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Heizöltank Wartung
Verfasser:
Mischbereifung
Zeit: 09.04.2026 00:37:21
0
3948727
Hallo,
ich habe eine Ölheizung mit 5600 Liter Stahltank im Keller.
Dieser wurde damals (1969) bei Inbetriebnahme mit Opferanoden ausgerüstet.
Es wurden bis vor 7 Jahren immer von der gleichen Tankfirma, welche den Tank installiert hatten, die 5-7 jährige Wartung gemacht. Sprich=leerpumpen, säubern vom Tank, Anodenprüfung und evtl.Tausch der Anoden , Tausch auf schwimmende Entnahme vor 7 Jahren und wiederbefüllen vom Tank. Nun hat sich die Tankfirma mal wieder gemeldet wegen Tankreinigung/inspektion.

Ich habe im Forum mittlerweise gelesen, dass der Anodenschutz bei kellergeschweissten Öltanks nicht optimal ist. Die Probleme mit der Ölversorgung, gerade wenn der Ölstand niedrig ist, wegen vermehrten Ablagerungen an der Ansaugamatur durch Anodenrückstände.
Zudem verliere ich ca. 700l Ölfüllvolumen durch die Elektrolytschicht.

Mein Heizer, der den Brenner regelmässig wartet, meinte den Tank prüfen zu lassen und dann ohne Elektrolyt und Opferanode zu betreiben. Anodenschutz ist nicht mehr State of the Art.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 09.04.2026 13:21:05
3
3948787
"Tankwartung" ist zu mehr als 90% nur "Beutelschneiderei"!

Ich hab einen Stahltank mit 13.000 L Inhalt und wollte diesen nach über 30 Jahren einmal "Reinigen und Überprüfen" lassen und hab mir von einigen Firmen Anbote machen lassen.

Also Leerpumpen in einen mitgebrachten Tank, dann Mannloch öffnen, Belüften mitttels Druckgebläse, Schlamm absaugen und Heizöl aus externen Tank wieder zurückpumpen.

Der Preis hat mich aufs Sitzfleisch gehaut, denn pro Liter Tankvolumen glaub ich waren es 10 cent (ohne Mwst) sowie pro kg "Ölschlamm" samt Entsorgung damals 4,-€ plus Anfahrt und Zwischentankmiete!

Da hab ich den leeren Tank geöffnet (den Mannlochdeckel) und den Tank mit einem starken Gebläselüfter einige Teit ausgeblasen und bin nach optischer Inspektion selbst in den Tank gestiegen mit einem kleinen Kübel und einer Rolle Putzpapier!

Das Endergebnis war, etwa 2 Liter an Öl-/ Wasserschlamm und etwa 10 m Putzpapier mit Ölschlamm verunreinigt, sowie 2 h Arbeitszeit.
So einen Stundenlohn hab ich noch nie in meinem Leben gehabt!

Wenn man immer Heizöl von einem Qualitätslieferanten tankt, hat man keinen Dreck und keinen Ölschlamm, daher zahlt sich das vermeintliche Sonderangebot bei einem dubiosen Lieferanten nicht einmal im Ansatz aus, mein Bruder hat einmal so zugegriffen und um 20% billiger füllen lassen, an den Folgen hat er Jahrelang gekämpft!

Verfasser:
belzig
Zeit: 09.04.2026 17:10:21
1
3948826
Bei einem kellergeschweißten Stahltank bis 6000l braucht man eigentlich keine Reinigung, schon gar nicht bei schwimmender Entnahme.

Anders sieht es bei Erdtanks aus Beton und GFK mit 10.000l und mehr aus, da ist meist eine Reinigung und Inspektion auch sinnvoll. Manchmal ist da am Boden auch Wasser zu finden, v.a. wenn die Entlüftung nicht ordentlich ausgeführt ist und Regenwasser eingetreten ist.

Verfasser:
micha_el
Zeit: 09.04.2026 21:13:47
0
3948864
Wenn der Tankraum im Sommer kälter als der Taupunkt der Luft draußen ist, wird über die Entlüftungsleitung des Tanks Feuchtigkeit kondensieren.
Das Wasser tropft dann in den Tank und unterhalb, wo die Entlüftungsleitung in den Tank geht, steht unter dem Öl Wasser, das eine schweflige Säure bildet.

Die letzten 20 Jahr ist jetzt nicht mehr so viel Schwefel im Öl, aber früher war mehr drinnen.

Bei meinem Tank waren in dem Bereich Korrosionsspuren zu sehen und auch ca 1mm Material Schwächung/Verlust durch den Rost.

Seit 10 Jahren ist eine Innenhülle verbaut.
Jetzt wir auch nichts mehr gereinigt.

VG

Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 10.04.2026 19:19:43
0
3949057
Hallo,

gibt es nicht eine Möglichkeit (wie bei einem Schwimmbecken) nur den Boden abzusaugen und durch einen Filter zu leiten?

MfG
uwe

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