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06.03.2026 16:12:33 |
Moin moin aus Hamburg in die Runde, nachdem ich vor gut 8 Jahren hier mit Hilfe des Forums ein Heizungs-Setup zusammengestellt und installiert habe, möchte ich mich kurz mit einem Feedback hier zurück melden verbunden mit einer Frage. Als Heizung habe ich mir damals eine Nibe F1255 Sole/ Wasser Wärmepumpe (6kw modulierend) gekauft. Entsprechend den Empfehlungen hier habe ich keine Speicher/Puffer, die Heizung befeuert direkt die Heizkreise. Die Leitungen sind alle gleich lang verbaut worden zwischen 76 und 80m. Beheizt werden 115 m² Wohnfläche in einem 1 ½ geschossigen Satteldachhaus und 65 m² Keller. Gesamt also ca. 180 m². Das Haus ist ein Holzrahmen-Bau mit 24cm Zellulose-Einflockung in der Wand + außen nochmals 60mm Holzfaserplatte dann Luftschicht und Stein. Das Dach hat 26cm Zellulose-Einflockung + außen nochmals 60mm Holzfaserplatte dann Lattung und Pfanne alles WLG 040 bzw. 036. Fenster sind 3fach verglast mit Glas U=0,6 Wm²/K. Der Keller ist unter der Sohle mit 10cm gedämmt und an den Wänden mit 14cm beides WLG 035. Ich denke, auch nach 8 Jahren ist das von der Dämmungsseite her ok. Die Vorlauftemperatur an der Nibe ist wie folgt eingestellt: 5 Grad außen = 29 Grad VLT 0 Grad außen = 30 Grad VLT -5 Grad außen = 31 Grad VLT -10 Grad außen = 33 Grad VLT Heute bei knapp 10 Grad Außentemperatur beträgt der Vorlauf 29,5 Grad und der Rücklauf 27,5 Grad. Warmwasser gibt’s aus dem 80 Liter Tank der Nibe. Dieser ist auf 45 Grad Speichertemperatur eingestellt. Heizstab ist abgestellt. Was ich mache, und was u.U. auch Teil des Problems ist, ich senke die VLT der Heizung über die zeitliche Steuerung beginnend um ca. 18 Uhr ab um gute 6 Grad oder 7 Grad. Mein Sohn mag es nicht in einem 21 Grad warmen Zimmer zu schlafen und ich schon gleich recht nicht. Ich mag es, wenn es im Winter 10 Grad im Schlafzimmer hat, alle Fenster weit auf und Luft rein … auf dringendes Anraten meiner Frau zelebriere ich das nicht mehr so dolle, aber 15 Grad haben wir nachts immer dort, wenn’s irgendwie geht. Im Sommer geht das leider nicht. Nun zu den zwei echten Downs in diesem Setup. 1) Duschen mit drei Personen bei 80 Liter Warm-Wasser ist schon recht schwer … da darf niemand länger als 5 Minuten unter der Dusche bleiben. Oft hat der Letzte dann nur noch lauwarmes Wasser. Hätte ich da einen Speicher nehmen sollen? Das empfinde ich echt als Malus. 2) Nächster negativer Punkt = der Stromverbrauch. Hier „arbeite“ ich mich kontinuierlich hoch im Verbrauch. Von ehemals ca. 3.000 kW/h p.a. zum Start bin ich nun bei 5.000 kW/h in 2025. Ich bin leider in diesem Thema ein echter Laie, würde aber vermuten, dass ich, wenn ich auch nur bei einer JAZ von 4 wäre oder in der Nähe, 20.000 kW/h Heizleistung verbraten habe? Für das kleine Haus doch eine Menge, oder? Hat jemand eine Idee, wo ich wie nachjustieren oder an der Heizung nachschauen kann? Ich würde mich über Hilfe echt freuen. Wenn weitere Daten gebraucht werden, fragt bitte. Besten Dank an alle !
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06.03.2026 18:25:56 |
Zitat von Hamburg07  Als Heizung habe ich mir damals eine Nibe F1255 Sole/Wasser Wärmepumpe (6kw modulierend) gekauft. Entsprechend den Empfehlungen hier habe ich keine Speicher/Puffer, die Heizung befeuert direkt die Heizkreise. Die Leitungen sind alle gleich lang verbaut worden zwischen 76 und 80m.
@Hamburg07, Du hast die SWWP 2017 in Betrieb genommen, wann wurde der letzte Service an der F1255 durchgeführt ? Ist da überhaupt noch Kältemittel in der F1255 ? Beschreibe einmal genau die Tiefenbohrung (Meter ?). Wie hoch ist die Förderleistung (m³/h) der Solepumpe und wie hoch ist die Soletemp. VL/RL ? Der Solestand und der Druck in der Soleanlage ist i.O. ? Ich bin leider in diesem Thema ein echter Laie, würde aber vermuten, dass ich, wenn ich auch nur bei einer JAZ von 4 wäre oder in der Nähe, 20.000 kW/h Heizleistung verbraten habe? Für das kleine Haus doch eine Menge, oder?
Ja, für das Haus ist das ein viel zu hoher Energieverbrauch! Es ist doch ein WMZ in der F1255 verbaut, welche Daten werden hier angezeigt ? Sind diese plausibel ? Grüsse
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07.03.2026 18:04:07 |
Danke Dir für Dein Feedback. Die Heizung wird jährlich gewartet im November von einem recht großen Heizungs- und Sanitärbetrieb hier aus der Region. Der hat über 100 Leute, aber jetzt auch nicht unbedingt die Expertise mit dieser Wärmepumpe. Der Kollege der immer kommt, macht das aber nach meiner Einschätzung recht gut, stellt den Druck wieder her, misst den Anteil Kältemittel, liest eventuelle Fehlermeldungen aus etc. Der ist schon so 2 h dann bei mir im Keller zugange. Die Sonde ist 120m lang an einem Stück aus einem 40mm großem Rohr. Die eigentliche Berechnung war, dass ca. 90m ausreichen würden, ich habe aber damals den Ing. gebeten, solange zu rechnen, bis bei ca. 10 Grad minus der Rücklauf ins System nicht im Minus ist. Das hat nicht so ganz geklappt, aber bei 10 Grad minus Außentemperatur kommt aus der Sohle ca. 2 bis 3 Grad + und geht dann mit - 1 bis -2 Grad zurück in die Sonde. Ab ca. - 4 Grad aufwärts habe ich eigentlich durchgängig Sondentemperaturen um 0 Grad oder höher (ich schaue aber auch nicht so oft.) Dass mit der längeren Sonde und dem 40er statt einem 32er Rohr waren Empfehlungen hier aus dem Board. Die Förderleistung der Pumpe kenne ich nicht, versuche die aber einmal abzulesen. Einen WMZ sollte das Gerät haben. Eigentlich. Ich finde aber keine Möglichkeit diesen abzulesen, wenn er überhaupt da ist. Ich werde da noch mal ins Handbuch schauen. Danke nochmals für jedes Feedback.
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08.03.2026 09:48:49 |
Zitat von Hamburg07  ... Die Leitungen sind alle gleich lang verbaut worden zwischen 76 und 80m ... Also überall FBH. Auch im Keller? Zitat von Hamburg07  Beheizt werden 115 m² Wohnfläche in einem 1 ½ geschossigen Satteldachhaus und 65 m² Keller. Gesamt also ca. 180 m². Wenn der Keller ebenfalls dauerbeheizt wird, finde ich die Wohnfläche schon nicht mehr klein. Zitat von Hamburg07  Das Haus ist ein Holzrahmen-Bau mit 24cm Zellulose-Einflockung in der Wand + außen nochmals 60mm Holzfaserplatte dann Luftschicht und Stein. Das Dach hat 26cm Zellulose-Einflockung + außen nochmals 60mm Holzfaserplatte dann Lattung und Pfanne alles WLG 040 bzw. 036. Fenster sind 3fach verglast mit Glas U=0,6 Wm²/K. Der Keller ist unter der Sohle mit 10cm gedämmt und an den Wänden mit 14cm beides WLG 035. Ich denke, auch nach 8 Jahren ist das von der Dämmungsseite her ok. Das denke ich auch. Ziemlich "dolle" ok sogar. ;-) Zitat von Hamburg07  ... 5 Grad außen = 29 Grad VLT 0 Grad außen = 30 Grad VLT -5 Grad außen = 31 Grad VLT -10 Grad außen = 33 Grad VLT
Heute bei knapp 10 Grad Außentemperatur beträgt der Vorlauf 29,5 Grad und der Rücklauf 27,5 Grad. Das wäre ungefähr ein Heizkurve mit Fußpunkt 25°C und Steigung 0,13. Wenn damit Dein Haus weiterhin wunschwarm wird, kann es an schlechter (gewordener) Dämmung eigentlich nicht liegen. Welche Raumtemperaturen werden denn angestrebt/erreicht? Welche Heizlast wurde denn vom "Ing" damals errechnet? Der Heizstab ist für's Heizen und für die WW-Bereitung ganz sicher deaktiviert? Zitat von Hamburg07  Was ich mache, und was u.U. auch Teil des Problems ist, ich senke die VLT der Heizung über die zeitliche Steuerung beginnend um ca. 18 Uhr ab um gute 6 Grad oder 7 Grad. Wie stark kühlt denn das Haus in den folgenden Stunden dann ab? Bei der beschriebenen Heizkurve gerät die VL-T in den Bereich der Raumtemperatur, es gibt also eigentlich (fast) gar keine Heizwirkung mehr. Damit aber auch kein Verbrauch von elektrischer Energie. Zitat von Hamburg07  Mein Sohn mag es nicht in einem 21 Grad warmen Zimmer zu schlafen und ich schon gleich recht nicht. Ich mag es, wenn es im Winter 10 Grad im Schlafzimmer hat, alle Fenster weit auf und Luft rein … auf dringendes Anraten meiner Frau zelebriere ich das nicht mehr so dolle, aber 15 Grad haben wir nachts immer dort, wenn’s irgendwie geht. Im Sommer geht das leider nicht. Damit bringt ihr eine Menge Kälte in's Haus. Die Innenwände der entsprechenden Zimmer kühlen ebenfalls aus und erhöhen den Heizleistungsbedarf der angrenzenden Räume. Da gibst Du erst viel Geld für eine gut gedämmte Gebäudehülle aus und lässt dann die Kälte durch "Deaktivierung" einzelner Fenster direkt in's Haus. Das ist nicht besonders schlau. Kaltschläfergewohnheiten kann man nach und nach ändern. Es gibt unterschiedlich dicke Bettdecken, schwitzen muss also niemand. Hast Du eine KWL installiert? Zitat von Hamburg07  Nun zu den zwei echten Downs in diesem Setup. 1) Duschen mit drei Personen bei 80 Liter Warm- Wasser ist schon recht schwer … da darf niemand länger als 5 Minuten unter der Dusche bleiben. Oft hat der Letzte dann nur noch lauwarmes Wasser. Hätte ich da einen Speicher nehmen sollen? Das empfinde ich echt als Malus. Klar, der integrierte Speicher ist relativ klein für drei Bewohner. Wenn Ihr keine Zirkulation daueraktiv betreibt, treibt das aber den Stromverbrauch nicht wesentlich relevant im Vergleich zum Gesamtbedarf der WP in die Höhe. Das ist daher aus energetischer Sicht eher ein Nebenschauplatz. Behelfen könntet Ihr Euch durch -ggf. passagere- Erhöhung der Speichertemperatur, dann reicht das WW länger. Oder durch eine Nachrüstung eines größeren Speichers, was in der Gesamtschau bestimmt teurer ist als die Erhöhung der Speichertemperatur. Gleiches gilt für die Nachinstallation eines veDLE. Zitat von Hamburg07  2) Nächster negativer Punkt = der Stromverbrauch. Hier „arbeite“ ich mich kontinuierlich hoch im Verbrauch. Von ehemals ca. 3.000 kW/h p.a. zum Start bin ich nun bei 5.000 kW/h in 2025. Dazu ist schon "alles" Wichtige geschrieben worden: WMZ, Kältemittel, Soletemperaturen, ...
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09.03.2026 17:45:41 |
Zitat von Hamburg07  Warmwasser gibt’s aus dem 80 Liter Tank der Nibe. Dieser ist auf 45 Grad Speichertemperatur eingestellt. Heizstab ist abgestellt. 1) Duschen mit drei Personen bei 80 Liter Warm- Wasser ist schon recht schwer … da darf niemand länger als 5 Minuten unter der Dusche bleiben. @Hamburg07, die Nibe 1255 WP wird aber mit einem 180L WW-Speicher ausgeliefert. Das kannst leicht überprüfen, steht sicher auf dem Typenschild der WP. Auch die Parameter der WP werden Dir über den Menüpkt. "Serviceinfo" angezeigt. Dann kannst Du schnell erkennen, wie effizient die WP eingestellt ist. Grüsse
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09.03.2026 18:47:36 |
Vielen Dank für Dein so umfangreiches Feedback @DMS20. Zu den Fragen: Überall FB, auch im Keller. Enge Verlegung, so ca. 7 cm Abstand in den Geraden. 17er Rohr. Dicker wollte der Heizi nicht machen, angeboten hatte er ein 12er Rohr. Mit Keller ist die beheizte Fläche ca. 180 m². Aber auch der Keller ist recht gut gedämmt. Selbst die Kellerfenster sind 3fach-Glas. Die Zieltemperatur war so gerechnet, dass in allen Wohngeschossen im Mittel 21 Grad erreicht werden sollen auch in den Bädern und im Keller ca.18,5 Grad. Das war ok damals für mich. Und ist es auch heute. Die Normheizlast wurde je nach Raum mit 5 Watt bis 35 Watt je m² gerechnet. Je nach Größe und Zieltemperatur. Wohnzimmer als Beispiel war am oberen Ende mit 22 Grad Zieltemperatur. Die Norm-Gebäudeheizlast wurde incl. Keller mit 4.645 W ausgewiesen. Der Heizstab ist aus. Zumind. zeigt das die Anzeige. Ich finde die Software von Nibe aber auch echt übel. Man muss sich oft durch 5 oder 6 Unterpunkte arbeiten, bis man da ist, wo man hin möchte, kann dann aber dort doch nichts umstellen, weil man vorher woanders etwas freigeben muss oder so ... nicht nutzerfreundlich. Mein Schlafzimmer kühlt im Winter teils schon recht stark aus. Wenn ich 9 Grad im Zimmer habe im Winter, dann ist der Boden wirklich kalt. Da muss die Heizung schon arbeiten, um das hoch zu bekommen. Es dauert dann auch gute 8 h, bis man etwas im Raum merkt. Ich werde in Zukunft mein Zimmer einfach nicht mehr heizen und gut. Eine KWL gibt es nicht. Es gibt eine Zirku-Leitung, die nicht gesteuert wird, also wird die dauerhaft laufen. Meine Frage nun, welche Stellschrauben habe ich? Soll ich einen Nibe-Außendienstler holen, der das System durchschaut? Die in Ahrensburg hier bei Hamburg nehmen 500 EUR pauschal für eine Anfahrt und Durchsicht der Heizung. Das finde ich im Vergleich zu Buderus oder ähnlich echt eine Hausnummer. Ich bin hier für jeden Tipp dankbar. @ Exergie ... ich schaue da noch mal nach und melde mich. Danke Dir!
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09.03.2026 19:24:27 |
@ ExergieFolgene Dinge kann ich nach einem Gang in den Keller berichten: 9.923 Starts seit Okt. 2017 ... ca. 1.300 Starts je Jahr, das ist doch ganz ok, oder? Pumpengeschwindigkeit Wärmetr. (GP1) = 40% Drehzahl der WQ-Pumpe (GP2) = 0% Wärmemengenzähler BF1 Heizung, nur Verdichter = 85.892 kW/h BW, nur Verdichter = 18.384 kW/h Wärme incl. Zusatzheizung = 88.185 kW/h (die 3 kW/h sind wohl aus der Trocknung) BW, incl. Zusatzheizung = 18.717 kW/h BF1 = 6,3 Liter/min Bedeutet dies, dass diese 104.300 kW/h meinen 32.000 kW/h Stromverbrauch gegenüber stehen? Entspräche das einer JAZ von 3,2 ? Doll wäre das nicht bei dem ganzen Aufwand. Oder? Ein Typenschild habe ich nicht gefunden. Aber es mag schon sein, dass es 180 Liter sind. Steht so zumind. im Internet. Also wird das schon stimmen. Vielleicht ist meine Temperatur mit 45 Grad dann zu wenig. Wir haben in den Duschen eine Herzbach Living Spa Handbrause, die wir nutzen (12 l / min) und niemand von uns 3 duscht länger als 6 oder 7 min. Dann passt das schon irgendwie. Duscht man mit 39 Grad sind das ca. 210 Liter Warmwasser ... bei 12 L/min ca. 17,5 min Duschvergnügen über den breiten Daumen ... naja "Vergnügen". Danke für jedes Feedback. Wenn jemand eine Idee hat, wie ich wo was optimieren kann, dann meldet Euch bitte. BG
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10.03.2026 07:30:42 |
Gegen Warmwassermangel hast du noch eine Verbesserungsoption. Und zwar kannst du ohne Probleme die Temperatur im Speicher erhöhen. Stell es doch einfach auf 50°C oder 52°C ein, dann hast du deutlich mehr Warmwasser zur Verfügung. Das Warmwasser am besten kurz vor dem Anzapfen bereiten lassen. Das ist energetisch sowieso vorteilhaft. Zum Thema Umwelt heizen sage ich nichts dazu. So wie du es betreibst, macht es absolut keinen Sinn. Irgendwann wird bei dir ums Fenster herum alles schimmeln, außen wie innen. Grüße
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10.03.2026 11:39:35 |
Zitat von Hamburg07  ... Die Zieltemperatur war so gerechnet, dass in allen Wohngeschossen im Mittel 21 Grad erreicht werden sollen auch in den Bädern und im Keller ca.18,5 Grad. Das war ok damals für mich. Und ist es auch heute. Das heißt, dass die in der Realität erreichten Raumtemperaturen (RT) diesen Wunsch-/Plantemperaturen entsprechen und du auch mit den 24-Stunden-RT-Profilen zufrieden bist; trotz der enorm hohen Nachtabsenkung. Zitat von Hamburg07  Die Norm-Gebäudeheizlast wurde incl. Keller mit 4.645 W ausgewiesen. Dreht man die Schweizer Formel um, ergäbe das bei 2200 Volllaststunden (incl. WW) einen Jahresenergiebedarf von gut 10.000kWh. Nimmt man deinen Gesamtverbrauch von 104.300 kWh in 8,5 ("gut acht Jahre") Jahren, sind es rund 12.000kWh Pro Jahr. Das geht so - oder? Zitat von Hamburg07  Der Heizstab ist aus. Das mag wohl sein, wenn du bei "Heizung, nur Verdichter = 85.892 kW/h Wärme incl. Zusatzheizung = 88.185 kW/h (die 3 kW/h sind wohl aus der Trocknung) BW, nur Verdichter = 18.384 kW/h BW, incl. Zusatzheizung = 18.717 kW/h" meinst, dass die Differenzen zwischen "nur Verdichter" und "incl. Zusatzheizung" aus vergangenen (Trocknungs-)Zeiten stammen. Kannst du der Zusatzheizung separat definitiv "den Stecker" (z.B. Sicherung) ziehen? Zitat von Hamburg07  Mein Schlafzimmer kühlt im Winter teils schon recht stark aus. Wenn ich 9 Grad im Zimmer habe im Winter, dann ist der Boden wirklich kalt. Da muss die Heizung schon arbeiten, um das hoch zu bekommen. Es dauert dann auch gute 8 h, bis man etwas im Raum merkt. Ich werde in Zukunft mein Zimmer einfach nicht mehr heizen und gut. Dieses Zimmer kann in einem Gebäude mit gut gedämmter Hülle nicht separat betrachtet werden. Die angrenzenden Räume (daneben, darunter, darüber) "sehen" kalte angrenzende Flächen und heizen den ausgekühlten Raum dauerhaft mit. Etwaige Kondensations-/Schimmelprobleme wurden schon genannt. Zitat von Hamburg07  Es gibt eine Zirku-Leitung, die nicht gesteuert wird, also wird die dauerhaft laufen. Für die WW-Bereitung werden rund 2200kWh Wäremenergie jährlich aufgewendet. Wir z.B. wohnen zu dritt, verwenden WW für die Körperpflege, Spülmaschine und Waschmaschine und wenden ungefähr 800kWh für die WW-Bereitung auf. Ohne Zirkulation. Die Arbeitszahl einer WP ist für WW-Bereitung relativ schlecht wegen der im Vergleich höheren erforderlichen VL-T. Ein intensiver Blick auf die WW-Zirkulation könnte sich somit lohnen. Am besten per Umstellung auf Bedarfszirkulation (Suchfunktion im Forum und anderswo). Zitat von Hamburg07  Meine Frage nun, welche Stellschrauben habe ich? Soll ich einen Nibe-Außendienstler holen, der das System durchschaut? Die in Ahrensburg hier bei Hamburg nehmen 500 EUR pauschal für eine Anfahrt und Durchsicht der Heizung. Das finde ich im Vergleich zu Buderus oder ähnlich echt eine Hausnummer. Besser selber durchschauen und dann gezielt Hilfe holen. Für das Kältemittel z.B. einen Kältetechniker usw. Zitat von Hamburg07  Folgene Dinge kann ich nach einem Gang in den Keller berichten: 9.923 Starts seit Okt. 2017 ... ca. 1.300 Starts je Jahr, das ist doch ganz ok, oder? Ich empfinde das für eine modulierende SWWP, die mit 6kW für dein Haus völlig angemessen dimensioniert ist, ziemlich viel: + 365 Starts für WW-Speicher-Aufladung pro Jahr + 400 Starts für's Heizen (200 Heiztage, 2 Starts pro Tag) -> maximnal 800 Starts pro Jahr. Eigentlich müsste die WP in der Heizsaison sogar viele Tage durchlaufen, was viele Tage mit nur einem Start für's Heizen bedeutete. Ich weiß allerdings nicht, ob (d)eine Nibe ohne jeweiligen Neustart auf WW-Bereitung und wieder zurück schalten kann. Ist aber auch egal: es werden >50.000 unschädliche Starts für eine WP veranschlagt; deine Nibe hätte dann noch über 30 Jahre vor sich. ;-) Zitat von Hamburg07  BF1 = 6,3 Liter/min Wenn das der Volumenstrom im Heizkreislauf ist, scheint mit das grenzwertig niedrig. Mit welcher Spreizung arbeitet deine FBH/WP denn? Zitat von Hamburg07  Bedeutet dies, dass diese 104.300 kW/h meinen 32.000 kW/h Stromverbrauch gegenüber stehen? Entspräche das einer JAZ von 3,2 ? Ja und ja. Das ist für eine SWWP von Nibe ziemlich deprimierend. M.E. sollte da eine "4" vor dem Komma stehen. Verfügst du eigentlich über einen separaten, externen Stromzähler für die WP? Oder sind das die internen Daten aus der WP? Zitat von Hamburg07  Doll wäre das nicht bei dem ganzen Aufwand. Oder? Ja. Zitat von Hamburg07  Danke für jedes Feedback. Wenn jemand eine Idee hat, wie ich wo was optimieren kann, dann meldet Euch bitte. Der Ansatzpunkt ist m.E. die Arbeitszahl. Egal, wie verschwenderisch du heizt (z.B. offenes Fenster im Schlafraum) oder duschst, so eine SWWP-Anlage muss die Wärme mit einer wesentlich besseren AZ heranschaffen. Zumal du ja eine gut ausgelegte FBH mit niedrigen Systemtemperaturen betreibst. Eigentlich gibt es hier im Forum ja ein paar SWWP- und auch Nibe-Spezialisten. Hoffentlich springen die noch auf den Thread auf und können wertvollere Tipps geben als ich. Etwaiger Kältemittelmangel wurde ja schon genannt. Wie sind die Sole- Temperaturen nach dem kalten Januar gewesen (Ein- und -Ausgang)? Wie ist der Druck im Solekreislauf? Gibt es Hinweise auf Luft oder Lecks im Solekreislauf?
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10.03.2026 15:49:26 |
Moin,
wo wohnt die WP? Hier im Keller direkt östlich von HH ist seit 2018 das gleiche Modell installiert, evtl. könnte ich mal auf Dein Gerät drauf schauen bzgl. Optimierungspotential.
Viele Grüße crink
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11.03.2026 09:06:24 |
Zitat von Hamburg07  Ein Typenschild habe ich nicht gefunden. Aber es mag schon sein, dass es 180 Liter sind. Steht so zumind. im Internet. Also wird das schon stimmen. Vielleicht ist meine Temperatur mit 45 Grad dann zu wenig. @Hamburg07, ein 180L WW-Speicher sollte dann bei sparsamen WW-Verbrauch ausreichend sein! Ja, die WW-Temp. anzuheben wäre schon sinnvoll. Es gibt eine Zirku-Leitung, die nicht gesteuert wird, also wird die dauerhaft laufen. Durch eine 24h/7 laufende WW-Zirkulation kühlt der WW-Speicher schnell herunter. Schalte die WW-Z. mal aus, dann wirst Du schnell erkennen, dass der WW-Speicher deutlich länger warm bleibt. Pumpengeschwindigkeit Wärmetr. (GP1) = 40% Drehzahl der WQ-Pumpe (GP2) = 0%Die WQ-Pumpe (GP2) = 0% ? Steht der Wert dauerhaft auf 0% Das ist die Sole Quellenpumpe, die muss einen Wert >0% haben, sonst kann die WP der Sole keine Energie entziehen! Die WQ-Pumpe (GP2) sollte in den Einstellungen auf "Auto" stehen. Wärmemengenzähler BF1Damit Du erkennst wie schlecht die Effizienz der WP ist, notiere mal täglich den Energieverbrauch der WP (Heizung/WW) und den Stromverbrauch! Die mittl. AT auch notieren. Grüsse
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11.03.2026 18:24:56 |
Moin moin @ all. Und danke für das Mega-Feedback. Viel zu lesen. @Fertig Ich habe nun die Temperatur im Speicher auf 50 Grad etwas anghoben. Nun muss ich sehen. Grundsätzlich habe ich mich mit den ca. 6 Minuten duschen abgefunden. Sauber ist man dann ja, bei der Armee gabs Ärger, wenn einer gewagt hätte, 6 min zu duschen ... da hatten wir ca. 20 Duschen für 160 Mann in der Kompanie. Bzgl. Schimmel teile ich Deine Sorge nicht. Auch wenn ich nachts 12 Grad oder so habe, ist die Luftfeuchte nie über 50%. Ich habe in jedem Raum bei mir Hygrometer. Und wenn ich gegen 7.30 Uhr dann aufstehe, schließe ich die Fenster komplett und öffne auch alle Gardinen etc. Heute Nacht hatte ich ca. 13 Grad beim Zubettgehen und heute gegen 11 Uhr dann 18 Grad und 37% relative Luftfeuchte. Das ist ok. Und ich wohne hier ja nun auch schon über 8 Jahre und es hat nie irgendwo geschimmelt. @crink Die WP wohnt hier im Keller in HH-Wohldorf unweit des Duvenstedter Brooks und der Gaststätte Zum Bäcker. @DMS20 Die 21 Grad Ziel-RaumT wird gut erreicht. Meist deutlich mehr, da solare Erträge dafür sorgen. Heute hatte ich im Mittel mir viel zu warme 24 Grad im Haus. Meist startete ich dann im Winter bei 18,5 Grad morgens (außer mein Schlafzimmer) und nach ca. 3 h waren es dann über 21 Grad. Die Nachabsenkung habe ich nur rausgenommen ... nun ist es morgens schon 21 Grad warm. " Dreht man die Schweizer Formel um, ergäbe das bei 2200 Volllaststunden (incl. WW) einen Jahresenergiebedarf von gut 10.000kWh. Nimmt man deinen Gesamtverbrauch von 104.300 kWh in 8,5 ("gut acht Jahre") Jahren, sind es rund 12.000kWh Pro Jahr. Das geht so - oder?" Naja 12.000 kWh sind halt schon 20% mehr, als die Faustformel erwarten läßt. Diese 2.000 kWh sind dann auch bei ca. 38 Cent die ich zahle, knapp 800 EUR. Die 3.000 kWh Strom von Stab sind seit Einzug gleich geblieben. Der Estrich sollte nicht mit der WP getrocknet werden, also lief die WP mit Stab durchs Anheizprogramm. Dass das kühlere Zimmer durch Nachbarräume passiv mit aufgeheizt wird, ist klar. Schimmel habe ich bisher nicht nach 8 Jahren, wie schon oben geschrieben, da habe ich eher keine Angst vor, da die relative Luftfeuchte fast auschließlich unter 45% ist und der Raum im Winter durch solare Erträge und Nachbarräume auch ohne aktives Heizen eigentlich immer wieder auf 17 oder 18 Grad kommt. Die Oberflächentemperatur der Wände sind auch nicht tiefer als die Temp. der Luft und daher knochentrocken. Das kann ich messen. Aber ich werde das im Auge behalten. Bzgl. der Spreizung der Sonde, die läuft derzeit bei 10,5 Grad AT hier in HH Norden mit 4 Grad aus dem Haus und kommt mit 7 Grad zurück. Die FuBo läuft mit 26 Grad ins System. Einen Rücklauf konnte ich nicht ablesen. Die Spreizung wird bei der Fubo aber auch nicht hoch sein, ich vermute 4 oder 5 Grad oder so. Ja die JAZ ist schlecht, finde ich auch. Ich habe mit Hilfe von skyme hier aus dem Board und einem Freund von Empur recht lange rumgeplant, bis Sonde und Heizkreise optimiert schienen. Dann die Sonde mehr als 30 m länger gemacht, als rechnerisch nötig ... mehr als 2 km Leitung hier in das Haus verlegt, die Liste ist recht lang ... dafür finde ich das Ergebnis eben auch recht mies. Das Einzige, was auffiel über die Jahre und was mir gerade wieder einfiel, dass der Druck in beiden Kreisläufen nicht sonderlich hoch und stabil war. Der Sohledruck ist derzeit bei 1,5 Bar. Das war die Jahre auch schon mal bei 1,2 bar. Die Fuboheizung hat derzeit 1,7 Bar. Lecks oder Luft in der Sohle sind mir nicht bekannt. @ ExergieWassertemperaur im Speicher habe ich angehoben, den Rat gab auch @Fertig. Führt ja aber eher zu noch mehr Stromkosten. Ich wollte etwas sparen ;-). Die Zirku werde ich mal aus machen, wenn ich das technisch schaffe. " Die WQ-Pumpe (GP2) = 0% ? Steht der Wert dauerhaft auf 0% " ... Da ich nur alle jahrelang mal checke, kann ich das nicht sagen. Aber eben stand es wieder auf Null. Das kann ich sagen. Ich kann ja 2x am Tag oder so da schauen, dann berichte ich. " Die WQ-Pumpe (GP2) sollte in den Einstellungen auf "Auto""stehen. ... Das checke ich. " Damit Du erkennst wie schlecht die Effizienz der WP ist, notiere mal täglich den Energieverbrauch der WP (Heizung/WW) und den Stromverbrauch! Die mittl. AT auch notieren." ... Das beginne ich heute. Nochmals besten Dank an Euch alle !! BG aus HH !
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11.03.2026 20:19:45 |
Es hat erstmal nicht viel mit Luftfeuchtigkeit in deinem Zimmer zu tun. Der Taupunkt wird ums Fenster herum zum Problem. Die Laibung kühlt stark aus, dort kondensiert dann das Wasser. Aussen ist dasselbe. Deine warme feuchte Luft steigt aus dem Fenster nach oben und kondensiert im Winter auf der eiskalten Fassade. Dort beginnt es dann zu schimmeln. Es kann auch 10 oder 12 Jahre dauern, aber irgendwann sieht man es dann schimmeln. Muss zwar nicht sein, aber die Wahrscheinlichkeit ist echt hoch. Sieht dann so aus: Grüße
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11.03.2026 22:57:18 |
Zitat von Hamburg07  ... Naja 12.000 kWh sind halt schon 20% mehr, als die Faustformel erwarten läßt. Diese 2.000 kWh sind dann auch bei ca. 38 Cent die ich zahle, knapp 800 EUR. Na-na: das ist die Heizwärmeseite! Bei deiner AZ von 3,2 entspricht das 625kWh el.Input bzw. rund 238€ Bei unverändertem Heizwärmebedarf und einer angemessenen JAZ von 4,5 könnte sich die Stromrechnung von 1425€ um 412€ auf 1013€ reduzieren. Zitat von Hamburg07  Dass das kühlere Zimmer durch Nachbarräume passiv mit aufgeheizt wird, ist klar ... Nee-nee: die kühleren Zimmer werden nicht "passiv" beheizt - die werden aktiv durch die Nebenräume mit beheizt. Von dort fließt die Wärmeenergie durch die Wände/Decken/Böden in Richtung der kühleren Räume. Und da dort über Stunden Fenster offen stehen, bleibt es dort kühl und die Wärme fließt nach außen ab. Das ist in der Heizlastberechnung nicht berücksichtigt. Ich denke, dass sich die 20% Mehrverbrauch dadurch zwanglos erklären lassen. Zitat von Hamburg07  Bzgl. der Spreizung der Sonde, die läuft derzeit bei 10,5 Grad AT hier in HH Norden mit 4 Grad aus dem Haus und kommt mit 7 Grad zurück. Die FuBo läuft mit 26 Grad ins System. Einen Rücklauf konnte ich nicht ablesen. Die Spreizung wird bei der Fubo aber auch nicht hoch sein, ich vermute 4 oder 5 Grad oder so. Eher noch weniger: wie soll eine 5K-Spreizung bei einer VL-T von 26°C und einer RT von 21°C zustande kommen - jedenfalls bei einem WP-typischen Volumenstrom. Auch der Temperaturhub zwischen Sole und Heizungswasser ist klein, weshalb eine richtig gute AZ möglich sein sollte. Zitat von Hamburg07  Ja die JAZ ist schlecht, finde ich auch ... dafür finde ich das Ergebnis eben auch recht mies. Ja - ich auch. Zitat von Hamburg07  Das Einzige, was auffiel über die Jahre und was mir gerade wieder einfiel, dass der Druck in beiden Kreisläufen nicht sonderlich hoch und stabil war. Der So[h]ledruck ist derzeit bei 1,5 Bar. Das war die Jahre auch schon mal bei 1,2 bar. Die Fuboheizung hat derzeit 1,7 Bar. Die Drucke halte ich für völlig unauffällig, wenn nicht häufiges Nachfüllen von Heizungswasser bzw. Sole nötig war. Es ist sicher, dass es kein Überströmventil, keine hydraulische Weiche, keinen Parallelpuffer&Co, keinen Mischer gibt und damit die WP-Ausgangstemperatur immer der aktuellen VL-T nach Heizkurve entspricht (außer bei der WW-Bereitung)? Das ist doch echt verflixt, dass eine so gut geplante Anlage so eine schlechte JAZ hat. Meine Zusammenfassung bis hier: - Sole- Temperaturen -> i.O. - Sole-Druck -> i.O. - Heizwasser Systemtemperaturen -> i.O. - Heizwasser-Druck: -> i.O. - Taktverhalten -> i.O. (jedenfalls nicht in einem irgendwie bedenklichen oder JAZ-schädlichen Bereich - WW-Temperaturen und-Management -> durch die Dauerzirkulation verbesserbar, aber keine Erklärung für eine JAZ von nur 3,2 - Kältemittel-Mangel --->>> ??? - sonstiger Defekt an der WP, der zu schlechter Effizienz führt --->>> ??? - Messfehler auf Strom- oder Wärmemengenseite möglich? Ich bin gespannt, ob hier noch die Lösung gefunden wird. Mein Tip ist ein schleichender Verlust von Kältemittel, weil der Anstieg des el.Input wohl langsam über die Jahre sich entwickelte. Immerhin sind ja Fertig und crink schon an Bord ...
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12.03.2026 10:05:54 |
Danke für Euer Feedback. Das freut mich echt jedes Mal. @Fertig Mir sind die physikalischen Bedingungen bekannt. Ich teile nur die recht häufig und einfach aufgebaute Ursache-Wirkungskette nicht. Ich habe mein erstes Haus 1994 gebaut und baue jedes Jahr so 7 bis 15 Häuser und das eben seit 1994. Gestern habe ich wieder Fundamente in Niendorf betoniert für 2 Doppelhäuser. Ich sitze vom ersten Pinselstrich auf einem weißen Blatt Papier beim Bauherrn und übergebe dann 9 bis 12 Monate später mit einem Blumenstrauß bewaffnet das fertige Haus. Das nur als Hintergrund, dass ich nicht komplett "unbewaffnet" durch die Materie geistere. Auch reflektiere ich sehr intensiv andere Meinungen. Was ich nicht so "gut kann" sind eben Elektro und Heizung / Sanitär. Zu Deinem Bild. Ich würde darauf wetten, dass es sich hier um ein erdölbasierendes Wärmedämmverbundsystem handelt. Und das genau ist nach meiner Meinung das Hauptproblem an diesem Punkt. Und nicht so sehr das Lüftungsverhalten der Mieter / Nutzer. Diese Fassadensysteme sind für das, was Sie tun sollen, meiner Meinung nach nicht wirklich geeignet. Sie werden von den Firmen, welche sie verarbeiten, nicht umsonst mit Pestiziden und Algiziden behandelt, um zumindest über die 5 Jahre Gewährleistung zu kommen. Auch gibt es Videos in Netz wo ein Architekt einen Wasserhahn in so ein System der SAGA hier in Hamburg drückt und den Hahn dann aufdreht und Wasser fliest. Natürlich nicht sehr lange, aber schon verrückt, vor allem wenn man bedenkt, dass das Material eigentlich hydrophob ist. Ich denke, dass wir in 30 Jahren über diese Systeme genau so denken werden, wie heute über Asbest in Häusern. Daher habe ich auch noch nie ein solches System verbaut. Fassaden aus WDVS zeigen diesen Fog wie auf Deinem Bild in der Regel häufig mit der Zeit über die gesamte Fassade verteilt, wenn die Bedingungen für Algen, Schimmel etc. gut sind, die Himmelsrichtung stimmt (wenig Sonne), Beschattung durch Bäume etc. Auch sieht man auf diesen Bildern immer schön die Dübel/Anker. Bilder von Häusern mit Klinkerfassaden die diese Symptome aufweisen, sind im Netz sicherlich schwerer zu finden. Aber nochmals danke für die Mühe, welche Du Dir gemacht hast. Siehe es mir hier aber bitte nach, dass ich hier eine etwas andere Meinung habe. Wenn Du noch eine Idee haben solltest, wie ich meine Wärmepumpe verbessern kann, wäre ich Dir wirklich sehr dankbar. @DMS20 Auch vielen Dank für Deinen so hohen Einsatz! Bzgl. des "passiven" Mitheizens, ich meinte das auch so ... passiv eben im Gegensatz zu "das Zimmer aktiv heizen". Mir ist klar, dass durch Wände und Decken das Zimmer erwärmt wird. "Es ist sicher, dass es kein Überströmventil, keine hydraulische Weiche, keinen Parallelpuffer&Co, keinen Mischer gibt und damit die WP-Ausgangstemperatur immer der aktuellen VL-T nach Heizkurve entspricht (außer bei der WW-Bereitung)?"Da es kein schriftliches Hyraulikschema zu meinem Haus gibt, kann ich das nur schwer sagen. Einen Puffer gibt es weder im Heizkreis noch im Brauchwasserkreis. Diesen müsste ich ja optisch erkennen können. Ich denke, dass Puffer bei Inverterheizungen euch nicht so viel Sinn machen. Zur Zusammenfassung nochmals vielen Dank. Bzgl. des Kältmittels fällt mir gerade hier beim Schreiben noch ein, dass wir etwas weniger genommen hatten, als empfohlen, da die Sonde statt 90 m eben 30m länger gemacht wurde, um nie Minusgrade in der Sohle-Leitung zu haben. Hier war das Argument, dass Wasser besser fliest als Glykol. Weniger laminare und mehr turbulente Strömungen ... so meine Erinnerung. Ich glaube mich zu erinnern, dass 10% Glykol beigemischt wurde. Die Sonde hatten wir ja von der Länge her so rechnen lassen, dass auch bei -10 oder -12 Grad Außentemperatur die Sonde nicht unter 0 Grad fällt. Das hat nach meiner Beobachtung nicht so ganz hingehauen, aber mehr als -1,5 Grad habe ich noch nicht ablesen können und das dann auch nur 6 oder 7 Tage im Jahr, wenns richtig kalt war. Das Kältemittel wird 1x im Jahr mittels Refraktometer vom Heizi begutachtet. Gab bisher keine Beanstandungen. Einen Mischer kenne ich eigentlich nur aus Systemen, wo wir Heizkörper und Flächenheizungen zusammen verbaut haben, also EG FuBO und OG Heizkörper. Das machen wir aber schon seit sicherlich 15 Jahren nicht mehr, weil die FuBo letztlich nicht wirklich mehr kostet als Heizkörper zu installieren. Von daher gehe ich fest davon aus, dass der Heizi so etwas nicht verbaut hat, aber ich schaue nochmal nach und frage meinen Installateur. Nochmals besten Dank an alle. Ich weiß das wirklich sehr zu schätzen, dass Ihr Eure Zeit hier verbringt, um zu helfen. Grüße aus Hamburgs Norden ;-)
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| | Zeit:
13.03.2026 11:19:12 |
Zitat von Hamburg07  ... Bzgl. des Kältmittels ... dass wir etwas weniger genommen hatten ... Wasser besser fliest als Glykol ... das Kältemittel wird 1x im Jahr mittels Refraktometer vom Heizi begutachtet ... Da scheint mir noch ein grundsätzliches Missverständnis der Nomenklatur und/oder der Funktion einer Wärmepumpe/Kältemaschine vorzuliegen. Das Kältemittel ist der "Stoff" der innerhalb der Wärmepumpe zikuliert, dort unter Einsatz von Energie komprimiert und später wieder entspannt wird und dadurch durch pfiffige Anordnung von Wärmetauschern und Ventilen eine Transformation auf ein höheres Temperaturniveau und ein Gewinn von Wärmeenergie aus "der Umwelt" (bei dir die Sole) möglich wird (laienhaft zusammengefasst; zahlreiche Literatur per Suchmaschine auffindbar). In deiner Nibe F1255 handelt es sich beim Kältemittel um R-407c, 1,16kg, GWP 1774. Beim Kältemittel wird ganz sicher kein Glykol zugesetzt und es wird auch nicht per Refraktometer begutachtet. Diese Maßnahmen beziehen sich auf die Sole, also das Wärmeübertragungsmedium zwischen der Wärmequelle und Wärmepumpe. Kältemittelmangel lässt sich leider nicht so einfach feststellen. Mögliche Symptome: niedriger Saugdruck auf der Niederdruckseite, Überhitzung am Verdampferausgang, mangelnde Unterkühlung hinter dem Kondensator, Kompressor wird heiß, weil zu wenig kühles Sauggas zurückkommt. Letzlich muss ein dafür zertifizierter Fachmensch das Kältemittel ablassen, nachwiegen und wieder ein- und ggf. wieder nachfüllen; erst dann kann diese Ursache sicher ausgeschlossen werden. Ein weiteres Symptom von Kältemittelmangel kann eben eine nachlassende Arbeitszahl sein.
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| | Zeit:
13.03.2026 14:15:32 |
Zitat von Hamburg07  .... nachdem ich vor gut 8 Jahren hier mit Hilfe des Forums ein Heizungs-Setup zusammengestellt und installiert habe, möchte ich mich kurz mit einem Feedback hier zurück melden verbunden mit einer Frage. [...] Wir haben das Nachfolgemodel S1255 PC mit 6kW. Du hast im Leerlauf 40% beim HK-Kreis. Das ist Verschwendung. Wir haben dort 9%. Sobald die WP anspringt solltest Du mal im Menü nachschauen, ob der WQ-Kreis >0% wird, was ich vermute. Menüpunkt 3. Einstellungen dazu nimmst Du unter 7.1.2 Umwältpumpen vor. Ich vermute das Deine WP kein Zeitprogramm fährt, siehe mal unter Punkt 6. Das ist für die Nibe bezüglich Heizen und WW ein Prolem, sie macht einen Neustart. Unsere WP ist deutlich überdimensioniert trotzdem haben wir nur noch rund 520 Starts im Jahr bei 365 Tage Betrieb wegen der passiven Kühlung. Was ist bei Dir unter dem Punkt 7.1.10.3 Gradminuten Einstellung eingetragen?
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| | Zeit:
14.03.2026 11:18:31 |
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