| | | | Zeit:
10.03.2026 21:41:57 |
Hallo. Wir haben folgende Verteiler der Firma Magra verbaut und möchten diese jetzt im Rahmen von Renovierungsarbeiten mit elektronischen Stellantrieben der Firma Loxone ausrüsten. Wahrscheinlich wären Abgleichventile auch noch von Vorteil und es sind sowieso zwei Ventile komplett zu, die getauscht werden müssen. Meine Frage nun an die Experten hier: Kann man soetwas an den Magra Verteilern nachrüsten, oder sollte man besser auf neuere Standardverteiler wechseln, wo Vor- und Rücklauf auf getrennten Ebenen sind (und bekommt die nötigen Verlängerungen dann überhaupt richtig dicht)? |
| | Zeit:
10.03.2026 21:56:11 |
Ich hab die gleichen Verteiler (die gibts so immernoch neu) und hatte das gleiche vor, das Vorhaben ist aber nur so weit gekommen das ich die 230 Volt Kabel bis dahin gelegt habe. Da Stellantriebe drauf zu schrauben, zwecks Einzelraumregelung ist totaler Blödsinn... Die FBH reguliert sich über den Selbstregelungeffekt selbst und in Verbindung mit einem aktuellen Wärmeerzeuger, der die Vorlauftemperaturen per Außentemperaturfühler & Heizkurve regelt, ist eine ERR völlig überflüssig. Wir haben immer zwischen 20,3 und 20,9°C Raumtemperatur, egal ob es 18 oder -8°C ist, in allen Räumen...
|
| | Zeit:
11.03.2026 06:20:47 |
Zitat von blau64  ... haben folgende Verteiler der Firma Magra verbaut und möchten diese jetzt im Rahmen von Renovierungsarbeiten mit elektronischen Stellantrieben der Firma Loxone ausrüsten ... Moin, wie schon im vorherigen Beitrag geschrieben worden ist sehe auch ich die Nachrüstung von irgendwelchem Regelungsfirlefanz im Falle dessen, dass das die Flächenheizung in einem Einfamilienhaus installiert ist, definitiv als absolut unnötig. Interessant zu wissen wäre mit welcher Art Wärmeerzeuger das Heizwasser auf Temperatur gehalten wird. Ist das Gerät in der Lage die Vorlauftemperatur 24/7 absolut auf den Punkt bedarfsgerecht zu liefern. Ein von euch ordentliche durchgeführter thermischer Abgleich ist mit simpeltsten Dingen machbar und trägt im Idealfall dazu bei, dass die Anlage faktisch mit niedrigstmöglichen Heizwassertemperaturen und maximal möglichen Heizwasserdurchsatzmengen fahrbar ist. Damit wird der Selbstrefeleffekt genutzt und dabei keine elektrische Energie benötigt. Trotzdem würde ich selbst die Heizkreisverteiler gegen welche austauschen die bessere Konstruktionsmerkmale bieten. Bei den verbauten strömt das Vor- und Rücklaufwasser ziemlich ohne thermische Trennung im Stahlbauteil aneinander vorbei und das ist bei 2 separaten Balken eben nicht gegeben. Auf folgend verlinkter Seite ist ein bisschen zu dem Thema zusammengefasst. 👉 http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Wie_sollte_die_W%C3%A4rmeverteilung_im_Idealfall_aussehen%3F#Str.C3.B6mungsoptimierte_Verteilung |
| | Zeit:
11.03.2026 21:56:37 |
Ok, danke. Dann sollte ich das Thema ERR wohl nochmal überdenken. Aber wenn ich nochmal auf die andere Frage zurückkommen kann: Da zwei Ventile komplett dicht sind, sollte man da besser einen komplett neuen Verteiler mit getrenntem Vor- und Rücklauf hinsetzen oder birgt das zuviele Risiken, dass man die Verlängerungen nicht richtig dicht bekommt und man ersetzt am besten nur Einzelteile am alten Verteiler (und brauche ich für ordentliche Durchflussanzeiger/regler nicht eh einen neuen Verteiler)?
|
| | Zeit:
11.03.2026 23:33:51 |
Raus damit, die vorhandenen Ventile waren oft eingeklebt, mir ist schon mal ein Gewindestutzen abgerissen, neuer in Edelstahl auch Magra bitte mit den Rondosettern, Verschraubungen werden auch nicht mehr passen, mit Hummel Verlängerungen bekommt man das entspannt hin.
|
| | Zeit:
12.03.2026 10:38:54 |
Die ERR kommt bei der FBH eh nicht nach, bis die FBH nachgeregelt hat vergehen so viele Stunden, dass sich die Situation in der Raumtemperatur eh schon wieder geändert hat und wenn du Pech hast, schwingt die Regelung noch gegen die Heizkurve... Druckflussmesser sind ganz nett, aber eigentlich nur zum einmaligen Einstellen. Wenn du Pech hast siehste danach eh nix mehr weil sich das Heizungswasser schwarz färbt. Wenn du die FBH einmal eingestellt hast, dann gehst da eh nie wieder dran. Ob du n defektes Ventil einzeln ersetzt, nen "modernen" Verteiler einbaust, also bei mir wurden die alten Verteiler durch neue gleicher Bauart ersetzt. Die gibts ja noch.
|
| | Zeit:
12.03.2026 11:41:35 |
Eigentlich zwei Standardfehler: Loxone und ERR. Unabhängig davon Verteiler besser erneuern und das Anlagenwasser konditionieren. Vermutlich ist es eine Frage der Zeit, bis die Stahlrohrinstallation aufgibt. Wenn möglich keine Magra Verteiler mehr setzen, sondern getrennte Verteilerrohre. Erstmal sind die günstiger und dann auch besser passend für so LSA-Durchverdrahtungen wie der Lox- Stellantriebe. Heizkreise mit Eurokonus Verbindern bis zum neuen Verteiler verlängern und im selben Atemzug mit Spülkompressor oder Schwammkugeln spülen.
|
| | Zeit:
12.03.2026 12:35:07 |
Zitat von hanssanitaer  ... keine Magra Verteiler mehr setzen, sondern getrennte Verteilerrohre ... Moin, da bin ich beruhigt, dass ich nicht der einzige bin der das so sieht! Ich kann nicht nachvollziehen warum diese Verteiler überhaupt noch gefertigt werden. Für Brennwerter und Wärmepumpe sind die definitiv nicht zu empfehlen.
|
| | Zeit:
12.03.2026 14:31:34 |
Weil sie verkauft werden? Bei mir war für Einzelrohrverteiler kein Bauraum im Unterputzkasten da, da hätten die kompletten Flure zur Großbaustelle aufgerissen werden müssen. Die neuen Verteiler haben einfach 1:1 gepasst. Meine FBH funktioniert, es gibt keinen Grund für mich immer alles auf besten Goldstandard zu bringen. Das ist irgendwie n deutsches Problem mit bekannten Konsequenzen.
|
| | Zeit:
13.03.2026 08:14:09 |
Hallo, diese Verteiler habe ich auch. Zu den 2 Ventilen die komplett zu sind: Sind die längere Zeit einfach mal zugedreht gewesen? Dann sollten die aber wieder gängig zu machen sein. Das Problem kenne ich auch. Meine Lösung: Mit Wasserpumpenzange den Drehknopf fassen und mit sanfter Gewalt hin und her bewegen. Es kann mehrere Minuten dauern, eh man merkt, daß sich was tut. Dann schrittweise immer weiter hin und her bis das Ventil ganz auf ist. Danach sollte es sich wieder von Hand bedienen lassen. Zu ERR haben Vorredner schon genug gesagt. Beschäftige Dich mit dem thermischen Abgleich, dann sind die Dinger völlig überflüssig, nein kontraproduktiv. Meine FBH wurde Ende 70er berechnet, was bei einem Neubau natürlich recht gut geht weil alle Materialien bekannt sind. Wir haben im ersten Heizungsjahr die Heizkurve (nach Aussenfühler) eingestellt und seither sind in beheizten Räumen die Ventile voll auf und "es stimmt". Einbremsen kannst Du die einzelnen Kreise über den Rücklauf. Wenn man die 6-eckigen Metallköpfe abschraubt kann man mit Schlitzschraubenzieher auf- und zudrehen, wahrscheinlich aber mit ähnlichem Gefummel wie bei den Drehknöpfen. Viel Erfolg Heinz
|
| | Zeit:
14.03.2026 10:34:08 |
Zitat von Mark1234  Die FBH reguliert sich über den Selbstregelungeffekt selbst und in Verbindung mit einem aktuellen Wärmeerzeuger, der die Vorlauftemperaturen per Außentemperaturfühler & Heizkurve regelt, ist eine ERR völlig überflüssig. ...ist das wirklich (immer) so? Grundsätlich auf jeden Fall, aber auch bei "flinkeren" oberflächennahen Trockenbaulösungen mit teilweise extrem unterschiedlichen Heizflächen/Heizkreisen? *grübel*
|
| | Zeit:
14.03.2026 11:32:30 |
Zitat von copalethri  Zitat von Mark1234  [...] ...ist das wirklich (immer) so? Grundsätlich auf jeden Fall, aber auch bei "flinkeren" oberflächennahen Trockenbaulösungen mit teilweise extrem unterschiedlichen Heizflächen/Heizkreisen? *grübel* Im Grunde genommen ja. Der Regelungseffekt ist bei solchen Lösungen nur "schneller"... Wenn du natürlich ne FBH im Trockenbausystem hast mit wenig thermischer Masse und schneller Reaktionszeit, dann macht die Einzelraumregelung durchaus bei Südräumen mit starker Sonneneinstrahlung Sinn. Da kann sie dann bei starken Solareinträgen die Heizung abschalten. Bei ner klassischen FBH im Estrichbeton haut das aber nicht hin, weil bevor die FBH dann nachgeregelt hat ist die Sonne schon wieder unter gegangen und dann wirds drinnen kälter, weil die Sonne nicht mehr scheint, die FBH aber noch nicht wieder auf Temperatur ist.
|
| | Zeit:
14.03.2026 12:53:04 |
@Mark1234 vielen Dank für Deine Ausführungen - neben den Unterschieden in Bezug auf Trägheit oder nicht...wie sieht es beim Thema HK-Dimensionierung aus? Was ich insbesondere bei den Diskussionen um "thermischen Abgleich" mitgenommen habe, sollten die Unterschiede in Bezug auf Länge der Heizkreise nicht so/zu groß sein...tatsächlich sieht es in der Praxis(insbesondere Bestandsbau) allerdings so aus: kleines Bad=kleine(r) Heizkreis(e) vs. deutlich größeren Wohn-Essbereich mit ebenso deutlich größeren Heizkreisen - wie soll das vernünftig funktionieren? Hm...
|
| | Zeit:
14.03.2026 22:11:58 |
Die Badezimmer sind da tatsächlich immer etwas schwächlich, weil die oft kleine Flächen haben in die eben wenige Rohre rein passen und dann noch einbauten, wo noch weniger Rohre rein passen. Dazu ist dort oft eine höhere Temperatur gefordert. Grundsätzlich funktioniert das so, dass man dementsprechend den Durchfluss in den anderen Räumen reduziert. Eine ERR ändert an dem Thema aber garnichts...
|
| | Zeit:
29.03.2026 17:36:46 |
Zitat von Karker Rabau  Hallo, diese Verteiler habe ich auch. Zu den 2 Ventilen die komplett zu sind: Sind die längere Zeit einfach mal zugedreht gewesen? Dann sollten die aber wieder gängig zu machen sein. Das Problem kenne ich auch. Meine Lösung: Mit Wasserpumpenzange den[...] Hallo Heinz. Das war ein Volltreffer. Als ich die Ventile wieder gangbar gemacht hatte, funktionierten die zwei blockierten Kreisläufe wirklich wieder! Nichtdestotrotz überlege ich trotzdem noch die Verteiler gegen neue Edelstahl Magras zu tauschen. Dann wäre auch einer neuer hydraulischer Abgleich nötig. Leider gibt es null Dokumentation zu der Länge, dem Volumen und dem Verlegungsabstand der alten Kreisläufe. Kann man dann überhaupt noch einen vernünftigen Abhleivh machen? Und was sind die Parameter, die mindestens herausgefunden werden müssten?
|
| | Zeit:
29.03.2026 17:48:01 |
Kannst du tauschen, aber wenn die Verteiler nicht durchgerostet sind, kannst du die auch drin lassen. Die werden nicht über n Hydraulischen Abgleich eingestellt, sondern über nen termischen Abgleich. Dazu drehst du alle voll auf, die Räume runter die zu warm sind, anschließend senkst du die Heizkurve bis der erste Raum zu kalt wird und dann erhöhst du die Heizkurve wieder ein bisschen und fertig. Wenn sich dann im Haus kein Nutzerverhalten ändert, brauchst du da nie wieder ran.
|
| | Zeit:
29.03.2026 23:38:51 |
Hallo,
mach es so wie Mark vorschlägt. Ab und zu mal die Ventile bewegen.
Gruß Heinz
|