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Datenschutzhinweise

Kernsanierung zum EH Denkmal - Technik HLSE
Verfasser:
Fipselinho
Zeit: 11.04.2026 10:39:38
0
3949149
Hallo zusammen,

ich würde gerne Meinungen zu meinem Vorhaben erhalten bzgl. Technik, vielen Dank:

Ich plane demnächst die Ersteigerung eines MFH als Denkmal in geschützter Anlage (Altstadt, kein Einzeldenkmal) mit 4 WE und Gastro im EG.
Gastro soll zu 2 Whg umgebaut werden, eine davon barrierefrei.

Wohnfläche 450m²
3 Geschosse + KG

Gebäudehülle:
Außenwände ca. 40% Fachwerk -> Innendämmung + Wandheizung
Massiv mit WDVS oder Vorhangfassade
Kellerdecke+oberste Geschossdecke dämmen
Fenster neu

Heizung:
LW WP Kaskade 25 kW
2-Zonen Puffer für WW+HZ
Wohnungsstationen
Mix aus Wand-, FBH und HK
Active Cooling

Lüftung:
Dezentrale Lösungen
Pendellüfter mit WRG
Abluft über Schornsteine + ALD

Sanitär
komplett neu
Wohnungsstationen

Elektro:
Stand der Technik
10 Parkplätze mit Wallboxen

Was haltet Ihr von der Zusammenstellung? Verbesserungsvorschläge werden gerne angenommen.

Sanierungskosten dürft Ihr gerne auch ne Nummer raushauen ;-)

Grüße

Verfasser:
DMS20
Zeit: 11.04.2026 11:17:26
2
3949159
meine ersten Gedanken dazu:

- Gefahr von "Fass ohne Boden"
- bloss keinen Zweizonenpuffer; Heizung und WW hydraulisch trennen
- im Vermietungsbereich: WW per veDLE, evtl. mit Vorheizung durch die WP aus dem Heizkreislauf per entsprechender Wohnungsübergabestation. Damit reduzierst du ganz erheblich die Vorhaltekosten für WW und vereinfachst die Abrechnung.
- 25kW-WP-Kaskade wird sehr wahrscheinlich weit überdimensioniert sein nach der energetischen Ertüchtigung (Kellerdecke, Wände, Dach, Fenster)
- Innendämmung nur nach Freigabe durch Bauphysiker&Co
- Bei Decken- und Wandheizung unbedingt entsprechende Klauseln in den Mietvertrag aufnehmen und diese dezidiert unterschreiben lassen, dass da niemand mit seiner Bohrmaschine oder Hammer und Nagel Lööcher stanzt und hinterher so tut, als ober er/sie das nicht wissen konnte.
- richtig dosiert Fachplaner involvieren
- was ist mit PV?

Verfasser:
Fipselinho
Zeit: 11.04.2026 13:19:57
0
3949182
Hi und danke für die Tipps:

Fass ohne Boden wäre natürlich möglich. Haus wurde aber 1982 modernisiert, der rechte Gebäudeteil komplett neu aufgebaut in Massivbauweise.
Ich versuche noch in das Haus zukommen.

Puffer: Du meinst dann zwei Puffer für HZ und WW?

eDLE hatte ich überlegt aber wenn morgens 6 Duschen angehen + WP etc ziehen da >120 kW...das dürfte Elektroinstallationskosten in die Höhe treiben
dann evtl elektr. Nachheizung in der Wohnungsstation
WW ist schwierig bei WP ;-)

25 kW ist erste Schätzung (grob 50W/m²) evtl. höhere Lüftungsverluste (keine/schlechte WRG) und hohe Leistung für WW
EH Denkmal hat gar nicht so hohe Anforderungen an U-Werte etc. Ist bissl vereinfacht.

Guter Hinweis mit den Klauseln zwecks Löcher. Da der Fachwerkanteil eh von Innen gedämmt werden muss, macht Wandheizung halt Sinn.

EE-Experten muss ich sowieso einbinden

PV wird schwierig. Gesamtdach besteht aus zwei Satteldächer, 60° Neigung First Nord-Ost nach Süd-West...dazu Gauben

Verfasser:
DMS20
Zeit: 13.04.2026 19:05:11
0
3949605
Zitat von Fipselinho Beitrag anzeigen
... Haus wurde aber 1982 modernisiert ...
das endete leider häufig in Verschlimmbesserungen - also genau hinsehen (lassen).

Zitat von Fipselinho Beitrag anzeigen
... der rechte Gebäudeteil komplett neu aufgebaut in Massivbauweise
der steht dann aber nicht unter DS?

Zitat von Fipselinho Beitrag anzeigen
Puffer: Du meinst dann zwei Puffer für HZ und WW?
Ja.
Oder - wie geschrieben- Vorwärmung über die Heizkreise durch entsprechende Konfiguration der Übergabestationen in den Wohnungen. Nachwärmung über DLE.
Das spart eine Menge Verrohrung (die viel teurer ist als dicke Kabel für die DLE) und u.U. eine Menge Wärmeverluste, vor allem dann, wenn die Legionellen-Problematik wegen des Mietobjekts durchschlägt.

Zitat von Fipselinho Beitrag anzeigen
eDLE hatte ich überlegt aber wenn morgens 6 Duschen angehen + WP etc ziehen da >120 kW...das dürfte Elektroinstallationskosten in die Höhe treiben
Wenn ohnehin umfangreich saniert/umgebaut wird, ist so ein dickes Kabel eher nicht das Problem. Ganze große Mietshäuser werden teilweise mit DLE-WW versorgt.
Wegen der nur passageren Nutzung des WW kann mit einer gewissen "Nichtgleichzeitigkeit" kalkuliert werden.
Eine Anfrage beim Netzbetreiber könnte helfen.

Zitat von Fipselinho Beitrag anzeigen
25 kW ist erste Schätzung (grob 50W/m²) evtl. höhere Lüftungsverluste (keine/schlechte WRG) und hohe Leistung für WW
Umso besser, wenn das WW aus der Berechnung 'raus könnte. Die Heizungs-WP kann dann mit moderaten VL-Temp durchlaufen und muss zwischendurch und häufig (Zirkulation, mind. 60°C Wassertemp., ...) sich nicht auch noch um das Aufheizen eines WW-Speichers kümmern.

Zitat von Fipselinho Beitrag anzeigen
EH Denkmal hat gar nicht so hohe Anforderungen an U-Werte etc. Ist bissl vereinfacht.
Ja - ich weiß.
Eine gründliche raumweise Heizlastberechnung und realistische Einschätzung der Lüftungsverluste mit den Daten nach der Sanierung wird Klarheit bringen.
Dann muss "nur" noch gelingen, mit einer VL-Temp für alle Heizflächen auszukommen

Zitat von Fipselinho Beitrag anzeigen
PV wird schwierig. Gesamtdach besteht aus zwei Satteldächer, 60° Neigung First Nord-Ost nach Süd-West...dazu Gauben
Dann bliebe ja immerhin eine Südost-Dachfläche, dafür ist die Neigung von 60° sogar recht gut geeignet.
Aber du bist hier der einzige, der das aus Anschauung wirklich beurteilen kann.

Verfasser:
Fipselinho
Zeit: 13.04.2026 22:49:22
0
3949645
Es waren ursprünglich 2 Gebäude die 1982 "verschwistert" wurden. Der Neubau in Massiv kann allein nicht genutzt werden, Haustür im anderen Gebäude. Nach Umbau ist es faktisch ein Gebäudekomplex, welcher unter Ensembleschutz steht (Altstadt).

Ok WW überdenke ich nochmal

a) rein elekrisch DLE
b) Vorerwärmung durch WP und Nacherwärmung elektrisch in der Wohnungsstation.

Im EG ist eine Gastro daher denke ich E-Anschluss wird schon recht groß sein. Aber auch WP und 10 Stellplätze mit Wallboxen geplant.

Merci

Verfasser:
DMS20
Zeit: 14.04.2026 06:11:50
0
3949651
Zitat von Fipselinho Beitrag anzeigen
... Im EG ist eine Gastro daher denke ich E-Anschluss wird schon recht groß sein. Aber auch WP und 10 Stellplätze mit Wallboxen geplant.
Das sind m.E. genau die Herausforderungen, die es bei der "all-electric"-Strategie anzugehen und zu lösen gilt: Altbau, Innenstadt, Mietobjekt.
Wahrscheinlich bist du diesbezüglich (noch) Pionier und musst entsprechend Hürden überwinden.

Andererseits entspricht die Summe der Bewohner und Wohnfläche auch "nur" vier kleinen Albau-EFH.
Dort würde eigentlich niemand große Schwierigkeiten sehen, vier 6kW-WP, Booster-DLE und Wallboxen zu installieren und zu betreiben.

Die traditionell schon immer elend ineffiziente zentrale WW-Versorgung in Mietobjekten mit ihren Hygiene-/Temperaturvorgaben rückt nach meinem Eindruck im Rahmen der Umstellung auf WP ohnehin endlich vermehrt in den Fokus. Bisher blieben diese Verschwendungsschwerpunkte unter dem Radar. Hier im Forum kamen ja Fälle zutage, wo der Energiebedarf für die zentrale WW-Versorgung demjenigen für die Heizung fast erreichte, davon ca. 80% Stillstands- und Zirkulationsverluste.

Die Wallboxen in (vielleicht bald) deinem Objekt würden wohl ohnehin einem abgestimmten Lastmanagement unterliegen müssen. Dass da alle 10 Wallboxen "nach Feierabend" gleichzeitig mit 11kW über ein wenige Stunden die Akkus laden, und dann ein paar (Nacht-)Stunden brach liegen, kann ja nicht der Plan sein.

Spannendes Projekt.
Wäre schön, wenn du das Forum gelegentlich auf dem Laufenden halten könntest.

Verfasser:
Fipselinho
Zeit: 14.04.2026 08:27:27
0
3949663
Ja ich stehe nicht wirklich auf eine DLE Lösung, besonders effizient ist es auch nicht. Der WW Bedarf ist ja nicht hoch, vermutlich besser als der WP die JAZ zu vermiesen.

Mit den Wohnungsstationen umgehe ich ja Legionellenprüfung etc. <3 Liter Regel.

Morgen starten Förderung für Ladestationen im MFH, hoffe der Topf ist nicht leer, falls ich das Haus im Juli bekomme.

Mal schauen ob doch noch etwas wegen PV, Mieterstrom oder Strom-Pooling geht.

Verfasser:
DMS20
Zeit: 14.04.2026 10:24:11
0
3949684
Zitat von Fipselinho Beitrag anzeigen
Ja ich stehe nicht wirklich auf eine DLE Lösung, besonders effizient ist es auch nicht.
Im privaten Bereich sehe ich das bisher auch so.

Im Vermietbereich mit den Verpflichtungen, rund um die Uhr innerhalb kurzer Zeit mindestens 50(?)°C-WW bereit zu stellen, sieht das wegen der immensen Wärmeverluste durch die 24/7-Dauerzirkulation eben doch anders aus. Da kann die wohnungsnahe 1:1-DLE-WW-Bereitung sogar der effizientere Weg sein.

Auch haben die Mieter durch ihr WW-Verbrauchsverhalten direkteren Einfluss auf ihre Einsparpotentiale. Bei den hohen Bereitstellungskosten bei der zentralen WW-Bereitung ist das weniger gut möglich.

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