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14.03.2026 17:09:51 |
@gnampf - ok, ich formuliere es noch mal anders für dich: wenn man auf NAT auslegt und die Wärmepumpe laut Datenblatt elektrisch trotzdem unter 4,2 kW bleibt, hat man den Vorteil, dass man für die Steuerbarkeit nichts tun muss. Ob das für den eigenen Fall ein ausreichender Vorteil ist, muss jeder selbst entscheiden.
Ich habe mich entschieden, meine WP (fast) auf NAT auszulegen (Wärmebedarf 10 kW, Wärmepumpe hat nominell 9 kW) und ohne Heizstab auszukommen. Frieren werden wir auch bei NAT nicht. Selbst wenn es nach vielen Jahren tatsächlich das erste mal wieder über längere Zeit so kalt werden sollte und die Leistung dann nicht ausreicht, haben wir im offenen Wohnbereich einen Holzofen stehen und in einem Teil der Räume Klimaanlagen, die ebenfalls zuheizen können ...
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14.03.2026 19:48:09 |
Zitat von KaiPie  @gnampf - ok, ich formuliere es noch mal anders für dich: wenn man auf NAT auslegt und die Wärmepumpe laut Datenblatt elektrisch trotzdem unter 4,2 kW bleibt, hat man den Vorteil, dass man für die Steuerbarkeit nichts tun muss. Ob das für den eigenen Fall ein ausreichender Vorteil ist, muss jeder selbst entscheiden. und wo ist jetzt der Vorteil? Dem Schweizer hilft das überhaupt nichts, da es keine Steuerbarkeit gibt. Dem Deutschen hilft das auch nichts, da er so auch keine Netzentgeltreduzierung bekommt. Rechnet man noch dazu das die Steuerbarkeit eher theoretischer Natur und in der Dauer beschränkt ist... also null Vorteil. Und was sollte man für die Steuerbarkeit tun müssen? Im Regelfall eine Klemme im Zählerkasten anbringen und von dort eine Leitung bis zur Heizung. Zitat von KaiPie  Selbst wenn es nach vielen Jahren tatsächlich das erste mal wieder über längere Zeit so kalt werden sollte und die Leistung dann nicht ausreicht, haben wir im offenen Wohnbereich einen Holzofen stehen und in einem Teil der Räume Klimaanlagen, die ebenfalls zuheizen können ... also doch nicht monovalent ausgelegt, und wohl doch zu groß dimensioniert. Worst of both worlds.
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15.03.2026 12:14:21 |
Ansichtssache. Holzofen und Klimageräte sollen nur im absoluten Notfall notwendig werden. Und beim "Vereisungswetter" im Winter waren wir heilfroh, dass die WP um 0°C herum ausreichend Leistungsreserven hatte. Übrigens auch für den nächtlichen Flüsterbetrieb, bei dem ebenfalls die Leistung reduziert wird. Aber das muss natürlich jeder selbst entscheiden, welche Vor- und Nachteile der jeweiligen Auslegung welche Priorität haben. Zumindest ich finde, da sollte man Andere nicht zu bevormunden versuchen ...
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15.03.2026 13:56:58 |
andere bauen die Anlage halt gleich so, dass sie nachts keinen kastrierten Flüsterbetrieb braucht, mit dem sie sich den Wirkungsgrad kaputt machen. Das wäre wohl sinniger als sie stumpf überzudimensionieren. Und auch Anlagen die bivalent ausgelegt sind können problemlos und ohne Heizstab über kritische Abtaubereiche kommen. Und natürlich darf das jeder für sich entscheiden, er muss dann halt ggf. mit den daraus entstehenden Nachteilen leben. Und wenn er meint das als gut hinzustellen, dann auch mit kritischen Erwiderungen dazu ;-)
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15.03.2026 15:23:23 |
Kritische Erwiderungen sind ja ok. Den Flüsterbetrieb nutzen wir halt, weil er leise ist ;-) Das funktioniert glücklicherweise, weil bei den bisherigen Außen- Temperaturen die Leistung trotzdem immer ausgereicht hat. Wenn wir wirklich mal über längere Zeit NAT bekommen sollten, muss ich den Flüstermodus vermutlich abschalten. Denn wie geschrieben: theoretisch haben wir mit 9 kW zu klein und trotzdem monovalent ausgelegt (im eigentlichen Sinne - also bezogen auf den Heizkreislauf). Aber mit dem Fallback des Ofens und der Klimageräte. Der bisherige Wirkungsgrad der Anlage liegt zwischen 3,9 (kältester Monat) und 4,8 (wärmster Monat). So schlimm kann der Flüstermodus also nicht sein. Aber ich glaube, wir entfernen uns gerade ziemlich weit vom ursprünglich Thema :-)
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15.03.2026 16:38:49 |
Zitat von belzig  Zitat von temperaturabfall  [...] Aber wenn man sich das mal für eine Neubausiedlung durchdenkt, die alle eine WP haben, die auf -7° ausgelegt ist und dann kommt plötzlich ein Temperatursturz auf -15°, wie es auch die NAT vorhersagen würden. und alle heizen plötzlich nicht mehr mit 5 kW sondern nur noch mit 1,5[...] da das Kochfeld mit 10kW und der DLE mit 27kW im EFH nicht in dem dämlichen Angstgesetz ENWG erfasst sind, haben wohl die Idioten, die diesen Bremserquatsch gestrickt haben, da auch keinen Engpass gesehen. ich vermute mal im Erlebensfall werden die Wähler bevorzugt und die Industrie muss drosseln.. Woher die Angst, bei gerademal 1,5 Mio WP, aber noch 8 Mio Öl+ Gasheizungen?
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15.03.2026 17:50:20 |
Nun kann man sich trefflich streiten, welcher Weg bei der Dimensionierung der richtige ist. Das hängt auch von der Gebäudeart und dem Nutzungsverhalten ab. Mein Bivalenzpunkt liegt bei -17°C (NAT -13°C). Ab +4°C heize ich nur noch tagsüber. Das funktioniert mit FBH sehr gut. Eine Nummer kleiner wäre auch gut gewesen. Dann läge ich mit der Bivalenz bei etwa -10°C. Aktuell wüsste ich nicht für welche Größe ich mich beim bei Austausch des Außengerätes entscheiden würde. Gerade bei Abtauwetter läuft das größere Model sehr effizient.
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15.03.2026 18:47:25 |
Zitat von KaiPie  Den Flüsterbetrieb nutzen wir halt, weil er leise ist ;-) Das funktioniert glücklicherweise, weil bei den bisherigen Außen- Temperaturen die Leistung trotzdem immer ausgereicht hat. Du weisst aber, dass daran nicht nur Lautstärke und Leistung hängen? Die Temperaturdifferenz am Verdampfer ist höher, der schlägt auf den Wirkungsgrad und begünstigt die Vereisung deutlich. Hab mich letztens gewundert warum die Pumpe schon bei 5°C+ vereist... hatte vergessen das ich testweise mal Silent aktiviert hatte. Kaum raus wars auch vorbei mit Abtauen, denn ohne Silent geht das erst unter 2°C los. Zitat von KaiPie  Der bisherige Wirkungsgrad der Anlage liegt zwischen 3,9 (kältester Monat) und 4,8 (wärmster Monat). So schlimm kann der Flüstermodus also nicht sein. ist ok, aber umwerfend ist das aber auch nicht. Zitat von KaiPie  Aber ich glaube, wir entfernen uns gerade ziemlich weit vom ursprünglich Thema :-) Nur zum Teil. Zitat von Effizient  da das Kochfeld mit 10kW und der DLE mit 27kW im EFH nicht in dem dämlichen Angstgesetz ENWG erfasst sind, haben wohl die Idioten, die diesen Bremserquatsch gestrickt haben, da auch keinen Engpass gesehen. nein, aber haben gemerkt das es eben nicht bei jedem Verbraucher möglich ist ihn einfach zu schieben oder mal unterbrechen. Bei WP und Wallbox gehts meist, wenn hingegen die Dusche plötzlich kalt wird gibts einen Aufschrei, genauso wenn der Herd plötzlich nicht mehr will. Zitat von Effizient  ch vermute mal im Erlebensfall werden die Wähler bevorzugt und die Industrie muss drosseln.. die Wähler werden maximal kurz vor wichtigen Wahlen berücksichtigt, ansonsten sind die Wurst, haben bis zur nächsten Wahl eh alles vergessen. Im Gegensatz zur Industrie, die ist wichtig, denn die liefert die Parteispenden und vor allem die Posten für abgenutzte Politiker. Deswegen muss die Industrie auch nicht teilnehmen, kann es aber und dann davon finanziell profitieren. Zitat von Effizient  Woher die Angst, bei gerademal 1,5 Mio WP, aber noch 8 Mio Öl+ Gasheizungen? Naja, das Ziel ist klar: alles auf elektrisch. Daran ändert auch das Geblubber mit Technologieoffenheit wenig. Und da man bekanntlich nicht ins Netz investieren will, was ja auch so mancher Bürger nicht will... bleiben ansonsten nur noch die Träume unseres bayerischen Königs, dass einfach überall Handtaschen-AKWs hingestellt werden. Natürlich nicht betrieben vom Fußvolk, wie die bösen erneuerbaren Anlagen. Blöd nur das kein Konzern Bock drauf hat, obwohl man sie mit Geld zuschütten will dafür. DAS war jetzt Offtopic ;-)
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15.03.2026 19:16:34 |
@Gnampf - Vereisungsanfälligkeit ist wohl auch eine Frage der Wärmepumpe. Unsere Meisha lief bisher den ersten Winter mit 851 Takten bei 2588 Betriebsstunden. Auch im Flüstermodus hat sie nicht zu starker Vereisung tendiert. Der Flüstermodus führt bei uns bei kalten Außentemperaturen lediglich dazu, dass die Temperatur im Haus nachts etwas absinkt. Bei höheren AT hat er praktisch gar keine Wirkung mehr, weil die WP dann sowieso mit kleiner Leistung (und damit auch leise) läuft.
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16.03.2026 08:51:36 |
Zitat von Gnampf  [...]Wenn das kWel sein sollen, dann bringt die Aussage ohne die erzeugte Wärmemenge wenig, denn dann kann es gut sein das du eben am Bivalenzpunkt angekommen bist und bei NAT frieren wirst wegen fehlenden Heizstäben. [...] Frage: warum sollte jemand frieren, wenn mal für 2h gedrosselt wird? Typisch german Angst? Selbst wenn auf Null „gedrosselt“ werden würde, ist doch zunächst mal genügend Wärmeenergie im Gebäude. Und sofern Fenster und Türen vorhanden sind....?
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16.03.2026 08:59:03 |
haha, weil nach 2h Engpass es nicht plötzlich wieder warm ist und der stromverbrauch gesunken ist. Gebäude mit geringer Latenz kommen mangels Leistungsüberschuss nicht mehr auf Temperatur... selbst, wenn man. dies regional rotiert, ändert es nichts in ein Kälteperiode mit hohem Strombedarf, aber entsprechende Krisenpläne/Simulationen wären mal interessant
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16.03.2026 09:14:23 |
Erst mal danke für die rege Beteiligung: Nach 35 Beiträgen, steht für mich persönlich fest, daß die Auslegung auf NAT wie in der Schweiz eigentlich Pflicht werden sollte.
Ob die §14a Schaltungen irgendwann Netzengpässe regeln steht noch in den Sternen.
Es ist irgendwie assozial, auf Bivalenz auszulegen und dann ab -8°C direktelektrisch zuzuheizen, nur weil man die WP nicht eine Nummer größer genommen und sich den Puffer gespart hat. Wenn die Kiste etwas Reserve hat sind, wenn §14a funktioniert auch, längere Drosselungen in größeren Gebäuden kein Problem.
Am besten wäre es wohl wie in Dänemark, wo viele Leute parallel zur Wärmepumpe noch einen Holzofen haben, der wenn es richtig kalt ist, die Direktelektrische Zusatzheizung ersetzt.
Dann würden auch die Kaminkehrer nicht arbeitslos.
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16.03.2026 09:19:31 |
Zitat von KaiPie  @Gnampf - Vereisungsanfälligkeit ist wohl auch eine Frage der Wärmepumpe. nee, das ist eine Frage der Physik. Willst du die gleiche Energie auf weniger Luftmenge ziehen, dann musst du sie zwangsläufig weiter abkühlen. Und damit bist du schneller unter dem Gefrierpunkt. Natürlich mags Pumpen geben, die sich da nicht drum scheren, und auch bei niedrigen Temperaturen dann von sich aus Lämrschutz machen oder denken ein langsam laufender Lüfter (-> weniger Stromverbrauch) würde den Wirkungsgrad weit genug anheben... Zitat von KaiPie  Der Flüstermodus führt bei uns bei kalten Außentemperaturen lediglich dazu, dass die Temperatur im Haus nachts etwas absinkt. Also ist sie da schon am Leistungslimit, geschuldet durch den Temperaturhub den der Kältekreis bringen kann und die gehäuften Vereisungen. Zitat von KaiPie  Bei höheren AT hat er praktisch gar keine Wirkung mehr, weil die WP dann sowieso mit kleiner Leistung (und damit auch leise) läuft. logisch, weil du dann ja auch weniger Leistung brauchst. Da macht der Flüstermodus bei unserer Therma auch keinen Unterschied mehr, weil sie eh mit der Lüftergeschwindigkeit runter geht. Alles andere wäre da dann Stromverschwendung, weil die Spreizung am Verdampfer eben schon im vertretbaren Rahmen ist Zitat von Reenergy_66  Frage: warum sollte jemand frieren, wenn mal für 2h gedrosselt wird? Typisch german Angst? Selbst wenn auf Null „gedrosselt“ werden würde, ist doch zunächst mal genügend Wärmeenergie im Gebäude. Und sofern Fenster und Türen vorhanden sind....? Wenn auf 0 gedrosselt würde hätte das auf einige Häuser durchaus einen deutlichen Einfluss. Ich merks bei uns schon, die Etage mit FBH ist auch während längerer Takte kein Problem. Die Etage mit Heizkörpern schon, da siehst du den Temperaturabfall. Wie ist es überhaupt mit den Zeiten? Wenn präventiv zu festen Zeiten gedrosselt wird (und der VNB damit in die Ausbauverpflichtung kommt) sind glaube 2 oder 3 Zeitfenster a 2h erlaubt. Ob es bei dynamischer Drosselung überhaupt eine Beschränkung gibt bin ich mir gerade unsicher. Nachdem die meisten Anlagen aber eh überdimensioniert sind, und der Kompressor ungehindert weiterlaufen kann... die Auslegung auf -7°C sorgt im Endeffekt meist ja nur dafür das die Anlagen ggf. weniger überdimensioniert sind.
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16.03.2026 09:49:02 |
Moin, ich sehe die Kernproblematik eigentlich nicht in der Frage, ob man auf NAT oder -7 auslegt, was in vielen Regionen ohnehin nur ein kleiner Unterschied ist. Das Problem liegt hauptsächlich in der offenkundigen Unfähigkeit der richtigen Auslegung, dem Unwillen der richtigen Parametrierung und dann auch dem fehlenden Willen der Betreiber das eigene (Heiz-)Verhalten zu ändern. Garniert wird es dann noch mit unsinniger Regelungswut des Gesetzgebers ( SmartMeter-Pflicht, obwohl kein Netzbetreiber weiß, was in seinem Netz wirklich los ist und das auch erst bei >90% SmartMetern wissen wird), Pflicht zur Einzelraumregelung (die für WP fast immer kontraproduktiv ist), kostentreibender Heizkostenabrechnungspflichten (die vor allem die Hersteller von Wärmemengenzählern und die Monopole der Messdienstleister füttern) und verschiedensten Gesetzgebungen, die die Netzengpässe eher vergrößern als verkleinern. Bei der Auslegung einer WP, gerade im Altbau, sollte man auch nicht vergessen, die Wahrscheinlichkeit, dass die energetische Qualität zukünftig besser wird, wird gerne geringer eingeschätzt als sie wirklich ist. Dabei reicht ja schon, wenn denn die alten Fenster oder die alte Haustür irgendwann erneuert werden, weil sie einfach defekt sind... selbst das billigste Produkt ist dann noch besser als alles das, was man vor 1995 so eingebaut hat... eine knappe Auslegung ist daher meist besser. Das Thema der möglichen Überlastungen der Stromnetze ist ohnehin eins, was nur durch Ausbau zu lösen ist... dabei geht es nichtmal um die Netze im Mittelspannungsbereich, sondern vor allem um "die letzte Meile", da gibt es in Deutschland Regionen, da geben die Netze auch eine direktelektrische Heizung her und andere, da sind auch die 4,2kw je Haushalt, in Verbindung mit dem restlichen Bezug, schon mehr als die Netze in heutigem Zustand vertragen. Das liegt aber daran, dass es Netzbetreiber gibt, die schlicht seit Jahrzehnten ignorieren, was ein Standard-Netzanschluss leisten können soll (EFH: 30 KVA) und dass die durchschnittliche Auslastung perspektivisch steigen wird. Und da würde es ja reichen, einfach mal zu rechnen.. wenn man bedenkt, das typische Netzbetreiberniederspannungskabel aus Alu hat 150mm² und kann 315A oder etwa 200 KVA, wenn man dann mal 5 KVA je Haushalt (EFH, in MFH eher noch weniger) nimmt, dann muss man eben ausbauen, wenn man mehr als 40 EFH auf einem Kabel hat. Die Zeit, in der man mit einer Konzession eben nur Geld abgreifen konnte sind nunmal vorbei... waren auch lang genug, jetzt muss eben mal investiert werden. Ist aber gerade im Süden der Republik noch nicht angekommen. Eine WP selber auslegen, dazu gab es ja gerade wieder genug Tage in diesem Winter um den maximalen Tagesbedarf zu ermitteln, führt oft zum besten Ergebnis. Gruß
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16.03.2026 10:32:45 |
Sind wir uns denn sicher oder Erfahrungswerte, dass die 1-phasigen Maschinen länger leben als stärker taktende 3-phasige WP?
Auf der einen Seite haben wir einen Kontakt, der 20A Anlaufstrom auf den Kopf bekommt, auf der Anderen 3 Kontakte mit knapp 10A. Ob die Hersteller im Null-Durchgang schalten wird nie beschrieben.
Meine Vitodens Gastherme aus 2003 mit 8kW Minimum taktet mehr als fleißig, die Platine stirbt bei mir und im Freundeskreis nach ca 12 Jahren den Relaistod.
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| | Zeit:
16.03.2026 11:26:38 |
@gnampf - irgendwie habe ich das Gefühl, du willst mein Setup unter allen Umständen schlecht reden ;-) Anfälligkeit für Vereisung ist sehr wohl eine Frage der Wärmepumpe. Die Panasonic M-Serie, die ich einsetze, hat einen sehr großen Verdampfer und vereist deshalb nicht so schnell, wie eine mit kleinem Verdampfer.
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16.03.2026 11:56:02 |
Zitat von Zuviel Zeit  Garniert wird es dann noch mit unsinniger Regelungswut des Gesetzgebers ( SmartMeter-Pflicht, obwohl kein Netzbetreiber weiß, was in seinem Netz wirklich los ist und das auch erst bei >90% SmartMetern wissen wird), auch dann weiss er nur was in seinem Netz los war, nicht was los ist, da die iMSys ihre Werte erst zum Folgetag übertragen müssen. Der Netzbetreiber braucht eh also Messungen am Trafo selbst, damit sind die iMSys komplett verzichtbar dafür. Die taugen rein für die Abrechnung, und da halt dafür auch komplexere Szenarien abzubilden als die mME es könnte. Zitat von Zuviel Zeit  Wärmemengenzählern und die Monopole der Messdienstleister füttern) und verschiedensten Gesetzgebungen, die die Netzengpässe eher vergrößern als verkleinern. wer die Pflicht Verbräuche korrekt zu erfassen nicht mag, der sollte dann auch gegen Stromzähler, Zählwerke an der Tankstelle, Waagen im Supermarkt, etc. sein. Korrekte Erfassung ist sinnvoll und richtig und auch nicht das Problem. Über die Eichdauer kann man sich streiten, wie auch über den Blödsinn mit Angaben zu Vergleichshaushalten und Funkübertragung, die dann dazu führen das man die Abrechnung nicht mehr selbst machen kann. Zitat von Zuviel Zeit  Die Zeit, in der man mit einer Konzession eben nur Geld abgreifen konnte sind nunmal vorbei... waren auch lang genug, jetzt muss eben mal investiert werden. Ist aber gerade im Süden der Republik noch nicht angekommen. wozu auch? Wir kaufen demnächst hier alle Handtaschen-AKWs bei der Quelle und all unsere Probleme sind gelöst, frag unseren König. Zitat von tanton  Sind wir uns denn sicher oder Erfahrungswerte, dass die 1-phasigen Maschinen länger leben als stärker taktende 3-phasige WP? warum sollten sie? das hat mit 1 oder 3-phasig rein gar nichts zu tun, nur weil sie 3-phasig angeschlossen wurde taktet die Pumpe ja nicht mehr. Zitat von tanton  Auf der einen Seite haben wir einen Kontakt, der 20A Anlaufstrom auf den Kopf bekommt, auf der Anderen 3 Kontakte mit knapp 10A. Ob die Hersteller im Null-Durchgang schalten wird nie beschrieben. Wir haben das Jahr 2026. Wo wird denn eine heute käufliche WP hart über die Versorgung abgeschaltet? Eben. nirgends. Weder extern noch intern. Egal ob 1- oder 3-phasig, alles sind Invertermaschinen, die mit Hilfe des Inverters am Ende einen 3-phasigen Kompressor ansteuern, auch wenn du vorne 1-phasig rein kommst. Der Unterschied ist ledigliche die Spannung am Kompressor. Es gibt hier auch keine Anlaufströme wie bei alten Klickklacks. Zitat von tanton  Meine Vitodens Gastherme aus 2003 mit 8kW Minimum taktet mehr als fleißig, die Platine stirbt bei mir und im Freundeskreis nach ca 12 Jahren den Relaistod. hat der Hersteller wohl fein gespart. Unsere alte Brötje- Steuerung hat über 30 Jahre lang wild getaktet, das einzige Relais was ich mal tauschen musste war das vom Mischer. Zitat von KaiPie  @gnampf - irgendwie habe ich das Gefühl, du willst mein Setup unter allen Umständen schlecht reden ;-) weil ich dir die Probleme aufzeige? na, wenn du meinst. Zitat von KaiPie  Anfälligkeit für Vereisung ist sehr wohl eine Frage der Wärmepumpe. Die Panasonic M-Serie, die ich einsetze, hat einen sehr großen Verdampfer und vereist deshalb nicht so schnell, wie eine mit kleinem Verdampfer. Und genau darum ging es nicht, sondern darum das auch deine Meisha im Flüstmodus eben stärker und häufiger vereist, als ohne Flüstermodus. Zwangsweise, weil die Physik nunmal so ist. Und so gigantisch ist der Verdampfer der Meisha jetzt auch nicht. Natürlich wird das Problem mit einem unterdimensionierten Verdampfer dann noch schlimmer, und doch hilft auch beim größten Verdampfer das Abschalten vom Eco-Modus, außer die Anlage macht keinen Unterschied zwischen Eco und Normal.
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16.03.2026 13:20:19 |
Zitat von Gnampf  Und mal ehrlich, Heizstäbe nur für den Schadensfall? [...]
Der Mehfachnutzen einer monoenergetischem Kombination WP und Heizstab ist gleitend und vielfältig nutzbar. Zitat von Gnampf  Sind Wärmepumpen eine so anfällige Technik, das man da gleich den Schaden mit einplant und eine zweite Heizquelle verbaut? [...]
Da ist die Abtau-Lücke und der sinkende Nutzen bei sinkender Aussentemperatur einer LWP, das sind bereits systemische Gründe, nicht Zuverlässigkeit. Zitat von Gnampf  Gäbe aber ein verdammt schlechtes Bild ggü. Verbrenner-Heizungen ab, die das nicht brauchen. [...]
Schwaches Argument:, dafür benötigt man einen fixen Kundendienst, flächendeckend inkl. Ersatzteile. Das ist bei alternativen Möglichkeiten entspannter, kein Sonntagszuschlag usw. Rechne einfach mal die Betriebskosten E-Heizstab gegen. Zitat von Gnampf  Für den Schadensfall müssten die Heizstäbe dann ja auch so ausgelegt sein, dass sie die gleiche Leistung wie der Kompressor bringen. [...]
Richtig, waren die auch, früher. Mittlerweile ist gemäß den Qualitätskriterien der Hersteller (bwp) die Ersatzleistung begrenzt. Es wird eine anteilige Ausstattung zur Vermeidung unbeobachteter WP-Defekte empfohlen oder gemäß Hydraulikvariante vorgeschrieben oder die Geräte bereits werksseitig ausgestattet geliefert. Sich den "System"-Heizstab teuer bezahlen lassen find ich Abzocke. Mitgeliefert finde ich vernünftig, was man anschließt oder ansteuert kann man sich dann bequem aussuchen.
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16.03.2026 14:06:42 |
Zitat von Effizient  Der Mehfachnutzen einer monoenergetischem Kombination WP und Heizstab ist gleitend und vielfältig nutzbar. hat ja gedauert, bis du den Beitrag gefunden hast. Oder hats so lange gedauert die hochtrabende Formulierung zu finden? Schade das sie am Thema vorbei geht, denn da gings es darum das jemand meine man sollte die Anlage monovalent auslegen und Heizstäbe nur für den Notfall mit verbauen. Zitat von Effizient  Da ist die Abtau-Lücke und der sinkende Nutzen bei sinkender Aussentemperatur einer LWP, das sind bereits systemische Gründe, nicht Zuverlässigkeit. was für eine Abtau-Lücke? Entweder ist die Anlage monovalent, dann braucht sie keine Heizstäbe, auch nicht vor, während oder nach dem Abtauen, oder sie ist es nicht. Zitat von Effizient  Schwaches Argument:, dafür benötigt man einen fixen Kundendienst, flächendeckend inkl. Ersatzteile. Das ist bei alternativen Möglichkeiten entspannter, kein Sonntagszuschlag usw. Rechne einfach mal die Betriebskosten E-Heizstab gegen. Einen Kundendienst benötigst du bei der Wärmepumpe auch, frag mal Hersteller und Heizungsbauer. Andere benötigen ihn auch beim Verbrenner nicht, weil sie die Arbeiten selbst erledigen. Erklärt aber alles nicht warum ich 2 Heizsysteme brauche, obwohl das 2. nur beim Einsatz des ersten überhaupt zum EInsatz kommt, also vermutlich nie. Ist ja nicht so als ob es die Heizstäbe einfach geschenkt gäbe. Zitat von Effizient  Richtig, waren die auch, früher. ja, früher war alles besser! Zitat von Effizient  Sich den "System"-Heizstab teuer bezahlen lassen find ich Abzocke. Mitgeliefert finde ich vernünftig, was man anschließt oder ansteuert kann man sich dann bequem aussuchen. ach, wenn der mitgeliefert wird ist er gratis und der Hersteller der Anlage zahlt den... ja wovon fragt man sich, wenn nicht vom Geld der Kunden?
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| | Zeit:
16.03.2026 15:19:27 |
@gnampf - bin mir nicht sicher, dass deine Vereisungstheorie bei der Meisha stimmt. Meiner Beobachtung nach heißt Flüstermodus 3 bei der Meisha, dass sie die elektrische Leistung auf ca. 1,1 kW begrenzt und den Lüfter mit niedriger Drehzahl laufen läßt. Was mit dem Verdichter passiert kann ich leider nicht sagen, weil man den bei uns überhaupt nicht hört. Das würde also bedeuten, dass auch die thermische Leistung sinkt (und damit über Nacht auch die Innentemperatur um 0,5°C - 1°C). Natürlich steigt die Temperaturdifferenz zwischen Innen- und Außentemperatur. Da aber gleichzeitig die angeforderte thermische Leistung sinkt, sollte die Vereisungsneigung eigentlich nicht steigen. Das entspricht auch meiner Beobachtung. Durch unsere Außenkamera kann ich nachträglich schauen, wann die WP nachts abtaut (hab' kein Heishamon). Das ist bei gleichbleibenden AT in Summe etwas seltener, als tagsüber. Seltener deshalb, weil tagsüber ohne FM auf eine höhere Innentemperatur geheizt wird.
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| | Zeit:
16.03.2026 17:30:40 |
Klar, wenn du den Superflüstermodus nimmst, dann muss sie garantiert nicht nachts abtauten. Klappt auch bei jeder WP. Wie man den aktiviert? Man schaltet die Anlage ab. Logisch kannst du die Anlage so weit drosseln, dass der Luftstrom dann irgendwann wieder ausreicht. Wird die Bude halt kalt, hast nix gewonnen, spätestens am nächsten morgen muss sie das dann aufholen, auch wenns draussen dann am kältesten ist. Da hilft ihr der höhere Luftdurchsatz dann im Zweifel auch nicht mehr.
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| | Zeit:
16.03.2026 19:05:20 |
Zitat von TimoB  Zitat von Effizient  [...] Egal wie gut die Dämmung, man muss sich entscheiden, ob auf -7 °C oder NAT ausgelegt wird. Aber klar, man muss schon konkret rechnen. Nunja, auch auf NAT haben wir das nicht ausgelegt. So ab -25°C könnte man daran denken. Oder -30°C wäre möglich.
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| | Zeit:
16.03.2026 22:26:12 |
Zitat von Gnampf  [...] den Unfug muss man nicht quoten...] Zitat von Effizient  [...] was für eine Abtau-Lücke? Entweder ist die Anlage monovalent, dann braucht sie keine Heizstäbe, auch nicht vor, während oder nach dem Abtauen, oder sie ist es nicht. ich antwortete auf deine Bemerkungen, aber Du trollst nur rum, Dein Problem, wenn Dir formulieren nicht liegt. Früher war es anders, ob besser mag jeder selber beurteilen. Hat aber böse Folgen gehabt bei automatischem Ersatzbetrieb Heizstab im WP Defektfall. Ja natürlich ist ein serienmäßiger Heizstab in industrieller Massenfertigung eingebaut günstiger, wie vom gierigen Hersteller als Option angeboten und im tech. Handbuch für die gewählte Hydraulik verpflichtend vorgeschrieben, weil damit der WT im Abtaubetrieb notfalls geschützt wird. Aber das Angebot sieht mit der Option besser aus. Aber damit kennst Du dich vermutlich nicht aus... Zum Thema, man kann sich in der Dimensionierung aktuell nur begrenzt frei bewegen da man sich angreifbar macht, weil die VDI 4645 das explizit verneint Auslegung monovalent auf NAT.
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| | Zeit:
17.03.2026 10:02:32 |
Zitat von belzig  Erst mal danke für die rege Beteiligung: Nach 35 Beiträgen, steht für mich persönlich fest, daß die Auslegung auf NAT wie in der Schweiz eigentlich Pflicht werden sollte.
Ob die §14a Schaltungen irgendwann Netzengpässe regeln steht noch in den Sternen.
Es ist[...] Dieser Meinung kann man natürlich sein, sehe ich aber keineswegs zwingend aus den Beiträgen oder dem, wie sich die WP-Landschaft bislang so entwickelt. Meine Einschätzung dazu: Es werden ja nie (auch bei der gewünschten Klimaneutralität) alle Haushalte in D mit WP betrieben werden, es gibt immer noch Fernwärme, Biomasseheizungen usw. Bei Neubauten im EFH-Bereich halte ich es aufgrund des nötigen Dämmstandards für unwahrscheinlich, dass mit Heizstab gerechnet werden muss, da die WP allein für das WW ausreichend groß ausgelegt werden muss. Alles natürlich immer auf durchschnittliche Gebäudegrößen und Nutzung gesehen. Bei allen Formen der Erdwärmepumpe sehe ich auch wenig Bedarf für den Heizstab, da die Leistungsreserven gerade an kalten Tagen weniger zusammenschmelzen, wie bei den LWWP. Im Altbau dürfte sich, selbst bei einer anfänglich knappen (=bivalenten) Auslegung, aufgrund sukzessiver Renovierungen der Dämmstandard erhöhen, was das Risiko von Heizstabeinsatz verringert. Der verbliebene Rest sollte vom bis dahin hoffentlich ausgebauten Netz getragen werden können. Und das war ja die eigentliche Frage. Ob es dennoch sinnvoll sein kann, monovalent auszulegen, steht auf einem anderen Blatt, hat aber m.E. dann nichts mit der Netzkapazität zu tun.
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17.03.2026 18:12:22 |
Zitat von Gnampf  Du weisst aber, dass daran nicht nur Lautstärke und Leistung hängen? Die Temperaturdifferenz am Verdampfer ist höher, der schlägt auf den Wirkungsgrad und begünstigt die Vereisung deutlich.[...] Das trifft aber nicht unbedingt auf jede WP so zu. Ist zwar OT, aber meine Weishaupt drosselt im Flüsterbetrieb lediglich die maximale Verdichterfrequenz. Die Lüftersteuerung wird nicht verändert und regelt nach wie vor auf ein geringes Delta-T von 2° zwischen Ansaugluft und Verdampfertemperatur, was bei reduzierter Leistung des Verdichters immer gelingt. Somit bleibt der COP voll erhalten und genau das Gegenteil ist der Fall, das vereisen ist dadurch auch reduziert. Da ich immer eine leichte Absenkung über Nacht fahren kann, weil auch Schlafräume dann nicht mehr beheizt werden, reichte die Leistung bisher immer aus und selbst wenn mal 1° die Soll- VLT unterschritten war, ist das kein Drama.
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