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12.03.2026 15:28:44 |
Hallo zusammen, ich habe mich schon etwas eingelesen, bin aber immer noch nicht sicher, ob ich das alles richtig verstanden habe: "Die Auslegung der FBH nach Flow30 ist eine gute Fausregel für Selbermacher und kann auch gut genutzt werden, wenn sich Bauherr, Planer und Heizungsbauer unterhalten möchten. Weiterhin bekommt der Bauherr die Möglichkeit zu Kontrollieren. Eine klassische Planung ohne Flow30 durch ein Ingenieurbüro ist aber nach wie vor besser, weil mathematisch genau durchgerechnet." Stimmt diese Aussage so? Ich benötige eine FBH Auslegung für meinen Neubau. Ich möchte die Planung nicht selbst machen, sondern von einem Profi machen lassen, damit sie 100%ig passt. Ich selbst bin nicht vom Fach, eher elektrisch unterwegs. Ich verstehe die Vorteile von Flow30 und bin auch bereit die zusätzlichen Installationskosten zu tragen, da diese sich vermutlich binnen weniger Jahre durch eingesparte Heizkosten amortisieren. Weiterhin habe ich auch noch kein Ing-Büro gefunden welches Flow30 machen möchte. IB Heckmann hat dagegen argumentiert, dass es sich bei Flow30 um ein System für Laien handelt die alles selbst machen möchten, aber in der Materie nicht wirklich drin sind. Was soll ich tun? Mit oder ohne Flow30? Falls mit: Kann mir bitte jemand ein Ing-Büro empfehlen, das nach Flow30 plant und saubere Arbeit macht? Ich möchte eine möglichst effizient laufende LW-WP mit wenig Taktung. Vielen Dank!
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12.03.2026 16:17:51 |
Lass dir eine FBH für VLT 30grad rechnen. Es wird in vielen Punkten Analogien zu Flow30 geben.
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12.03.2026 22:56:03 |
Zitat von stenub  ....Die Auslegung der FBH nach Flow30 ist eine gute Fausregel für Selbermacher und kann auch gut genutzt werden, ....[...] Bleib entspannt. Wir haben auch KfW 40 Plus (und noch ein bischen weniger) haben ohne dem gerechnet. Haben 12 ERR im Haus wollen Sie nicht missen. VLT bei 0°C = 29°C, bei -20°C = 34°C. Innenräume im Schnitt mit 23,17°C Die ERR benötigst Du spätestens beim Kühlen. Bei uns sind auch nicht alle Räume gleich warm. Zwischen 21°C und 23,6 °C bewgen sich die Raumtemperaturen. Eben je nach Nutzung. Achte darauf, das Du eine lichtgesteuerte Verdunkelungsanlage hast. Erspart Dir Übertemperaturen im Haus. Und Denke über das passive Kühlen nach ....
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13.03.2026 06:36:50 |
Wenig verstanden aber Tipps geben ist eher ungünstig. Die geringen Temperatur Unterschiede die in einem gut gedämmten Haus möglich sind kommen aus dem hydraulischen Abgleich. Da braucht man keine Effizienz schädlichen err für.
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13.03.2026 08:03:00 |
Flow 30 kann auch jeder Heizungsbauer verstehen der nicht rechnet. Das "gute" Büro rechnet hoffentlich besser. Aber Wer sagt Dir das es ein gutes ist? Das sieht man dann wenn das Haus fertig ist und läuft, dann ist es aber zuspät.
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13.03.2026 08:27:48 |
Bei flow30 gibt es sich auch ein Auslegungs Tool. Hast du das mal ausprobiert?
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13.03.2026 08:34:57 |
Zitat von godek  Wenig verstanden aber Tipps geben ist eher ungünstig. Die geringen Temperatur Unterschiede die in einem gut gedämmten Haus möglich sind kommen aus dem hydraulischen Abgleich. Da braucht man keine Effizienz schädlichen err für. Stimmt, wenn man die nächsten 100 Jahre kein Nutzungsänderung im Sinn hat. ... und Kühlen geht natürlich auch einfach so.
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13.03.2026 09:22:28 |
Warum auf 30°C VLT auslegen und nicht auf 25°C? Ich habe im KfW 55 Haus mit eigener Auslegung und durch Infrarotpanel im Bad lt. Heizkurve 25°C @ -12°C (Lüftung ohne WRG) erreicht. Mit KfW 40 inkl. KWL & WRG sollte das unterboten werden können. Bei VLT 30°C tritt der Selbstregeleffekt meiner Meinung nach nur teilweise ein, bei VLT 25°C = Oberflächentemperatur Böden max. 24°C habe ich eine perfekte Selbstregelung bei Sonne oder internen Gewinnen und damit keine Nachteile bei Verzicht auf ERR.
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13.03.2026 14:47:14 |
Da muss ich StefanM79 zustimmen. Ich habe bereits 2017 unser KfW70 Haus mit etwas mehr Dämmung gebaut und das System problemlos auf 28 °C Vorlauf bei −12 °C auslegen können. Über die Jahre hinweg haben 26–27 °C gereicht, um angenehme 23 °C Raumtemperatur zu erreichen. Daher frage ich mich, wo das Problem ist ein KFW40 Haus nach Flow30 auszulegen.
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17.03.2026 08:45:32 |
Hallo nochmal, vielen Dank für die Antworten, das hilft mir schon mal ein Stück weiter! Könnte mir bitte jemand ein ING Büro empfehlen das eine Planung nach Flow30 macht? Selbst rechnen mit dem Tool möchte ich nicht. Das ist einfach nicht meine Welt. Ich mache im Neubau so gut wie alles selbst und bin dadurch ordentlich eingespannt. Das Gewerk Sanitär/Heizung lasse ich machen. FBH verlege ich selbst, mein Heizungsbauer schließt mir die WP an und das ganze drumherum. ERR ist kein Problem nachzurüsten falls nötig, da ich in jedem Raum einen KNX Glastaster mit Temp Sensor habe. Ich kann im HKV einen Aktor und die Stellantriebe einbauen und damit das Thema erledigen. Ich brauche "nur" die Auslegung und einen Verlegeplan mit dem ich dann arbeiten kann. Vielen Dank euch allen!
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17.03.2026 10:19:15 |
Zitat von stenub  Hallo nochmal, vielen Dank für die Antworten, das hilft mir schon mal ein Stück weiter! Könnte mir bitte jemand ein ING Büro empfehlen das eine Planung nach Flow30 macht? Selbst rechnen mit dem Tool möchte ich nicht. Das ist einfach nicht meine Welt. Ich mache[...] Das wage ich zu bezweifeln, dass dir ein ING Büro etwas nach Flow30 ausrechnet. Wir sind in DE, und hier gelten offiziell die DIN-Normen. Da musst du selbst ran. Zeichnen kannst du z.B. mit LoopCAD. Wenn Du deine Heizung/Sanitär nicht verstehst, dann hast im schlimmsten Fall eine schlechte Anlage. Ich würde lieber andere, einfachere Gewerke abgeben, aber Zeit in Sanitär und Heizung investieren und sie zumindest zu 100 % verstehen: Querschnitte, Zirkulation, ausreichend Ventile usw. Je komplexer ein Gewerk ist, desto mehr Fehlerquellen gibt es. Sanitär und Heizung gehören definitiv dazu.
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17.03.2026 11:50:49 |
Zitat von BoomChocoPopp  Zitat von stenub  [...] Das wage ich zu bezweifeln, dass dir ein ING Büro etwas nach Flow30 ausrechnet. Wir sind in DE, und hier gelten offiziell die DIN-Normen ... Ist es nicht eher so, dass bei einer guten Berechnung auf niedrige VL- Temperaturen und niedrige Strömungswiderstände und hydraulische Ausgeglichenheit der Heizkreise von ganz alleine die flow30-Kriterien erfüllt sein werden: Maximal 30 Grad Vorlauftemperatur in allen Heizkreisen Maximal 30 mbar Druckverlust im schlechtesten Heizkreis Maximal 30% Längenunterschied zwischen kürzestem und längstem Heizkreis Maximal 30% der Heizkreise mit Einzelraumreglern Minimal 30 mm Rohrdurchmesser für die Anbindung der Heizkreisverteiler Dass im Neubau das ERR-Kriterium in D aktuell offiziell eingehalten werden muss, ist nicht das Problem von Ingenieurbüros. Bei angemessener und richtiger Auslegung und erfolgtem Abgleich auf die geforderten Raumtemperaturen sind die ERR im Normalbetrieb alle offen; der Hauseigner könnte sie nach erfolgter Installation und Abnahme demontieren und verkaufen. Und sie ggf. bereits vorher gebraucht kaufen, montieren (lassen) und nach Abnahme weiterverkaufen. Vielleicht gründe ich einen Stellantrieb-Verleih ... ;-)
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