| | Verfasser: Raubfisch | Zeit:
15.03.2026 21:00:25 |
Zitat von Loxodan  Zitat von Raubfisch  [...] Hmm irgendwie passt deine Argumentation da irgendwie nicht, die 19000 unbelegten Toten durch angeblichen Kohlestrom müssen anscheinend irgendwas komisches geraucht haben. Factfullness hurts.. Strommix Deutschland (grobe[...] Der Tabelle liegt ein methodischer Baseline-Fehler (fehlendes Kontrafaktum) zugrunde: Der massive EE-Zubau verdrängte nicht primär die Kohle, sondern musste die Lücke von insgesamt 19 politisch abgeschalteten Kernkraftwerken stopfen (2 ab 2003, 8 schlagartig 2011, 9 weitere bis 2023). Ohne den Atomausstieg hätten die Erneuerbaren die Kohle in diesem Zeitraum weitaus drastischer aus dem Netz gedrängt. Die Studie "The Private and External Costs of Germany's Nuclear Phase-Out" (Jarvis et al., Journal of the European Economic Association, 2022) belegt die Folgen: Die künstlich verlängerte Laufzeit der Kohlekraftwerke als Kernkraft-Ersatz verursacht durch Feinstaub- und SO2-Emissionen ca. 1.100 zusätzliche Todesfälle pro Jahr. Seit dem beschleunigten Ausstieg 2011 summiert sich diese Übersterblichkeit auf die besagten rund 19.000 Opfer.
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| | Zeit:
15.03.2026 21:04:12 |
Zitat von Loxodan  Zitat von Mark1234  [...] Alter was du alles weißt wissen noch nicht mal die Firmen , Respekt. Zu deiner Info, in China fertigen alle deutschen OEM meist LWB Varianten für den lokalen Markt, die sind weder hier erhältlich noch wäre irgend jemand so blöd die zurück nach Europa zu exportieren. Von Luxury[...] Darf ich dich bitten dich in der Diskussion ein bisschen mehr gegenüber mir zur benehmen? Dankeschön.
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
15.03.2026 21:30:08 |
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| | Zeit:
15.03.2026 21:39:50 |
@Reenergy_66 .. Du musst selber rechnen: 10 Tage Flaute in D sind möglich. Stand heute hast du noch Kohle + Gas. Ohne diese Backup KW geht es nicht. Ohne Batterien geht es auch nicht. Also brauchst du einen Plan wie D sicher über die Runden kommt. Bis jetzt sehe ich diesen Plan nicht & Gruss delta97
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| | Zeit:
15.03.2026 21:44:14 |
10 Tage Flaute bedeuten immer noch nicht 0 Ertrag Delta, auch bei Schwachlist liefert eine PV so 5-10%. Mit in 2045 geplanter 500GW installierte PV kommen dann immer noch 25-50GW raus.
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| | Zeit:
15.03.2026 21:57:25 |
Ich weiss, wieviele kWh meine PVA pro Monat bringt: HTD/2674314Bis jetzt sehe ich keinen Plan wie D bei einer Dunkelflaute im Januar über die Runden kommt. Aber lassen wir das Thema und warten mal ab.. Batterien fehlen ja auch noch. Hoffen ist auch ein Plan & Gruss delta97
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| | Zeit:
15.03.2026 22:23:28 |
Ich sehe den Plan auch noch nicht. - die Reiches 16 GW neue Gaskraftwerke werden, den Strompreis durch die Decke gehen lassen, wenn sie denn kommen. - der Erneuerbaren Ausbau wird nächstes Jahr, wenn der EEG2027 Plan realisiert wird, massiv reduziert. Ich denke momentan, daß der Kohleausstieg zurückgenommen wird und die 15 GW SteinkohleKW weiter in Betrieb bleiben bzw. wieder aus der Netzreserve in Betrieb genommen werden. Ob das reicht, wird sich zeigen. Hoffnung gibt, daß heuer eine GleichstromTrasse (Ultranet) fertig gestellt werden soll und 2027 noch zwei weitere (SüdOstLink,A-Nord).
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| | Zeit:
16.03.2026 07:02:56 |
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| | Zeit:
16.03.2026 07:09:15 |
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
16.03.2026 07:27:15 |
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| | Zeit:
16.03.2026 07:45:28 |
Zitat von delta97  @Reenergy_66 .. Du musst selber rechnen: 10 Tage Flaute in D sind möglich. Stand heute hast du noch Kohle + Gas. Ohne diese Backup KW geht es nicht. Ohne Batterien geht es auch nicht. Also brauchst du einen Plan wie D sicher über die Runden kommt. Bis jetzt sehe ich diesen Plan nicht & Gruss delta97 Hi Delta, Soweit korrekt, stand heute ist der Plan bislang natürlich Maximal in der Schublade, noch lange nicht existent. Hatte Habeck nicht vor, irgendwas um 20 GKW zusätzlich zu bauen? Und Gas-Kathi hat gleich mal mehr als verdoppelt auf rund 50? Deinen Post verstand ich „zukünftig“, Batterien „vor Ort“ - statt irgendwo zentralisiert. Dem stimmte ich zu. Meinetwegen auch in der Nähe der überall hervorschießenden Freiflächen-PV‘s. Auf jeden Fall eher im Süden der Republik, wo noch nicht genug Strom aus dem Norden ankommt. Und wegen der 10 Tage? Wir haben bereits jetzt schon ein gutes EU-Weites Netz, nicht? Heißt es hier nicht „Zukunft der Energiewende“? Also Future view? Ich meinte doch auch „nur“, das die Windkraft die Sonne durchaus unterstützt. Wenn viel Sonne, dann wenig Wind (zumindest im Süden), wenn wenig Sonne, meist viel Wind. Zudem schließt „Nacht“ Wind nicht aus. Dann dazu Speicher, egal welcher Art...? Irgendwo mag es ja auch Sinn machen, das Zuviel an Strom quasi in Wasserstoff zu speichern, zb in Ludwigshafen, im Pott, in Salzgitter etc., wo entsprechend die Industrie dazu da ist - nur eben diesen Stoff nicht zum verheizen in heimischen Keller. Im Allgäu, der Schweiz, Österreich, Frankreich kann die Energie auch in bereits vorhandenes Wasser gepumpt werden, wie eben schon seit Jahrzehnten. Funzt eben im flachen Norden nicht sonderlich effektiv 😉
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| | Zeit:
16.03.2026 07:45:29 |
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
16.03.2026 08:50:56 |
RWEs Rekordgewinne sind kein Beweis gegen Kernkraft, sondern das Resultat eines staatlich garantierten Gelddruck-Systems auf Kosten der Verbraucher: Doppeltes Kassieren: RWE profitiert extrem vom Flatterstrom. Sie kassieren Subventionen für Wind/Solar und sahnen dann über das Merit-Order-Prinzip astronomisch ab, wenn ihre teuren Gas- und Kohlekraftwerke als zwingendes Backup einspringen müssen. Die Angst vor Grundlast: Kernkraft liefert günstigen Dauerstrom. Sie würde RWEs hochprofitables Doppel-System aus Erneuerbaren und teurem Gas-Backup sofort überflüssig machen und die Strompreise für alle drücken. Deshalb "verzichtet" RWE so gerne darauf. Der Framatome-Fehlschluss: Frankreich stützt zwar seine Nuklearindustrie, belohnt seine Volkswirtschaft dafür aber mit sauberem und extrem billigem Strom. Wir finanzieren mit unseren absurden Systemkosten die 5-Milliarden-Gewinne von RWE, während unsere Industrie an den höchsten Strompreisen der Welt zugrunde geht. Fazit: RWE liebt die Energiewende nicht wegen des Klimaschutzes, sondern weil volatile Netze, teures Backup und staatliche Garantien die perfekte Renditemaschine sind. Kernkraft würde dieses Geschäftsmodell zerstören.
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| | Zeit:
16.03.2026 09:02:42 |
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| | Zeit:
16.03.2026 09:03:23 |
„....belohnt seine Volkswirtschaft dafür aber mit sauberem und extrem billigem Strom....“
Billig? Ja, soweit OK... Sauber? Ähmmm.....? Schön geredet....schöngeredet....
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| | Zeit:
16.03.2026 09:25:32 |
In nem rumdümpelnden eingeschwungenen Markt kann wenig Geschäfte machen. Wenn es hoch und runter geht, dann wird das interessant :)
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
16.03.2026 09:36:20 |
Zitat von Reenergy_66  „....belohnt seine Volkswirtschaft dafür aber mit sauberem und extrem billigem Strom....“
Billig? Ja, soweit OK... Sauber? Ähmmm.....? Schön geredet....schöngeredet.... Es ist ein Fortschritt, dass wir uns bei „billig“ einig sind. Der Grund dafür (VALCOE): Kernkraft liefert 24/7 Grundlast ohne sündhaft teures Backup-Netz. Wie extrem billig diese Cashcows produzieren, wusste schon die Union, die die Gewinne damals mit der Brennelementesteuer abmelken wollte. Zu deinem Zweifel an der „Sauberkeit“: Emissionen & Sicherheit: Laut IPCC-Daten ist Kernkraft mit 6 Tonnen CO2/GWh noch sauberer als Solar (bis 53 Tonnen) und hat so die absolut geringste Sterblichkeitsrate aller Energiequellen. Der minimale Mining-Footprint: Wahre Sauberkeit definiert sich über den Ressourcenverbrauch. Die IEA belegt: Offshore-Wind benötigt pro Kapazitätseinheit 13-mal mehr kritische Rohstoffe ( Kupfer, Zink etc.) als Kernkraft. Das US-DOE (Department of Energy) bestätigt zudem: Für die gleiche Strommenge fressen Wind und Solar das 10- bis 15-fache an Stahl und Beton. Die millionenfach höhere Energiedichte von Uran bedeutet schlichtweg massiv weniger globale Umweltzerstörung durch Bergbau. Hier ist die empirische Realität schwarz auf weiß: Our World in Data: Safest and cleanest sources of energyIEA: The Role of Critical Minerals in Clean Energy TransitionsUS-DOE: Quadrennial Technology Review |
| | Zeit:
16.03.2026 09:43:00 |
KKR: flood the Zone with shit
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| | Zeit:
16.03.2026 09:58:59 |
Zitat von Raubfisch  Zitat von Reenergy_66  [...] Es ist ein Fortschritt, dass wir uns bei „billig“ einig sind. .[...] Billig war ausschließlich auf „ct/kWh“ bezogen.... Bau, Transporte, Polizeieinsätze und VORALLEM Entsorgung negieren das „billig“ wieder zu einem „extremst teuer“. Kein Konsens also.... Noch ne Anmerkung zu Sicherheit: fliegen ist auch die sicherste Art der Fortbewegung. Passiert quasi nie was.... aber wenn mal was passiert, gibts gleich meist heftige „Kollateralschäden“. Verhält es sich bei KKW nicht genauso? ....ach nee, dazu hast ja schon mehrere duzend links und Studien gepostet, richtig.... alles nur Fake news, das mit den Toten und den Schäden, stimmt... sorry, ich vergaß
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
16.03.2026 09:59:06 |
Zitat von MIKA.HH  KKR: flood the Zone with shit Es hat schon eine herrliche Ironie, wenn man in seiner inhaltlichen Hilflosigkeit zu Steve-Bannon-Zitaten greifen muss. Wenn für dich die offiziellen Daten des Weltklimarats (IPCC), der IEA und des US- Energieministeriums „Shit“ sind, nur weil sie dein deutsches Energie-Märchen widerlegen, hast du dich gerade selbst argumentativ beerdigt. Das ist das klassische Lehrbuchbeispiel für das, was wir vorhin besprochen haben: Massive kognitive Dissonanz. Du bist so tief in der massenpsychologischen Erzählung der deutschen „Sonderweg“-Blase gefangen, dass dein Gehirn internationale wissenschaftliche Fakten sofort als Angriff werten und als „Shit“ abtun muss, um das eigene Weltbild zu schützen.
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| | Zeit:
16.03.2026 10:04:54 |
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| | Zeit:
16.03.2026 10:05:41 |
.... US-Energieministerium... Es gibt ja auch laut dem amerikanischen Präsidenten, der es ja wissen muss, keinen Klimawandel.... alles nur herbeigeredetes Zeug von ein paar wenigen, Fake news verbreitenden, Wissenschaftlern, gelle?
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Verfasser: Raubfisch | Zeit:
16.03.2026 10:14:55 |
@Reenergy_66 Wer wissenschaftliche Behörden wie das DOE oder den Weltklimarat (IPCC) mit polemischen Verweisen auf US-Präsidenten diskreditieren will, entlarvt nur seine eigene kognitive Dissonanz: Man kann nicht die Klimawissenschaft des IPCC als Basis für die Energiewende feiern, aber gleichzeitig deren Daten zur Materialintensität und Sicherheit der Kernkraft über den gesamten Lebenszyklus als „Fake News“ abtun. Das ist das Paradebeispiel einer massenpsychologischen Systemrechtfertigung, bei der Fakten nur dann zählen, wenn sie das eigene Narrativ stützen. Nochmal zur Erinnerung: Mit den bisherigen Kosten der Energiewende von rund 500 Milliarden Euro hätte man stattdessen 50 bis 100 GW an modernster Kernkraftkapazität bauen können. Wir hätten heute das sauberste und günstigste Netz der Welt, statt Rekordstrompreise und eine Industrie auf der Flucht.
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| | Zeit:
16.03.2026 10:23:11 |
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| | Zeit:
16.03.2026 10:23:53 |
Zitat von Raubfisch  Zitat von Reenergy_66  [...] Der Grund dafür (VALCOE): Kernkraft liefert 24/7 Grundlast ohne sündhaft teures Backup-Netz. Wie extrem billig diese Cashcows produzieren, wusste schon die Union, die die Gewinne damals mit der Brennelementesteuer abmelken wollte.[...] Rein physikalisch und statistisch hast du recht: Die Energiedichte von Uran ist ungeschlagen, und die IPCC- sowie IEA-Daten zur Materialeffizienz und Sicherheit von Kernkraft sind valide. Man muss hier aber zwischen zwei völlig verschiedenen Szenarien unterscheiden: Der Bestand (Die ‚Cashcows‘): Ich stimme dir zu, dass es aus heutiger Sicht (auch klimatechnisch) sinnvoller gewesen wäre, die bestehenden, bereits abgeschriebenen deutschen AKW länger laufen zu lassen. Sie lieferten CO2-armen Strom zu Grenzkosten, gegen die kaum ein Neubau ankommt. Das Kind ist nun aber in den Brunnen gefallen; die Strukturen, das Personal und die Brennelemente-Logistik sind in Deutschland zerschlagen. Der Neubau (Die Realität von heute): Hier kippt die Argumentation leider ins Unwirtschaftliche. Während wir bei SuedLink und Windkraft über hohe Systemkosten reden, sehen wir bei aktuellen AKW-Neubauten in Europa (siehe Hinkley Point C oder Flamanville) Baukosten-Explosionen auf über 15 bis 20 Cent pro kWh – und Bauzeiten von 15+ Jahren. Das Problem ist der Faktor Zeit: Selbst wenn wir heute den politischen Willen für neue Reaktoren hätten, stünde das erste Kraftwerk frühestens 2040 am Netz. Bis dahin müssen unsere Klimaziele längst erreicht sein. Wir bauen SuedLink und die anderen Trassen also nicht, weil sie toller sind als ein kompaktes Kraftwerk, sondern weil Wind und Solar die einzigen Kapazitäten sind, die wir in der benötigten Geschwindigkeit und zu marktfähigen Preisen (LCOE) tatsächlich jetzt ans Netz bekommen. Der Zug für die Kernkraft in Deutschland ist schlicht aus zeitökonomischen Gründen abgefahren, auch wenn die physikalischen Kennzahlen im Vakuum gut aussehen
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