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Datenschutzhinweise

Betriebsstunden- und Taktungsverkleinerung
Verfasser:
Chaot
Zeit: 28.01.2026 19:44:33
0
3927092
Zitat von richard10 Beitrag anzeigen
In den Einstellungen des Heizkreises kannst du die Anforderung am Puffer sperren. So wird die Anforderung vom HK an den Puffer blockiert, solange der Puffer seinen Sollwert noch nicht erreicht hat. Das hat den Vorteil, dass der Puffer schneller beladen wird und der HK erst dann anfordert, wenn der Puffer auf Temperatur ist. Dadurch vermeidet man, dass die Lambda-Regelung die Leistung hochdreht, falls Puffer-Soll und HK-Soll weit auseinanderliegen. So entsteht eine gleichmäßige Beladung. [...]
Ich glaube es jetzt verstanden zu haben: Dein HK-Soll liegt oberhalb vom Puffer-Soll. Das ist eine sehr spezielle Konfiguration.
Bedeutet das nicht auch, dass der HK-VL nach einer Abtaupause langsamer steigt, weil die Lambda wegen der geringeren Soll-Abweichung zunächst sanfter gegenregelt?
Bei mir führt die große Abweichung vom Soll nach Abtauen zu einem Überschwingen der WP-VLT und damit auch der HK-VLT. Das kompensiert einen Teil der Heizlücke und ist eher Segen als Fluch. Wäre das nicht so, würde die real ins Haus gehende Leistung bei Abtauungen noch stärker in den Keller gehen.

Verfasser:
Chaot
Zeit: 28.01.2026 19:54:08
0
3927101
Zitat von richard10 Beitrag anzeigen
Das hat den Vorteil, dass der Puffer schneller beladen wird und der HK erst dann anfordert, wenn der Puffer auf Temperatur ist. Dadurch vermeidet man, dass die Lambda-Regelung die Leistung hochdreht, falls Puffer-Soll und HK-Soll weit auseinanderliegen.[...]

Irgendwie habe ich es wohl doch noch nicht verstanden. Wenn der HK nicht anfordert, wird er doch trotzdem bedient und da die Lambda die Leistung nicht hochdreht, also den Volumenstrom nicht so stark erhöht, die HKP aber weiterhin denselben Volumenstrom abnimmt, bleibt doch weniger übrig, was in den Puffer geschichtete wird. Das ist zwar gut für die Schichtung, aber der Puffer wird dadurch doch langsamer und nicht schneller beladen 🤔

Verfasser:
RStone80
Zeit: 29.01.2026 00:32:38
0
3927181
Zitat von richard10 Beitrag anzeigen

Ich habe die Einstellung nun so vorgenommen, dass der HK keine Anforderung stellt, wenn der Puffer seinen Sollwert unterschreitet


Ist das eine Einstellungen, welche du Service-Level vorgenommen hast?

Ist dein Puffer auf "Gleitend" oder "Statisch" eingestellt?

Verfasser:
RStone80
Zeit: 30.01.2026 18:53:29
0
3927921
Hi richard,

Zitat von richard10 Beitrag anzeigen
Weil es sich um einen speziellen Schichtpuffer mit Schichteneffizienz-Zertifizierung nach SPF handelt, habe ich keine Bedenken, dass der Puffer nicht schichtet. Die Konstruktion der Lanzen mit den Austrittsöffnungen ist so gestaltet, dass die Strömung ausschließlich laminar ist. Das wird durch die SPF-Zertifizierung (Schweiz) bestätigt


Darf ich kurz nachfragen, welcher Schichtenspeicher das bei dir konkret ist?
Ich hatte diesen Ansatz in der Planung auch verfolgt.

Am Ende habe ich ihn verworfen, weil selbst bei den besten SPF-getesteten Speichern bereits Effizienzverluste nahe 20 % auftraten. Mit zusätzlicher Zirkulation wurde es energetisch noch ungemütlicher. Dazu kamen astronomische Kosten und ein Hersteller hat mir bei einer 8-kW-WP klar abgeraten, zumal mein Speicher wegen der Bauhöhe nur begrenztes Volumen hatte und der Hochtemperatur-Ladevorgang sonst zu lange dauert.

Mich würde daher interessieren, wie sich dein Speicher im realen Betrieb schlägt?
Nicht umsonst hat das SPF ja zwei Testreihen gefahren:
Einmal mit Zeitfenster (freundlich zu schwächeren Kandidaten 😉)

Schichtspeicher mit Zeitfenster

und einmal ohne Zeitfenster

Schichtspeicher ohne Zeitfenster

Papier ist geduldig --- die Hydraulik eher nicht.

Verfasser:
RStone80
Zeit: 30.01.2026 19:01:52
0
3927923
Hi Chaot,

Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
Die Lambda bietet grundsätzlich noch eine weiter Möglichkeit, die real verwendete Heizkurve parallel zu verschieben, indem man den Vorlaufsensor mit einem Offset belegt.


Ich wusste gar nicht, dass dieser Sensor auch analog zu einer Parallelverschiebung arbeitet. Ich dachte am Anfang der Fühler liefert falsche Daten und habe ihn mit einem Widerstand korrigiert, um den VL mit dem Messwert des Wärmemengenzählers abzugleichen. 🫢

Dann gibt es also für diesen Fühler auch ein Offset-Register in der GUI?
Weißt du auch was der Sinn dieser Methodik ist, zumal man mit "End-User-Level-Access", keinen Zugriff auf dieses Register hat.

Noch eine Frage : Wo kramst du all dieses Wissen aus 🤔?

Verfasser:
Chaot
Zeit: 30.01.2026 19:57:11
0
3927935
Zitat von RStone80 Beitrag anzeigen
Dann gibt es also für diesen Fühler auch ein Offset-Register in der GUI?
Weißt du auch was der Sinn dieser Methodik ist, zumal man mit "End-User-Level-Access", keinen Zugriff auf dieses Register hat.[...]
Eine Erklärung, warum man schon mit Level2-Rechten für den VL-Sensor einen Offset einstellen kann und nicht erste mit höheren Leveln, wie offensichtlich bei den anderen Sensoren, habe ich spontan nicht und erst recht nicht dafür, dass der Sensor bei mir ab Werk um 1K "verbogen" war. Wenn irgendwelche Gründe in der Reglung für einen "verbogenen" Sensorwert sprechen, sollte man die Probleme lieber dort fixen. Ich verstehe auch nicht den Sinn, dass die Regelung bei -0,5K unter WP-Soll einregelt.
Bei beidem haben sich die Lambda-Jungs sicher was gedacht, schlüssig ist das für mich erstmal nicht.
Zitat von RStone80 Beitrag anzeigen
Noch eine Frage : Wo kramst du all dieses Wissen aus 🤔?[...]
Alle die Level2-Zugriffe haben, werden schon mal durch die dadurch erweiterten Einstellmöglichkeiten gesurft sein und da sprang mir fast als erstes der aus meiner Sicht unsinnig mit +1 bedatete "Korrekturoffset Vorlauftemperatur" im Heizkreismenue ins Auge und ich habe ihn auf Null gesetzt.

Verfasser:
Chaot
Zeit: 30.01.2026 20:29:52
0
3927942
Zitat von RStone80 Beitrag anzeigen
Hi richard,
Am Ende habe ich ihn verworfen, weil selbst bei den besten SPF-getesteten Speichern bereits Effizienzverluste nahe 20 % auftraten. Mit[...]
Interessant!
Was ist denn mit "ohne Zeifenster" und "mit Zeifenster" gemeint?

Als ich die Lambda ausgesucht hatte, war mir die Schichtungs- und Parallelpufferproblematik noch garnicht bekannt. Ich habe damals für WW einen mit kleinem Volumen gewählt, weil die Oberfläche - und damit die Verluste- bei gleicher Dämmstärke geringer sind. Der HB hat ein günstiges Eco-Modell angeboten und mit knapp 50 EUR für die 16m Holzfaserplatten-Nachdämmung verliert der jetzt gerade mal 1,25 kWh pro Tag, also irgendwas unter 10ct für die elektrische Energie. Von der reinen Kosten-/Nutzen-Betrachtung war das eine gute Wahl, ein teurerer und besser isolierter WW-Puffer hätte ja auch irgendwelche Transmissionverluste...

@Richard10: Den nächsten Absatz mal einfach beim Lesen auslassen 😉
Für meinen HK-Pufferspeicher ist es in der Übergangszeit fast egal, ob er schichtet oder nicht. Ich fahre ihn dann mit Hysterese +5/-1. Er ist also fast die ganze Zeit wärmer als HK-Soll und der HK-Mischer macht zusammen mit seinem Rücklauf daraus die gewünschte Vorlauftemperatur. Ob eine teilweise Mischung mit RL dann schon vorher im Puffer passiert oder erst durch den Mischer direkt im Heizkreis macht dann kaum einen Unterschied.

Verfasser:
RStone80
Zeit: 30.01.2026 23:50:00
0
3927977
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen

Was ist denn mit "ohne Zeifenster" und "mit Zeifenster" gemeint?

So wie ich es aus den SPF-Versuchen in Erinnerung habe, wurde bei Schichtenspeichern mit Zeitfenstern die Warmwasserbeladung auf ein oder zwei klar definierte Zeiträume begrenzt.Außerhalb dieser Fenster fand keine Hochtemperaturbeladung statt.
Bei den Schichtenspeichern ohne Zeitfenster hingegen gab es diese zeitliche Begrenzung nicht. Die Hochtemperaturbeladung konnte jederzeit erfolgen. Was auf den ersten Blick komfortabel wirkt, ist thermisch jedoch heikel ist. Denn eine Warmwasserladung auf hohem Temperaturniveau greift immer in Schichtung des Speichers ein.

Ich selbst habe mich (den Vorgaben von Lambda/Zewotherm folgend 😟) für einen 300-Liter-Warmwasserspeicher entschieden. Anhand der verbauten Temperaturfühler lässt sich nun sehr gut beobachten, was beim Start der WW-Beladung passiert:
Der Speicher wird nahezu vollständig durchmischt. Die Schichtung, fällt innerhalb kurzer Zeit in sich zusammen.

In diesem Zusammenhang habe ich einen Versuch gesehen, bei dem ein Warmwasserspeicher energetisch vermessen wurde. Das Ergebnis war ernüchternd, aber lehrreich:
Es war nahezu die doppelte thermische Leistung erforderlich, um am Ende die tatsächlich nutzbare thermische Energie bereitzustellen.
Damit wird für mich klar, dass Hauptproblem weniger die reinen Transmissionsverluste des Speichers sind. Entscheidend sind vielmehr die Effizienzverluste durch die Durchmischung selbst. Wärme, die einmal aufwendig erzeugt wurde, verliert dadurch nutzbare Exergie.

Verfasser:
Chaot
Zeit: 31.01.2026 11:16:17
0
3928063
Zitat von RStone80 Beitrag anzeigen
Ich selbst habe mich (den Vorgaben von Lambda/Zewotherm folgend 😟) für einen 300-Liter-Warmwasserspeicher entschieden.[...]
Du hast jetzt zwar eine größere Oberfläche aber auch einen vieeel größeren Wärmetauscher. Die Tauscherfläche springt bei Speichern unter 300l plötzlich massiv nach unten. Das habe ich damals nicht gewusst und mir auch keine Gedanken darüber gemacht, im Angebot stand ja was von Zewotherm WP-Trinkwasserspeicher. Der ist aber eben nur bis zu einer gewissen Ladeleistung geeignet. Wenn die zu hoch ist, kriege ich im Legionellenprogramm eine Abschaltung wegen zu hoher Temperaturen - der kleine Tauscher nimmt einfach zu wenig ab. Das sieht dann so aus:
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
Ungewöhnliches (?) Verhalten bei WW-Bereitung[...]
Ich habe jetzt zwar geringe Transmissionsverluste aber kann eben zumindest für das Legionellenprogramm nicht mit mehr als 5kW laden. Entsprechend länger wird die Heizlücke.
Zitat von RStone80 Beitrag anzeigen
Anhand der verbauten Temperaturfühler lässt sich nun sehr gut beobachten, was beim Start der WW-Beladung passiert:
Der Speicher wird nahezu vollständig durchmischt. Die Schichtung, fällt innerhalb kurzer Zeit in sich zusammen.[...]
Ich habe einen Fühler auf 3/4 Speicherhöhe und dort sowie bei der WP-VLT beim Start der WW-Bereitung ebenfalls starkes Schwingen gesehen. Meine Versuche mit verschiedenen Start-dT haben keine Veränderung gebracht und eigentlich ist das auch klar, weil bei jeder meiner täglichen WW-Bereitungen verbrauchsabhängig unterschiedliche Temperaturverteilungen im WW-Speicher herrschen und ich eben KEINEN Schichtenspeicher habe. Für WW könnte der sich also bei sehr hohen WW-Verbräuchen vielleicht sogar rechnen (weiß jetzt aber nicht, wieviel teurer die sind).
Zitat von RStone80 Beitrag anzeigen
In diesem Zusammenhang habe ich einen Versuch gesehen, bei dem ein Warmwasserspeicher energetisch vermessen wurde. Das Ergebnis war ernüchternd, aber lehrreich:
Es war nahezu die doppelte thermische Leistung erforderlich, um am Ende die tatsächlich nutzbare thermische Energie bereitzustellen.[...]
Mein Idealbild wäre folgendes: bei WW wird der gesamte Speicher auf nahezu gleiche Temperatur geladen. Wenn oben Wasser entnommen wird, strömt unten kaltes Wasser nach, so dass der Speicher sowohl im oberen wie im unteren Bereich konstante Temperatur hat, oben heiß, unten kalt. Bei der nächsten WW-Bereitung muss eigentlich nur das kalte Wasser aufgeheizt werden. Jetzt habe ich zwei Extreme: a) Um das heiße Wasser nicht abzukühlen, lade ich mit sehr hohem Start-dT. Im kalten Bereich würde mit besserem COP erzeugtes kühleres Wasser ausreichen. Ich verschenke also gewaltig.
b) Ich starte weit unter Zieltemperatur mit kleinem dT. Bei Durchstömung des heißen Bereichs des Puffers entziehe ich fleißig Energie, der Tauscher arbeitet als Kühlung für den oberen Bereich. Ich verschenke also gewaltig
Fazit: Man kann nicht gewinnen.
Aber: Wenn ich weiß, wie groß der Anteil heißen Wassers bei Start der Beladung ist, kann ich mich für den günstigeren Fall entscheiden: Ist der Speicher fast leer, kann ich mit Auskühlen des wenigen heißen Wassers nicht viel verlieren, sollte also mit geringer Spreizung und niedriger VLT starten, wenn nur wenig kaltes Wasser nachgeströmt ist, wäre die Strategie mit hoher Spreizung und hoher Starttemperatur besser.
Falls ich da einen Denkfehler habe, schreibt es bitte, denn genau danach orientiere ich mich aktuell.
Zitat von RStone80 Beitrag anzeigen
In diesem Zusammenhang habe ich einen Versuch gesehen, bei dem ein Warmwasserspeicher energetisch vermessen wurde. Das Ergebnis war ernüchternd, aber lehrreich:
Es war nahezu die doppelte thermische Leistung erforderlich, um am Ende die tatsächlich nutzbare thermische Energie bereitzustellen.[...]
Oben bin ich darauf eingegangen, wo ich die Ursachen für die Verluste sehe, allerdings bezogen sich die nur auf die Exergie und nicht auf die Energie. Die kann nur bei einem Einmalversuch "verloren" gehen. Bei anschließender Wiederholung des Versuchs müsste die vorher eingebrachte, nicht nutzbare Energie als "höhere" Absprungbasis das Ergebnis verbessern.

Für meine WW-Bereitungsstrategie wollte ich wissen, wieviel WW zwischen den Beladungen verbraucht wird, also wie gut der Speicher bei Start beladen ist.
Die nachzuladende Energie hängt von der Menge nachgelaufenem Kaltwasser, dessen Temperaturdifferenz zur Zieltemperatur und der Abkühlung des Warmwassers seit der letzten Beladung ab. Wenn man ein paar Annahmen trifft (z.B. dass der WW-Verbrauch sich linear über die Zeit verteilt, also die Menge Warmwasser, das abkühlen kann, linear sinkt), lässt sich die entnommene Wassermenge berechnen. Dazu benötigt man natürlich die Kaltwassertemperatur (messe ich) und die Kennzahlen für die Transmissonsverluste (sehe ich an den Abkühlkurven, wenn keine WW-Zapfung stattfindet).

Verfasser:
RStone80
Zeit: 01.02.2026 16:20:21
0
3928602
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen

Ich habe einen Fühler auf 3/4 Speicherhöhe und dort sowie bei der WP-VLT beim Start der WW-Bereitung ebenfalls starkes Schwingen gesehen.




Hallo Chaot,
deine Beobachtungen kann ich gut nachvollziehen......das Schwingen beim Start der WW-Bereitung habe ich in ähnlicher Form ebenfalls gesehen. Gerade ohne Schichtenspeicher ist das im Grunde folgerichtig:
Jeder Zapfvorgang hinterlässt ein anderes Temperaturprofil im Speicher, und die Wärmepumpe trifft beim Start jedes Mal auf andere Randbedingungen. Da kann man drehen wo man will die Physik lässt sich davon wenig beeindrucken.

Zu deinem Gedanken mit dem Schichtenspeicher:
Theoretisch stimme ich dir zu, aber in der Praxis erkauft man sich die bessere Temperaturschichtung aber mit höherem Preis, mehr Fühlern, mehr Regelaufwand und nicht selten auch mit neuen Nebenwirkungen.
Mir hatte ein Heizungsbauer einen Link3 Speicher für etwas über 12.000,- angeboten .
Jetzt ärgeren ich mich, dass ich dieses „Schnäppchen“ 😉 nicht erworben habe 🤣.


Bei mir sieht es wie folgt aus:
300-Liter-WW-Speicher, zwei Temperaturfühler
Geschätzt bei etwa 1/3 und ganz oben (3/3).
Die Wärmetauscherfläche liegt bei rund 0,4 m² pro kW WP-Leistung.
Kein Thermosiphon (leider)
Keine Rückschlagklappen
Zirkulation nur zeitweise per Funkschalter

Was ich beobachte:

Kurz nach dem Beladevorgang fällt die obere Temperatur um einige Kelvin ab, während sich die untere der oberen annähert. Danach steigen beide Temperaturen nahezu parallel, mit einem Abstand von etwa 2 K, bis die Solltemperatur erreicht ist.
Ein konkretes Beispiel von letzter Nacht: In etwa sechs Stunden ist die obere Temperatur um rund 3 K gefallen, die untere ist im gleichen Zeitraum um etwa 1,5 K gestiegen.

Ob das nun primär den „kommunizierenden Röhren“, der thermischen Diffusion oder schlicht einer Mischung aus beidem geschuldet ist, vermag ich nicht abschließend zu sagen.
Wahrscheinlich wirken hier mehrere Effekte gleichzeitig. Wasser ist geduldig, aber es folgt unbeirrbar seinen eigenen Gesetzen, ganz gleich, was wir uns wünschen.
Das verlinkte Video finde ich übrigens sehr passend, weil es genau diese Prozesse anschaulich zeigt und ein bisschen den Schleier lüftet, den wir in der Praxis oft nur über Messwerte erahnen.

Speicher-Lade-Test

Verfasser:
AndreiLux
Zeit: 01.02.2026 17:19:58
0
3928627
Relevant zu der Diskussion hab ich mal nachgeschaut was meine Verluste sind:

- Seit Inbetriebnahme mitte September 724,9kWh beladen, 249kWh gezapft
- Januar 2026; 155,4kWh beladen, 64kWh gezapft

Das einzig dumme hier ist: Bei Anfang der Beladung pustet die WP noch in den Röhren kälteres Wasser als was im Puffer liegt, das zählt die als positive Energie, aber von der Systemgrenze des Speichers eher negative Energie ist. Das andere, WP pustet am Ende WW in dem Heizkreis für 30 Sekunden und zählt das noch als WW Energie.

Aber wahrscheinlich der größte Verlust bleibt das 3WV was "kaltes" Wasser reinlässt, wird man dann außerhalb der Heizperioden überprüfen können.
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
Mein Idealbild wäre folgendes: bei WW wird der gesamte Speicher auf nahezu gleiche Temperatur geladen. Wenn oben Wasser entnommen wird, strömt unten kaltes Wasser nach, so dass der Speicher sowohl im oberen wie im unteren Bereich konstante Temperatur hat, oben heiß, unten kalt. Bei der nächsten WW-Bereitung muss eigentlich nur das kalte Wasser aufgeheizt werden. Jetzt habe ich zwei Extreme: a) Um das heiße Wasser nicht abzukühlen, lade ich mit sehr hohem Start-dT.
Ich fahr so quasi wie du das hier beschreibst.

Nach meiner Erfahrung ist die COP Differenz ob man mit 5K oder mit 15K anfängt ist so klein, dass es die Diskussion nicht Wert ist darüber zu sprechen.

Verfasser:
Chaot
Zeit: 01.02.2026 19:02:16
0
3928673
Zitat von RStone80 Beitrag anzeigen
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
[...]


Hallo Chaot,
deine Beobachtungen kann ich gut nachvollziehen......das Schwingen beim Start der WW-Bereitung habe ich in ähnlicher Form ebenfalls gesehen. Gerade ohne Schichtenspeicher ist das im Grunde folgerichtig:
Jeder Zapfvorgang hinterlässt ein anderes[...]
Hui, 12.000 EUR sind schon heftig. Wir haben nur ca. 1000 bezahlt. Die WW-Kosten liegen aktuell deutlich unter 300 EUR pro Jahr. Da würde sich so ein Invest nie rechnen.
Das Video finde ich teilweise nicht so toll. Bei der Brauchwasserentnahme muss ordentlich runtergemischt werden (98 aus dem Speicher, 46 Kaltwasser) aber trotzdem die Aussage, dass man 55°C als Zieltemperatur braucht und bei 48°C wieder einschalten sollte. Ich schalte bei 41 (oder nach 1 Tag) ein und bei 47 wieder aus!
Die Verlustrechnung verstehe ich auch nicht so ganz bzw. fehlt mir die Benennung der Ursachen. Die Standbyverluste schlagen mit unter 2,5 kWh zu buche, aber wo gehen die weiteren 1,18 kWh verloren? Das muss dann ja außerhalb des Speichers sein und gehört eigentlich nicht in die Speicherbewertung rein.
In der Realität wird sich der WW-Verbrauch auch nicht gesamthaft auf die letzten Minuten vor WW-Bereitung beschränken, es wird also nicht die gesamte WW-Wassermenge über 22h (oder einen Tag) den Standbyverlusten ausgesetzt sein.
Was trotzdem sehr schön rauskommt ist, dass die Standbyverluste einen erheblichen Anteil am Gesamtbedarf haben.

Verfasser:
Chaot
Zeit: 01.02.2026 19:13:50
0
3928674
Zitat von AndreiLux Beitrag anzeigen
Relevant zu der Diskussion hab ich mal nachgeschaut was meine Verluste sind:

- Seit Inbetriebnahme mitte September 724,9kWh beladen, 249kWh gezapft
- Januar 2026; 155,4kWh beladen, 64kWh gezapft.
Du hast also einen Wärmemengenzähler am WW-Ausgang?
Zitat von AndreiLux Beitrag anzeigen
Aber wahrscheinlich der größte Verlust bleibt das 3WV was "kaltes" Wasser reinlässt, wird man dann außerhalb der Heizperioden überprüfen können.[...]
Nach meiner Erfahrung ist die COP Differenz ob man mit 5K oder mit 15K anfängt ist so klein, dass es die Diskussion nicht Wert ist darüber zu sprechen.
Du kannst das 3WV auch schon jetzt überprüfen. Ich habe dazu einen Sensor temorär auf das WW-Vorlaufrohr geklemmt. Wenn das 3WV undicht ist, kannst du das am Temperaturverlauf messen. Wenn das Rohr nach WW einfach nur abkühlt und sogar ein paar K unter HK-VL landet, kannst Du davon ausgehen, dass das Ventil recht dicht ist.

Verfasser:
RStone80
Zeit: 01.02.2026 19:43:12
0
3928685
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
Zitat von RStone80 Beitrag anzeigen
[...]
Hui, 12.000 EUR sind schon heftig. Wir haben nur ca. 1000 bezahlt. Die WW-Kosten liegen aktuell deutlich unter 300 EUR pro Jahr. Da würde sich so ein Invest nie rechnen.


Ich würde auch niemals dieses Summe in einen Speicher investieren. Bei mir liegen die Kosten für die Brutto Erzeugung bei ungefähr 240,-€. Abzüglich Solar-Ertrag und Einspeisevergütung bei etwa 70,-€ Netto.
Aber auch mit den Kosten für den Puffer würde die Amortisationzeit das Speicherleben deutlich überschreiten.

Verfasser:
RStone80
Zeit: 01.02.2026 19:59:50
0
3928692
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen

Das Video finde ich teilweise nicht so toll. Bei der Brauchwasserentnahme muss ordentlich runtergemischt werden (98 aus dem Speicher, 46 Kaltwasser) aber trotzdem die Aussage, dass man 55°C als Zieltemperatur braucht und bei 48°C wieder einschalten sollte. Ich schalte bei 41 (oder nach 1 Tag) ein und bei 47 wieder aus

Du siehst wieder Sachverhalte, die bei mir einfach durchgerutscht sind.
Ich muss mir das Video bei Gelegenheit noch einmal mit deinen Erkenntnissen anschauen
Ich gehe auch nicht auf die 55° WW-Zieltemperatur sondern nur auf 48°. Und habe die Beladung auf einen festen Frame gelegt.

Verfasser:
RStone80
Zeit: 01.02.2026 20:12:52
0
3928694
Hi AndreiLux,

Zitat von AndreiLux Beitrag anzeigen
Relevant zu der Diskussion hab ich mal nachgeschaut was meine Verluste sind:

- Seit Inbetriebnahme mitte September 724,9kWh beladen, 249kWh gezapft
- Januar 2026; 155,4kWh beladen, 64kWh gezapft
.


Du hast wahrscheinlich deinen WW-Speicher mit eine WMZ- ausgestattet, wenn du die Zahlen so genau kennst? Bei mir hat der HZB das abgelehnt, weil er der Meinung war, mit einer Zirkulation würde das nicht funktionieren, was natürlich Unsinn ist.

Aber das Verhältnis ist schon extrem: Dann hast du ja von September inkl. Januar fast 3 x so viel Energie erzeugen müssen, als entnommen wurde.

Verfasser:
AndreiLux
Zeit: 01.02.2026 20:17:40
0
3928699
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
Du hast also einen Wärmemengenzähler am WW-Ausgang?
Ja, die FriWa zählt Zapfenergie mit.
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
Du kannst das 3WV auch schon jetzt überprüfen. Ich habe dazu einen Sensor temorär auf das WW-Vorlaufrohr geklemmt. Wenn das 3WV undicht ist, kannst du das am Temperaturverlauf messen. Wenn das Rohr nach WW einfach nur abkühlt und sogar ein paar K unter HK-VL landet, kannst Du davon ausgehen, dass[...]
Die Methode geht relativ schlecht, es gibt nur 50cm Rohr vom Puffer bis Hydraulikstation. Ich bin mir aber 100% sicher es ist undicht, habe leider keine gute Lösung hierfür bis mindestens nächsten Sommer.

Auch wenn es relativ ein hoher %Verlust ist für WW, WW bleibt trotz nur 4,5% der Wärmemenge der WP, daher fragt man sich auch ob das Wert sein soll da den Puffer zu entleeren um auf 3-3,5% zu kommen. Ihr redet auch von viel mehr Verlusten, ich verliere nur 0,08K/Stunde.

Verfasser:
Chaot
Zeit: 01.02.2026 21:27:52
0
3928719
Zitat von AndreiLux Beitrag anzeigen
Auch wenn es relativ ein hoher %Verlust ist für WW, WW bleibt trotz nur 4,5% der Wärmemenge der WP, daher fragt man sich auch ob das Wert sein soll da den Puffer zu entleeren um auf 3-3,5% zu kommen. Ihr redet auch von viel mehr Verlusten, ich verliere nur 0,08K/Stunde.[...]
Bei mir ist der WW-Anteil ca. 7%, was den Stromverbrauch angeht mehr.
Warum willst du den Puffer entleeren? Meinst Du erst nachheizen, wenn der Puffer leer ist?

Mit 0,08K pro Stunde hast du einen sehr gut isolierten oder einen sehr großen Speicher. Ich verliere 0,22K pro Stunde, trotz 16cm zusätzlicher Holzfaserdämmung, was aber an der Größe (bzw. Kleinheit) des Speichers liegen kann. Wenn kein WW entnommen werden würde, wäre mein Verlust in 24h trotzdem nur 1,25kWh.
Werden sich die Ausgaben für die zusätzliche Dämmung jemals rechnen? Ja!!! Ich hatte vorher einen Verlust von 0,6K/h, also 14,4K pro Tag! Um nicht in den kalten Tageszeiten WW bereiten zu müssen sondern mit 1 pro Tag in der Mittagszeit auszukommen musste ich auf sehr hohe Zieltemperatur laden. Zu den Standbyverlusten kam also auch noch der deutlich schlechtere COP für die WW-Bereitung. Ich habe bei mir eine Amortisationszeit von etwa 4 Jahren berechnet.

Verfasser:
AndreiLux
Zeit: 01.02.2026 22:15:53
0
3928734
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
Zitat von AndreiLux Beitrag anzeigen
[...]
Warum willst du den Puffer entleeren? Meinst Du erst nachheizen, wenn der Puffer leer ist?

Wenn ich das 3WV Problem los werden will muss er wenigstens 1/3 entleert werden damit ich Änderungen machen kann.
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
Mit 0,08K pro Stunde hast du einen sehr gut isolierten oder einen sehr großen Speicher.

https://www.regotherm24.de/thermic-energy-pufferspeicher-sps-500-eek-a-weiss
500L / 75mm PU Schaum + Flies

Er hatte irgendwie nen Baufehler da er nicht diese seitliche Lanzenanbindung bis ganz oben hatte deshalb mussten wir ihn für die FriWa VL dann ganz oben mittig anbinden.



Ich müsste hier eigentlich die Dämmung mit etwas dickeres ersetzen da das Rohr da quasi das wärmste Wasser immer abgibt.

Habt ihr alle eure Blindstopfen gedämmt? Die verlieren enorm.

Ich hatte da aus PU Platten Dämmkappen gebastelt.

Verfasser:
Streety2
Zeit: 01.02.2026 22:43:01
0
3928743
Alle mit Armaflex gedämmt. (war Gratis)
Der erfolgreichsten Part, war der Deckel.
Eine zusätzliche Dämmung, mit Unterbindung der Luftzirkulation hat am meisten gebracht.

Verfasser:
Chaot
Zeit: 01.02.2026 23:02:53
0
3928754
Ich habe 2-fach 8cm Holzfaserdämmplatten um den Speicher gewickelt und oben eine übriggebliebene PUR-Platte draufgelegt. Sieht nicht schön aus, ist aber vom Kosten-Nutzenverhältnis gut.

Verfasser:
RStone80
Zeit: 05.03.2026 23:07:31
0
3939963
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen

Falls Du Deine Leistungswerte über AT aufmalst, müssten sich die Punkte bzw. die Trendlinie der Leistungsgeraden im Heizreport annähern. Falls das zutrifft, müsstest du nur noch statt der theoretischen Daten die echten Minimalleistungswerte der Lambda in den


Hi Chaot,
hat zwar etwas länger gedauert, aber nun ist die Auswertung doch noch fertig geworden.



Ich habe in dem Diagramm zunächst ausschließlich die thermische Abgabeleistung, für das Heizen, der Lambda berücksichtigt. Schon daran lässt sich recht deutlich erkennen, dass durch die relativ große Puffer Hysterese bei positiven Außentemperaturen schlicht zu viel Energie in das Gebäude eingebracht wird. Die Wärmepumpe arbeitet mit zu hoher Leistung als es für die aktuelle Heizlast eigentlich notwendig wäre.
Die Randbedingungen waren dabei recht moderat:
Nachttemperatur etwa 4 bis 5 °C, gegen 5:30 Uhr etwa 5,5 °C Außentemperatur.

Das zugrunde liegende Problem wird in der nächsten Grafik noch deutlicher sichtbar. Selbst nach einer vollständigen Nachtabschaltung der Wärmepumpe und einem entsprechend abgekühlten System erreicht die Lambda bereits nach etwa 70 Minuten wieder die eingestellte Vorlauftemperatur.





Im Ergebnis bleibt mir praktisch nur die Wahl zwischen zwei nicht optimalen Betriebsstrategien: entweder häufigere Verdichterstarts mit kleinerer Hysterese oder eine größere Hysterese mit entsprechend längeren Laufzeiten, was jedoch zwangsläufig zu leicht erhöhten Raumtemperaturen führt.
Der eigentliche Kern des Problems ist ja schon bekannt. Die EU08L liegt im unteren Modulationsbereich deutlich über den Werksangaben. – sieht man in dem 1. Chart – Differenz wischen Gelber Diagrammlinie und der Roten Diagramm-Linie.
Die minimale thermische Leistung ist im realen Betrieb schlicht höher als vom Hersteller spezifiziert. Dadurch lässt sich die EU08L bei milden Außentemperaturen nicht so weit herunterregeln, wie es für einen wirklich stabilen Teillastbetrieb erforderlich wäre.
Ganz ehrlich: Genau dieser Punkt könnte auch einer der Gründe sein, warum die EU08L inzwischen nicht mehr produziert wird. Diese Maschinen trägt ihr Schicksal bereits im Datenblatt in sich und wir EU08L Besitzer nun das Problem, wenn ein Hersteller hier Lambda/Zewotherm bei diesen Leistungsangaben nicht ehrlich ist.

Verfasser:
Chaot
Zeit: 06.03.2026 19:34:21
0
3940183
Zitat von RStone80 Beitrag anzeigen
Hi Chaot,
hat zwar etwas länger gedauert, aber nun ist die Auswertung doch noch fertig geworden.
Ich habe in dem Diagramm zunächst ausschließlich die thermische Abgabeleistung, für das Heizen, der Lambda berücksichtigt.[...]
Hallo RStone80,
genau das ist das richtige Vorgehen, denn wir wollen über die Heiz- und Aus-Phasen ja nur die Heizenergie beeinflussen, also benötigen wir die mittlere Soll-Heizleistung.
Bei mir ist die Soll-Raumtemperatur 20,5°C und die automatisch generierte Trendlinie durchstößt die 0KW Linie bzw. x-Achse auch nicht bei 15°C sondern dicht an den 20,5°C. Insofern wundert mich nicht, dass Deine beiden Geraden sich ebenfalls unterscheiden.
Da Du bei höheren AT das Haus tendenziell überheizt hast, wirst du für diese Zeit auch eine höhere mittlere Heizenergie benötigt haben, als für die Solltemperatur nötig gewesen wäre. Die für Dich passende Gerade wird also vermutlich etwas steiler als die eingezeichnete Trendlinie verlaufen.
Zitat von RStone80 Beitrag anzeigen
Das zugrunde liegende Problem wird in der nächsten Grafik noch deutlicher sichtbar. Selbst nach einer vollständigen Nachtabschaltung der Wärmepumpe und einem entsprechend abgekühlten System erreicht die Lambda bereits nach etwa 70 Minuten wieder die eingestellte Vorlauftemperatur.[...]

Das "System" besteht im Wesentlichen aus dem umlaufenden Wasser und den (trägeren) Massen mit direktem Wasserkontakt (bei FBH zusätzlich der Estrich). Ob Du nach Nachtabsenkung neu startets oder nach 1-2 Stunden wird deshalb keinen wesentlichen Unterschied machen. Und das ist gut, denn so kann selbst bei einer kürzeren Pause mit Abkühlung unter VL-Soll eine deutliche Laufzeitverlängerung erreicht werden.
Die Lambda geht bei Übergang in den Regelbetrieb nicht sofort auf die Minimalleistung runter, sondern bleibt bei Dir für lange Zeit bei 29% VDA, weil die Solltemperatur noch lange nicht erreicht ist. Die Absenkung der Qp für 0°C auf ca. 3,3kW und für +15°C auf 2kW sollte ein schnelleres Abregeln bewirken.
Die ca, 3,3kW bei 0°C wirst Du benötigen, um noch Reserve fürs Abtauen zu haben. Die kleinste einstellbare Leistung von 2kW bei +15°C soll dazu führen das die Qp für einen möglichst großen Bereich des Taktens höchstens der Minimalleistung entspricht. Mit diesem Einstellungen wäre die Lambda vermutlich nicht für lange Zeit bei 29% sondern bei 25% gelaufen und es hätte 15...20min länger gedauert bis VL-Soll erreicht worden wäre. Eine längere Zeit bis zum Erreichen der VL-Soll bedeutet auch eine geringere Durchschnittsleistung. Die führt wiederum zu einer deutlich größeren Unterversorgung in dieser Zeit, die anschließend eine entsprechend längere Phase des Überheizens erlaubt, bis das Defizit ausgeglichen ist.
Zitat von RStone80 Beitrag anzeigen
Im Ergebnis bleibt mir praktisch nur die Wahl zwischen zwei nicht optimalen Betriebsstrategien: entweder häufigere Verdichterstarts mit kleinerer Hysterese oder eine größere Hysterese mit entsprechend längeren Laufzeiten, was jedoch zwangsläufig zu leicht erhöhten Raumtemperaturen führt.[...]
Falls du es so meinst, ist es richtig: Die Verlängerung der Takte durch Erhöhung der Ausschalthysterese bei gleichzeitiger Absenkung der Einschalthysterese, so dass die durchschnittliche Heizleistung gleich bleibt, führt zu größeren Raumtemperaturunterschieden zwischen dem Ende und Anfang der Heizphase eines Taktes.

Meine Beobachtung ist, dass man als Mensch recht unempfindlich gegen langsame Temperaturgradienten ist. Einen minütlichen Wechsel zwischen sich um 1K unterscheidenden Temperaturen würde man vielleicht noch merken, wenn die Wechsel in einer Rampe erfolgen aber eher nicht.
An Deiner Stelle würde ich die Ein-Ausschalthysterese so weit auseinanderlegen, dass die Temperaturschwankungen innerhalb eines Taktes nicht zu spüren sind und dann hochrechnen, ob die jährlichen Takte noch im Rahmen bleiben (z.B. 3500).
Ein- und Ausschalthysterese sollte so gelegt sein, dass die Durchschnittsleistung über einen Takt auf der Trendlinie (bzw. wie oben beschrieben auf der etwas steileren Geraden) liegt. Die richtigen Parameter dafür herauszubekommen ist eigentlich die größere Herausforderung.
Beispiel 10°C: Die Minimalleistung ist etwa doppelt so große wie die Solleistung, also sollte die An- und Aus-Zeit auch in etwa gleich lang sein.

Verfasser:
Chaot
Zeit: 07.03.2026 19:29:21
0
3940408
@RStone80, wie kriegst Du jetzt eine Heizkurve incl. Ein- und Ausschalthysterese hin, so dass die Durchschnittsheizleistung der Trendlinie bzw. der Soll-Leistung entspricht?
Ich würde es so machen:
Ich suche mir einen Tag, an dem ich die Möglichkeit habe, die WP manuell zu steuern.
Jetzt warte ich auf die Aus-Phase und notiere den Zählerstand des Heizenergiezählers. Dasselbe mache ich beim nächsten Ausschalten und berechne die Energiedifferenz bzw. die in dem Takt eingebrachte Energie.
Aus der Trendlinie entnehme ich die Soll-Leistung und kann mit der eingebrachten Energie berechnen, wie lange der Takt sein muss, damit durchschnittlich die Soll-Heizleistung entsteht. Nun setze ich den HK-Offset auf -10K, damit die WP nicht eigenständig einschaltet und warte, bis die berechnete Taktlänge erreicht ist. Die jetzt ablesbare Puffer-Temperatur wäre etwa die richtige, bei der die WP wieder einschalten soll, also passe ich die Einschalthysterese entsprechend an und setze den HK-Offset wieder auf 0, so dass der nächste Takt beginnt.
Die so gefundene Ein- und Ausschalthysterese lasse ich möglichst lange unverändert.
Wenn es damit bei einer andere AT zu warm oder zu kalt wird, halte ich die Soll-VLT für die AT aus dem ersten Versuch fest und ändere die Steigung der Heizkurve nach oben oder unten (die dreht sich dann um die AT im ersten Versuch).

Falls die Takthäufigkeit zu hoch ist, erhöhe ich die Spreizung zwischen Ein-- und Ausschalthysterese. Die Durchschnittsleistung über einen Takt darf sich dabei nicht ändern. Die sinnvolle Grenze ist erreicht, wenn die Temperaturschwankungen in den Räumen innerhalb eines Taktes spürbar werden.

Verfasser:
richard10
Zeit: 17.03.2026 18:55:48
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3943018
Hier sind meine Daten bezüglich der Wärmepumpe:

1) Der Anteil für Warmwasser (WW) beträgt 3,5 % des Gesamtverbrauchs des
Verdichters (ohne Pumpen/Steuerung).
2) Den Puffer fahre ich mit +2 K über dem Heizkreis-Soll (HK). PWM-Steuerung HK/
FBH in Analysephase, damit ich dieser +2K auf +0,2K kompensieren kann (@Andreilux: Danke für Deinen Input, damit ich 2K senken kann und möglichweise auch meine Heizkurve: Ist erst mal Zukunftsmusik, weil die Zeit fehlt und es nicht kalt genug ist)
3) NAT (Norm-Außentemperatur) = -7,9 °C.
4) FBH (Fußbodenheizung) und HK (Heizkörper) sind parallel geschaltet.
5) Anzahl der Taktungen: 27 Stück.
6) HGT (Heizgrenztemperatur) = 12,5 °C.
7) Heizkurve: siehe Bilder.

Ich fahre mit gleitendem Durchschnitt der Außentemperatur (AT): 20 % Durchschnitt 1 Stunde + 40 % Durchschnitt 24 Stunden + 50 % Vorhersage.
Gerne eure Kommentare dazu – alles ist willkommen!
Passt zum Thema: Die Taktungen sind extrem wenig. Dauer nach Taktung aus: Bisher > 4 Stunden

Mit freundlicher Untertstützung von meiner HB!


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