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Datenschutzhinweise

Heizlastberechnung fehlerhaft
Verfasser:
HausamSeeII
Zeit: 16.11.2025 18:06:30
0
3897910
Liebes Forum

ich bin so langsam am Verzweifeln mit meinem Energieberater. Wir haben letztes Jahr ein Haus (Altbau 720,2 m3) mit Anbau (237,5 m3) gekauft, den Albau bewohnen wir selbst, den Anbau vermieten wir. Aufgrund des Budgets soll im ersten Schritt der Altbau auf ein KFW 40 EE Haus saniert werden (Dach, Fassade, Fenster, Heizung, PV Anlage, Lüftungsanlage) im Anbau lassen wir lediglich das Dach dämmen. In der ersten Berechnung für die U-Werte hat er uns für das Dach einen U-Wert von 0,08 ausgerechnet, da wurden wir von allen Handwerkern ausgelacht, da sie in ihrem ganzen Leben noch nie einen so niedrigen U-Wert für ein Dach gesehen hätten und das baulich nicht umsetzbar ist bei einer Dämmstärke von 60cm Aufsparrendämmung. Das konnten wir jetzt sortieren und er hat die U-Werte nochmals neu berechnet. Jetzt haben wir realistischere Werte bekommen mit DA=0,12, AW=0,12, Kellerdecke= 0,16 und Fenster=0,88 (da ist jedes Dreifachverglaste Fenster ja meistens schon bei 0,75 für das Normfenster, also auch noch mit Puffer gerechnet)

Kommen wir zum nächsten Problemkind, der Heizlastberechnung
Wir haben im Sommer eine erste Heizlastberechnung bekommen, diese lag bei knapp 7kW (ohne Warmwasser), was mir für den Altbau realistisch erscheint, da der Anbau aber auch damit geheizt werden soll kam mir das zu niedrig vor außerdem waren qm Zahlen falsch in Summe und scheinbar hat er auch den kompletten Wämeverlust durch Lüften vergessen, da zeigt es zumindest in seiner ersten Berechnung 0 W an. Das haben wir zurückgemeldet und es jetzt kam ein Update, auf einmal sind es 12 kW (ohne Warmwasser)

Ich hab mich in der Zwischenzeit versucht etwas in das Thema einzulesen und mir sind folgende Themen aufgefallen:

In der Heizlastberechnung für den Altbau und den Anbau sind andere U-Werte für Dach, Außenwand, Fenster und Kellerdecke verwendet worden als in der Bauteileübersicht.In der Heizlastberechnung sind diese teilweise deutlich höher wie z.B. 0,95 für Fenster, 0,18 für AW, 0,18 für DA, müssten diese nicht übereinstimmen? Wurde hier ein Wärmebrückenzuschlag noch dazugerechnet, dieser erscheint mir aber sehr hoch und dürfte auf Fenster doch gar nicht addiert werden-

In der Übersicht ist der Wirkungsgrad der WRG der KWL mit 0 angegeben und als Zuluft Temperatur wird überall die Norm Außentemperatur verwendet- Da wir auf ein KFW 40 EE Haus sanieren, müssen wir ja eine KWL mit WRG im Altbau einbauen, somit kann der Wirkungsgrad der WRG nicht 0 sein und die Zulufttemperatur kann nicht gleich der Normaußentemperatur sein Das ich diese Lüftungswärmeverluste im Anbau habe ist uns bewusst, aber im sanierten Altbau müssten diese mit WRG ja minimal sein.

Müsste für den n50 nicht zwei unterschiedliche Werte angesetzt werden für Haupthaus und Anbau, da das Haupthaus mit der gesamten Dämmung einen deutlich niedrigeren Wert als n50=1,2 haben muss, um den KFW40 EE Standard zu erreichen?

Nmin ist bis auf die Flure überall mit 0,5h-1 angegeben, sind das realistische Werte mit einer KWL im Haupthaus oder müsste dieser Wert je Raum getrennt betrachtet werden da für Wohn- und Schlafzimmer deutlich niedriger Werte angenommen werden können also für Bad / Küche? Dadurch entstehen mir ja auch immense Lüftungsverluste – die aktuell noch drastischer sind da die WRG gar nicht eingerechnet wird

Der Anbau ist nicht unterkellert und die Bodenblatte liegt damit direkt im Erdreich, diese grenzt ja nicht an die Aussenluft sondern an das Erdreich und müsste daher mit 5-8 Grad berechnet werden oder?

Volumenstromfaktor im Albau ist auf Basis von Fensterlüfung mit 0,08 angegben, müsste das mit einer KWL mit WRG nicth eher bei 0,04 – 0,05 liegen?

Inkonsequente / inkonsistente Volumenströme: einige Räume zu gering (z. B. 27,8 m³/h), andere Räume unplausibel hoch (vgl. Raumtabellen mit qv,sup ~ 450 m³/h bzw. ΦV,sup entsprechend.

Und das sind jetzt nur die Themen die ich gefunden habe… Könnte sich jemand die angehängte Heizlastberechnung anschauen und auf Plausibilität prüfen? Grüße
LinkbezeichnungHeizlastberechnung(googldrive)

Verfasser:
jbsh
Zeit: 16.11.2025 19:02:47
0
3897941
Zu deiner Heizlastberechnung kann ich dir nicht direkt helfen, denn das ist ein umfangreiches Werk und ohne Zeichnungen, Wandbaufbau und viel Zeit hat man da aus meiner Sicht kaum eine Chance tiefer einzusteigen...

Aber vielleicht helfen dir meine "Erfahrungen" mit einem Energieberater und der Heizlastberechnung (allerdings war mein Projekt kleiner, lediglich die Teil-Sanierung eines 1998 gebauten Hauses):

Als ich mich nach einem Energieberater umgeschaut habe waren die knapp (2021-2022) und ich musste fast ein Jahr auf eine Beratung warten.Was herauskam war dann einfach nur erschreckend. Zwar ein ordentlicher Stapel Papier, tolle Grafiken, viele Tabellen - aber inhaltlich absoluter Murks. Er hat dann, statt nachzubessern (was er tatsächlich fachlich nicht konnte), aufgegeben und das Geld zurückgezahlt.

Das Ziel des Energieberaters (ist das so vorgegeben?) war eine Sanierung auf Effizienzhausniveu - ohne Rücksicht auf Kosten und Sinnhaftigkeit.

Das wäre dann eigentlich der Punkt gewesen einen anderen Energieberater zu suchen. Da ich aber nicht auf einen Energieberater und einen iSFP angewiesen war, habe ich dann einen anderen Weg gewählt:

Ich habe erst mal mein Haus kennengelernt und alle U-Werte berechnet (mit Hilfe von Ubakus) und anschließend vom Ingenieurbüro Heckmann die raumweise Heizlast meines derzeitigen Hauses berechnen lassen und zusätzlich dazu noch einige Varianten mit energetischen Teilsanierungen (die low hanging fruits). Das war nicht allzu teuer.

Diese Heiztlastberechnung habe ich dann mit der für meine Zwecke vollkommen ausreichenden Software "mh-BIM Starter" nachgerechnet. Dies ist eine Software, in der man ein 3D-Modell seines Hauses erstellt, Bauteile (U-Werte) definiert und dann normgerecht die Heizlast ermittelt. Das hat allerdings ziemlich viele lange Abende gekostet und ohne den Vergleich mit den Ergebnissen von Heckmann wäre es ziemlich schwierig.

Ab diesem Zeitpunkt hatte ich dann die volle Kontrolle und konnte verschiedene Sanierungsvarianten (auch KWL mit Wärmerückgewinnung) beurteilen. Und ich konnte einige nicht so sinnvolle Standardannahmen für die Heizlastberechnung (z.B. den Wärmebrückenzuschlag) besser ansetzen. Es macht ja z.B. keinen Sinn das perfekt neu gedämmte Dach mit U=0,12 mit einem Wärmebrückenzuschlag von 0,1 zu versehen. Denn mich interessierte ja weniger die normgerechte, sondern die tatsächliche Heizlast (nach der Sanierung).

Auf dieser Basis habe ich dann Handwerker gesucht, für die Förderung musste ich dann aber auf die 20% über die ESt gehen (fehlender Energieberater), lediglich die WP wurde über die KfW gefördert.

Hat super geklappt, aber doch viel Zeit und Nerven gekostet...

Verfasser:
ajokr
Zeit: 16.11.2025 19:05:07
1
3897943
Ja, der Luftvolumenstrom ist ne Katastrophe. Da ist ja fast so viel Lüftungsverlust wie Transmissionsverlust. Nach Norm macht da nur eine KWL mit WRG Sinn.

Die Transmissionsverluste sind aber auch zu hoch, weil überall ein Wärmebrückenzuschlag von 0,05 draufgeschlagen wird. Das macht in einem fachgerecht nachgedämmten Bau keinen Sinn.

Ich würde auf eine 7kW-Wärmepumpe bestehen, und kein kW mehr.

Bei mir hat der EB einen schönen bunten iSFP erstellt, auf den ich ein halbes Jahr warten durfte. Dann habe ich für die Fenster die Förderung in Anspruch genommen, und die Heizlastberechnung letztendlich selber gemacht. Für den Heizungstausch war kein EB notwendig.

Verfasser:
HausamSeeII
Zeit: 20.11.2025 13:10:56
0
3899541
Danke für euren Input und eigentlich Schade, dass es nicht nur mir so geht. Wir dachten am Anfang ganz naiv mal wir holen uns da einen Experten ins Boot der uns mit den notwendigen Werten und Infos versorgt da es sein täglich Brot ist. Scheinbar nicht und jede Berechnung ist Fehlerhaft, egal ob U-Werte oder jetzt die Heizlast.

Die Info zum Ingenieurbüro Heckmann ist gut, preislich ist das ja fair für die Leistungen. Haben die Ergebnisse mit deinen eigenen übereingestimmt? Glaub aber um den Weg das selbst zu berechnen komm ich auch nicht drum rum. Schau mir die mh-BIM Starter mal an und werd mich selbst dran machen und das ganze dann mit dem Heizi / den Heckmann Daten gegenchecken

Verfasser:
ajokr
Zeit: 20.11.2025 14:35:41
2
3899575
Zitat von HausamSeeII Beitrag anzeigen
Schau mir die mh-BIM Starter mal an und werd mich selbst dran machen und das ganze dann mit dem Heizi / den Heckmann Daten gegenchecken


Alternativ kannst du dir auch DanBasic von Danfoss und Easyplan von IMI Heimeier anschauen. Kostet ebenfalls nichts, und ist eventuell einfacher zu bedienen.

Verfasser:
Tomania
Zeit: 12.03.2026 17:30:47
0
3941519
Hallo, ich habe ein ähnliches Problem. Für den Einbau einer WP haben wir eine bekannte Agentur mit der Erstellung eines iSFP beauftragt. Dazu wurde wir von einer Energieberater aufgesucht und unser Haus gescannt. Nach wenigen Tagen kam der iSFP, der Bedarfsausweis und die Heizlastberechnung. Zunächst vielen mir die stark erhöhten Werte im Bedarfsausweis auf 186 kwh/m2,a. Real liegen wir bei 134 kwh.
Bei der Betrachtung der Heizlastberechnung viel mir dann auf, dass in allen Räumen die Raumhöhen erheblich zu hoch angegeben worden sind. Die Raumhöhen sind im EG um 24%, im 1. OG um 19% und im Dach um ca. 5% höher als tatsächlich angegeben. Nach meinem laienhaften Verständnis ändert sich dadurch das Volumen und die Gebäudehüllenfläche, sowie das Luftaustausch erheblich. Meine Zweifel äußerte ich bei der Agentur. Diese wiegelte zunächst ab, erstellte dann aber einer neue Heizlastberechnung. Man meinte zudem, die Energieberaterin hätte vermutlich ihr Handy beim scannen zu schräg gehalten. Dadurch hätte das Programm die Raumhöhen falsch erfasst. Nach dem diese bei uns eintraf, musste ich feststellen, dass einige Werte offensichtlich willkürlich verändert wurden. Dabei haben sich die Raumhöhen im 1 OG. nochmals (fehlerhaft) erhöht. Im EG wurde nur in einem Raum angepasst. insgesamt hat sich nun das Volumen nun sogar noch einmal erhöht. Eigenartig ist, dass die Heizlast dennoch sank Von 9,5 kw auf 9,2kw. Diese Heizlastberechnung wurde von uns nun erneut als fehlerhaft angemahnt und die Bezahlung der Rechnung verweigert. Nach drei Wochen erhielten wir nun eine kurze Info, dass die Berechnung geprüft worden ist, diese den Qualitätsansprüchen einer präzisen Heizlastberechnung entsprechen. Abweichung, wie geringfügige unterschiedliche Raumhöhen, hätten einen marginalen Einfluss auf das Ergebnis und können deshalb vernachlässigt werden. Zudem können solche Abweichungen bei dem verwendeten Berechnungsprogramm ohnehin nicht berücksichtigt werden.
Ich habe starke Zweifel, ob diese Auskünfte stimmen. Als Laie sag ich mir, dass ein Kochtopf mit 10 Liter weniger Energie braucht als einer mit 12 Liter. Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen. ob die Heizlast falsch berechnet ist oder die Angaben der Agentur richtig sind und die stark abweichenden Raumhöhen keinen Einfluss auf die Heizlastberechnung haben. Wir sind soweit, dass Projekt Wärmepumpe wieder hinzuwerfen.

Einfamilienhaus, Bj 1932, freistehen, 214m2, Keller,, EG, 1. OG, Dach, Dach gedämmt 10 cm Steinwolle 2003, Wände 7 cm Einblasdämmung Steinwolle 2009. Doppelverglasung 1992

Vielen dank schon mal

Verfasser:
Weissnixx
Zeit: 12.03.2026 20:12:04
0
3941563
Zitat von HausamSeeII Beitrag anzeigen
....hat er uns für das Dach einen U-Wert von 0,08 ausgerechnet, da wurden wir von allen Handwerkern ausgelacht, da sie in ihrem ganzen Leben noch nie einen so niedrigen U-Wert für ein Dach gesehen hätten und das baulich nicht umsetzbar ist bei einer Dämmstärke von 60cm Aufsparrendämmung. ....[...]



Dann laß die Leute weiterlachen! Wir haben einen U-Wert von 0,05 W/(m²*K) im Dachbereich. 24 cm Iso zwischen den Sparren plus OSB 22 plus 58 cm Iso darüber. (und weitere 24 cm Iso in den Dachsparren, dann 0,04 W/(m²*K))

Was schwierig wird, ist das als Aufsparrendämmung auszuführen. Hierzu wird ein tragender Rahmen benötigt.

Bei 60 cm sind 0,06 W/(m²*K) möglich.

Verfasser:
ajokr
Zeit: 12.03.2026 20:16:05
0
3941564
Bei der Heizlastberechnung werden die Außenabmessungen der Räume angesetzt. Dazu werden auf die Innenraummaße Zuschläge nach Norm angesetzt.

Insofern ist die Berechnung nach Norm nicht zu beanstanden.

Verfasser:
Weissnixx
Zeit: 12.03.2026 21:15:39
0
3941582
Zitat von HausamSeeII Beitrag anzeigen
...Kommen wir zum nächsten Problemkind, der Heizlastberechnung....[...]


Beide Gebäude getrennt berechnen, da sie sehr unterschiedliche Ausgangpunkte haben.

Das Problem ist bei der Berechnung nach EnEV bzw GEG das von einer Innenraumtemperatur von 19°C ausgegangen wird, die Lüftungsquote bei 0,5 bis 0,6 angesetzt wird und die internen Wärmegewinne mit 5 W/m² eingerechnet werden.

Diese Werte verzerren die gesamten Berechnung massiv. Wir haben nur 2/3 der EnEV Berechnung an Jahresverbrauch, wobei die Sollberechnung mit den lokalen IST-Daten für den Vergleich gepeist wird. Unsere Heizlast liegt auch deutlich darunter, vormals 5.670 W.

Die Ermittlung nach dem PHPP ist wesentlich genauer.

Hier Vergleichswerte für Dich :

KfW 40 Plus
HT' = 0,104 W/(m²*K)
Aussenwand 0,098 W/(m²*K)
Geschoßdecke 0,036 W/(m²*K)
Bodenplatte 0,074 W/(m²*K)
Fenster 0,833 W/(m²*K)

Lüftungsquote 0,282
interner Wärmegewinn 1,493 W/m²
Luftdichtheit 0,64 bei n50, entspricht 0,02536 bei 2 Pa

Spezifischer Transmissionswärmeverlust 60,75 W/K
Lüftungsverluste (brutto) 42,33 W/K
Lüftungsverluste (netto) 12,43 W/K
Sole EWT für die Luft Vorwärmung/-kühlung

Für den Heizbedarf werden 73,181 W/K benötigt.
und
Keine zusätzliche Aufheizlast!
Keine Nachtabsenkung!
Heizlast 2.250 W bei NAT -8,4 °C
Mit WRG 70,6%
Innentemperatur 23,18 °C; 23,05°C im Winter (01.11.-28.02.)

Wärmebrückenzuschlag fast Null, haben hierzu die Isoschichten gemäß Ermittlung reduziert.

Die Werte wurden nicht nur einfach berechnet, diese werden jeden Monat im Ist kontrolliert, das heißt die Sollberechnung wir mit den Ist-Außentemperaturen neu gerechnet.

Nehme den Wert der Transmissionsverluste inkl des Wärmebrückenzuschlags plus den reduzierten Lüftungswärmeverlust und multipliziere das mit der Temperaturdifferenz innen /aussen.

Der Anbau wird undichter sein, hier sind höhere Zuschläge für die Heizung notwendig. Sollte keine Lüftungsanlage im Anbau sein, solltest Du mit 0,5 Luftwechsel/h rechnen.

Summiere die beiden Häuser, dann hast Du Deine Heizlast für eine gemeinsame WP.

Das A und O bei der Berechnung ist die wirklich genaue Angabe der einzelnen Gegebenheiten.

Wir haben die Heizlast nicht nach Norm berechnet. Sondern realitätsnah.

Verfasser:
Weissnixx
Zeit: 12.03.2026 21:24:27
0
3941586
Zitat von HausamSeeII Beitrag anzeigen
...Der Anbau ist nicht unterkellert und die Bodenblatte liegt damit direkt im Erdreich, diese grenzt ja nicht an die Aussenluft sondern an das Erdreich und müsste daher mit 5-8 Grad berechnet werden oder?
....[...]


Wie tief geht die Isolierung in den Boden?


Bei uns 70 cm tief und 50 cm vor der Hauswand.

Verfasser:
Weissnixx
Zeit: 12.03.2026 21:31:47
0
3941589
Zitat von HausamSeeII Beitrag anzeigen
...Inkonsequente / inkonsistente Volumenströme:....[...]


Pro Person benötigt man 30m³ Luft pro Stunde für eine gutes Wohnklima.

Küche und Bad haben eine höhere Lüftungsquote, da dort mehr Feuchtigkeit anfällt als in den anderen Räumen.

Wir sind 2,3 Personen und haben ein Lüftungsvolumen von 123-125 m³/h, das würde für 4 Personen auch noch reichen. Der Flur ist, falls es keine anderen Zwänge gibt, Überströmbereich.

Verfasser:
Weissnixx
Zeit: 12.03.2026 22:07:01
0
3941593
Zitat von HausamSeeII Beitrag anzeigen
...önnte sich jemand die angehängte Heizlastberechnung anschauen und auf Plausibilität prüfen?....[...]



Also die Lüftungsverluste machen ja zum Teil 2/3 des Heizbedarfes aus! Bei uns sind es nicht 67%, sondern nur 17-18%.

Bei Fensterlüftung ist die AT = NAT anzusetzen.

Bei Dir sind 7 kW für die Transmission und 5,9 kW für die Lüftungsverluste angesetzt. Letzteres solltest Du nochmals prüfen. Hier sind ja die beiden Häuser zusammengeführt.

Wie hoch ist die Heizlast nur für den Anbau? Und die zugehörigen Lüftungsverluste?


Ich hatte keine Zeit das genauer anzuschauen. Es fehlen auch Pläne um die Werte zu prüfen. Ich unterstelle einmal, das die Geometrie richtig abgebildet ist.

Auf die Schnelle läßt sich nicht klären, ob die beiden Häuser, eine mit WRG-Lüftung, eine mit Fensterlüftung, richtig betrachtet wurden.

Verfasser:
Weissnixx
Zeit: 12.03.2026 22:18:54
0
3941596
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
...Ich würde auf eine 7kW-Wärmepumpe bestehen, und kein kW mehr....[...]



Da wäre ich vorsichtig! Die Lüftungsverluste aus dem Anbau kann man nicht wegdiskutieren nur wegisolieren bzw KWL mit WRG einsetzen. Auch dann bleibt noch ein Lüftungsverlust! Solange keine Einzelberechnung für die Wärmebrücken erfolgt ist kann im Idealfall 0,03 angestezt werden, also etwas nidrieger als die aktuellen 0,05.

In unserer Heizlast haben wir noch gut 17% aus der Lüftung an Heizlast. Die Werte haben wir schon x-fach verifiziert.

Verfasser:
Weissnixx
Zeit: 12.03.2026 22:26:53
0
3941599
Zitat von HausamSeeII Beitrag anzeigen
Liebes Forum

ich bin so langsam am Verzweifeln mit meinem Energieberater. ....[...]



Bei der Uni Kassel gibt es eine Exceltool im Downloadbereich. Du hast ja die Berechnung des Energieberaters. Rechne mit der Excelliste die Häuser getrennt aus. Ist zwar Arbeit, aber es lohnt sich meiner Meinung nach. Wir hatten im Vorfeld gerechnet, der Energieberater und der Architekt haben nur abgeschrieben.

https://www.uni-kassel.de/fb06/institute/architektur/fachgebiete/bauphysik/downloads.html

Die Version rechnet mit 19°C Innentemperatur, nach Vorschrift. Bei der heizlast kannst Du aber andere Temoperaturen eingeben. Es ist dort keine Einzelraumberechnung.! Bei Fragen schreibe eine PN.

Verfasser:
Weissnixx
Zeit: 12.03.2026 22:30:06
0
3941601
Zitat von Tomania Beitrag anzeigen
...Zunächst vielen mir die stark erhöhten Werte im Bedarfsausweis auf 186 kwh/m2,a. Real liegen wir bei 134 kwh......[...]



Bitte Vorsicht. Du redest vom IST. Die Berechnung setzt andere Aussentemperaturen an, so will es die Vorschrift!

Verfasser:
Weissnixx
Zeit: 12.03.2026 22:37:04
0
3941602
Zitat von Tomania Beitrag anzeigen
...Ich habe starke Zweifel, ob diese Auskünfte stimmen. ....[...]


Diese Berechnungen werden schon recht zügig erstellt. Da steckt keine Liebe zum Detail drin.

Die Werte für die Internen Wärmegewinne, die Lüftungsquote, als auch der Zuschlag für Wärmebrücken sind recht grob. Die Berechnung der Transmissionsverluste sind ogtrecht genau, vorausgesetzt es gibt keine Eingabefehler.

Du hast ja viele Infos. Hole Dir das Toll von der Uni Kassel siehe ein paar Beiträge weiter oben, da habe ich es dem Themengeber schon mitgeteilt.

Verfasser:
Weissnixx
Zeit: 12.03.2026 22:40:46
0
3941603
Zitat von Tomania Beitrag anzeigen
....Als Laie sag ich mir, dass ein Kochtopf mit 10 Liter weniger Energie braucht als einer mit 12 Liter.....[...]



Das gilt aber nur solange wie die Kubatur im Verhältnis verändert wurde. Mache deine 10 Liter in einen sehr schlanken und sehr hohen Topf rein und es wird im Verhältnis Abweichungen nach oben oder unten geben. Nämlich dann, wenn die Randbedingungen mehr Einfluss bekommen.

Verfasser:
ajokr
Zeit: 13.03.2026 07:08:13
0
3941625
Zitat von Weissnixx Beitrag anzeigen
Zitat von HausamSeeII Beitrag anzeigen
[...]





Du hast aber schon gesehen, dass HausamSeeII das Thema im letzten November eröffnet hat, und hier seitdem nicht mehr schreibt?

Dein Berechnungsverfahren mag deiner Realität näher kommen. Der EB muß sich allerdings an die Vorgaben der DIN halten, sonst ist er für Abweichungen und deren Folgekosten haftbar.

Für die aktuelle Nachfrage von Tomania gilt nach wie vor meine Aussage, dass für die Transmissionswärmeverluste die Außenwandflächen außen aus den Innenabmessungen + 15% Zuschlag berechnet werden. Allerdings gilt das nicht für Fenster, Türen, Innenwände, Decken und Fußböden.

Für die Lüftungsverluste werden dagegen die tatsächlichen Innenraummaße genommen.

Das ganze Rechenverfahren ist mit weiteren Unsicherheiten behaftet, was die U-Werte, das reale Lüftungsverhalten und die Auftritthäufigkeit der NAT betrifft. Da die Hersteller ihren Produktkatalog aber auch nur in Kategorien mit 2 bis 3 kW Abstand ausgestaltet haben, ist eine wattgenaue Heizlastberechnung auch nicht unbedingt nötig.

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