Hallo zusammen,
leider hat sich der
Verdampfer unserer Wärmepumpe verabschiedet, was vermutlich mit einem wirtschaftlichen Totalschaden gleichzusetzen ist. Oder?
Zur Anlage:
Bei der Wärmepumpe handelt es sich um eine Buderus WPL 120 AR (Dimplex LA 16 ASN) mit der
Steuerung WPM EconPlus (wurde vor zwei Jahren getauscht, davor WPM 2006 plus). 200l
Pufferspeicher mit 2 Heizstäben (jedoch deaktiviert). 400l WW-Pufferspeicher mit Heizstab (deaktiviert). Jahresstromverbrauch ca. 5.500 kWh.
Vor zwei Wochen hat zum ersten Mal der Sicherungsautomat im Sicherungskasten bei der Warmwasseranforderung ausgelöst. Nachdem ich auch die Steuerung stromlos gemacht habe, ist die Anlage normal gestartet und erst wieder im Heiz- bzw. WW-Betrieb hat der Sicherheitsautomat erneut ausgelöst. Im Urlaubsmodus (ohne Heiz- bzw. WW-Betrieb) löst der Automat nicht aus.
Betriebsdaten / Laufzeiten:
Verdichter: 117901 Stunden
Ventilator: 17224 Stunden
2.Wärmeerzeuger 282 Stunden
Heizungsumwälzpumpe: 65487 Stunden
Kühlung: 17901 Stunden (komischer Wert, da unsere Wärmepumpe nicht kühlen kann)
Flanschheizung: 9601 Stunden
Diese Woche war ein Servicetechniker vor Ort und hatte die Platine sowie den Verdichter im Verdacht.. Die Platine wurde geprüft und als funktionsfähig bestätigt. Es wurde zur Sicherheit aber trotzdem eine neue Platine testweise verbaut. Da der Sicherheitsautomat weiterhin auslöste, wurde der Verdichter geprüft. Dieser weist einen Defekt auf und müsste getauscht werden. Die Kosten für den Verdichter belaufen sich auf mindestens 2.500 / 3.000 € Materialkosten zzgl. Einbau. Zudem gäbe es wohl Bestimmungen, die das eingesetzte Kältemittel (R404A) in absehbarer Zeit nicht mehr zulassen und Undichtigkeiten spätestens dann den Tod der Anlage bedeuten würden.
Mir wurde angeboten, die vorhandene Wärmepumpe gegen eine Dimplex LA 1118C Wärmepumpe auszutauschen. Die vorhandenen Pufferspeicher sowie sämtliche Leitungen könnten bestehen bleiben. Die Heizkreispumpen würden noch gegen neue
Pumpen getauscht. Alles in allem für ca. 27.000 € inkl. MwSt und exklusive Förderung (30% Grundförderung)
Was meint ihr? Ist die vorgeschlagene Vorgehensweise plausibel? Oder wäre ggf. ein vollständiger Austausch des Heizungssystems gegen eine andere (wirtschaftlichere, günstigere) Wärmepumpe zu empfehlen?
Vielen Dank für eure Meinungen,
Jakob