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06.04.2026 20:53:07 |
Hallo zusammen, ich habe ein Angebot für eine WP und würde gerne eure Einschätzung dazu hören – insb. Bzgl Preis von Leuten aus der Region Ahrensburg / Hamburg Nord-Ost. Mir geht es vor allem darum zu verstehen, ob das Paket Sinn macht und ob der Preis fair ist oder ob es regional günstigere Angebote gäbe. Anbieter: regionaler Fachbetrieb - Wärmepumpe: Bosch Compress AW 10 (Monoblock, ~9,6 kW, R290, A+++) - Inneneinheit: Bosch CS5800iAW 12 E - Warmwasser: Tesy Brauchwasser-Wärmepumpe 260L - Pufferspeicher: 50 Liter Bosch - Zusätzlich: - Bosch Internet-Gateway ( Smart Home / Monitoring) - 12 Homematic Thermostate - Schlamm-/ Luftabscheider - Hydraulischer Abgleich + Heizlastberechnung Leistungsumfang - Demontage Altanlage inkl. Entsorgung - Spülung der Heizungsrohre - Fundament + Montage Außengerät - Installation Innen- & Außeneinheit - Elektrischer Anschluss - Kernbohrung & Leitungsverlegung - Wasseraufbereitung ( VDI 2035) - Inbetriebnahme inkl. Parametrierung - Fördermittelservice (KfW) - 5 Jahre Garantie auf Montage Kosten - Gesamt brutto: 35.976 € - Nach Fö: ca. 19.500 € Meine Fragen 1. Ist der Preis für die Region realistisch? (Stormarn / Hamburg Umgebung) 2. Wie würdet ihr die Kombination bewerten: - Bosch WP + separate Brauchwasser-WP (Tesy)? - Eher Standard oder ungewöhnlich? 3. Sind die vielen Zusatzposten (Thermostate, Gateway, etc.) sinnvoll? 4. kennt ihr vergleichbare Angebote (Preis/Leistung) aus der Region? Heizkörper bleiben erstmal bestehen, evtl. müssen einzelne vergrößert werden (je nach Heizlastberechnung). Ich freue mich über jede Einschätzung – gerade regionale Erfahrungswerte wären super hilfreich! Vielen Dank
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06.04.2026 21:32:19 |
Landkreis Harburg habe ich letzten Sommer alles von 26k bis 36k gesehen. Für eine 5er Boschwärmepumpe habe ich 2x Angebote von 32k gehabt. Aber das war letztes Jahr, bisschen teurer ist es wohl geworden, aber bei knapp 36k würde ich mir weitere Angebote einholen. Externe Brauchwasserpumpe kann man sich streiten. Enthalte ich mich mal. Bosch selber als Wärmepuimpe hat mit durchschnittlicher Effizienz eher weniger Fans hier, aber mir war Lautstärke und Größe und Design der Aupeneinheit wichtig, weshalb das für mich gut passte. Ist jetzt auch kein schlechtes Gerät
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06.04.2026 21:37:36 |
Statt dieser Thermostate würde ich mich um einen thermischen Abgleich bemühen. Die würde ich definitiv nicht wollen. Zum Rest kann ich mich nicht äußern
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06.04.2026 21:39:38 |
Sehe ich genauso, die Brauchwasserwärmepumpe kann man sich sparen. Am besten betreibt man eine WP ohne ERR, aber die Homematic-Thermostate nimmt offensichtlich der Installateur für den hydraulischen Abgleich. Kann man an Deinen Heizkörpern die Durchflussmenge einstellen? Dann kannst Du Dir diesen Posten sparen. Ansonsten mehrere Angebote einholen, Bosch/Buderus sind baugleich und nicht die effizientesten. Nachtrag, Alex war schneller.
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06.04.2026 22:57:25 |
Unser Angebot lag letztes Jahr beim regionalen Heizungsbauer für eine 5er Bosch CS5800i bei 25800€ Brutto vor Förderung (11600€ nach Förderung). Allerdings mit einem 290 L Warmwasserspeicher. Inklusive Erneuerung von 3 Heizkörpern, 9 neue Thermostate und Spülung der vorhandenen Fußbodenheizung im Bad und Esszimmer sowie Erneuerung des Heizkreisverteilers für die Fußbodenheizung. Fundament wurde allerdings in Eigenleistung hergestellt. Standort 160km von Hamburg entfernt im Landkreis Wesermarsch.
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06.04.2026 23:30:41 |
Was muss denn demontiert werden? Automatik Thermostate und BWWP weglassen.
Ich habe Ventileinsätze selbst getauscht, Fundament und Dämmung selbst gemacht, Ölheizung/Tanks mussten raus. Mit 3 neuen Heizkörpern und Ringtausch bei etwa 34k€ gelandet. Buderus WLW186I-7. Selbst besorgter Juratherm WW-Speicher. Buderus Speicher wäre teurer gewesen. Heizungskeller musste umfangreich neu verrohrt werden.
Mit dem, was angeboten wird, ist der Preis im Rahmen, wenn die Arbeitsleistung nicht mit viel Puffer pauschal abgerechnet wird.
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07.04.2026 08:37:16 |
Ein paar Gedanken von mir: - es ist ne 10kW Maschine, die kostet schonmal 1.500 bis 2.000€ mehr als ne kleine 5kW die hier als Vergleich genannt wurde. - Statt der teuren Homematic Thermostate lieber den klassischen hydraulischen Abgleich machen lassen und danach in Eigenleistung den thermischen Abgleich. - Brauchwasser-WP ist unnötig (nur meine Meinung), lieber den klassichen 290 Liter (z.b.Stora WH 290) Warmwasserspeicher nehmen. Müsste auch ~2.0000€ sparen. - Bosch CS5800iAW 12 E + 50 Liter Speicher wäre für mich ne Notlösung wenn es kein Platz vor Ort gibt. Ansonsten nehme ich den CS5800iAW 12 MB. Preise in der Region kenne ich nicht, liegt gut 200km nördlich von mir. Trotzdem finde ich das Angebot ganz okay, bestimmt kein Sonderangebot aber okay. Sind halt viele Sachen drin die woanders häufig in den Angeboten fehlen wie Heizlastberechnung, Fundament, E-Anschluss, Fördermittelservice,...
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07.04.2026 10:37:27 |
Zitat von Corninski  Hallo zusammen, ich habe ein Angebot für eine WP und würde gerne eure Einschätzung dazu hören – insb. Bzgl Preis von Leuten aus der Region Ahrensburg / Hamburg Nord-Ost. Mir geht es vor allem darum zu verstehen, ob das Paket Sinn macht und ob der Preis fair ist oder[...] Wird die BWWP auch gefördert?
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07.04.2026 11:07:42 |
Stora290 dürfte deutlich teurer sein und weniger Wärmetauscherfläche haben als ein Juratherm mit 300l. der 300l Juratherm hat glaube ich da schon 4m² und kostet vllt 1700€, nicht weit über 2000 wie die von Buderus/Bosch übern Heizi.
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07.04.2026 11:11:57 |
Zitat von sportbiber  Zitat von Corninski  [...] Wird die BWWP auch gefördert? Im Verbund mit der Heizwärmepumpe: Ja. Ich hab auch eine separate BWWP bekommen. Über den Sinn kann man lange streiten. Vorteile: - Im Sommer ruht die Heizwärmepumpe - Der Technikraum wird runter gekühlt - Die BWWP nutzt mit 500-700 Watt auch an trüben Tagen PV Leistung - Die Installation ist super einfach: Es gibt kein 3 Wege Ventil mit SteuerungNachteile: - kühlt im Winter den Technikraum aus - ein Gerät mehr kann kaputt gehen Ich würde fragen, warum eine Compress 5800i AW (Neubau) und keine Compress 6800i AW (Sanierung) angeboten wird. Ansonsten ein übliches Angebot.
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07.04.2026 11:41:12 |
Ja, A Min hat da einen Punkt. Die angebotene Tesy BW-Wärmepumpe ist nach Internetpreisen wirklich sehr günstig. Da kommt ein klassicher Speicher mit ordentlich Wärmetauscherfläche preislich kaum gegen an. Der von mir kurz angedachte Bosch Stora 290 (mit 3,2m² WT-Fläche) liegt da preislich wohl drüber. Preislich sind die Buderus/Bosch Speicher schon recht teuer, ich favorisiere aus Preis/Leistung aktuell Austria-Email Speicher aber vermutlich hilft das dem Fragesteller nicht. Unterschied zwischen CS5800 und CS6800 ist die Verkleidung und eine "softwareseitige" Begrenzung der Vorlauftemperatur. Wenn die 60°C Vorlauftemperatur nicht ausreichen oder eine hochwertigere Verkleidung gewünscht ist darf natürlich gerne zur CS6800 greifen. ;)
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07.04.2026 12:04:09 |
Zitat von Tobias_K  - Bosch CS5800iAW 12 E + 50 Liter Speicher wäre für mich ne Notlösung wenn es kein Platz vor Ort gibt. Ansonsten nehme ich den CS5800iAW 12 MB. CS5800iAW 12 E + 50 Liter Speicher - der einzige Vorteil von vielen Standardangeboten und Du willst den gegen all-in-one-Pendelpuffer tauschen? Nach Garantie kann man als RL umbauen oder gleich auf Stich mit Ventilen gegen Aufpreis einbauen lassen.
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07.04.2026 12:33:31 |
Zitat von BoomChocoPopp  Zitat von Tobias_K  [...] CS5800iAW 12 E + 50 Liter Speicher - der einzige Vorteil von vielen Standardangeboten und Du willst den gegen all-in-one-Pendelpuffer tauschen? Nach Garantie kann man als RL umbauen oder gleich auf Stich mit Ventilen gegen Aufpreis einbauen lassen. Ja, ich sehe weniger Fehlerquellen beim Aufbau der Anlage, Montagezeit- und Platzersparnis. Sie sehen den 4-7 % Effizienzgewinn wenn man nach Ablauf der 5 Jahre Gewährleistung die Anlage wieder zerlegt und dann ohne Puffer und externe Heizkreispumpe neu zusammenbaut.
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07.04.2026 19:48:51 |
Zitat von Tobias_K  Zitat von BoomChocoPopp  [...] Ja, ich sehe weniger Fehlerquellen beim Aufbau der Anlage, Montagezeit- und Platzersparnis. Sie sehen den 4-7 % Effizienzgewinn wenn man nach Ablauf der 5 Jahre Gewährleistung die Anlage wieder zerlegt und dann ohne Puffer und externe Heizkreispumpe neu zusammenbaut. Ich glaube platzmäßig nimmt sich das nicht viel. CS5800iAW 12 E Höhe: 710 mm Breite: 400 mm Tiefe: 300 mm und dazu der 50 Liter PufferspeicherBosch STORA BST 50 EHP Höhe: 540 mm Breite: 530 mm Tiefe: 530 mm vs. CS5800i AW 12 MB Höhe: 1180 mm Breite: 600 mm Tiefe: 600 mm
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07.04.2026 19:52:03 |
Zitat von Tobias_K  Unterschied zwischen CS5800 und CS6800 ist die Verkleidung und eine "softwareseitige" Begrenzung der Vorlauftemperatur. Wenn die 60°C Vorlauftemperatur nicht ausreichen oder eine hochwertigere Verkleidung gewünscht ist darf natürlich gerne zur CS6800 greifen. ;) [...] Ist das sicher mit der unterschiedlichen Verkleidung? Weil in der Google Bildersuche sehe ich keinen Unterschied und selbst die Medienseite von Bosch unterscheidet da nicht zwischen den beiden Modellen https://www.bosch-presse.de/pressportal/de/de/die-neue-waermepumpengeneration-von-bosch-zukunftssicher-und-besonders-leise-259634.html
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08.04.2026 10:11:22 |
Zitat von Tobias_K  Zitat von BoomChocoPopp  [...] Ja, ich sehe weniger Fehlerquellen beim Aufbau der Anlage, Montagezeit- und Platzersparnis. Sie sehen den 4-7 % Effizienzgewinn wenn man nach Ablauf der 5 Jahre Gewährleistung die Anlage wieder zerlegt und dann ohne Puffer und externe Heizkreispumpe neu zusammenbaut. Wieviel Effizienzgewinn man bei Betrieb ohne Pendelpuffer erreicht, hängt von der Effizienzschädigung durch den Pendelpuffer ab. Diese hängt wiederum an der Haushydraulik, je schlechter die ist (oder verkehrt betrieben wird wegen Ahnungslosigkeit hinsichtlich der Wichtigkeit der Volumenströme), desto mehr wird durch den Pendelpuffer übergeströmt. Bei 4-7 % Effizienzschädigung beträgt der Abstand vom idealen System (nichts wird übergeströmt, weder kommt heisser Vorlauf zur Wärmepumpe zurück, noch wird - kalter Rücklauf über den Pendelpuffer hochgeladen und verwäscht den warmen Vorlauf) max. 1 -1,5 Kelvin ,also quasi nichts. Solche Anlagen findet man aber im Feld nicht ,da sind die Effekte dramatisch stärker und dann wird die Arbeitszahl im Durchschnitt eher um einen ganzen Punkt und mehr gesenkt, und nicht nur um wenige Prozent. Also planen, die Hydraulik evaluieren: und erst danach entscheiden, wie die Wärmepumpenhydraulik ausgeprägt sein muss, im Indealfall für eine LWP auf Radiatoren nur mit einem Rücklaufpuffer ausgerüstet und fertig, keine weiteren Pumpen, keine Überströmung. Gruß Dipl.-Ing. Anlagentechnik Frank-Rolf Roth www.waermepumpendoktor.com (Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung) Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW So wird’s gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=JqPpRR6vQl4
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