Hallo zusammen,
wir haben vor Kurzem einen Bungalow (Baujahr 1983) gekauft und ich hoffe, ihr könnt mir mit eurer Erfahrung etwas weiterhelfen. Ich bin kein Fachmann, daher bitte ich, eventuelle fachliche Ungenauigkeiten zu entschuldigen.
Zum Aufbau:
Der Dachboden ist nicht ausgebaut, relativ flach (Satteldach, ca. 1,50 m Höhe, etwa 130 m²). In der Geschossdecke liegt eine ca. 10 cm starke alte KMF-Dämmung (bereits getestet). Im Zuge einer
Dachsanierung wurde 2019 zusätzlich eine Dämmung aus Styropor (ca. 12 cm) in den Dachschrägen eingebracht. Auf der Dämmung der Geschossdecke liegen lose verlegte, unterschiedliche Holzbretter.
Die
Bodentreppe ist relativ neu. Laut
Baubeschreibung besteht die Decke aus „Deckenputz auf ca. 5 cm starken Rigips-Styroporplatten“.
Aktuell beschäftigt mich die Frage, wie wir mit der alten KMF umgehen sollen:
- Entfernen lassen (ggf. durch Fachbetrieb mit entsprechender Absaugung/
Unterdruck)?
- Oder liegen lassen und den Dachboden einfach nicht nutzen (wäre für uns grundsätzlich möglich)?
Ich höre und lese dazu sehr unterschiedliche Meinungen:
Teilweise wird darauf hingewiesen, dass über Fugen, Lampen- und Kabeldurchführungen etc. lungengängige Fasern in den Wohnraum gelangen können. Andere sagen wiederum, das sei vernachlässigbar.
Gerade mit Blick auf unser erstes Kind, das im Sommer kommt, sind wir sehr unentschlossen was der richtige Weg ist. Ich habe auch Bedenken, dass eine Entfernung – wenn sie nicht absolut sauber durchgeführt wird – durch extreme Aufwirbelung der Fasern eher kontraproduktiv ist und die deinen Fasern über lange Zeit noch im Dachgeschoss und damit auch weiterhin durch fehlende
Luftdichtigkeit auch für den Wohnraum eine Gefahr sein könnten.
Daher meine Frage an euch:
- Wie würdet ihr in der Situation vorgehen? Liegen lassen und sich nicht zu sehr verrückt machen – oder fachgerecht entfernen lassen?
P.s. wir planen zudem einen Wandabriss, wodurch zumindest zwischenzeitlich ein kleiner Spalt der Decke frei wird, vermutlich liegt die KMF auf dem Rigips. So eine kleine Freisetzung in den Wohnraum musste durch feucht Wischen und Lüften aber vernachlässigbar sein? Zudem wird Starkstrom verlegt und Elektriker turnen zumindest mal kurz oben Rum, ansonsten könnte der kalte Dachboden auch erstmal jahrelang geschlossen bleiben..
Vielen Dank schon mal für eure Einschätzungen!
LG
Gobel