Hallo@all,
ich war schon öfter "Mitleser" in diesem tollen Forum hier, und wollte nun mal schauen, ob mir die versierten Leute hier im Forum zu einem angedachten (BWWP-)Projekt "sachdienliche Hinweise" (so hat es doch "Ede Zimmermann" bei Aktenzeichen XY immer tituliert, woran man erkennt, dass ich bereits über 50 Lenze bin *seufz*) geben können.
Ich hab' da echt "Fragen über Fragen" zu, und je mehr Infos ich mir anlese, desto mehr Fragen kommen mitunter hinzu. *doppel-seufz*
Aber seid bitte "gnädig" im Dialog mit mir, auch wenn Überlegungen/Annahmen von mir (dem
Haustechnik-Laien/-Newbie) sehr textlastig und somit ordentlich Lesestoff sind, und enthaltene Punkte/Ansichten ggf. für versierte Fachleute nicht sinnhaft erscheinen.
Konstruktives Input ist natürlich SEHR willkommen, und ich bin bei entsprechenden Argumenten bzgl. der angedachten Vorgehensweise und Komponenten auch (denke ich) alles andere als „beratungsresistent“. ;-)
Eigentlich hätte ich gerne Rat/Feedback bzgl. gleich 2 Hauptthemen. *sorry wegduck*
1.) Ist das angedachte BWWP-Projekt für die nachfolgend beschriebene Situation eine adäquate (Warmwasserbereitstellungs-)Lösung?
2.) Wenn ja, ist eine von mir fokussierte BWWP der Fa. Haier (neue M8 Serie, u.a. SG fähig, R290 Kältemittel, 80L/110L/150L Tank) eine gute/günstige Wahl, bzw. ein empfehlenswertes Modell, oder gäbe es bessere/passendere Alternativen in möglichst ähnlicher Preisklasse (also 900-1000 € inkl. Versand), oder welche, wo sich was „draufzulegen“ richtig lohnt?
Hat jemand eine solche BWWP ggf. bereits in Betrieb oder kennt Erfahrungswerte bzgl. Qualität (Haltbarkeit) und Funktionalität?
Obacht: Wem es nur um das zweite Hauptthema geht (ob eine Haier HP80M8/HP110M8/HP150M8 BWWP ein aktuell empfehlenswertes Modell wäre, oder ob es deutlich bessere Alternativen gibt, und wenn ja, welche), der sollte wohl gleich die textlastigen Infos zum Thema 1 überspringen, und entsprechend runter-scrollen (damit er keinen "Overkill" an Text hat, der nicht für ihn interessant ist).
Allgemeiner Projekt-Hintergrund:
Ich bin Pflegender Angehöriger einer 74-jährigen Rentnerin, die im
Eigenheim (freistehendes Einfamilienhaus, Bj. 1977) eine Öl-
Brennwertheizung (Wolf COB 20, Einbau 2012) im Betrieb hat, und für die Warmwasserversorgung eine uralte 300L BWWP hatte/hat (Blomberg WP 4030 E), die aufgrund eines Defekts nun nicht mehr im Wärmepumpenbetrieb arbeiten kann, und, quasi als Notbehelf, nur noch im akuten Bedarfsfall (fast ausschließlich fürs Duschen) manuell eingeschaltet wird, und dann, natürlich sehr teuer und ineffizient, ausschließlich per Zusatzheizung/Heizstab das
Wasser erhitzt.
Im entsprechenden Haushalt (der Pflegebedürftigen mit Pflegegrad) wäre/ist der Warmwasserverbrauch extrem gering, u.a. weil die betroffene meist/oft im Zuge der Kurzzeitpflege und/oder
Schwimmbadbesuchen duscht, und das verhältnismäßig selten zusätzlich zu Hause tut.
Ich bin mir deshalb noch nicht sicher, welche BWWP-Speichergröße es final sein sollte (u.a., weil bzgl.
Legionellen-Prävention wohl ein adäquater Wasserumschlag, wie ich las mindestens alle drei Tage, gut wäre; und die Sterilisierungsfunktionalität täte ja dann - bei Bedarf - hoffentlich ihr übriges).
Die Haier HP80M8, mit 80L Tank, wäre deshalb zurzeit mein angedachter Favorit
Mir ist auch klar, dass es bei besagtem geringem Wasserverbrauch im Allgemeinen keine schlechte Idee ist, Durchlauferhitzer in den Fokus zu nehmen.
Ich favorisiere aber trotzdem ein BWWP-Projekt, u.a. weil:
Insb. die besagte (Haupt-)Nutzerin würde an diversen Stellen des Hauses Warmwasser benötigen, wodurch eine (wie gehabt) zentrale Bereitstellung nur ein einziges neues Gerät benötigte, welches angeschafft werden müsste (und auch nur ein Gerät im Zuge der Nutzung kaputt gehen kann).
Die Investitionen bzgl. Neuanschaffung wären so relativ überschaubar, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Implementierung der BWWP-Warmwasserversorgung, aufgrund der ja seit Jahrzehnten bestehenden (Rohrleitungs-/Sanitär-)Infrastruktur sehr einfach wäre.
Sprich: Alte BWWP aus Heizungskeller rausrollern, neue (viel kleinere) moderne BWWP reinrollern (bzw. an die Kellerwand dübeln), Stecker rein, zwei Wasseranschlüsse + Kondensatablauf übernehmen, und fertig - korrekt?
UND: Es gibt in besagtem Eigenheim bereits zwei Badezimmer und eine Gästetoilette, mit ggf. zukünftiger Option eines dritten (barrierefreien) Badezimmers im Kellergeschoss.
- Badezimmer 1, welches sich im Obergeschoss überm Parterre befindet, beherbergt die primäre Dusche des Hauses (relativ moderne 100x100cm Glasduschkabine mit sehr niedrigem Einstieg, die neben einem Spar-Duschkopf auch einen 50x30cm "XXL-Regendusche-Duschkopf" (Typ DPG2051) hat.
- Badezimmer 2, welches sich im Parterre befindet, beherbergt die 70er-Jahre
Badewanne, die im Grunde nie benutzt wird, aber für Ausnahmefälle (z.B. Erkältungsbad, oder wenn einem die Knochen weh tun etc.) gut herhalten könnte, und die bei Bedarf sehr einfach mit Lift ausgestattet werden könnte. Ebenfalls ist dort eine relativ kleine 80x80cm 70er-Jahre Dusche, mit sehr hohem Einstieg, vorhanden.
- Optionales Badezimmer 3, kommt ggf. (irgendwann in der Zukunft) hinzu (im Kellergeschoß, Raum mit Rohbau-Charakter, 1977 mit Wasseranschlüssen vorbereitet), dann u.a. mit sehr großer bodenebener Walk-In-Dusche (140x90cm).
Hintergrund: War ursprünglich angedacht für den mittlerweile verstorbenen Ehemann mit Pflegegrad 4. Das Kellergeschoss wäre per Rollator oder Rollstuhl ohne jedwede Treppen-Problematik erreichbar, und ein Großteil der Komponenten wurde bereits angeschafft (u.a. hochwertiges 140x90cm Duschpanel + Einbaurahmen, diverse Haltegriffe, klappbare Stützhalterung fürs
WC, Hewi Waschtisch [geeignet für barrierefreie Anwendung],
Urinal-Set, etc. pp).
UND (falls das relevant ist): Die (Haupt-)Nutzerin präferiert, wenn sie sich die Hände wäscht, dies mit warmem Wasser zu tun (was mir z.B. völlig wurscht wäre).
PS: Es gibt im ganzen Haus KEINE bereits vorhandenen Durchlauferhitzer oder kleine
Boiler (Kochendwassergeräte/Kleinspeicher).
Vor dem oben beschriebenen Hintergrund, also da mitunter in 4 Sanitärräumen (3x Badezimmer + Gästetoilette) + Küche + Wirtschaftsraum/Keller (Warmwasser-Waschplatz@In-House-
Garage/Keller ist zwar auch vorhanden, aber kaum relevant) entsprechende Warmwasserversorgung gegeben werden sollte, dachte ich, dass der einfache Ersatz der vorhandenen BWWP durch ein im Betrieb + Anschaffung kostengünstiges und zukunftssicheres Modell hier wohl am besten wäre – korrekt?
Meine Frage(n) zum Hauptthema 1:
- Ist das angedachte BWWP-Projekt für die beschriebene Situation eine adäquate Lösung, bzw. gibt es etwas gegen die angedachte BWWP-Lösung (vor dem beschriebenen Hintergrund) einzuwenden, bzw. habe ich da ggf. einen oder mehrere Denkfehler?
- Und wenn ja, welche bessere (Warmwasser-)Alternative sollte dann, und wie, dem ursprünglichen BWWP-Projekt vorgezogen werden?
Hauptthema 2:
Und ist die Antwort bzgl. BWWP-Einsatz positiv, wären wir dann wohl (endlich) bei meinen Infos (und Fragen) zum Hauptthema 2:
Wie bereits erwähnt, fokussiere ich bisher eine BWWP der Fa. Haier aus der relativ neuen M8 Serie, die u.a. SG fähig ist, mit natürlichem R290 Kältemittel arbeitet, auch mit kleinen Tank-Kapazitäten erhältlich ist (80L/110L/150L), und auch relativ erschwinglich ist, mit z.B. höchstens 804,60 € (zzgl. Versand nach Deutschland) vom EU-Händler aus Spanien fürs 80L-Modell.
In deutschen (Online-)Shops habe ich jene Haier M8 Serie noch NICHT im Verkauf/Sortiment gefunden.
Und nur deshalb (als Beispiel der grundsätzlichen Verfügbarkeit):
=> Stellvertretende Preisangebote siehe hier vom EU-Händler (ClimaMania) aus Barcelona/Spanien (ich hoffe man darf die verlinken, wenn nicht, bitte kurz Info geben):
LINK1 80L HP80M8-9 (804,60 €):
https://www.climamania.com/en/bomba-de-calor-acs-haier-hp80m8-9.html
LINK2 110L HP110M8-9 (876,89 €):
https://www.climamania.com/en/acs-heat-pump-haier-hp110m8-9.html
LINK3 150L HP150M8-9 (923,40 €):
https://www.climamania.com/en/acs-heat-pump-haier-hp150m8-9.html
Die Versandkosten bei der Haier HP80M8-9 nach DE sind übrigens 96,- €, wodurch der Endpreis/Gesamtpreis erschwingliche 900,60 € wären.
-- off-topic an --
Und da es ja zudem noch sein könnte, dass es diese M8 Geräte-Serie von Haier-Distributoren und Händlern in Deutschland, oder anderen europäischen/osteuropäischen Distributoren, nochmals zum besseren Preis gibt (als dem der Fa. aus Barcelona), habe ich heute dazu einen ganzen Schwung an Händlern/Distributoren angeschrieben, insbesondere solche, die die nicht ganz so neue M5 BWWP-Serie von Haier bereits preisgünstig im Programm haben (z.B. in Deutschland die HP80M5 für 788,99 €).
PS: Quasi "im Rausch der Akquise" habe ich die Anfrage in Deutsch und Englisch flugs einmal formuliert, und dann, mit nahezu identischem Text, an Distributoren/Händler in DE, Niederlande, Belgien, Spanien, Polen, Tschechei geschickt, und - eher zum Vergleich - auch mal eine Preisanfrage im asiatischen Hersteller-Ort Qingdao (bei Qingdao Haier New Energy
Appliance Co., Ltd.), gestellt, wo mit "get samples of US$ 659/Piece" (dann natürlich zzgl. Versand und Einfuhrumsatzsteuer) geworben wird.
Siehe LINK: https://haierheatpump.en.made-in-china.com/product/ixQYszpMIURk/China-Good-Quality-High-
Temperature-WiFi-All-in-One-Wall-Mounted-Inverter-Heat-Pump-Hot-Water-Heater-with-Thermo.html
-- off-topic aus --
Naja - zumindest stammt die erwähnte M8 Geräteserie schonmal nicht aus einer kleinen No-name-Klitsche, denn die "Haier
Smart Home Co. LTD." (früher „Qingdao Haier“) mit Hauptsitz in Qingdao/China, ist wohl seit geraumer Zeit der größte (Haushalts-)Gerätehersteller der Welt, gemessen am gesamten globalen Einzelhandelsvolumen.
Er schreibt, dass er diesbezüglich laut Euromonitor seit 15 Jahren in Folge die Nummer 1 unter den bedeutenden/führenden Haushaltsgeräte-Marken ist.
Das schützt aber natürlich trotzdem nicht(!!!) davor, dass es mit Geräten von diesem Anbieter unverhoffte Probleme geben könnte (ich glaube bei der Vaillant aroSTOR war da auch mal was bzgl. gehäufter Kompressorschäden – oder?).
Und das unter anderem deshalb, weil BWWPs (!) von Haier offenbar auf dem deutschen BWWP-Markt noch SEHR unpopulär und unterrepräsentiert sind.
Dementsprechend gibt es adäquate Rezensionen von Nutzern in Deutschland wohl kaum, oder nur schwerlich, zu finden.
Hmmm… Auch hier im Forum habe ich (leider) bisher NICHTS dazu gefunden...
Die "ARISTON Nuos Primo" Serie hingegen, mit 80 oder 100L Tank (in ähnlicher Preisklasse und Speichergröße wie die von mir fokussierte modernere Haier M8 Serie) scheint aber bei Nutzern zufriedenstellend zu werkeln, und mit deren "Specs" kann es die besagte M8-Serie, zumindest auf dem Papier, ja locker aufnehmen, und ist
SG Ready, mit natürlichem (R290) Kältemittel ausgestattet, und offenbar auch leise im Betrieb (50dB, mit nur 36 Dezibel im „Stumm-Modus“).
Die Lautstärke wäre im Heizungskeller im Grunde nicht relevant, und bzgl. Kältemittel sehe ich (wenn ein Verbot der Geräte-Nutzung zu dessen Lebzeiten ausgeschlossen ist) ebenfalls keine entscheidende Relevanz.
TFT-Display und
Steuerung per Handy/WLAN via "hOn-App" ist auch ganz nett, aber ja im Grunde auch fast vollkommen unwichtig.
Interessanter für mich ist der
COP@7 Grad (EN16147) von 2,91 bei der Haier HP80M8 (COP 3,07 bei 14 Grad).
Im Vergleich dazu hat die Nuos Primo 80 z.B. "nur" folgenden Wert (und die Primo 100 gar nur 2,45):
COP
Luft 20 °C Wasser 10-54 °C (EN 16147): 2,51
Ich bin mir als Laie aber ehrlich gesagt noch unsicher, wie relevant der COP bei relativ geringem Warmwasserverbrauch (und einem Gerät mit max. Zapfprofil M) überhaupt ist.
Was meinen die Profis hier denn dazu?
Als Alternative hatte ich mir auch schon eine Vaillant aroSTOR VWL B 200, eine LG Therma V WH20S.F5, oder eine Viessmann Vitocal 060-A (178L Variante) überlegt.
Nachdem ich bzgl. aroSTOR VWL B 200 einige Rezensionen von Nutzern, die nach gut 2 (oder 3) Jahren schon einen Kompressorschaden/Verdichterschaden meldeten las, hatte ich die bisher erstmal verworfen, bis es da definitiv verlässliche Entwarnung gibt (ist dem bereits so?).
Und genauso wie u.a. die LG WH20S.F5 und die Vitocal 060-A, ist man da ja auch schon bei einer deutlich höheren Speichergröße.
Rund 180L bzw. 200L ist halt erheblich mehr als z.B. 80L oder 110L, und das ist dann ja zumindest nachteilig bzgl. dem in unserem Fall voraussichtlichem Wasserumschlag (wg. Legionellen-Prävention) und auch dem jährlichen
Energieverbrauch (wg.
Bereitschaftsverlusten) – korrekt?
PS: Obwohl je kleiner die BWWPs bzgl. Kapazität werden, ja, wenn ich das richtig sah, im Grunde immer der COP (bei gleicher Serie) immer schlechter wird, brauch sich die Haier HP80M8 ja, zumindest bzgl. Specs, nicht vor der renommierten Vitocal 060-A (mit 178L) zu verstecken (die laut Specs auch "nur" COP 2,86 bei 7 Grad Lufteintrittstemperatur hat).
Der Preis gegenüber einer Haier HP80M8 oder Haier HP110M8 (die im vorliegenden
Angebot nur ca. 70,- € mehr kostet), ist bei besagten Viessmann/Vaillant/LG BWWPs aber schon deutlich höher (mindestens mehrere 100 €), was bei einer Rentnerin, mit relativ bescheidenem Einkommen, zumindest nicht irrelevant ist.
Was mir z.B. bei der LG WH20S.F5 auch SEHR gut gefällt (neben COP 3,3 bei 7 Grad), ist die wartungsfreie (elektrische)
Fremdstromanode!
Die ist bei der relativ neuen Haier Serie ja leider „Fehlanzeige“.
Den noch vorhandenen
Anodenprüfstrom mit einem MultiMeter alle x Jahre an der
Magnesium-Anode zu messen (falls Anode nicht unisoliert eingebaut ist), und bei Bedarf eine günstige Tausch-Anode bei eBay & Co. zu ordern und einzudrehen, ist zwar wohl auch via DIY gut machbar, aber natürlich trotzdem noch mit etwas unangenehmen Aufwand und Kosten verbunden.
PS: Und angeblich werden Sedimente, die wegen der Abnutzung der Magnesium-Anode auf dem Boden des Speichers bleiben, zum fruchtbaren Boden für Entwicklung und Wachstum von Bakterien – ist da was Relevantes dran?
Und würde es ggf. Sinn machen, bzw. ist es hier konkret (bei der Haier M8 Serie) überhaupt möglich, eine Art „Tuning“ bzgl. d. Anodenbetriebs (im DIY-Verfahren) zu machen, und gleich zu Beginn beim Neugerät eine passende/universelle elektrische Anode anstatt jener aus Magnesium zu verbauen?
Z.B. sowas hier von Boguard (was aber immerhin noch mindestens happige 110,- € kosten würde):
LINK: https://solar-more.de/boguard-fremdstromanode_14
Erwähnen möchte ich noch, dass es mittelfristig angedacht ist, fürs Eigenheim ein
Balkonkraftwerk mit mindestens 4 leistungsfähigen Solarmodulen zu installieren/nutzen, oder gar eine noch ausgewachsenere PV-Anlage, wo der Großteil der Südfassade des Gebäudes (oder alternativ eine große Rasenfläche) in Beschlag genommen würde, zu nutzen (wg.
Asbest-Dach).
D.h. dass es nicht schlecht wäre, wenn die eingesetzte BWWP davon möglichst gut profitieren kann (wäre da überhaupt „SG Ready“ vorteilhaft?).
Hmmm... Allerdings wird es ggf. so sein, dass eine anständige BWWP, die per einfacher Zeitsteuerung (bzgl. Zeitfenster in dem die Sonne am meisten scheint) betrieben wird, bzgl. PV-Strom-Nutzung schon so effizient arbeitet, dass da, und auch vor dem Hintergrund vom relativ geringem Warmwasserverbrauch, kaum (noch) relevante Optimierungsmöglichkeiten sind.
Und das nicht zuletzt deshalb, weil wir hier über einen relativ kleinen Verbraucher (250W Wärmepumpe, 1200W Zusatz-Heizstab) reden, wo ein Regeln über "SG Ready" vermutlich keinen großen Sinn macht – oder?
Viel mehr beschäftigen mich aber auch noch Fragen bzgl.
Umluft/
Abluftbetrieb:
Bei der (zurzeit) favorisierten Haier HP80M8 ist die empfohlene Länge eines Abluftkanals max. 5m (damit der Lüfter der BWWP das noch hinreichend gut, ohne Beeinträchtigung einer effektiven Funktionalität, packt).
Das wäre ziemlich genau die Distanz, die bei uns zurückzulegen wäre, wenn die neue BWWP am gleichen Standort wie der Vorgänger steht, und man von da bis zur Außenwand auf der Südseite des Eigenheims via Kanal ginge.
Jetzt war es bei uns in der Vergangenheit immer so, dass die Metalltür des Heizungskellers offen gelassen wurde, und belüftungsmäßig somit erweitert Zugang ins ganze Kellergeschoss gegeben war, und zum anderen ist es so, dass am anderen Ende des Heizungsraums gar keine Tür vorhanden ist, sondern nur ein türgroßer Durchgang, der, per einige Meter langem Flur, zu einer Außentür an der Rückseite/Ostseite des Eigenheims führt (bisher kaum isolierte Außentür aus einfachem Glas).
Und in jenem Flur, der vom Heizungsraum zur Hinterseite des Hauses führt, ist mittig dann auch noch ein Abgang (ebenfalls ein türgroßer offener Durchgang, noch ohne Tür) in einen weiteren relativ großen (Abstell-)Raum (mit zudem auch noch einer offenen Tür ins Kellergeschoß, nähe Heizungsraumtür), was für die Belüftungsverhältnisse/
Zuluftverhältnisse des Heizungsraums ggf. ebenfalls eine relevante Rolle spielt.
Kurzum: Die meisten Räume im Keller Geschoss sind und waren ohne geschlossene Türen belüftungsmäßig/luftmäßig "kurzgeschlossen".
Hmmm... ob sowas nun vorteilhaft oder nachteilhaft (oder weder noch) bzgl. BWWP-Betrieb
im Heizungsraum ist, kann ich gar nicht genau sagen.
Es stellt sich mir die Frage, ob es Sinn macht, bzw. der Aufwand gerechtfertigt ist, die Haier HP80M8 (oder eine Alternative BWWP) nicht einfach nur im Umluft-Modus im besagtem Heizungsraum zu betreiben, sondern stattdessen die kalte Luft direkt per 5m Abluftkanal raus ins Freie zu transportieren, in der Annahme/Hoffnung, dass aus dem Kellergeschoss genügend adäquate Zuluft für die BWWP nachströmt.
Aber ein Haus mit Bj. 1977 ist da ja vermutlich auch alles andere als „hermetisch abgeriegelt“ – korrekt?
Andererseits überlege ich mir, wenn man den Heizungsraum für hinreichend "Luftnachströmung" für die BWWP (wie gehabt) offen lässt, ob das nicht wieder den negativen Einfluss hat, dass die Abwärme des Brennwertkessels (Wolf COB 20) somit dessen Raum (und damit die Nähe der BWWP) leicht verlassen kann, bevor die BWWP sich diese Abwärme "zieht", bzw. sie diese adäquat nutzt/verbraucht...
Jene Abwärme kann sich ja dann entsprechend im gesamten Kellergeschoss "verdünnisieren", und dort deutlich abkühlen, bevor die BWWP entsprechend profitiert - korrekt?
Oder sind die ganzen Gedanken/Überlegungen sowieso relativ blödsinnig, weil Kosteneinsparungen bei relativ geringen Warmwasserverbrauch da eh marginal wären?
Hmmm... ich sagte ja anfangs bereits - Fragen über Fragen - da brummt einem als Laie mitunter der Schädel.
PS: Die Feuchtigkeitsmessung eines professionellen Sachverständigen (im Zuge eines Verkehrswertgutachtens) ergab jüngst, dass die Gebäudesubstanz des Kellergeschoßes überall TOP trocken ist, und es keine Feuchtigkeitsprobleme gibt, und so soll es natürlich auch bleiben, auch bei etwaiger Nutzung eines Abluftkanals nur für die Kaltluft der BWWP.
Was ich auch nie so richtig verstanden habe, ist, warum es offenbar nicht häufig vorkommt, dass eine BWWP mit zwei(!) Kanälen betrieben wird, also einem Kanal für die kalte Abluft "wegzuhauen", und eine für im Sommer SEHR warme Zuluft (z.B. von der Südseite des Hauses) zuzuführen.
Und warum es da nicht z.B. Konstruktionen gibt, wo man (per Kanal-Infrastruktur), ggf. mit einer Art „Schieber“-Mechanismus, einfach im Sommer auf (äußerst warme) Zuluft von außen switcht, und im Winter, bzw. wenn die Außentemperatur entsprechend niedrig ist, auf Zuluft aus dem Standort/Innenraum der BWWP (wie bei Umluft) zurück switcht.
Aber vielleicht liegt das ja einfach daran, dass es im Sommer im Keller noch so warm ist, dass der COP der BWWP bereits so gut ist, dass es kaum noch eine relevante Änderung/Besserung gibt, selbst wenn man 25-35 Grad "heiße" Außenluft nach innen befördert.
Übrigens: Bei besagter Haier M8 Serie gibt es, wenn ich das richtig gesehen habe, keine separate Geräte-Variante für Umluft- und Abluftbetrieb (wäre das ggf. ein Nachteil?).
Offenbar werden die Geräte im Umluftbetrieb gelassen wie sie sind, mit den zwei runden Öffnungen an der Oberseite der Geräte, und wenn man mit Kanälen was arrangieren will, werden diese halt gesondert angeschafft, und entsprechend ans Gerät angeflanscht, zumindest deute ich als Laie so die kurze Installationsinfo der Haier-Unterlagen.
Apropos (wen es interessiert):
PDF-Dokumente + Video zu besagter Haier M8 Geräteserie siehe u.a. hier in der GMX-
Cloud:
LINK: https://c.gmx.net/@324501300781782075/lGrpBYN_TdWNgjDxIklYzg
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Dateien:
01_Haier_Katalog_Waermepumpen_2024-2025_(gekürzt,_Auszug).pdf
=> Infos zur M8-Serie auf S. 48-62
02_flyer_haier_M8HPWH_Monobloc_R290.pdf
03_bedienungs-_u._installationsanleitung_M8_Serie_haier_brauchwasser-waermepumpen_(en).pdf
04_video_v._haier_brauchwasser-wärmepmpe_M8_Serie.mp4
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Herstellerinfos auch unter:
LINK: https://haierhvac.eu/products/heat-pump-water-heater/r290-m8-hpwh
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PS: Ein
Thermosiphon als
Konvektionssperre wurde bei Installation der steinalten bisherigen 300L Blomberg 4030 E (vor Jahrzenten) vermutlich nicht bedacht/gesetzt.
Das sowas, im Zuge einer Neuanschaffung, dann auch zu installieren, keine schlechte Idee/Sache ist, habe ich schon gelesen, und vermutlich gilt das selbst bei relativ kleinen BWWP-Speichern (z.B. mit 80L), und ist unabhängig von der Speicherkapazität sinnvoll – korrekt?
Über guten Rat fürs weitere Handling der Angelegenheit, und Kaufberatung/Empfehlung bzgl. der angedachten und/oder passenden BWWP und ggf. Zusatz-Komponenten, würde ich mich natürlich SEHR freuen, und sage schonmal herzlich Dank dafür im Voraus.
Und: Ich hoffe das viele Geschreibsel, was hier letztendlich bei meinen Überlegungen zusammengekommen ist, war nicht der Overkill für jene, die interessiert sind zu helfen. *nochmal wegduck*
LG von der Mittelmosel
Thorsten