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04.04.2026 08:03:16 |
Hallo, Wir stehen kurz vor Kauf einer Gebäudes, welches 1996 und somit nach WSV95 errichtet wurde. Beheizt wird das Haus mit Gas. De Heizung müsste demnach in den nächsten zwei Jahren ersetzt werden, wenn ich das aktuelle Geg richtig verstehe. Im Erdgeschoss und in den Bädern sind Fußbodenheizung plus Wandheizkörper angebracht. Im Obergeschoss nur Wandheizkörper. Fenster sind noch sehr gut, zweifachverglast. Mauerwerk ist ein 36,5 KLB mit Dämmputz. Soweit so gut. Was uns irritiert ist der enorme Energiebedarf, der vorherigen Eigentümer: ca. 24.500kwh pro Jahr bei einer bewohnten Fläche von 120qm….ich kann mir das an Hand des Gebäudes nicht erklären? Oder wurde auch 95 teilweise noch so gebaut, dass sich das auf das Gebäude zurückführen lassen könnte?
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04.04.2026 08:24:14 |
Zitat von enduro4life  Hallo,
Wir stehen kurz vor Kauf einer Gebäudes, welches 1996 und somit nach WSV95 errichtet wurde. Beheizt wird das Haus mit Gas. De Heizung müsste demnach in den nächsten zwei Jahren ersetzt werden, wenn ich das aktuelle Geg richtig verstehe. Nur, wenn da noch ein Konstanttemperaturkessel ohne Außentemperatursensor verbaut ist. Das war 1996 schon eher die Ausnahme. Niedertemperatur- und Brennwertkessel sind nicht von der Austauschpflicht betroffen. Aufgrund der aktuellen Gaspreise macht ein Austausch aber meistenteils Sinn. Überstürzen musst du das allerdings nicht. Sinnvoll ist, einen WMZ in den Heizkreis einzubauen, an Frosttagen den täglichen Verbrauch ablesen, und durch 24h zu teilen. Damit kommt man der notwendigen Heizlast sehr nahe. Auf den Verbrauch der Vorbesitzer kannst du nur wenig geben, wenn die ganzjährig bei offenem Fenster geschlafen haben.
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04.04.2026 08:29:01 |
Hallo Kresseltausch nur bei Konstanttemperaturkesseln Austauschpflicht hat Ausnahmen: Niedertemperaturkessel und Brennwertkessel sind nicht austauschpflichtig. Gaskessel sagt erstmal überhaupt nichts aus. Es ist jedoch ein Himmelweiter Unterschied zwischen atmosphärischem Brenner (überdachtes Lagerfeuer) und einer gut eingestellten Brennwerttherme. Und der Heizenergibedarf hängt von der Bauweise und den Nutzungsgewohnheiten der Bewohner ab. ciao Peter
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04.04.2026 08:41:14 |
Zitat von enduro4life  Hallo,
Wir stehen kurz vor Kauf einer Gebäudes, welches 1996 und somit nach WSV95 errichtet wurde. Beheizt wird das Haus mit Gas. De Heizung müsste demnach in den nächsten zwei Jahren ersetzt werden, wenn ich das aktuelle Geg richtig verstehe. Im Erdgeschoss und in den Bädern sind[...] Moin, wie die Vorredner schon sagten ohne genau Kenntnis der Anlage nur Spekulation. Am einfachsten von den Verkäufern mal das letzte Messprotokoll des Schornsteinfegers besorgen, da sollte (zumindest bei uns) alles draufstehen das für den Sachverhalt Aufschluss gibt.
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04.04.2026 08:50:36 |
Wir haben BJ 1996. Allerdings recht groß. Die Vorbesitzer haben zuletzt 36.000 kWh Gas verbraucht plus 4-5 RM Holz (Also nochmal so 8000 kWh) im Kachelofen. Wir sind nur durch vernünftige Einstellung der Brennwerttherme und vermutlich andere Nutzungsgewohnheiten (aber gleiche beheizte Fläche) auf rund 20.000 kWh Gesamtverbrauch gekommen. Großen Anteil hatte es, im Keller nicht nur die Heizkörper abzudrehen (von denen manche dann trotzdem einen geringen Durchfluss hatten), sondern einfach die Zuleitung abzudrehen. Und der Therme das extreme Takten abzugewöhnen. Dann noch die ganzen ungedämmten Anschlüsse im Heizungsraum nachdämmen, die Warmwasserzirkulation auf Anforderung umzustellen und dafür sorgen, dass da keine Schwerkraftzirkulation stattfindet. Auch nicht in der Ladeleitung des Warmwasserspeichers, der im Sommer schnell wieder kalt wurde, weil er den Kessel geheizt hat, von dem aus die Wärme in den Schornstein ging ... Funktioniert aber nur, wenn man bereit ist, da selbst genau draufzusehen. Grüße Martin
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| | Zeit:
04.04.2026 09:13:50 |
Wichtig ist: Nutzerverhalten: Wer mit dauerhaft gekippten Fenstern heizt, braucht sich nicht zu wundern. Zugluft: Man sollte mal checken ob alles richtig dicht ist, vor allem im Bereich von Fenstern, Rollädenkästen, etc. Da wurde öfter mal nicht richtig gearbeitet und dann zieht es einfach durch die Bude durch. Dann heizt man auch für draußen. Einstellung der Heizkurve, so es sich schon um eine witterungsgeführte NT / Brennwerttherme handelt. Und eine gescheite Warmwassereinstellung. Da sind oft erhebliche Einsparpotentiale zu finden, ohne dass man wirklich Geld ausgeben muss. Wir haben bei unserem Haus von 1977 gedämmt gemäß der ersten ENEV den Rohverbrauch von 36.000 auf 20.000 KWH runter gebracht und dabei im ganzen Haus durchgängig 21°C...
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04.04.2026 09:41:15 |
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Es wäre auch sicherlich kein Ausschlusskriterium für das Haus. Etwas merkwürdig finde ich es trotzdem. Wir haben auch in unserer derzeitigen Wohnung wochenlang die Heizkurve soweit abgesenkt, dass so eben die Zimmertemperatur überall erreicht wird. Wir verbrauchen bei 78qm Wohnfläche, 30er Poroton, und katastrophal undichten Fenstern aktuell ca. 8000kwh in Jahr. Das finde ich ziemlich gut. Wohnung liegt allerdings auch Parterre.
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04.04.2026 09:53:30 |
Ich würde mich davon nicht Kirre machen lassen. Bei meinem Haus waren bei Rolladenreparaturen die Abdichtungen beschädigt worden und teilweise neue Fenster eingebaut worden (Fachfirma) aber man konnte zwischen Fenster und Fensterbänken nach draußen schauen. Die Warmwassereinstellung war eine Katastrophe und die Heizkurve stand auch am Anschlag, aber schön warm war immer im Heizungskeller... Dazu kamen dann noch die Klassiker wie zerbröselte Fensterdichtungen, etc. Aber auch Wartungsmängel an der Heizungsanlage können Probleme verursachen.
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| | Zeit:
04.04.2026 10:31:40 |
Mal schauen wo die Reise hinführt und ob wir überhaupt eine Zusage bekommen 😊
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| | Zeit:
04.04.2026 11:25:16 |
Hallo, ich habe ein Haus aus 1995 mit 36er Poroton und ca 230m² derzeit beheizt. Ich habe im Sommer 2025 auf WP umgestellt und da dann WMZ eingebaut. Ich habe einen Wassergeführten Ofen im Wohnzimmer der mit an der Heizung hängt, derzeit habe ich mit WP ca 6000Kw und dem Ofen ca 15000 Kw Wärme ins Heizungssystem geschickt da kommen dann noch die Strahlungswärme dazu im Wohnzimmer. Ich habe im Bad 23° und in den anderen Zimmern 22° alles FBH. Das Wohnzimmer hat so ca 23° wenn der Ofen brennt sonst 21°. Ich habe vor dem Umbau meinen Öler nochmals auf WP tauglich runter gedreht und nach meinem Dafürhalten hat das im Letzten Winter des ÖLers so 10-15% gebracht. 20 Jahre war das egal weil ja alles warm war. Will damit nur sagen das eine sauber eingestellte Heizung schon gut sparen kann zu einer 0815 wird schon warm Heizkurve. Ich habe damals schon Fenster mit 1.1 Glas verbaut und 2 Dichtungen mit Holzrahmen das damals auf viel unverständnis im Umfeld gestoßen ist , aber die Fenster sind top und immer noch zugfrei da ist mit sauberer Einstellung auch einiges möglich.
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| | Zeit:
04.04.2026 13:52:51 |
Ich vermute auch eher, dass es an der Technik liegt. Plus sehr viele Bodentiefe Fenster im Haus. Das wird auch seinen Teil dazu beitragen
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| | Zeit:
04.04.2026 19:31:00 |
Wir haben noch ein Foto vom Zähler. Bis zum Zählertausch nach 24 Jahren sowie in dem Jahren darauf scheint der durchschnittliche Verbrauch immerhin sehr ähnlich gewesen zu sein.
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