WP schadet, wenn sie über Sommer nicht oder fast nicht anspringen muß Eindeutig Nein! Wichtig ist nur den Strom nicht abzuschalten!
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08.03.2026 14:44:38 |
Meine Arotherm Plus 125 steht im Sommer auch, da sie nur für die Heizung da ist. Wichtig ist, dass die Anlage und die Steuerung unter Spannung bleiben, dann kümmert sich die Steuerung darum, dass die Umwälzpumpen des Monoblocks und Heizkreises regelmäßig kurz anlaufen. Der Kompressor der WP ist gekapselt und ähnelt eher dem Kühlschrankkompressor als dem mechanisch angetriebenen Klimakompressor in Verbrennerautos. Beim mechanisch angetriebenen Kompressor ist es wichtig, dass die Lagerdichtung der nach außen gehenden Antriebswelle nicht austrocknet und dann das Kältemittel entweichen kann.
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08.03.2026 14:45:54 |
Meine Heisha, selbst eingebaut Ende 2019 heizt nur. Jedes Jahr von April-Oktober komplett stromlos, da ich keine Lust habe den 13 Watt Standbyverbrauch zu bezahlen. Nur einmal im Monat für 10 Minuten hängt sie am Strom und darf etwas kaltes Heizungswasser pumpen, damit die Pumpe in Übung bleibt. Das macht ihr garnichts, alle gespeicherten Einstellungen und selbst die Uhrzeit stimmen zum Saisonbeginn noch.
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08.03.2026 16:34:57 |
meine WP ist auch ab ca April komplett aus, und die STA macht Brauchwasser. Jetzt im 7. Jahr ohne Probleme. Ist es bei modernen Uwp überhaupt noch ein Problem mit festfressen bzw.rosten?
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08.03.2026 17:33:22 |
Ich hatte ja die Gasheizung über Sommer bisher auch immer aus. Und die über 10 Jahre alte Wilo Stratos pico ist danach immer ohne Probleme wieder angelaufen. Die Steuerung der WP eingeschaltet zu lassen, sollte nicht das Problem sein. Im Sommer habe ich sowieso immer PV-Überschuß ohne Ende.
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08.03.2026 20:43:42 |
Unsere WP wurde bei 35C im Schatten installiert. Für den Testlauf wurde einfach manuell die AT auf 0C gesetzt*, dann lief das Teil an. Schreib dir einfach jeden sechsten Samstag „WP“ in Kalender und lass sie dann mal über Mittag laufen. Strom kommt vom Dach beim euch, und nach dem Nachtisch ist das Gewissen wieder rein (und satt). Und in ner Stunde wird auch nicht gerade die Hütte überheizt, vermute ich.
* dazu Temp auf „manuell“ schalten, und danach AT = 0C (oder so). Danach halt wieder auf „Auto“.
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