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31.01.2026 00:06:50 |
Zitat von Wunsen  Zitat von bstone  [...] IIch kann mir auch gar nicht so recht vorstellen, wie die HK-Voreinstellungen funktionieren können, wenn der Volumenstrom variabel ist. Kann das jemand erklären? Ich habe schon zu Zeiten der Ölbrennwertheizung entdeckt, dass der hydraulische Abgleich nicht mehr passte, wenn ich die Pumpleistung, also den Volumenstrom verändert hatte. Sogar die Heizkurve musste ich anpassen, obwohl das nach herrschender Lehre nicht nötig gewesen sein sollte. Heute habe ich 0,53. Bei einer taktenden Ölheizung waren es 0,65 bis 0,8 (bei Mischerbetrieb auf Stufe 2), aber vermutlich nur, weil ich die Brennereinschalttemperatur zu niedrig angesetzt hatte, um keine Bereitstellungsverluste zu produzieren, aber das ist ein anderes Thema.
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31.01.2026 00:21:55 |
Zitat von Komfortzone  Sogar die Heizkurve musste ich anpassen, obwohl das nach herrschender Lehre nicht nötig gewesen sein sollte. Heute habe ich 0,53. Bei einer taktenden Ölheizung waren es 0,65 bis 0,8 (bei Mischerbetrieb auf Stufe 2)[...] Keine Ahnung was Du mit "herrschender Lehre" meinst, aber eine (alte ? moderne ?) Ölheizung verhält sich auch nicht "linear". Und welchen Einfluß die Meßtechnik und die Firmware haben, ist auch nicht eingepreist. Wenn nun die ans Haus angepaßte WP-Heizkurve paßt, ist doch in der Praxis jetzt alles gut, oder ?
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31.01.2026 00:25:32 |
Zitat von bstone  Nachtrag:
Die Spreizung von 4K findet sich auch bei Fußbodenheizungen als Kriterium wieder.
Die Fixierung auf den Gasprozess stammt aus den Zeiten vor Invertertechnik, mit heutige Technik werden sowohl Gas als auch WW moduliert . Danke - das ist einleuchtend. Bei FBH funktioniert das vermutlich auch einfacher, weil es bei der VLT nicht so große Unterschiede gibt, und sie i.d. R. mit höherem Volumenstrom arbeiten kann. Wenn ich mit meinen Heizkörpern bei -10°C und 4K die 7-8kW Leistung erreichen wollte, würde es sicher ordentlich rauschen.
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31.01.2026 00:45:03 |
Zitat von PeterAlles  Zitat von Wunsen  [...] (Mindestens) Vaillant dagegen fährt im Primärkreis einen festen Volumenstrom im "Automatik"-Modus, egal bei welcher Aussentemperatur[...] Ich habe eine Stiebel, bei der ich einen konstanten Volumenstrom nach Wahl einstellen kann. Habe diesen nach dem berechneten Volumenstrom des Heizkreises gewählt. Am Trennpuffer stellt sich im stabilen Betrieb eine identische RLT für den Primär- und Sekundärkreis ein. Scheint also zu passen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man die Volumenströme bei fester Spreizung abgleichen kann. Oder passt sich die Sekundärpumpe dann immer an die Primärpumpe an?
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31.01.2026 07:26:42 |
Zitat von Wunsen  Ich habe eine Stiebel, bei der ich einen konstanten Volumenstrom nach Wahl einstellen kann. Habe diesen nach dem berechneten Volumenstrom des Heizkreises gewählt. Am Trennpuffer stellt sich im stabilen Betrieb eine identische RLT für den Primär- und Sekundärkreis ein. Scheint also zu passen.
Ich kann mir nicht vorstellen, wie man die Volumenströme bei fester Spreizung abgleichen kann. Oder passt sich die Sekundärpumpe dann immer an die Primärpumpe an?
Ja, Trennpuffer und feste Spreizung ist doof. Deshalb ist bei fester Spreizung ein Rücklaufpuffer besser, dann braucht man nichts abzugleichen. Mit zwei Heizkreisen, davon einer gemischt, sieht es vermutlich wieder anders aus. PWM-gesteuerte Heizkreispumpen wären eine Lösung, wenn die WP- Regelung das denn auch so vorsieht.
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31.01.2026 09:43:08 |
Zitat von PeterAlles  Zitat von Komfortzone  [...] Keine Ahnung was Du mit "herrschender Lehre" meinst, aber eine (alte ? moderne ?) Ölheizung verhält sich auch nicht "linear". Und welchen Einfluß die Meßtechnik und die Firmware haben, ist auch nicht eingepreist. Wenn nun die ans Haus angepaßte WP- Heizkurve paßt, ist doch[...] Natürlich. Ich habe sogar bei der WP einen Buckel in die Heizkurve gebastelt, nämlich +3 K bei 0°C AT (+/- 2 K), um den erhöhten Abtaubedarf mit anschließender Nachholheizung entsprechend abzubilden. wer das nicht macht, geht oft davon aus, dass die Heizkurve zu flach wäre, was dazu führt, dass sie bei NAT wieder zu hoch wäre.
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31.01.2026 10:51:09 |
Zitat von ajokr  Zitat von Wunsen  [...] Ja, Trennpuffer und feste Spreizung ist doof. Deshalb ist bei fester Spreizung ein Rücklaufpuffer besser, dann braucht man nichts abzugleichen. Mit zwei Heizkreisen, davon einer gemischt, sieht es vermutlich wieder anders aus. PWM-gesteuerte Heizkreispumpen wären eine[...] Nach Euren Erklärungen löst sich bei mir so langsam der Knoten. Die feste Spreizung kommt also im Wesentlichen aus Zeiten, wo es praktisch nur On-Off-WP mit FBH gab. Viele Hersteller haben das aber bei den Inverterpumpen beibehalten und das wird unglücklicherweise gerne mit Trenn- oder Parallelpuffern kombiniert, damit es auch mit Heizkörpern sorglos funktioniert. Wenn man Glück hat, ist die Heizkreispumpe PWM-gesteuert. Wobei variable Volumenströme im Heizkreis die Einstellungen für den hydraulischen Abgleich nach meiner Vorstellung stören, oder nicht? Stellt sich noch die Frage, warum die Hersteller bei der festen Spreizung bleiben. Ist es für sie einfacher oder gibt es wirklich gravierende Vorteile?
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31.01.2026 12:44:46 |
Zitat von Wunsen  Wenn ich mit meinen Heizkörpern bei -10°C und 4K die 7-8kW Leistung erreichen wollte, würde es sicher ordentlich rauschen. [...]
Das liegt aber dann an Ventil-Einsätzen mit zu kleinem KVs ..
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31.01.2026 12:47:52 |
Zitat von Wunsen  Nach Euren Erklärungen löst sich bei mir so langsam der Knoten. Die feste Spreizung kommt also im Wesentlichen aus Zeiten, wo es praktisch nur On-Off-WP mit FBH gab.
Viele Hersteller haben das aber bei den Inverterpumpen beibehalten und das wird unglücklicherweise gerne mit Trenn- oder Parallelpuffern kombiniert, damit es auch mit Heizkörpern sorglos funktioniert.[...]
Genau, die Hersteller machen einfach "weiter so", und bloß kein Hirnschmalz einsetzen, der Kunde hat keine Ahnung und merkt es ja nicht .. Hauptsache es wird irgendwie warm.
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31.01.2026 12:49:24 |
Zitat von Wunsen  Wenn man Glück hat, ist die Heizkreispumpe PWM-gesteuert. [...]
Ich kenne bislang KEINEN Hersteller, der die Sekundäre Pumpe per PWM oder LIN-Bus steuert. Die Sekundärpumpe geht immer nur AN / AUS per Relais.
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31.01.2026 13:01:02 |
Zitat von PeterAlles  Zitat von Wunsen  [...] Das liegt aber dann an Ventil-Einsätzen mit zu kleinem KVs .. Geräusche können daran liegen. Aber z.B. auch Rohrdurchmesser und daraus die Strömungsgeschwindigkeit spielen eine Rolle.
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31.01.2026 13:25:34 |
Bedingt durch die historisch bedingten Hydrauliken und ihre Eigenschaften richten sich die WP-Hersteller daran aus. Das ist auch dem Fakt geschuldet das die Regelungen entsprechend "primitiv" für den HB parametrierbar sein soll. Die wenigsten HB beherschen das Thema Regelung und eine Optimierung des Hydrauliksystems. Wird die Hydraulik und gemäß den Anfordern aus den Berechnungen entsprechend aufgebaut/optimiert und die WP prametriert so lassen sich diese System für die gänigen EFH , mit Ausnahme eines eventuell notwendigen Rücklaufpuffers, präzisse effizent betreiben. Für MFH ist realistisch der Trennpuffer die bessere Option. HB neigen dazu eine Trennpuffer zu nutzen, weil das viel Fehler in der Hydraulik etc. kaschiert! WP fährt mit höhere VLT in den Puffer und aus diesem wird heute etwas intelligentern Pumpen asyncron auf eine System mit ERR gefahren - Das erlaubt dem HB auf einen präzisen Hydraulischen-/Thermischenabgleich zu verzichten und gleichzeitig hat der Nutzer sein Thermostat.... Wenn man die Hausaufgaben der entsprechend Berechnungen etc. gemacht hat dann lässt sich jedes System optimieren und nur über die VLT(AT) temperaturstabil ohne manuellel Eingriffe entsprechend effizent betreiben.
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31.01.2026 14:02:01 |
Zitat von bstone  Bedingt durch die historisch bedingten Hydrauliken und ihre Eigenschaften richten sich die WP-Hersteller daran aus. Das ist auch dem Fakt geschuldet das die Regelungen entsprechend "primitiv" für den HB parametrierbar sein soll. Die wenigsten HB beherschen das Thema Regelung und eine Optimierung[...] Das ist sehr verständlich aber auch traurig. Ich habe seinerzeit viel gerechnet, aber eher zufällig ein Gerät erwischt, bei dem ein konstanter Volumenstrom einstellbar ist. Wobei das auch bei Stiebel wohl nur bei neueren Geräten bzw. mit neuerer Software möglich ist. Ich habe ein Zweifamilienhaus, aber meinen Mieter recht gut erzogen. Die Heizkurve ist außerdem so knapp eingestellt, dass er schon freiwillig keine Heizkörper zudreht. Wenn er für längere Zeit verreist, stellt er die Ventile auf 2, oder teilweise ganz zu,und ich kann den Volumenstrom der WP etwas reduzieren, so dass es die meiste Zeit trotzdem passt. Und wenn nicht, hilft der Trennpuffer.
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31.01.2026 15:01:58 |
Zitat von Wunsen  Das ist sehr verständlich aber auch traurig.
Ich habe seinerzeit viel gerechnet, aber eher zufällig ein Gerät erwischt, bei dem ein konstanter Volumenstrom einstellbar ist.[...]
Bei mir kann ich die PWM- Steuerung der Primärpumpe auch abschalten. Dann jage ich aber dauerhaft 32 L/min durch die Rohre. Meine Pumpe braucht viel Strom bei 100% Dauerpower, 9,5m Förderhöhe. Es macht im Frühjahr und Herbst wenig Sinn, mit viel Druck und Durchfluß nur wenig Wärme zu transportieren. Manuell einstellen läßt sich ein fester Durchluß leider nicht, bei meiner WP.
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31.01.2026 15:06:34 |
Zitat von Wunsen  Geräusche können daran liegen. Aber z.B. auch Rohrdurchmesser und daraus die Strömungsgeschwindigkeit spielen eine Rolle.
Das habe ich am Anfang auch viel gelesen, diese Erklärung. Aber ich habe 14/2er Kunststoffrohre, also 10 mm (!) Innendurchmesser. Das ist aber immer noch deutlich mehr Querschnitt als ein Ventil-Einsatz im Heizkörper hat. Also, auf den Ventil-Einsatz im Heizkörper schauen, ist der maximal mögliche Durchfluß recht klein (=> KVs), nutzen auch 15er oder 18er Kufperrohre nix - dann ist die Engstelle der Ventil-Einsatz.
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31.01.2026 15:48:47 |
Zitat von PeterAlles  Zitat von Wunsen  [...] Das habe ich am Anfang auch viel gelesen, diese Erklärung. Aber ich habe 14/2er Kunststoffrohre, also 10 mm (!) Innendurchmesser. Das ist aber immer noch deutlich mehr Querschnitt als ein Ventil-Einsatz im Heizkörper hat. Also, auf den Ventil-Einsatz im Heizkörper schauen, ist[...] Schon klar, das Beides wichtig ist. Nur, dass ich mir die Ventile aussuchen und leicht tauschen lassen konnte. Die vorhandene Verrohrung nicht.
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31.01.2026 16:44:34 |
Zitat von Wunsen  Schon klar, das Beides wichtig ist. Nur, dass ich mir die Ventile aussuchen und leicht tauschen lassen konnte. Die vorhandene Verrohrung nicht.
Geht mir ja nicht anders, die Rohre liegen im Estrich .. die kann man nicht "mal eben" tauschen. Mit den Ventil-Einsätzen hatte ich aber Glück, die mußte ich nicht erneuern. Die lassen in Maximal-Einstellung viel durch so daß ich in Summe bis zu 32 L/min im Heizkreis durchbekomme. Und da rauscht es nur ganz leise, bei 100% Durchfluß, das stört niemanden.
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31.01.2026 17:08:20 |
Zitat von PeterAlles  Zitat von Wunsen  [...] Geht mir ja nicht anders, die Rohre liegen im Estrich .. die kann man nicht "mal eben" tauschen. Mit den Ventil-Einsätzen hatte ich aber Glück, die mußte ich nicht erneuern. Die lassen in Maximal-Einstellung viel durch so daß ich in Summe bis zu 32 L/min im Heizkreis[...] Im Estrich hörst Du die Rohre wahrscheinlich ohnehin nicht rauschen. 😃 Bei mir liegen sie fast Alle frei. Die Hauptleitungen im Keller rauschen schon ordentlich, die in der Wohnung zum Glück nicht. Durch dieVentile bekomme ich bis zu 150l/h rauschfrei durch. Das ist in etwa die Obergrenze, die für 10mm Anbindeleitungen empfohlen wird (0,5m/s). Und das ist wahrscheinlich bei mir der Innen-Rohrdurchmesser, nach Abzug von einigen Millimetern Lack.
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12.04.2026 17:21:22 |
Nachdem ich Ende Januar den hydraulischen Abgleich perfektioniert hatte und vor kurzem den RT-Offset auf -5 K gesetzt habe, weil es sonst in der Übergangszeit zu warm wird, kann ich nun das Ergebnis betrachten: Ab ca. 8 Grad Außentemperatur aufwärts schaltet der Kompressor auf 15%, was 300 Watt Leistungsaufnahme bedeutet, und er läuft durch bis 13 oder 15 Grad Außentemperatur, bevor das Takten beginnt. Die genaue Schwelle habe ich noch nicht herausgefunden, weil dann keine Sonne scheinen darf, die das Ergebnis verfälschen würde. Die Wiedereinschaltschwelle liegt dann ca. bei 23,8 bis 24,2 Grad. Das war wie gesagt nur mit RT-Offset am Anschlag bei -5 k möglich. Vor dem Update des Betriebssystems im Februar ging der Offset nur bis -3 K. Man sieht hier, dass die Heizkörper nahe an eine FBH rankommen. Aber mal ehrlich: Wer geht so weit runter mit der Parallelverschiebung? Die Heizkörper fühlen sich ziemlich kalt an, und jeder "normale" Mensch würde denken, so kaltes Wasser herumzupumpen, muss doch Energieverschwendung sein. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Wärmeübertragung in den Heizkörpern findet bis herunter zur Raumtemperatur statt. Im letzten Herbst ging der Kompressor regelmäßig schon bei 9 Grad aus, und es entstand fast ein Takt alle zwei Stunden. Zu der Zeit waren zwei Heizkörper am Anfang des Heizkreises mit mehr Durchfluss als jetzt. Man kann also sehen, dass die Eindrosselung schon passen muss, um Takten zu verhindern. Volumenstrom um jeden Preis kann auch kontraproduktiv sein, wenn die übrigen Heizkörper dann zu wenig Durchfluss bekommen. Nebenbei steigt auch der COP auf über 4,5 bei niedrigeren Temperaturen als letztes Jahr.
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