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02.04.2026 13:01:23 |
Guten Tag, wir haben eine 11 kw/p PV Anlage und werden dieses Jahr noch eine Daikin Altherma 4 8KW Wärmepumpe verbauen. Ich denke deshalb schon ein Schritt weiter und möchte möglichst wenig Stromkosten bezahlen. Meine Idee (u. vllt. von jemand hier schon in der Umsetzung?): Größerer Stromspeicher + dynamisch Stromtarif, sodass ich in der Nachts (vor allem dann im Winter, wenn wenig Sonne scheint) den Batteriespeicher bei niedrigen Preisen aufzuladen, damit dieser das Haus für den Tag mit Strom versorgen kann. Wie bekanntlich ist ja auch im Winter der Strompreis in der Nacht sehr günstig. Wollte fragen, ob jemand hier schon so ein System am laufen hat und ob die theoretische Preisersparnis sich auch bei euch durchgeschlagen hat. Oder ist die Ersparnis doch nicht so hoch und ich übersehe etwas? MFG
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02.04.2026 13:39:49 |
Wie hoch ist die typische Differenz im Bezugspreis zwischen Tag und Nacht? Was verursachen Umwandlungsverluste + Akkuverschleiß an Kosten? Hast bedacht, dass im Winter bei maximalem Bezug die Stromkosten im dynamischen Tarif eher am höchsten sind, und du im Sommer (mit PV+Akku) kaum Strom verbrauchst wo er günstig wäre?
Üblicherweise ist deine Idee völliger Humbug (du bist da nicht der Erste). Da stellt sich nicht die Frage, ob man 50€/Jahr spart, sondern ob man nur 200 oder 500 €/Jahr draufzahlt.
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02.04.2026 18:22:18 |
Zitat von Neuling007  Guten Tag,
wir haben eine 11 kw/p PV Anlage und werden dieses Jahr noch eine Daikin Altherma 4 8KW Wärmepumpe verbauen.
Ich denke deshalb schon ein Schritt weiter und möchte möglichst wenig Stromkosten bezahlen.
Meine Idee (u. vllt. von jemand hier schon in[...] Die Idee mit dynamische Strompreise eine Wärmepumpewirtschaftleicher zu nutzen ist zum scheitern verurteilt. Der wesentliche Verbrauch konzentriert sich auf den Zeitraum von mitte Dez bis in den März hinein und damit die WP effektiv arbeite ist in dieser Zeit ein 24/7 Betrieb notwendig und der PV-Beitrag ist übersichtlich. Betrachte man zusätzlich die benötigten Strommengen und die daraus vorzuhaltenden Speicherkapazitäten ( 50-75 kWh) um kritische Strompreis zu umgehen sind hohe Investitionskosten notwendig. Nun gilt es zu rechen, was kostet eins Fixtarif und wie volatil ist der Strompreis und der daraus agregiert Preis?
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02.04.2026 21:01:27 |
Zitat von Neuling007  Wie bekanntlich ist ja auch im Winter der Strompreis in der Nacht sehr günstig.[...] Grad mal gekuckt ... Letzten Januar nachts in der Regel 8-10 ct/kWh zuzüglich 19% zuzüglich ca. 15ct/kWh Netzgebühren. In sehr wenigen Nächten unter 7,5ct. Da kann man doch glatt regelmäßig für 25-27 ct/kWh nachts Strom kaufen und mit nur ca. 10% Umwandlungsverlusten tagsüber nutzen. Da kostet der Tagstrom dann ja wirklich nur 27,5-30ct/kWh ohne Akkuverschleiß. Nimmt man noch die günstigsten Akkupacks (Nkon ESS) - die in DE aber vmtl. nicht am Netz betrieben werden dürfen weil ohne Zerez ID - für 100€/kWh kommen bei angenommenen 8.000 Zyklen nur 1,25ct/kWh für den Akku noch obendrauf. Tolle Sache. Da komm ich ja auf "nur" 30+-1,25ct/kWh. Noch toller finde ich aber, dass ich in meinem Tarif nur 25ct/kWh Fixpreis habe. Und wenn mein Vertrag nicht noch 10 Monate laufen würde könnte ich jetzt 24ct/kWh haben. Über den dynamischen Tarif kannst nachdenken wenn du NICHT mit Wärmepumpe heizt. Und wenn du KEINE PV hast. Und wenn du dann noch ein Sommer- E-Auto hast, das du hauptsächlich Abends/Nachts nutzt und tagsüber laden kann. Von der Reichweite müsste es noch so sein, dass du auch mal nen trüben Tag mit hohem Strompreis ohne Laden überstehst. Aber es sollte schon kräftig genutzt sein, dass auch richtig viel vom günstigen Strom verbraucht wird. Dann kann das Sparen losgehen ...
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02.04.2026 21:09:22 |
Zitat von Neuling007  Wie bekanntlich ist ja auch im Winter der Strompreis in der Nacht sehr günstig. wir hatten hier Tibber-Strom Trotz großer PV, Speicher , E-Auto nur zu billigen Zeiten laden usw hatten wir Dezember und Januar Stromkosten von ca. 500€ Bei Tibber kam ich auf Durchschnittskosten von ca. 31Cent brutto Ich habe jetzt einen neuen Anbieter gefunden - knapp 23 Cent brutto Ab sofort also nicht mehr auf den Börsenstrompreis schauen Ich muss aber zugeben - habe den neuen Stromvertrag kurz vor dem neuen Golfkrieg abgeschlossen
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03.04.2026 08:31:34 |
Schau auf das Preisblatt deines VNB. Er bietet 3 verschiedene zeitliche Preiszonen nach §14a Modul-3 an. Ideal ist es (so wie bei meinem, der Syna), wenn NT (ca 9ct Reduktion) nachts liegt. Dann kann man von 0:00 bis 6:00 sein BEV laden, WW machen, den Hausakku vollladen und ggf. die WP mit +1K Überhöhung laufen lassen. Entweder durch ein HEMS gesteuert, mit PV Prognose, oder stumpf per Zeitschaltung. Ist der Hausakku groß genug, bringt er einem vllt sogar über die HT (+4ct) Zeit von 16:00-20:00, ansonsten lädt man ihn kurz vorher zum Standardtarif nochmals nach. Ich hab vergangenen Winter diesbzgl analysiert: ist (für mich) interessant von Nov-Feb und kann mir im Idealfall 90€ (bei 2.000kWh/a Bezug) im Jahr sparen. Mehr spare ich bereits dadurch, dass ich alle meine Geräte (WB, WP, Hausakku) als steuVE angemeldet habe (§14a Modul-1), so an die 150€ im Jahr Gutschrift bekomme und damit die Gebühren des iMSys, das Voraussetzung für das eben Geschriebene ist, kompensiere. Ich habe damit im Steuerungsfall-/Dimmfall ein Budget von 10,5kW + Haushaltsstrom, über das ich frei verfügen kann. Das reicht immer für die durchlaufende WP, selbst wenn sich der 3kW Heizstab zuschalten sollte. Akkus im BEV und Haus würden in diesem Zeitraum maximal mit der Differenz noch geladen.
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06.04.2026 08:39:19 |
Alles klar. Dann war das doch zu kurz gedachte.
Danke das ihr mich vor einer Fehlinvestition bewahrt.
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06.04.2026 08:57:09 |
Zitat von joe115  Ist der Hausakku groß genug, bringt er einem vllt sogar über die HT (+4ct) Zeit von 16:00-20:00 Wenn man in der Zeit einfach keine Großverbraucher einschaltet, gehts in der Zeit um ca. 1kWh pro Tag. Lohnt der Aufwand? Oliver
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06.04.2026 09:56:49 |
janein,
ich sehe es so, Solarflächen füllen und schauen, das nur Panels mit einem Wirkungsgrad über 23% auf Dach kommen. Nimm die 450er sind auch gut habe ich zigmal gehört. Die Wattzahlen ist was für die Werbung und den Nachbarn. Bezahlbare AIKO gibt es schon ab 70-80€. Ich habe AIKO 3P mit 480Watt UND es man braucht einen ordentlichen Speicher, unter 12kwh ist quatsch. Bei meinem Verbrauch von ca.10000kwh --- Heizen und Haushalt ca. 50/50--- überlege ich auf 1:2 oder mehr den Speicher hochzuziehen. Die Kosten für die 3 Module für eine Erweiterung um 13,5kwh kosten mich 2700€ Ja das Geld sehe ich nicht in 7-10Jahren wieder. Und ich habe dann einen Bruttospeicher von ca.27kwh, das sind Netto nur 24kwh. Denn von den 27 bleiben immer 10% als mindest Wert im Speicher liegen. Daher der Gedanke vom mehr aufpacken. Mir geht es um den Autarkiegedanken. Von Nov bis Feb. habe ich nicht viel verkaufen können --müssen---, 150kwh, der Kostenertrag ist klein (11€). Und den Fußpunkt des SOH-Wertes des Speichers habe ich auf 30% gestellt. Das verlängert die Lebendauer und ist im WInter schonender. Jetzt im Frühjahr fehlen mir in der Nacht zwischen 8-12kwh. Das kann ich nur durch die Speichererweitung regeln. Meine vorsichtige Annahme ist, das ich um 80-100Tage die Speichererweitung brauchen könnte. Also die Monate (März, April, Mai, Oktober) Kostenersparniss (250€/anno) Wenn die WP-Heizung ausgeht, also ende Mai -- Juni, wären die 12kwh Speicher mehr als ideal. Wie man sieht, bringt der Mehrspeicher nur ein gutes Gefühl.
LG Günni
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