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Zukunft der Energiewende
Verfasser:
Gelöschter Nutzer
Zeit: 13.03.2026 09:36:29
1
3941693
Studie: „Normale“ Solarparks können als Weideland genutzt werden

Die Diskussion um Flächenkonkurrenz zwischen Landwirtschaft und Photovoltaik bekommt neue Daten. Laut einer Studie des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft eignet sich das Grünland in Solarparks als Weidefläche für Schafe und Rinder.


Also nochmals ein weiterer Grund, die ineffiziente Subventionierung von Dach-PV abzuschaffen. Wir pumpen Milliarden an staatlichen Fördergeldern in den privaten Vermögensaufbau von Einfamilienhaus-Besitzern, um kleinteilige, vergleichsweise teure Anlagen auf Dächer zu setzen, während die Lösung für die breite Masse längst da ist.

Freiflächen-Anlagen produzieren den Strom ohnehin schon zu einem Bruchteil der Kosten. Wenn diese Flächen nun intelligent als Weideland doppelt genutzt werden, löst sich auch das Märchen von der "Flächenkonkurrenz" in Luft auf. Im Gegenteil: Wenn man die Beweidung unter den Solarmodulen richtig aufzieht, wird die Fläche sogar zu einer echten Klimasenke.

Wer sich für die ökologischen Fakten dahinter interessiert, sollte sich mal die wissenschaftlichen Ergebnisse des Forschungsprojekts "Roots So Deep" ansehen. Dort wird sehr detailliert belegt, dass regenerative Weidewirtschaft absolut "net positive" ist. Durch das ständige Weiterziehen der Tiere (adaptives Weidemanagement) bilden die Gräser extrem tiefe Wurzeln. Das fördert das Bodenmikrobiom derart massiv, dass der Boden deutlich mehr CO2 bindet, als die Tiere an Methan ausstoßen. Gleichzeitig wird der Boden wieder zu einem Wasserschwamm, der Dürren und Starkregen abfedert.

Verfasser:
Oelwechsler
Zeit: 13.03.2026 12:34:46
0
3941761
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
Also nochmals ein weiterer Grund, die ineffiziente Subventionierung von Dach-PV abzuschaffen......während die Lösung für die breite Masse längst da ist.

... und du meinst, dass für Weideland, insbesondere auch für landwirtschaftliche Großbetriebe, keine Subventionen fließen?

Verfasser:
Gelöschter Nutzer
Zeit: 13.03.2026 13:18:08
1
3941769
Zitat von Oelwechsler Beitrag anzeigen
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
[...]

... und du meinst, dass für Weideland, insbesondere auch für landwirtschaftliche Großbetriebe, keine Subventionen fließen?

Das ist klassischer Whataboutismus. Dass die Landwirtschaft ebenfalls Geld bekommt, macht die ineffiziente Förderung von privater EFH-Dach-PV nicht plötzlich richtig. Wir müssen hier zwei völlig unterschiedliche Zielsetzungen trennen:

Energiesubventionen: Hier zählt einzig und allein die Effizienz. Wer das Geld bekommt, ist völlig egal – es geht nur darum, wo wir das Maximum an CO₂ freien kWh pro Steuer-Euro herausholen. Und bei dieser Metrik verliert die kleinteilige Dach-PV gegen skalierte Freiflächenanlagen einfach haushoch.

Agrarsubventionen: Hier bezahlt die Gesellschaft nicht nur für den reinen Ertrag, sondern für essenzielle Systemdienstleistungen: Landschaftspflege, Biodiversität und ganz wichtig – Hochwasserschutz (gesunder Weideboden als gigantischer Wasserschwamm).

Das Fazit: Kombinieren wir Freiflächen-PV mit regenerativer Beweidung, bekommen wir den billigsten Strom und bezahlten Umwelt- und Hochwasserschutz. Bei der Dach-PV-Förderung finanzieren wir stattdessen mit dem schlechtesten Ertrag pro Steuer-Euro vor allem die Wertsteigerung privater Eigenheime.

Verfasser:
delta97
Zeit: 13.03.2026 17:45:32
0
3941825
Wie PV in der CH geplant wird. Bsp Bern + Agglo: 300'000 Einwohner. HTD/3941535
https://www.google.com/maps/@46.9474386..

Ich schätze 60'000 Häuser. Annahme 2026: 5% dieser Häuser haben je 15 kWp PV. Ergibt pa: 45 GWh PV Strom. Ziel 2030: 15% der Häuser mit je 30 kWp PV. Ergibt pa 270 GWh.

Kosten pro kWh PV: 12 ct /kWh, inklusive Abschreiber. 6 ct / kWh sobald abgeschrieben. Aktuelle Vergütung: Fix 7 ct / kWh. Keiner wird reich, keiner legt drauf.

Vorteil: Netzkosten quasi Null, vielleicht 1 ct / kWh. Redispatch etc = Null. Gibt es Alternativen ? Offensichtlich nicht. Agri PV macht wenig Sinn.

Das ganze entspricht der "offiziellen" CH Strategie. Dh PV zubauen solange sinnvoll, und das ist definitiv bis 2030 so. Die privaten PV Anlagen werden zu einem Eckpfeiler der CH Stromversorgung. Es macht keinen Sinn Strom zu importieren, wenn wir den selber bereitstellen können.

Das Bsp ist typisch für das CH Mittelland & Gruss delta97.

Verfasser:
DMS20
Zeit: 13.03.2026 18:09:37
1
3941830
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
... Das Fazit: Kombinieren wir Freiflächen-PV mit regenerativer Beweidung, bekommen wir den billigsten Strom und bezahlten Umwelt- und Hochwasserschutz. Bei der Dach-PV-Förderung finanzieren wir stattdessen mit dem schlechtesten Ertrag pro Steuer-Euro vor allem die Wertsteigerung privater Eigenheime.
Wie ich schon viele Seiten zuvor schrieb, bin auch ich großer Fan dieser Art der Freiflächen-PV mit gleichzeitiger Nutzung für Landwirtschaft, Biotop, Austrocknungsschutz, "Schwamm", ...

Anders als du plädiere ich für "sowohl-als-auch", ganz besonders im Neubau und Sanierung, wo der Aufwand für Dach-PV relativ gering ist und der investive Mehraufwand eben nicht so exorbitant höher ist wie du hier gerne pauschalisierst. Ohnehin versiegelte Flächen nicht rechtzeitig energetisch zu nutzen, halte ich für falsch.

Die Chancen für solche Dachflächen sind für Jahrzehnte vertan, wenn man es nicht dann umsetzt, wenn es preiswert ist.

Es wird doch derzeit sehr deutlich, dass in breiter Front pauschal und undifferenziert gegen diese Kleinstanlagen agitiert wird.
Das Ziel ist m.E. ganz klar: diese vermaledeite Dezentralisierung in Bürgerhand soll endlich wieder vom Markt verschwinden.

Erfreulich finde ich, dass du zumindest dieser Freiflächen-PV positiv begegnest, auch wenn das ein Stück weit dein Bestreben aushebelt, das Stromnetz möglichst so zu belassen, wie es sich seit Jahrzehnten zentralisierter Stromproduktion entwickelt hat.
Denn: man könnte durchaus auch die Gesamtheit der Dach-PV-Flächen eines Baugebietes als Äquivalent zu einer zusammenhängenden Freiflächen-PV ansehen und vermutlich technisch auch so behandeln.

Verfasser:
Gelöschter Nutzer
Zeit: 13.03.2026 18:31:38
0
3941838
Nochmal, wie soll das funktionieren? Wir wollen mit wenig Geld am meisten erreichen und das geht nur mit der günstigsten Lösung pro kWp. Dass man mit 1500€ pro kWp mit der selben Vergütung und Subventionen wie für 500€ pro kWp auskommt ist unmöglich. Reiche Pläne sind schon richtig, man darf weiter eigenverbrauchen, ohne Steuern zu zahlen. Nur für den Strom gibt es nur noch Börsenpreis und die Subventionen der Netzkosten fallen auch weg. Das DachPV keine Netzkosten verursachen stimmt auch nicht:


https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energie-reiches-solarplaene-wuerden-netzausbau-kosten-laut-studie-senken-02/100205348.html


Der Bausektor ächzts eh schon über qualifizierten Personalmangel, warum sollten wir da noch ABMs für DachPV finanzieren, wenn wir mit viel weniger Personal und Geld dasselbe Resultat in der Freifläche bekommen?

Verfasser:
belzig
Zeit: 13.03.2026 19:52:03
2
3941856
Tja nur wie kommt der Strom von den Freiflächenanlagen in der Pampa in die Ortschaften?

Ist es da nicht sinnvoller den Strom gleich in den Gemeinden auf den Dächern zu erzeugen, ohne Flächenverbrauch, zusätzliche Trafostationen und Leitungen?

Verfasser:
Gelöschter Nutzer
Zeit: 13.03.2026 20:01:57
0
3941859
Während Freiflächenanlagen ihre Trafos und Anschlussleitungen komplett selbst finanzieren mit den 500€ pro kWp, wälzt die angeblich netzschonende Dach-PV die massiven Kosten für die zwingend notwendige Aufrüstung der lokalen Ortsnetze bei weiterem Ausbau zur Aufnahme der sommerlichen Einspeisespitzen über die Netzentgelte auf die Allgemeinheit ab. Flächenverbrauchsargument wurde ja schon zerlegt durch die Weidenutzung, sonst gibt es auch noch floatingPV, die ist auch immer noch viel billiger als DachPV.

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 13.03.2026 20:21:52
0
3941863
Für meine 5kW PV Anlage auf meinem Hausdach mußte die ganze Strasse aufgegraben werden, eine neue Leitung gelegt werden und ein neuer Ortsnetztrafo eingebaut werden. Oder so ähnlich.

Verfasser:
belzig
Zeit: 13.03.2026 20:22:38
3
3941864
Da fehlen mir einige Differenzierungen:
1. Fläche: Weidenutzung ist die Ausnahme, nicht die Regel. Die meisten Freiflächenanlagen verbrauchen tatsächlich Boden. Dach-PV nutzt versiegelte Fläche – ein ökologischer Vorteil, den man nicht gegenrechnen kann.

2. Netzkosten: Freiflächenanlagen verursachen ebenfalls Systemkosten: neue Trassen, Umspannwerke, die oft genauso über Netzentgelte oder Ausschreibungen refinanziert werden.

3. Floating-PV: Ist technisch anspruchsvoll, nicht überall möglich und in der Regel teurer als Dach-PV.

4. Systemdienlichkeit: Dach-PV erzeugt dort, wo verbraucht wird – das entlastet die Übertragungsnetze. Freiflächenstrom muss oft erst transportiert werden.

Beide Formen sind nötig. Die Dach-PV pauschal als Kostentreiber darzustellen, wird ihrer Rolle für die dezentrale Energiewende nicht gerecht.

Verfasser: Gelöschter Nutzer
Beitrag entfernt. Grund: Persönliche Auseinandersetzung (siehe Forumsregeln)
Verfasser:
Gelöschter Nutzer
Zeit: 13.03.2026 20:42:11
0
3941866
Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
Für meine 5kW PV Anlage auf meinem Hausdach mußte die ganze Strasse aufgegraben werden, eine neue Leitung gelegt werden und ein neuer Ortsnetztrafo eingebaut werden. Oder so ähnlich.

? Lies nochmal:

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energie-reiches-solarplaene-wuerden-netzausbau-kosten-laut-studie-senken-02/100205348.html

Außerdem:

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/weniger-privater-strom-im-reutlinger-stromnetz-100.html

Mal davon abgesehen, dass durch die Einspeisevergütung und die Eigenverbrauchsubventionen der Strom vom Netz für alle teurer wird.

Verfasser:
belzig
Zeit: 13.03.2026 20:47:02
0
3941868
Dein Argument, die Freiflächenanlage bezahle ihren Trafo selbst, blendet aus, dass sie dafür oft einen ganz neuen Netzverknüpfungspunkt mit langer Trasse braucht – finanziert über die Ausschreibung (= umgelegt auf alle Stromkunden). .

Dass eine Siedlung an Sommertagen einspeist, ist richtig. Aber viele Gewerbedächer oder größere Mehrfamilienhäuser haben Last im Gebäude und der Strom kommt gar nicht bis zum Trafo. Der dezentrale Zubau vermeidet teuren Transport über weite Strecken – das ist systemdienlich, auch wenn es den Ortsnetzausbau nicht obsolet macht.

Verfasser:
Paul84
Zeit: 13.03.2026 20:53:03
3
3941870
@Raubfisch kannst du mal bitte anfangen den ganzen KI Text rein zu setzen und nicht nur dein rosinenpicken...am besten direkt als ganze Quelle...

Verfasser:
Gelöschter Nutzer
Zeit: 13.03.2026 20:58:59
0
3941871
Du betreibst hier weiter reinstes Mental Accounting:

1. Die Trassen-Illusion
Der Projektierer zahlt Trasse und Netzanschluss komplett selbst (CAPEX). Trotz dieser privaten Kosten liefert die Freifläche den Strom für ca. 5 Cent/kWh. Dach-PV zieht hingegen 8 Cent/kWh plus die Eigenverbrauchssubventionen.

2. Die Transport-Illusion
Das Argument vom "teuren Transport" ignoriert die Netzphysik. Stromtransport im Hoch oder Mittelspannungsnetz kostet Bruchteile eines Cents. Sündhaft teuer – und über Netzentgelte auf die Allgemeinheit abgewälzt – ist hingegen der Ausbau im lokalen Ortsnetz.

3. Der Gewerbe-Strohmann
Ich lehne PV-Subventionierung über der Freiflächenausschreibungssumme ab. Dachmontage ist baulich immer ineffizienter als gerammte Module. Wenn Gewerbedächer durch Eigenverbrauch ohne Subventionen wirklich rentabel sind, setzen sie sich am freien Markt von selbst durch. Müssen sie künstlich subventioniert werden, ist die reine volkswirtschaftliche Kapitalvernichtung.

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 13.03.2026 21:38:34
3
3941875
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
[...]

? Lies nochmal:

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energie-reiches-solarplaene-wuerden-netzausbau-kosten-laut-studie-senken-02/100205348.html

Außerdem:[...]


Du verbreitest faktenfreie Lügen wenn Du sagen willst bei mir in der Stadt oder in allen Städten in meiner Nachbarschaft hätte es jemals Netzengpässe oder Netzausbauten wegen PV Anlagen gegeben.

Fakt ist:
Für weit mehr als 90% aller Hausdachanlagen in Städten ist es nicht notwendig gewesen Netzausbau zu betreiben.

Verfasser:
Gelöschter Nutzer
Zeit: 13.03.2026 21:50:19
0
3941876
Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
[...]


Du verbreitest faktenfreie Lügen wenn Du sagen willst bei mir in der Stadt oder in allen Städten in meiner Nachbarschaft hätte es jemals Netzengpässe oder Netzausbauten wegen PV Anlagen gegeben.

Fakt ist:
Für weit mehr als 90% aller Hausdachanlagen in Städten ist[...]

Nein, du kannst einfach nicht lesen:

"Der Kostenunterschied betrifft nicht nur die Photovoltaikanlagen direkt, sondern auch den damit verbundenen Netzausbau. Laut Epico und Aurora sind die Kosten für den Netzausbau im Zusammenhang mit der Dach-Photovoltaik um 118 Prozent höher als bei Freiflächen-Anlagen. Das erklären die Autoren vor allem damit, dass die meist kleineren Dach-Anlagen alle einzeln angeschlossen werden müssen."

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 13.03.2026 22:01:23
4
3941878
In meiner Strasse ist das Stromnetz, die Hausanschlüsse und der Ortsnetztrafo Original von 1960. Jedes zweite Haus hat eine PV auf dem Dach.
Jeder der Ingenieur ist und Grundwissen darüber hat weiß wie ein Stromnetz in Deutschland funktioniert kann das sofort verstehen und nachvollziehen. Ist echt nicht schwer zu verstehen. Erstes Semester Grundlagen der Elektrotechnik reicht dafür das zu verstehen.

Nur weil Du keinerlei Kompetenz auf dem Gebiet hast und komplett fachlich inkompetent Dinge zusammengoogelst und mit LLM zusammenhaluzinierst ändert sich an diesen Fakten garnichts.

Wenn Du behauptest meine Aussage oben wäre falsch, dann warte ich jetzt auf Deine fachliche Begründung.

Verfasser:
belzig
Zeit: 13.03.2026 22:11:51
2
3941880
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
Du betreibst hier weiter reinstes Mental Accounting:
[...]


Deine Argumentation reduziert das Energiesystem auf die reinen Gestehungskosten am Einspeisepunkt. Das ist elektrotechnisch und systemökonomisch zu kurz gegriffen:

Dezentrale Erzeugungsanlagen (DEA) in der Niederspannungsebene leisten einen massiven Beitrag zur statischen Spannungshaltung. Moderne Wechselrichter stellen Blindleistung genau dort bereit, wo induktive Lasten (Motoren in Gewerbebetrieben) sie verbrauchen. Würden wir nur auf zentrale Freiflächen setzen, müssten wir die Blindleistungskompensation im Verteilnetz teuer über zusätzliche Betriebsmittel (Drosseln/Kondensatoren) realisieren. Dach-PV ist hier ein aktives Betriebsmittel der Netzführung.

In der Realität führen große Freiflächen-Cluster in ländlichen Regionen zu massiven Rückspeisungen in die Hochspannung. Das löst teure Trafo-Verstärkungen und Weitverkehrs-Netzausbau aus. Eine dezentrale PV-Anlage auf einem Gewerbedach hingegen senkt die Residuallast lokal. Strom, der gar nicht erst durch die Umspannung muss, verursacht weder Transformationsverluste noch thermische Belastung der Betriebsmittel.

Gewerbe-PV korreliert oft exzellent mit den Lastprofilen der Industrie (Klimatisierung, Prozesswärme, Maschinenlaufzeiten). Diese Vor-Ort-Maximierung entlastet die übergeordneten Netzebenen in den kritischen Mittagsstunden. Freiflächenanlagen ohne lokalen Bezug schieben hingegen ihre volle Peak-Leistung ungebremst ins Netz und erzwingen Abregelungen (Einspeisemanagement), was volkswirtschaftlich die teuerste Form der Energieerzeugung ist.

Ein System, das auf Millionen Erzeugungspunkten basiert, ist inhärent resilienter gegen Single-Point-of-Failure-Ereignisse als ein zentralistisches System, das an wenigen kritischen Knotenpunkten und Trassen hängt.

Wer nur die Gestehungskosten am Zaun der Freiflächenanlage vergleicht, verwechselt den Preis an der Börse mit den Kosten im System.

Verfasser:
Gelöschter Nutzer
Zeit: 13.03.2026 22:12:23
0
3941881
HenningReich du kannst mich soviel beleidigen, MentalAccounting betreiben und Quellen ignorieren. Ändert aber nix. Das ist schon echte mentale Gymnastik die du betreibst um dir die Dach PV schön zu reden. Die Begründung steht in der vom Handelsblatt zitierten Studie, kosten von Dach PV vs Freifläche hat das ISE Veröffentlicht und die ganzen Subventionen kannst du bei hirth und rwi nachlesen.

Verfasser:
Gelöschter Nutzer
Zeit: 13.03.2026 22:22:38
0
3941883
@belzig das hab ich doch geschrieben unsubventioniert! Wenn die Industrie ihre Blind und maxleistung senken kann mit PV, dann lohnt sich das schon auch evtl. ohne Subventionen für die. Da muss man auch wieder den Winter sehen und wenn dann alles dunkel ist braucht man doch die volle Kompensation wieder und das Netz muss liefern.

Hat aber alles nix mit Wohngebiets PV zu tun. Und so gilt, die Reiche macht nix außer unnötige Subventionen streichen.
.

Verfasser:
belzig
Zeit: 13.03.2026 22:31:15
2
3941884
Deine Trennung zwischen Industrie und Wohngebiet ignoriert die Netzhierarchie. Strom aus Wohngebiets-PV fließt bei Überschuss nicht 'hoch' ins Übertragungsnetz, sondern wird primär in der Nachbarschaft (beim lokalen Gewerbe, Supermarkt oder Nachbarn mit Wärmepumpe/E-Auto) verbraucht. Das ist die effizienteste Form der Netzentlastung.

Natürlich liefert PV im Winter weniger. Aber das Stromnetz wird für die maximale Last (Peak Load) und die maximale Einspeisung ausgelegt. Wenn Wohngebiets-PV im Sommer die Lastflüsse im Ortsnetz dreht und lokal verbraucht wird, senkt das die thermische Alterung der Trafos und Kabel massiv. Ein Netz, das im Sommer durch Dezentralität entlastet wird, hat höhere Reserven für die Instandhaltung und den Ausbau der Winter-Infrastruktur.

Auch im Wohngebiet haben wir heute durch Wärmepumpen, LED-Netzteile und Wallboxen massiv mit Verschiebungsblindleistung und Oberschwingungen zu tun. Moderne Wechselrichter sind heute ausgerichtet, dem Netz aktiv durch Q(U)-Regelung (spannungshaltungsabhängige Blindleistung) Stabilität zu geben. Das spart dem Netzbetreiber teure Kompensationsanlagen in den Ortsnetzstationen.

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 13.03.2026 22:33:22
3
3941885
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
HenningReich du kannst mich soviel beleidigen, MentalAccounting betreiben und Quellen ignorieren. Ändert aber nix. Das ist schon echte mentale Gymnastik die du betreibst um dir die Dach PV schön zu reden. Die Begründung steht in der vom Handelsblatt zitierten Studie, kosten von Dach PV vs[...]


Du hast hier ja schon seitenweise Soziologen oder Psychologenkram von Dir gegeben.
Mental accounting? Keine Ahnung was das ist.
Ich bin Ingenieur und nicht so wie Du anscheinend Psychologe oder Soziologe.
Bei Technik und Stromnetz hast Du aber offensichtlich NULL Kompetenz. Sonst hättest Du ja sachlich fundiert mit Elektrotechnikkompetenz auf meine Sachaussage geantwortet.
Ich wünsche Dir weiterhin viel Freude dabei dich komplett kompetenzfrei in einem Technikforum zu technischen Themen zu äußern. Alle Techniker denken sich so ihren Teil dabei.

Verfasser:
DMS20
Zeit: 13.03.2026 22:42:58
3
3941887
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
Nochmal, wie soll das funktionieren? Wir wollen mit wenig Geld am meisten erreichen und das geht nur mit der günstigsten Lösung pro kWp. Dass man mit 1500€ pro kWp mit der selben Vergütung und Subventionen wie für 500€ pro kWp auskommt ist unmöglich. Reiche Pläne sind schon richtig, man darf[...]
Analysier deinen Diskussionsstil doch 'mal selbst - da findest du sicher gute Quellen.
Ein kWp Solarpanel kostet ca. 130€, ein 10kW-Wechselrichter unter 1000€ usw.
Im Neubau und Sanierungsfall und Verzicht auf von dir gern angeführte PV-Installation auf verwinkelte Dächer (was ohnehin kaum jemand macht), sind deine 1500€/kWp somit ein Phantasiepreis, der nur dazu dient, die Dach-PV im Privatbereich madig zu machen.

Insofern macht es keinen relevanten Unterschied, ob in einem 50-Häuser-Neubaugebiet 50 Dächer á10kWp auf ohnehin versiegelter Fläche, ohne zusätzliche Einzäunung, vandalismussicher, bei ohnehin vorhandener bzw. zu installierender Verkabelung angeschlossen werden oder ob ein paar hundert Meter weiter eine 500kWp-Freiflächen entsteht, die die genannten Zusatzinstallationen zusätzlich braucht. Auch preislich kommt das ungefähr auf's Selbe hinaus.

Du vergleichst hier Maximalkosten im Dach-PV-Bereich mit Optimalkosten im Freiflächenbereich. Das ist tendenziös und hinsichtlich des Agitationsziels durchsichtig.

Die Problematik der kurzfristigen Netzbelastung ist per lokalem Speicher technisch bereits gelöst, muss allerdings im zeitlichen Verlauf noch wesentlich verbessert werden im Sinne besserer Netzdienlichkeit statt ausschließlicher Eigenverbrauchsoptimierung.
Mittel- und langfristige Netzglättung mit sinnvoller Überschussverwendung ist bei einem weiterhin verfolgten Ziel von "100% EE" ohnehin zu lösen und erfordert maximale Bemühungen hinsichtlich der Langzeitspeicherung und erfordert gleichzeitig die Nutzung aller verfügbaren EE-Quellen, um überhaupt rein bilanziell diese 100% erreichen zu können.

Da ist logischerweise das gegenseitige Ausspielen Dach-PV gegen Freiflächen-PV pure Schattenboxerei. Beides ist wichtig und sinnvoll.
Warum eigentlich ist der private Vermögensaufbau von Freiflächen-PV-Investoren deinerseits keinerlei Kritik wert, beim Eigenheimbesitzer ist es jedoch irgendwie anrüchig?
Du merkst schon deine eigene Schieflage in vielerlei Hinischt- oder nicht?

Nun kannst du die aktuellen Texte diverser Foristen deinen LLMn&Co übergeben, damit von dort wieder geschliffene Repliken mit der von dir bestimmten Stoßrichtung abgesondert werden. Oder geht das sogar vollautomatisch?

Dass es im Sinne einer verbesserten Resilienz sogar sinnvoll sein könnte, massiv in PV-gestützte Ersatz- und Notstrom-fähige Anlagen im Wohngebäudebereich zu investieren, ist hier bisher noch kaum zur Sprache gekommen, würde die Diskussionsgrundlage und Kosten-Nutzen-Betrachtung jedoch grundlegend verändern.

Verfasser:
Gelöschter Nutzer
Zeit: 13.03.2026 22:48:54
0
3941890
Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
[...]


Du hast hier ja schon seitenweise Soziologen oder Psychologenkram von Dir gegeben.
Mental accounting? Keine Ahnung was das ist.
Ich bin Ingenieur und nicht so wie Du anscheinend Psychologe oder Soziologe.
Bei Technik und Stromnetz hast Du aber offensichtlich NULL[...]

Au Backe, Henning Verhaltenökonomie ist ein Teil der Wirtschaftswissenschaften und da hast du gewaltige defizite und das führt auch dazu das du nicht nachvollziehen kannst warum sich das nicht lohnt mit der PV auf dem EFH Dach.

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