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10.03.2026 09:09:50 |
Vielleicht sollte man die Diskussion wieder etwas der Realitiät angleichen. In einer normalen Ortschaft mit 15.000 Einwohnern gibt es um die 15% Wohnungen und EFHs die über eine PV-Anlage verfügen. In größeren Ortschaften ist der Anteil noch geringer. Der Strom den die PV-Anlagenbetreiber einspeisen, kommt meist nicht mal bis zu nächsten Trafostation, sondern wird vom Nachbarn verbraucht. Dieser Strom benötigt keine Mittelspannungs oder Hochspannungsebene, und der Verbraucher zahlt die Entgelte trotzdem. Das gleiche gilt für Blockheizkraftwerke in den großen Städten, auch hier zahlt der Verbraucher die Anteile für Mittelspannungs oder Hochspannungsebene, obwohl nichts davon verwendet wird. Auch hier kann es sein, daß im Sommer das BHKW nicht läuft, weil es keine Wärmeanforderung gibt, und das Netz mit seiner ganzen Infrastruktur als Backup dient. Gleiches gillt für größere Industriebetriebe, die ihren Strom selbst aus Gas oder Heizöl selbst machen. Auch diese nutzen das Netz als Backup. Strom ist in Deutschland einfach mit viel höheren variablen Kosten und Abgaben belastet, als Gas und Heizöl, so daß sich der Verbraucher immer ein Schlupfloch sucht diese zu umgehen. Verhindern lässt sich da nur wenn man entweder die Abgabenlast zwischen Gas/Öl und Strom anpasst und man gleichzeitig die maximale Anschlußleistung stärker in die Grundgebühr mit einfließen lässt.
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
10.03.2026 09:30:06 |
Schlimmer wird die Diskrepanz noch zwischen dichtbesiedelten Stadtgebieten (>15000/km²) und EFH Siedlungen, da fahren sämtliche Versorger fette Gewinne in den ersten Gebieten und der Rest wird bezuschusst, der Trend geht weiter mit PV bzgl. Subventionierung EFH Gebiete, da viel mehr Dachfläche pro Bewohner und dieser auch noch einfacher bebaubar ist. Dabei soll doch gerade eine hohe Besiedlungsdichte gut für die Umwelt sein. Wir subventionieren also, auch mit Dach-PV, Zersiedelung, obwohl wir eigentlich dichtbesiedelte Städte haben wollen. https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/1410/publikationen/bildungsbroschuere_stadt_fuer_morgen_web.pdf https://dievolkswirtschaft.ch/de/2017/05/huerzeler-06-2017/
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
10.03.2026 09:41:17 |
Zitat von MIKA.HH  Das Bashing von Haushalten mit PV und ihren "asozialen" Verhalten hat Methode. Es soll davon ablenken, dass der Wettbewerb nicht gern gesehen wird.
Das ist ein klassisches Strohmann-Argument. Ich habe nie die Entscheidung der Leute kritisiert, im Rahmen der aktuellen Förderbedingungen eine Dach-PV zu installieren. Was ich kritisiere, ist die Subventionspolitik selbst. Diese hat reale, negative Auswirkungen auf den Standort Deutschland: Die im Inland produzierte Strommenge sinkt, die Stromkosten sind hoch und der Elektrifizierungsanteil am Endenergieverbrauch stagniert. Das alles sind direkte Folgen einer fehlgeleiteten Subventionspolitik.
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| | Zeit:
10.03.2026 09:43:15 |
Moin, was ist Symptom und was ist Ursache? So lange die kleinen Verbraucher kein vernünftiges Signal bekommen, wann Stromverbrauch aus Sicht des Netzes sinnvoll ist, werden sie nichts zur Entlastung des Netzes beitragen können. Analog auch bei Einspeisern. Es gibt zwar variable Strompreise, diese sind aber nicht Pflicht und bieten gegenüber fixen Strompreisen für die meisten Stromverbraucher keinen nennenswerten Vorteil, nur Unsicherheit. Für den Netzbetrieb bieten diese keine Vorteile, da der für ganz Deutschland einheitliche Strompreis kein verlässliches Signal für das lokale Stromangebot ist. Es gibt auch variable Netzentgelte, nur nutzt die niemand, weil die nicht wirklich variabel sind und erst nach und nach von den Verteilnetzbetreibern angeboten werden - ausschließlich für Kunden, die unter §14a EnWG fallen. So lange also nicht seitens des Leitplankenerrichters ( Gesetzgeber) und der Verteilnetzbetreiber (bzw. Messstellenbetreiber) dafür gesorgt wird, dass ein kleiner Verbraucher (bzw. Einspeiser) sich mit niedriger Hürde netzdienlich verhalten kann, kann dem kleinen Verbraucher (bzw. Einspeiser) kein netzschädliches Verhalten vorgeworfen werden. Dann gibt es noch das Problem, dass die Netzentgelte hauptsächlich auf die verbrauchten kWh und weniger auf die Anschlussgebühr umgelegt sind. Auch hierfür kann der kleine Verbraucher (bzw. Einspeiser) nicht verantwortlich gemacht werden, denn er erfindet die Preisstrukturen nicht, er sucht sich nur das für ihn passende Angebot aus. Und wenn das eines mit niedriger Anschlussgebühr ist, dann ist das nicht sein Problem. Fazit: Für Strom gibt es aus Sicht des kleinen Verbrauchers (bzw. Einspeisers) nur ein Signal: Den Preis. Deshalb ist es Aufgabe des Gesetzgebers, zeitlich und räumlich für eine Preisstruktur zu sorgen, die auch dem kleinen Verbraucher (bzw. Einspeiser) sinnvolle Anreize zu netzdienlichem Verhalten bringt. Vorstellbar sind viele kombinierbare Maßnahmen, die sich teilweise bei der Bundesnetzagentur in Diskussion befinden: - Schnellerer iMSys- Rollout (seufz...) - Kleinere Strompreiszonen (bis hin zu nodalen Strompreiszonen) - Umschichtung der Netzentgelte weg von der kWh auf die Anschlussgebühr - Anschlussgebühr gestaffelt nach in Anspruch genommener Maximalleistung (egal, ob Verbrauch oder Einspeisung) - Variablere Netzentgelte für alle - Sinnvolle Ausgestaltung des Energy-Sharing ähnlich wie in Österreich - Zwang zu variablen Strompreisen für bestimmte Benutzergruppen (beispielsweise Einspeiser, Wallbox- oder WP-Nutzer oder ab bestimmen Verbrauchs-/Einspeisegrenzen) - ... Die Zeiten der Kupferplatte und des Einheitspreises pro kWh laufen ab. Viele Grüße crink
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| | Zeit:
10.03.2026 09:52:54 |
Die Frage ist, was ist netzdienliches Verhalten? Solange es nur eine Strompreiszone gibt, ist das m.M.n. überhaupt nicht möglich. Scheint im Süden die Sonne und im Norden ist grad Flaute, ist es nicht sinnvoll in Emden seinen Speicher aufzuladen oder die Waschmaschine anzuschalten. Auch wenn der Strompreis gerade bei 1 ct/kWh ist. Weht im Winter der Wind im Norden und der Strompreis ist bei 2ct/kWh, muß im Süden trotzdem das Gaskraftwerk anspringen, wenn jemand den Geschirrspüler einschaltet. Und durch diese Struktur, könnte es auch vorkommen, daß in Zukunft eine Großbatterie in Süddeutschland aufgeladen wird, obwohl der Strom gerade aus dem Gaskraftwerk kommen muß. Die Preissignale sind derzeit komplett irreführend und deswegen müßte man sich auf den Verstand der Leute oder auf Apps wie "Strom Gedacht" verlassen. Der Markt funktioniert nur, wenn er die physische Realität abbildet.
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| | Zeit:
10.03.2026 09:57:43 |
Prio #1 ist nun mal der Batterieausbau. Der produzierte EE Strom soll ja auch genutzt werden. 7x24h PV Strom in den Sommermonaten ist das kurzfristige Ziel. Die Subventionspolitik ist Prio #2. In D wird zu viel subventioniert, also gibt es heute zu viel PV Strom. In der CH wurde PV "falsch" subventioniert, also gibt es zu wenig PV Strom. Aktuell fehlen um die 5 GWp. Die Subventionspolitik sollte als Ziel einen PV Zubaukorridor und einen fossilen Abbaukorridor haben. Die Solarteure sind darauf angewiesen, dass pa immer in etwa die gleiche Menge an kWp PV zugebaut wird. Also Prioritäten setzen und Planbarkeit sicherstellen & Gruss delta97
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| | Zeit:
10.03.2026 09:58:28 |
Zitat von Raubfisch  Wegfallende Einnahmen wie die Konzessionsabgabe reißen ganz reale Löcher in kommunale Budgets Moin, das Gegenteil wird der Fall sein: Die Konzessionsabgaben, die in die Gemeindekassen fließen, werden massiv steigen. Fiktives Beispiel für einen typischen Haushalt in einer Gemeinde mit 50.000 Einwohnern ohne WP/ E-Auto/PV: - 20.000 km pro Jahr mit dem Auto -> 0 EUR Konzessionsabgaben - 20.000 kWh Gasverbrauch außerhalb Grund-/Ersatzversorgung -> 6 EUR - 3.000 kWh Stromverbrauch -> 47,70 EUR = 53,70 EUR Konzessionsabgaben pro Jahr Nun stellen wir diesen Haushalt auf WP, E-Auto und PV mit ein bisschen Speicher um: - 4.000 kWh fürs Auto -> 63,60 EUR - 5.000 kWh für die WP -> 79,50 EUR - 3.000 kWh für den Haushalt -> 47.70 EUR - Durch die PV Halbierung des Verbrauchs = 95,40 EUR Konzessionsabgaben pro Jahr Fazit: Die Einnahmen der Gemeinden durch Konzessionsabgaben werden durch die Sektorenkopplung für typische EFH/2FH steigen. Viele Grüße crink
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| | Zeit:
10.03.2026 10:12:36 |
Zitat von Raubfisch  Deine Argumentation weicht leider mit gleich mehreren Denkfehlern von den physikalischen und mathematischen Realitäten der Netzfinanzierung ab ... Na denn - schauen wir 'mal, wo hier Denkfehler vorliegen. Zitat von Raubfisch  ... denn wer dauerhaft Strom spart, senkt die benötigte Maximallast des Netzes und könnte zusammen mit einem Akku eine sehr kleine Anschlussleistung wählen. Das ist falsch. Die Maximallast hat mit "dauerhaft Strom spart" nicht zwingend zu tun. Eine potentielle Maximallast ( Leistung) bleibt gleich, selbst wenn die dafür relevanten Großverbraucher eines Haushalts wie Wasserkocher, Kochfeld, Föhn, Heizlüfter, Klimaanlagen, elektrische Werkzeuge, BEV usw. zwecks Energiesparens bewusster und seltener eingesetzt werden. Zitat von Raubfisch  Während ein PV-Besitzer mit Eigenverbrauch im dunklen Winter weiterhin die volle Anschlussleistung als Backup beansprucht, ohne sich über seinen reduzierten Sommer-Netzbezug adäquat an den hohen Fixkosten dieser zwingend vorzuhaltenden Infrastruktur zu beteiligen. Wie du schon anderweitig ganz richtig erwähntest (da hat es dir wohl in den Kram gepasst), sind viele der Fixkosten bereits einmalig bezahlt und halten "ewig". Die sind sozusagen abgeschrieben. Obendrein gibt es bereits fixe Grundgebühren, die man selbstredend anders verteilen und/oder erhöhen könnte, um die Fixkosten weniger verbrauchsabhängig zu verteilen. Das gilt dann aber auch für die Mieter, für die du gerne sorgen möchtest. Und für diverse Großverbraucher, die du per Whataboutism-Sprech elegant aus dem Fokus schieben willst. Das ist "damals" bei der EE-Umlage-Befreiung für Golfplätze&Co ja auch schon gut gelungen - kann man ja wieder versuchen. Zitat von Raubfisch  Auch deine Tabak-Analogie greift völlig ins Leere, da beim reinen Eigenverbrauch eben gerade kein Verkauf stattfindet und somit auch kein Käufer irgendwelche Netzentgelte übernimmt, während die aktuelle Grundgebühr die wahren Bereitstellungskosten als Ausfall-Backup bei Weitem nicht abdeckt. Verstehendes Lesen und merkendes Schreiben kann helfen. Du schriebst von "Nichtraucher". Darauf habe ich mich (per in diesem Forum gut sichtbarem) Zitat bezogen. Ein Nichraucher hat definitionsgemäß keinen Eigenverbrauch. Zitat von Raubfisch  ... dass die realen Fixkosten im lokalen Niederspannungsnetz durch den PV-Eigenverbrauch auf immer weniger zahlende Schultern – wie beispielsweise Mieter ohne eigene PV-Möglichkeit – abgewälzt werden. Zu der prozentualen Größenordnung der "weniger ... Schultern" haben andere Foristen schon etwas geschrieben. Dazu fällt dir außer dem Dauerverweis auf "Mieter" offenbar nicht viel ein. Zu "eigene PV-Möglichkeit" für Mieter wurde auch schon genug geschrieben. Das ist ein regulatorisches und kein unverrück-/unlösbares Problem. Zitat von Raubfisch  Mir hier "Propaganda" vorzuwerfen, ersetzt kein sachliches Argument, sondern lenkt nur davon ab, dass das System der rein verbrauchsabhängigen Netzfinanzierung schlichtweg kollabiert, wenn man das Netz wie eine Batterie für die sonnenlose Zeit nutzt, deren Bereitstellungskosten man aber anderen überlässt. Nun - die sachlichen Argumente blendest du eben aus oder/und unterstellst mangelndes Denkvermögen bei gegenargumentierenden Mitforisten.. Das ist eine der typischen Verhaltensweisen der Propagandisten.
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| | Zeit:
10.03.2026 10:24:09 |
Zitat von crink  Zitat von Raubfisch  [...] Moin, das Gegenteil wird der Fall sein: Die Konzessionsabgaben, die in die Gemeindekassen fließen, werden massiv steigen. Fiktives Beispiel für einen typischen Haushalt in einer Gemeinde mit 50.000 Einwohnern ohne WP/ E-Auto/PV: - 20.000 km pro Jahr mit dem[...] Und hier ist genau die Problematik im geleakten Entwurf des EEG 2027. Normale potentielle "Sektorenkoppler" mit einer 10 kWp Anlage, werden dann keinen Anspruch mehr auf Anschluß der Anlage haben, werden mit technischen Zusatzeinrichtungen und Direktvermarktung belastet, obwohl sie mit der Einspeisung im Sommer nicht mal bis zum Trafo kommen Großeinspeiser mit > 25kWp, werden immer noch bauen können, obwohl diese meist im Außenbereich auf Landwirtschaftlichen Gebäuden errichtet werden und der eingespeiste Strom fast immer über den Trafo laufen muß, weil der Nachbar meißt auch schon eine große PV hat und der Trafo und die Leitungen im Ernstfall ausgebaut werden muß. Gerade diese Anlagen hätte man stärker regulieren müssen. Die Kleinhäusler mit 10kWp sind kein Problem. Und da sieht man doch gleich wieder, für wen die CxU Politik macht.
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
10.03.2026 10:27:03 |
Zitat von crink  Zitat von Raubfisch  [...] Moin, das Gegenteil wird der Fall sein: Die Konzessionsabgaben, die in die Gemeindekassen fließen, werden massiv steigen. Fiktives Beispiel für einen typischen Haushalt in einer Gemeinde mit 50.000 Einwohnern ohne WP/ E-Auto/PV: - 20.000 km pro Jahr mit dem[...] Genau dieser Wechsel wird ja durch eine fehlgeleitete Subventionspolitik, falsche Systemanreize wie Umlage der Netzentgelte auf den Verbrauch und teure Stromkosten durch Umlagen verhindert, das zeigt sich am stagnierenden Elektrifizierungsanteil am Endenergieverbrauch.
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| | Zeit:
10.03.2026 10:34:45 |
Zitat von Paul84  In welchen Bundesländern wird denn Dach-pv noch subventioniert? Hier was das eher mal ne kurze kommunale Ausnahme in sehr geringem Umfang Fixe Einspeisevergütung ist Subvention Ich sag ja seit Jahren, dass das weg muss. Neue Studien belegen auch die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit dass diese unsinnge Förderung priv Dach PVs endlich Geschichte sein muss. https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energie-reiches-solarplaene-wuerden-netzausbau-kosten-laut-studie-senken-01/100205348.html
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
10.03.2026 10:36:50 |
Zitat von DMS20 Das ist falsch. Die Maximallast hat mit "dauerhaft Strom spart" nicht zwingend zu tun. Eine potentielle Maximallast (Leistung) bleibt gleich, selbst wenn die dafür relevanten Großverbraucher eines Haushalts... seltener eingesetzt werden. Wer dauerhaft Strom spart, senkt über den statistischen Gleichzeitigkeitsfaktor sehr wohl die reale Spitzenlast im Ortsnetz, während an einem dunklen Winterabend garantiert alle PV-Haushalte zeitgleich ihr volles Backup aus dem Netz ziehen. Zitat von DMS20 Wie du schon anderweitig ganz richtig erwähntest (da hat es dir wohl in den Kram gepasst), sind viele der Fixkosten bereits einmalig bezahlt und halten "ewig". Die sind sozusagen abgeschrieben. Obendrein gibt es bereits fixe Grundgebühren, die man selbstredend anders verteilen und/oder erhöhen könnte... Netzinfrastruktur hält keineswegs „ewig“, sondern muss permanent gewartet, erneuert und für die Wärmewende ausgebaut werden, weshalb deine Zustimmung zu einer höheren, leistungsbasierten Grundgebühr exakt meine Kernforderung bestätigt. Zitat von DMS20 Verstehendes Lesen und merkendes Schreiben kann helfen. Du schriebst von "Nichtraucher". Darauf habe ich mich (per in diesem Forum gut sichtbarem) Zitat bezogen. Ein Nichraucher hat definitionsgemäß keinen Eigenverbrauch. Sich hier an der semantischen Definition des Wortes „Nichtraucher“ abzuarbeiten, ist ein reines Ablenkungsmanöver, das in der Sache nichts daran ändert, dass PV-Besitzer das Stromnetz als finanziell unzureichend gedecktes Ausfall-Backup nutzen. Zitat von DMS20 Zu der prozentualen Größenordnung der "weniger ... Schultern" haben andere Foristen schon etwas geschrieben. Dazu fällt dir außer dem Dauerverweis auf "Mieter" offenbar nicht viel ein. Zu "eigene PV-Möglichkeit" für Mieter wurde auch schon genug geschrieben. Das ist ein regulatorisches und kein unverrück-/unlösbares Problem. Auch die beste Regulierung ändert nichts an der simplen Geometrie, dass Mehrfamilienhäuser schlichtweg nicht genug Dachfläche pro Kopf haben, weshalb Mieter physikalisch bedingt immer die Hauptlast der verbrauchsabhängigen Netzentgelte tragen werden, wenn sich Eigenheimbesitzer im Sommer ausklinken. Genau deshalb stellen andere europäische Länder wie Spanien oder die Niederlande ihre Netzentgelte längst auf verursachungsgerechte Kapazitätstarife um, bei denen fairerweise die vorgehaltene Anschlussleistung anstatt des reinen Strombezugs bezahlt wird. Und dünn-besiedelte Einfamilienhaussiedlungen sind, wie von mir oben beschrieben, eine ziemliche Ressourcenkatastrophe, die auf vielen Ebenen von der Allgemeinheit subventioniert wird unter anderem eben mit teuer und ineffizienter Dach-PV. Zitat von DMS20 Nun - die sachlichen Argumente blendest du eben aus oder/und unterstellst mangelndes Denkvermögen bei gegenargumentierenden Mitforisten.. Das ist eine der typischen Verhaltensweisen der Propagandisten. Wer physikalische Netzrealitäten und einfache Mathematik mangels stichhaltiger Gegenargumente reflexartig als „Propaganda“ abwertet, entlarvt lediglich, dass ihm auf sachlicher Ebene die Munition ausgegangen ist.
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
10.03.2026 10:57:28 |
Zitat von belzig  Zitat von crink  [...] Und hier ist genau die Problematik im geleakten Entwurf des EEG 2027. Normale potentielle "Sektorenkoppler" mit einer 10 kWp Anlage, werden dann keinen Anspruch mehr auf Anschluß der Anlage haben, werden mit technischen Zusatzeinrichtungen und Direktvermarktung belastet,[...] Weiter oben hast du noch behauptet, der Trafo wäre eh für hohe Spitzenlasten ausgelegt. Dann sollte es doch egal sein (modulo Netzverluste), ob jetzt der Bauer über die Mittelspannungsebene liefert oder es direkt im Ortsnetz erzeugt wird. Die nötige Leistungskapazität muss man eh für Dunkelflaute tage vorhalten in beiden Netzteilen. Solange die Subventionierung des Eigenverbrauchs nicht wegfällt, ändert ein Kappen der Einspeisevergütung eh nichts am Subventionswahnsinn der kleinen, teuren und ineffizienten EFH-DachPV. Die Subventionen von 16 Cent pro kWh Eigenverbrauch habe ich ja schon nachgerechnet.
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
10.03.2026 11:05:46 |
Zitat von Hopfengold  Zitat von Paul84  [...] Fixe Einspeisevergütung ist Subvention Ich sag ja seit Jahren, dass das weg muss. Neue Studien belegen auch die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit dass diese unsinnge Förderung priv Dach PVs endlich Geschichte sein[...] Dem kann ich nur zustimmen: Priorisierung von Freiflächen-Photovoltaik senkt die Kosten des Netzausbaus
Stärker auf Freiflächen-Anlagen zu setzen, sei ein kurzfristig wirksamer Hebel, um die Kosten des Netzausbaus zu dämpfen. Webers Resümee: Es erscheine „ökonomisch sinnvoll, die Förderung kleiner Dach-Photovoltaik für Neuanlagen zu beenden“.
Rainer Baake, Gründer der Stiftung Klimaneutralität und langjähriger Staatssekretär im Bundesumwelt- und im Bundeswirtschaftsministerium, verweist ebenfalls auf die Effizienzvorteile von Freiflächen-Anlagen. Im Juli vergangenen Jahres hatte Baake einen 30 Seiten umfassenden Plan zur Kostensenkung beim Solarausbau vorgelegt.
Darin heißt es, die Kosten für Freiflächen-Photovoltaik seien „signifikant geringer“ als die Kosten von Gebäude-Photovoltaik. „Während die Investitionskosten von Freiflächen-Photovoltaik heute bei etwa 450 Euro je Kilowatt liegen, fallen für die Installation auf bestehenden Gebäuden 700 bis 1500 Euro je Kilowatt an, also etwa eineinhalb bis dreimal so viel“, heißt es in dem Papier. Baake ist Grünen-Mitglied. Er gilt als einer der Väter der Energiewende. |
| | Zeit:
10.03.2026 11:08:05 |
Zitat von Raubfisch  Auch die beste Regulierung ändert nichts an der simplen Geometrie, dass Mehrfamilienhäuser schlichtweg nicht genug Dachfläche pro Kopf haben, weshalb Mieter physikalisch bedingt immer die Hauptlast der verbrauchsabhängigen Netzentgelte tragen werden Die meisten Mieter haben aber sowohl was Heizkosten angeht als auch was Strom angeht, den geringsten Pro Kopf Verbrauch.
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
10.03.2026 11:27:37 |
Zitat von Mark1234  Zitat von Raubfisch  [...] Die meisten Mieter haben aber sowohl was Heizkosten angeht als auch was Strom angeht, den geringsten Pro Kopf Verbrauch. Exakt das bestätigt mein Argument: Jemand, der als Mieter ohnehin schon sparsam lebt und vielleicht nur 1500 kWh im Jahr verbraucht, zahlt durch die fällige Grundgebühr schon heute einen deutlich höheren effektiven Preis pro Kilowattstunde. Wenn nun die absoluten Fixkosten des Netzes gleich bleiben, der Netzbezug der Eigenheimbesitzer im Sommer aber wegbricht, steigen die Netzentgelte pro verbleibender kWh unweigerlich weiter an – wodurch am Ende ausgerechnet diese sparsamsten Mieter das teure Winter-Backup der Hausbesitzer quersubventionieren.
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| | Zeit:
10.03.2026 11:36:26 |
Die Eigenheimbesitzer die in PV investieren senken doch den CO2 Ausstoß und Resourcenverbrauch für alle. Klar zahlt der Mieter in der aktuellen Kostenkonstellation das mit, sowohl über das Thema Netzumlage als auch als Steuerzahler über die Einspeisevergütung. Aber es kommt ja der allgemeinheit zu Gute. Und ob sich die Mehrheit der PV Anlagen für die Investoren wirklich rechnet, damit habe ich auch so meine Zweifel... Das hängt vornehmlich vom Eigenverbrauch ab... Alle Leute die ich persönlich kenne die sich eine PV Anlage von einem Professionellen Anbieter haben aufs Dach bauen lassen, waren jedenfalls nach dem ersten Winter sehr ernüchtert und mit dem Sparergebnis nicht so zufrieden... Zufrieden sind eigentlich nur die, das das günstig im DIY gebaut haben.
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| | Zeit:
10.03.2026 11:42:17 |
Moin, übrigens ist es je nach Alter einer PV-Anlage unterschiedlich, ob diese mehr EEG-Vergütung erhalten hat als sie nach Marktwert Solar bekommen hätte. Der Marktwert Solar ist der Erlös, den PV-Strom im monatlichen Schnitt an der Strombörse einbringt. Beispiel: Die PV-Anlage hier hat seit Oktober 21 ingesamt 31.406 kWh ins Netz eingespeist. Dafür wurden 2.261 EUR EEG-Vergütung gezahlt. Wäre der Strom stattdessen nach dem Marktwert Solar vergütet worden, wären insgesamt 2.924 EUR gezahlt worden. Also wurde diese Anlage nicht subventioniert, sondern hat im Gegenteil dafür gesorgt, dass alle Stromverbraucher in Deutschland ein ganz klein bisschen entlastet wurden. Gern geschehen. Viele Grüße crink
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
10.03.2026 11:55:58 |
Zitat von crink  Moin, übrigens ist es je nach Alter einer PV-Anlage unterschiedlich, ob diese mehr EEG-Vergütung erhalten hat als sie nach [url=https://www.netztransparenz.de/de-de/Erneuerbare- Energien-und-Umlagen/EEG/Transparenzanforderungen/Marktpr%C3%A4mie/Marktwert%C3%BCbersicht]Marktwert[...] Genau das macht doch der neue Plan, Direktvermarktung! Aber das ist dann auch wieder nicht recht. Liegt wohl an den kannibalisierungseffekten die noch stärker werden.
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| | Zeit:
10.03.2026 11:57:30 |
@Mark. Rechnen mit PVGIS ist angesagt. Hier meine PV Verteilung pro Monat. Nov / Dez / Jan ist tote Hose, ansonsten ganz OK. HTD/2674314 .. HTD/3938263.. Für den eingespeisten PV Strom erhalte ich in der CH fix 6 ct/ kWh. Das ist OK. Mehr administrativen Aufwand will ich definitiv nicht..
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
10.03.2026 11:58:05 |
Zitat von Mark1234  Die Eigenheimbesitzer die in PV investieren senken doch den CO2 Ausstoß und Resourcenverbrauch für alle. Klar zahlt der Mieter in der aktuellen Kostenkonstellation das mit, sowohl über das Thema Netzumlage als auch als Steuerzahler über die Einspeisevergütung. Aber es kommt ja der allgemeinheit zu[...] Wie gesagt für das Geld bekommt man mehr für die Allgemeinheit d.h. mit weniger Zuschuss pro kwh z.b. Windkraft im Süden oder EPR frist of kind Manufakturbau.
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| | Zeit:
10.03.2026 12:01:25 |
Zitat von Raubfisch  Die Subventionen von 16 Cent pro kWh Eigenverbrauch habe ich ja schon nachgerechnet. Du hast nur die Thesen von Lion Hirth wiederholt, die höchst umstritten sind. Schau einfach mal in die Kommentare unter dem Artikel. Viele Grüße crink
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
10.03.2026 12:40:15 |
Zitat von crink  Zitat von Raubfisch  [...] Du hast nur die Thesen von Lion Hirth wiederholt, die höchst umstritten sind. Schau einfach mal in die Kommentare unter dem Artikel. Viele Grüße crink Wütende Leserkommentare von Profiteuren widerlegen keine simple Mathematik, denn die rund 16 Cent versteckter Subvention pro kWh ergeben sich für jeden nachrechenbar aus umgangenen Netzentgelten, Steuern und Abgaben. Dass diese unsolidarische Quersubventionierung durch Eigenverbrauch eine reale soziale Schieflage verursacht, ist längst Konsens ( Studie Zukunft KlimaSozial) und zwingt inzwischen sogar die Bundesnetzagentur dazu, in ihrem aktuellen Diskussionspapier genau wegen dieser Kostenabwälzung das Gegensteuern vorzubereiten ( AgNes-Papier der BNetzA).
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| | Zeit:
10.03.2026 12:56:26 |
Zitat von Raubfisch  ... Dass diese unsolidarische Quersubventionierung durch Eigenverbrauch eine reale soziale Schieflage verursacht, ist längst Konsens (Studie Zukunft KlimaSozial) ... Hoffst du eigentlich, dass diese Studie niemand kennt, niemand gelesen hat oder hast du sie gar selbst nicht gelesen oder nur Cherrypicking-mäßig gelesen/lesen lassen? Diese lesenswerte Studie stützt deine gegen-Kleinst-PV-Anlagen-Agitation nämlich nicht wirklich. Die Studie ist wesentlich differenzierter in der Betrachtung der Thematik "Die Transformation der Stromnetze klimaneutral und sozial gerecht gestalten"
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
10.03.2026 13:03:01 |
Zitat von DMS20 Diese lesenswerte Studie stützt deine gegen-Kleinst-PV-Anlagen-Agitation nämlich nicht wirklich. Die Studie ist wesentlich differenzierter... Es ist im Gegenteil der stärkste Beweis für mein Argument: Wenn selbst eine durch und durch pro-klein-klein- Energiewende eingestellte Institution wie Zukunft KlimaSozial in ihrer Analyse unumwunden zugeben muss, dass das aktuelle PV-Eigenverbrauchsmodell eine massive Umverteilung von unten nach oben ist, dann ist das Problem nicht mehr wegzudiskutieren. Natürlich fordern die Autoren als Lösung nicht den Stopp von Klein-PV, sondern staatliche Umverteilung und Steuerzuschüsse, um ihr Projekt zu retten – aber das ändert absolut nichts an der mathematischen Bestandsaufnahme: Die aktuelle Subventions- und Netzfinanzierungspolitik ist zutiefst unsolidarisch und geht voll zulasten der Mieter. Wer selbst diese erdrückende Faktenlage der eigenen Befürworter ausblendet, hat die physikalische und ökonomische Realität aus den Augen verloren.
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