Hallo zusammen in die Runde,
vielleicht können mir die Altherma 4 Besitzer mit ihren bisherigen Erfahrungen weiterhelfen.
In unserem vor einem Jahr gekauften Haus (Baujahr 1986) soll nun die alte Ölheizung aus dem Jahr 1986 durch eine
Luft-
Wasser-Wärmepumpe ersetzt werden.
4-köpfige Familie: 2 Erwachsene und zwei Kleinkinder
normales Duschverhalten, nur die beiden Kleinkinder baden 1-2 mal pro Woche
Daten zum Haus:
Baujahr 1986, beheizte Fläche: 197qm2
Dämmzustand: Außenwände (36,5cm + Putz) entsprechend des Baujahres,
Fenster: Holzfenster mit Rahmen aus dem Baujahr vom Vorbesitzer in zwei Schritten aufbereiten und teils mit 2-Fach-, teils mit 3-Fach Verglasung ausstatten lassen. Zustand gut, halten sicherlich noch einige Jahre, wenn ich sie regelmäßig streiche.
Dach: im Zuge von Renovierungen von uns nochmals Innendämmen lassen (
U-Wert: nun < 0,14).
Dämmmaßnahmen sind nun erst einmal nicht mehr vorgesehen.
Bei dem Haus handelt es sich um ein
Massivhaus in Split-Level-Bauweise mit Innenliegenden Treppenhaus, dies ist vom Kellergeschoss bis zum Dachgeschoss (insgesamt 5 Ebenen) offen im Wohnraum.
Generell hat das Haus eine sehr offene Bauweise mit offenem Wohnzimmer mit 5m Deckenhöhe und Galeriebereich.
In der
DIN EN 12831-1:2020 ergibt eine Norm-Heizlast von 13899W für unser Haus.
Die Norm-Außentemperatur liegt bei -13,5 Grad.
In der Praxis ist unsere Heizlast wohl eher etwas geringer, da in den
Heizlastberechnung nach der o.g.
DIN-Norm die Raumtemperaturen höher angesetzt werden, als wir sie in der Realität haben.
Badezimmer nach DIN 24 Grad, im Alltag ca. 19 Grad,
die Schlafzimmer nach DIN 20 Grad, im Alltag 17-18 Grad.
Der Sportraum im Keller nach DIN 20 Grad im Alltag, eher 16 bis 18 Grad,
etc.
Nachdem ich mehrere
Angebote verschiedener Heizungsbauer eingeholt habe, würde ich doch gerne bei meinem Lokalen Heizungs-/Sanitärbetrieb bleiben, der das Haus seit Jahren betreut und mit dem ich auch andere Umbaumaßnahmen durchführe.
Dieser verbaut sowohl Daikan Altherma 4 als auch Buderus Wärmepumpen.
Ich schwanke nun seit längerem zwischen der Daikin Altherma 4 mit ECH02-
Frischwasserstation und einer Buderus wlw186i mit klassischem 300l- Warmwasserspeicher.
Nach den Berichten in Foren und Kommentaren sowie dem JAZ Rechner kommt die Daikin Altherma 4 Effizienzmäßig zumeist deutlich besser weg als die Buderus wlw186i und auch nach einer persönlichen Besichtigung beider Anlagen bei Bekannten tendiere ich eher zur Daikin Altherma 4 mit ECHO2 System.
Frage zur Dimensionierung:
Dazu habe ich ein Tool aus dem
Internet benutzt, mit dem man neben der Berechnung der Heizlast und raumweisen Heizlast auch die Dimensionierung der Wärmepumpe planen kann.
Unter Einbeziehung des Warmwassers steigt die benötigte Heizlast in diesem Tool von 13,9 KW auf 14,64 KW.
Nehme ich die überall empfohlenen Berechnungen vor und suche aus den von den Herstellern bereitgestellten Leistungsdiagrammen den
Bivalenzpunkt sowie den Taktpunkt der unteren
Modulationsgrenze heraus, würde die Altherma 4 in 12KW für unser Haus passen.
(Bivalenzpunkt je nach
Vorlauftemperatur: -5 bis -8 Grad, Taktpunkt: bei ca. 8 – 9 Grad).
Bei der 14 KW Variante wären es Bivalenzpunkt -11, Taktpunkt: 8.-9 Grad).
Was mich irritiert ist die gezackte Leistungskurve der Daikin Altherma 4 im Vergleich zu anderen Wärmpepumpen-Leistungsdiagrammen.
Dies führt dazu, dass bei der für mein Haus errechneten Heizlast, die Daikin Altherma 4 bereits ab geringen Außentemperaturen in einen relativ hohen prozentualen Auslastungsbereich gerät.
Ich habe gelesen, dass der optimale Modulationsbereich meist im unteren bis mittleren Lastbereich, typischerweise zwischen ca. 20 und 60 Prozent der maximalen Leistung liegt.
Ca. 60 Prozent Auslastung hätte ich bei der
Altherma 4 12 KW: bis 4 Grad
Altherma 4 14 KW: bis 3 Grad
Buderus 10 KW: bis 2 Grad
Buderus 12 KW: bis 1 Grad
Bereits eine mindestens 80 Prozentige Auslastung hätte ich bei der
Altherma 4 12 KW: ab -1 Grad
Altherma 4 14 KW: ab -6 Grad
Buderus 10 KW: ab - 2 Grad
Buderus 12 KW: ab - 4 Grad
Verschleißt die Wärmepumpe eher, wenn sie länger/häufiger mit hoher Auslastung gefahren wird?
Wäre es in diesem Zusammenhang bei der Daikin Altherma besser auf die größere Variante zu gehen,
um länger in einem mittleren Modulationsbereich bleiben zu können?
Oder ist die kleinere Variante ausreichend, da die durchgeführte DIN EN 12831-1:2020 eh bereits Zuschläge enthält und von unserem Alltagsheizverhalten abweicht?
Wie sind die Erfahrungen der Altherma 4 Besitzer mit dem Leistungseinbruch rund um 0 Grad?