| | Verfasser: Raubfisch | Zeit:
06.03.2026 22:15:39 |
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07.03.2026 10:44:58 |
Zitat von belzig  Den Bau neuer AKWs in Deutschland zu diskutieren ist einfach müßig.
...ist das wirklich so? Auch wieder eine Behauptung ohne Faktengrundlage...inzwischen sind mehr Deutsche pro Kernenrgie als dagegen: Verivox-Umfrage...hm, da geht wohl doch was...
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07.03.2026 10:50:16 |
Die Kernenergie ist bei uns politisch tot und ob eine Mehrheit dafür ist oder dagegen ist egal, denn es gibt eine gewisse Minderheit die dagegen so viel Radau macht, dass kein Politiker mehr ernsthaft mit dem Thema anfangen wird und kein Investor in einen so unsicheren Markt investieren wird... Fertig der Diskussion.
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| | Zeit:
07.03.2026 12:37:42 |
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07.03.2026 12:57:48 |
Die 3 Monate in denen demnächst flächendeckend auch elektrisch geheizt und Auto gefahren werden soll, sind aber eben das Problem. Batteriespeicher sind zwar -genau wie PV- recht günstig geworden, aber nur zu Hause und wenn man den Haushaltsstrompreis von ca. 30 KWH gegenrechnet. Das ist aber nicht der Strompreis. Der eigentliche Strompreis sind deutlich unter 10 Cent, die über 20 Cent Differenz sind Netzinstandhaltung, Verwaltung, Ausbau, usw. usf. Für einen Energiekonzern der in der Lage ist für 6-8 Cent die KWH Kraftwerksstrom zu produzieren, ist n Batteriespeicher bei dem die KWH über 15 Cent kostet, völlig uninteressant. Je mehr Privatleute ihren Sommerstromverbrauch mit PV & Speicher selbst erzeugen, desto geringer wird die Beteiligung an den Netzgrundkosten. und da wird sich die Politik auch mittelfristig irgendwas ein fallen lassen. Und dann ist die große PV Ersparnis wahrscheinlich auch wieder Geschichte... Das wird in der weiten Fläche so wie jetzt irgendwann nicht mehr finanzierbar sein. Dazu kommt der Umstand, dass in eben den 3 PV armen Monaten der Stromverbrauch noch drastisch steigen wird und das weder die Kraftwerke, noch die Netze hergeben. Dafür werden riesen Milliardenbeträge nötig, um die Umstellung zu finanzieren und die werden die Stromkunden auch aufbringen müssen, oder eben die Steuerzahler. Ist letztlich das gleiche, da ja alle Steuerzahler auch Strom verbrauchen...
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07.03.2026 13:54:30 |
Das "Problem" reduziert sich auf vielleicht 3 Wochen Dunkelflaute in 3 Wintermonaten. Dann laufen vorerst noch bestehende (!) Gas- und Kohlekraftwerke. Die Gasspeicher sind Ende Jahr voll, weil im Sommer ja kein Gas verbraucht wird. Dazu gibt es in den Alpen 15000 GWh Speicherseen als Joker. Die PV Anlage auf jedem Hausdach ist in Zukunft Bestandteil der EE Stromversorgung. Bei einer Panel Lebensdauer von 25j kostet die kWH <10ct. Der Batteriespeicher wandert dann sinnvollerweise als Quartierspeicher ins Netz, was auch noch mal Kosten und Batteriemüll spart. Die ganze Übung wird finanziert durch die Einsparung an importierten fossilen Energieträgern & Gruss delta97
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
07.03.2026 14:01:24 |
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07.03.2026 14:11:39 |
Zitat von Mark1234  Dazu kommt der Umstand, dass in eben den 3 PV armen Monaten der Stromverbrauch noch drastisch steigen wird und das weder die Kraftwerke, noch die Netze hergeben. Dafür werden riesen Milliardenbeträge nötig, um die Umstellung zu finanzieren und die werden die Stromkunden auch aufbringen müssen, oder eben die Steuerzahler. Ist letztlich das gleiche, da ja alle Steuerzahler auch Strom verbrauchen... [...] In den 3 Monaten wo es wenig PV Ertrag gibt, weht sehr oft in Nord Deutschland der Winterwind. Zudem haben wir bereits jetzt schon fast 37 GW Gaskraftwerke und 10 GW sollen ja noch gebaut werden, was eigentlich nicht notwendig wäre, wenn man die 7 GW Steinkohlekraftwerke wieder aus der Netzreserve im Winter in den Betrieb zurückbringen würde. Wichtig wäre v.a., daß man die jetzt im Betrieb befindlichen 10 GW Steinkohlekraftwerke weiter laufen lässt, einfach weil sie schon da sind und sie auch nicht klimaschädlicher als LNG-Fracking-Gas-Kraftwerke sind.
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| | Zeit:
07.03.2026 14:18:07 |
Im Januar lag der Fossilanteil am Strommix in Deutschland trotzdem bei 50% und die Windkraft reicht da nicht, vor allem nicht wenn kein Wind weht. Das Thema ALL ELECTRIC steckt aber Flächenmäßig noch in den Kinderschuhen, ich schätze mal das sich zumindest der Haushaltsstromverbrauch in Deutschland mit flächendeckenden Elektroautos und Wärmepumpen verdreifachen wird... Den Strom bringst mit Windkraft nicht zusammen, da bleibt nur Gas/ Kohle und aus der Kohle will man noch aussteigen. Das nächste Problem ist, das man Kohlekraftwerke halt nicht so einfach rauf/runter fahren kann wie Gaskraftwerke und n Kraftwerk welches im Sommer nicht läuft, kostet trotzdem viel Geld. Mitarbeiter, Instandhaltung, etc. hast du auch bei nem Kraftwerk was nicht läuft... Nur der Brennstoffverbrauch ist dann halt nicht da.
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| | Zeit:
07.03.2026 14:29:39 |
Von Mitte November bis Mitte Februar, sind fast immer 4GW Strom aus Gaskraftwerken im Netz. An manchen Tagen über 15GW. Man kann den Warmstart von Steinkohlekraftwerken auch gut im 2Tages-Bereich planen. Und es ist immer noch billiger schon bestehende Kraftwerke für 3 Monate zu betreiben als neue zu bauen, die genau so selten laufen werden. Wie gesagt wir haben ja bereits fast 37 GW GasKW, von denen selten mehr als 15GW gebraucht werden. Gürtel zum Hostenträger ist ja OK, aber braucht man deswegen gleich einen neuen Hosenträger, wenn man der alte noch alleine die Hose hält?
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| | Zeit:
07.03.2026 14:34:12 |
Wird man schon brauchen, sonst würde man sie nicht planen. Wir heizen ja im weiten Feld noch nicht elektrisch und wir fahren auch in weitem Feld noch nicht elektrisch. Auch viele Industrieprozesse sollen auf E umgestellt werden und son Kraftwerk zu bauen, das dauert ja bei uns auch mindestens 10-15 Jahre mit Vorplanungszeiten, etc. Und wenn wir uns dann anschauen dass das eine "Übergangstechnologie" sein soll, die in 10-15 Jahren Betriebsbereit ist, wir dann 2041 haben und 2045 alles davon abschalten sollen, dann wissen wir alle dass das mit dem Klimaneutral 2045 sicherlich nichts wird, auch nicht 2050...
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| | Zeit:
07.03.2026 19:06:55 |
Zitat von Mark1234  ...denn es gibt eine gewisse Minderheit die dagegen so viel Radau macht, dass kein Politiker mehr ernsthaft mit dem Thema anfangen wird und kein Investor in einen so unsicheren Markt investieren wird.. das trifft es ziemlich genau und rational betrachtet ist es unverständlich, warum eine Mehrheit sich von diesen "Radaumachern" derart dominieren lässt, ganz zu schweigen von wankelmütigen Politikern.. ^^
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| | Zeit:
07.03.2026 19:49:04 |
Weil sich Generationen von Politikern die Finger verbrannt haben am Atomkraftthema, welches von einer kleinen Minderheit die Angst vor neuer Technik hat, angestimmt wurde? In das Nest würdest du wenn dir dein Job lieb ist auch nicht nochmal rein stechen, sondern einfach deine Knete nehmen und die Klappe halten.
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
07.03.2026 21:16:09 |
Zitat von copalethri  Zitat von Mark1234  [...] das trifft es ziemlich genau und rational betrachtet ist es unverständlich, warum eine Mehrheit sich von diesen "Radaumachern" derart dominieren lässt, ganz zu schweigen von wankelmütigen Politikern.. ^^ Hard times create strong men. Strong men create good times. Good times create weak men. And, weak men create hard times.
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| | Zeit:
07.03.2026 21:32:01 |
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| | Zeit:
07.03.2026 21:53:35 |
Ein Bekannter von mir hat mit 23 Jahren nach dem Studium bei British Petroleum angefangen. Da hat man ihm gesagt, der Job hat keine Zukunft weil das Erdöl bald alle ist. Dann ist er zu seinem Chef und hat gefragt, wie lange das Erdöl noch reicht, da sagte sein Chef ca. 40 Jahre. Mit 63 ist er in Rente gegangen, da hat er seinen Chef gefragt wie lange das Erdöl noch reicht, da sagte der, noch ca. 40 Jahre. Er hat noch lange "nebenbei" als Rentner bei BP gearbeitet, mit 76 Jahren hieß es, das Erdöl reicht noch ca. 40 Jahre. Mitlerweile ist er tot, mit 91 ist er gestorben... In meinem Sachkundebuch stand 1993 schon, das im Jahr 2000 alle Autos mit Wasserstoff oder Elektroantrieb laufen und fliegen können. Wir haben 2026 und in fast alle Autos kippen wir noch Benzin oder Diesel rein... Immerhin, vereinzelt fliegen welche in die Luft... Alles mal langsam machen, wird nie so heiß gegessen wie es gekocht wird. In 40 Jahren gibt es immernoch Benzin & Diesel an der Tankstelle... Überlegt mal wie viele Jahre es eine Prämie gab, wenn man seine Ölheizung durch eine Gasheizung ersetzt hat, aktuell gibt es 55% Förderung wenn man seine Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt, trotzdem heizen noch über 20% der Bundesdeutschen Haushalte mit Öl...
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| | Zeit:
07.03.2026 21:54:40 |
Zitat von Raubfisch  Zitat von copalethri  [...] Hard times create strong men. Strong men create good times. Good times create weak men. And, weak men create hard times. ja ganz genau so ist das Zitat gemeint ....
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| | Zeit:
08.03.2026 07:50:16 |
Zitat von Mark1234  In meinem Sachkundebuch stand 1993 schon, das im Jahr 2000 alle Autos mit Wasserstoff oder Elektroantrieb laufen und fliegen können. Das können sie auch. Man müsste nur wollen. Aber die Profitinteressen der Firmen haben auch da schön einen Riegel vorgeschoben. Vielleicht hätte man das besser ins Sachkundebuch geschrieben.
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| | Zeit:
08.03.2026 09:40:37 |
Zitat von RivaCom  Zitat von Mark1234  [...] Das können sie auch. Man müsste nur wollen. Aber die Profitinteressen der Firmen haben auch da schön einen Riegel vorgeschoben. Vielleicht hätte man das besser ins Sachkundebuch geschrieben. Profitinteresse? Die Firmen müssen das produzieren was der Kunde kauft innerhalb der Rahmenbedingungen die der Staat vorgibt. So funktioniert Marktwirtschaft. Die können nicht Wunderautos bauen oder Ökoautos und bei jedem Auto 1000€ dabei tun, damit der Kunde es kauft... Das ist sozialistisches Wunschdenken und nur in einer Planwirtschaft darstellbar, mit den bekannten Folgen. Die hatten wir ja schließlich schon....
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| | Zeit:
08.03.2026 10:04:33 |
Die haBen wir ja schließlich schon!
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| | Zeit:
08.03.2026 10:33:37 |
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
08.03.2026 13:49:32 |
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
08.03.2026 14:13:28 |
Die PV Förderung sollte in die süddeutsche Windkraft umgeschichtet werden. In Baden-Württemberg und Bayern liegen unzählige fertig geplante und genehmigte Windpark-Projekte in der Schublade, die schlichtweg am fehlerhaften Auktionsdesign des Bundes (dem Referenzertragsmodell) scheitern. Würden wir diese Anlagen endlich im industriellen Herzen des Südens ans Netz bringen, hätten wir den Strom genau dort, wo er von unserer Industrie am dringendsten gebraucht wird. Das würde uns jährlich bis zu 1,8 Milliarden Euro an absurden Redispatch-Kosten ersparen, da wir nicht länger norddeutsche Windräder abregeln und zeitgleich süddeutsche Ersatzkraftwerke hochfahren müssten, weil die großen Stromtrassen fehlen.
https://www.windkraft-journal.de/2026/03/05/mehr-windkraft-im-sueden-spart-kosten-im-milliardenbereich/222197
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| | Zeit:
08.03.2026 17:04:48 |
@Raubfisch: Einverstanden, PV @ EEG war planwirtschaftliche Unvernunft. Das erkennt man an den Redispatch Kosten und negativen Strompreisen. Zur Windkraft in D: Das kann ich nicht beurteilen. Nur hätte ich eigentlich mehr kWh Ertrag erwartet: app.electricitymaps.com/..zone/DE/Zur Windkraft in der CH: Ist mit 20ct/ kWh irre teuer, wird aber immer noch propagiert: www.axpo.com/../windenergie Ich schaue in die Zukunft: Und da steht in D der Batterieausbau wohl zuoberst auf der Prio Liste. Allerdings sehe ich aktuell keinen belastbaren Plan in D wie weiter mit EE. HTD/3938000/Gruss delta97
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
08.03.2026 19:29:21 |
Gesamtmetall: "Seit 2018 habe sie schon 270.000 Arbeitsplätze verloren. Als Ursachen nannte Zander zu hohe Energiekosten und Unternehmenssteuern sowie hohe Sozialabgaben und zu viel Bürokratie." Währenddessen koppelt China den CO2 Ausstoß ans Wirtschaftswachstum, i.e. wenn mehr produziert wird darf mehr ausgestoßen werden.
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