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Datenschutzhinweise

Wärmepumpe ja/nein?
Verfasser:
Droggelbecher
Zeit: 12.04.2026 21:22:03
0
3949475
Moin zusammen,

ich bin auf der Suche nach etwas Erfahrung/Feedback da ich den Aussagen vom Energieberater und Heizungsbauer nicht ganz traue.

Haus:
- Baujahr 1954 mit 100m2, voll unterkellert (2m Deckenhöhe)
- Doppelschaliges Mauerwerk mit 6-7cm Einblasdämmung
- Oberste Geschossdecke mit Einblasdämmung gedämmt.
- Großteil der Fenster 3 fach verglast 2025
- PV Anlage mit 16kWp und 10KW Speicher
- 8 Jahre alte Brötje Brennwertheizung L-UB-17-40C mit 4500l Tank
- Ölverbrauch in den letzten 2 Jahren knapp 4500l (das war aber noch vor den Dämmmaßnahmen)

Folgende Situation:
- Öl neigt sich dem Ende, auffüllen ist teuer und ich bin am überlegen was ich mache

Optionen:
- Ölheizung raus, Wärmepumpe rein (Nachteil: Heizung ist nicht so alt und top in Schuss, Vorteil: Förderung)
- Ölheizung bleibt, ggf. kleinere (gebrauchte?) WP kaufen, die im Sommer die Heizlast übernimmt. Pufferspeicher und dann beide Heizungen daran anschließen.
- Ölheizung bleibt, Brauchwasserwärmepumpe + Heizstab - Getrennte Heizung für Warmwasser und Heizung
- Ölheizung bleibt

Ich bin um ehrlich zu sein etwas überfordert mit der Situation. Heizungsbauer und Energieberater sagen natürlich: Heizung raus.. logisch, gibt viel Geld zu verdienen.

Mir fällt es etwas schwer die noch recht junge Heizung einfach rauszuwerfen. Allerdings habe ich auch keine Lust bei den hohen Ölpreisen aktuell aufzutanken für 6.000 EUR

Höre gerne eure Gedanken.

Vielen Dank im Voraus
Droggel

Verfasser:
KR0815
Zeit: 12.04.2026 21:29:05
0
3949476
Olheizung behalten, kleine WP zusätzlich die gerade in der Übergangszeit wenn viel PV da ist das Heizen übernimmt

gebraucht brauchst die nicht zu kaufen, schau bei Panasonic Monoblock
Bkannte haben auch gite Erfahrung mit TCL-billigst-Zeug gemacht

kannst Du es selber installieren?

Verfasser:
PV4WP
Zeit: 12.04.2026 23:42:57
1
3949503
Wer das eine will, muss das andere mögen.
Ich habe eine ähnliche Entscheidung getroffen und nicht bereut.
Meine Gasheizung ist aktuell 9j alt und ich habe vor 4 Jahren eine Wärmepumpe eingebaut, die komplett die Raumheizung übernimmt, Gasheizung macht nur noch Warmwasser. Aktuell Gaskosten 650€/a.
Energetisch gibt dein Haus es her, monovalent mit einer WP betrieben zu werden.
Mit der Ölheizung bekommst du Förderung (auch Klimabonus von 20%) unabhängig vom Alter der Anlage.
Mit PV und Speicher hast du die besten Voraussetzungen in der Übergangszeit, mit hohen Eigenverbrauch die WP zu betreiben. Das kann ich aus eigener Erfahrung berichten.
Wer weiß wo die Ölpreise (+ CO2 Umlage etc) in zwei Jahren stehen und ob es die Heizungsförderung noch in solch einer Höhe gibt.
Dann bist du aber schon ein ganzes Stück weiter.
Gruß Ingo

Verfasser:
Paul84
Zeit: 13.04.2026 00:13:07
14
3949505
Bevor ich da über ne neue Heizung nachdenken würde, würde ich erstmal schauen warum ich bei 100m2 4500L Öl verbaler!!!
Im einem sanierten Haus mit Dämmung.... Ernsthaft... Hast du die Fenster dauerhaft auf?

Verfasser:
Musil
Zeit: 13.04.2026 00:58:57
2
3949508
Hallo,

zwei verschiedene Wärmeerzeuger (WP und Flamme (z.B. Öl)) zu kombinieren, geht eventuell - aber ob man das "sauber" hin bekommt - da werden die meisten HB wohl von vorn herein Abstand nehmen. Wenn man so etwas machen möchte, dann muss man sich selber perfekt auskennen.

Oben drauf dann noch die Frage, wie da WW bereiten?

Doppelschalige Außenwände mit 6...7 cm Einblasdämmung:

Ich hab auch doppelschalig (~ 220 m²): 25 cm Ziegel / 12 cm Einblasdämmung / 13 cm Ziegel (außen) und brauche ca. 20.000 kWh pro Jahr (inkl. WW), aber die ST am Dach steuert da ca. 1/3 zu - also nur Gas etwa 14.000 kWh / Jahr.

4.500 l Öl sind so etwas 45.000 kWh.... bei nur 100 m²

Da passt wohl etwas gewaltig nicht.

Wäre grob abgeschätzt der 4 fache Energieverbrauch zu meiner Hütte pro m².

Meine Überlegungen wären da erst mal:

1. Warum verbrauche ich da ca. viermal mehr Energie pro m²....?

2. Was kann ich am Haus (Energieverluste) verbessern - eventuell Lüftungsorgien der Holden...???

3. Wie komme ich dann in ferner Zukunft mal mit nur WP (WW mit Hygienespeicher) und viel PV am Dach wirtschaftlich aus.

4. Über eine solche "Umrüstung" jetzt sofort zu entscheiden, würde ich erst mal den Verbrauch über den nächsten Winter beobachten (nach den schon durchgeführten Dämmmaßnahmen) - jetzt weißt Du ja gar nicht, was Dein Haus dann wirklich braucht --> da ist die Gefahr, die WP total über zu dimensionieren ja extrem hoch.

5. Ein Jahr den Ölpreis mal noch "schlucken". Würde da eher mal knapp einkaufen (da Du ja den Effekt der Dämmmaßnahme noch gar nicht abschätzen kannst) - nach kaufen (auch zu ungünstigen Preisen) geht ja immer noch - aber besser als Du gehst dann mal auf WP und hast da noch einen Öltank mit 2.000 l....

6. Strukturiert (Schritt für Schritt) überdenken - nicht einfach am Anfang: Denke: "Der Ölpreis ist jetzt extrem hoch und bisher habe ich ca. 4.500 l im Frühjahr eingekauft"

Da zäumst Du Dein Pferd von der verkehrten Seite her auf - insbesondere in den heutigen Zeiten (Iran Krieg - Ölpreis) und ohne Kenntnis des Einfluss von Dämmmaßnahmen.

Gruß Musil

Verfasser:
gwynlavin
Zeit: 13.04.2026 01:12:00
3
3949511
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
Ich hab auch doppelschalig (~ 220 m²): 25 cm Ziegel / 12 cm Einblasdämmung / 13 cm Ziegel (außen) und brauche ca. 20.000 kWh pro Jahr (inkl. WW), aber die ST am Dach steuert da ca. 1/3 zu - also nur Gas etwa 14.000 kWh / Jahr.

4.500 l Öl sind so etwas 45.000 kWh.... bei nur 100 m²


Nur gerate, aber ich vermute der Initiator meinte 4.500l Öl über etwa 2 Jahre verbraucht und jetzt muss er seinen 4500l Tank wieder auffüllen.

Gruß Gwyn

Verfasser:
Musil
Zeit: 13.04.2026 01:18:03
0
3949512
PS:

Ein erster Beitrag hier von Dir....?

Erst mal hier viel lesen und suchen - Panik Ölpreis mal vermeiden. Mal ein wenig weniger kaufen jetzt).

Wo der Strompreis mal landet, wenn der Iran Konflikt noch länger anhält, wissen wir ja auch nicht.

4.500 l Öl sind trotzdem ein Wahnsinn bei 100 m²!

Gruß Musil

Verfasser:
Musil
Zeit: 13.04.2026 01:26:03
1
3949513
Zitat von gwynlavin Beitrag anzeigen
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
[...]


Nur gerate, aber ich vermute der Initiator meinte 4.500l Öl über etwa 2 Jahre verbraucht und jetzt muss er seinen 4500l Tank wieder auffüllen.

Gruß Gwyn


Kann ja sein - aber trotzdem noch sehr hoch (dann "nur" Faktor ca. 2).

Die Auswirkungen seiner Dämmmaßnahmen kennt er ja heute auch noch nicht. Ich würde da heute mal nur 2.000 l Öl kaufen und den nächsten Winter abwarten.

Und bis dahin hier viel lesen.

Verfasser:
joe115
Zeit: 13.04.2026 05:48:12
0
3949514
Wie sich die jüngst durchgeführten Dämmmassnahmen auf die Heizlast auswirken, kann man raten, mit einiger Fehlerrate rechnen oder messen.

Dazu muss ein WMZ eingebaut und über den kommenden Winter während einer repräsentativen Periode die Energiemengen, durchschnittliche Tages-AT sowie VLT aufgeschrieben werden. Parallel dazu wird ein thermischer Abgleich (googeln, was das ist) der Bestandsanlage durchgeführt, mit dem Ziel, die VLT auf WP-optimale Werte zu senken. Dabei identifiziert man auch die HK, die vergrößert werden sollten.

Im Sommer 2027 fliegt Öl raus, man baut eine WP für Heizung und WW ein, tauscht die HK und freut sich über mehr Platz im Keller.

Kosten für diese Vorbereitungsphase sind überschaubar; ich schätze, mit 1.200 bis 1.500l Öl ist man auf der sicheren Seite und was überbleibt, kauft die Firma, die den alten Tank demontiert.

Wenn es unbedingt diesen Sommer noch sein muss, weil man Angst um die Förderbedingungen hat, dann würde ich ganz stumpf mit einer WP in der 6-7kW Klasse rangehen, für Heizung und WW. Wäre jedoch nicht mein bevorzugter Weg, weil es neben der Heizlast noch weitere relevante Parameter für den effizienten WP Betrieb gibt.

Ja nicht das Gehirn durch Gier auffressen lassen - wenn sich die Förderbedingungen verändern, gehen die Preise mit, in jede Richtung.

Verfasser:
sportbiber
Zeit: 13.04.2026 06:12:20
1
3949517
Zitat von PV4WP Beitrag anzeigen
Wer das eine will, muss das andere mögen.
Ich habe eine ähnliche Entscheidung getroffen und nicht bereut.
Gasheizung macht nur noch Warmwasser. Aktuell Gaskosten 650€/a. [...]


Ernsthaft 650 Euro p.a. für Warmwasser? Seid ihr 8 Personen und alle baden täglich?

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 13.04.2026 07:16:47
2
3949522
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
Zitat von gwynlavin Beitrag anzeigen
[...]


Kann ja sein - aber trotzdem noch sehr hoch (dann "nur" Faktor ca. 2).

Die Auswirkungen seiner Dämmmaßnahmen kennt er ja heute auch noch nicht. Ich würde da heute mal nur 2.000 l Öl kaufen und den nächsten Winter abwarten.

Und bis dahin hier viel lesen.


Stimme zu.
Abhängig vom neuen Ölverbrauch die Wärmepumpe dimensionieren.
Gleichzeitig experimentieren wie niedrig die Vorlauftemperatur runterkommen kann - auf keinen Fall höher sollten es noch mehr als 45 Grad VLT nötig sein.
Ggf Wärmemengenzähler einbauen lassen und exakte Daten aus einem Jahr zu haben.

Erst WENN genaue Daten vorliegen Umstellung auf Wärmepumpe durchführen.

Verfasser:
PV4WP
Zeit: 13.04.2026 08:25:37
0
3949530
Zitat von sportbiber Beitrag anzeigen
Zitat von PV4WP Beitrag anzeigen
[...]


Ernsthaft 650 Euro p.a. für Warmwasser? Seid ihr 8 Personen und alle baden täglich?


Der reine Verbrauch sind 3500-4000kwh/a, aber ich habe die Zählergebühren mit eingerechnet. Das gehört m.e. zur Rechnung mit dazu. Fällt bei Öl eh raus.

Verfasser:
ajokr
Zeit: 13.04.2026 09:10:56
1
3949534
Zitat von Droggelbecher Beitrag anzeigen
- Ölheizung raus, Wärmepumpe rein (Nachteil: Heizung ist nicht so alt und top in Schuss, Vorteil: Förderung)
- Ölheizung bleibt, ggf. kleinere (gebrauchte?) WP kaufen, die im Sommer die Heizlast übernimmt. Pufferspeicher und dann beide Heizungen daran anschließen.
- Ölheizung bleibt, Brauchwasserwärmepumpe + Heizstab - Getrennte Heizung für Warmwasser und Heizung
- Ölheizung bleibt


Im Sommer hast du keine Heizlast, und im Winter muß eine Monoblock-WP durchlaufen, damit die Rohre nicht einfrieren. Dann wären Klimageräte eine bessere Wahl, damit hast du im Sommer noch Kühlung obendrauf zum Nulltarif dank eigener PV.

Du könntest die Ölheizung nach Demontage bei Kleinanzeigen weiterverkaufen.

Verfasser:
belzig
Zeit: 13.04.2026 17:42:16
2
3949594
Erstmal die Standardfragen:

Wo steht das Haus wg. NAT (PLZ)?
Wie hoch war der Brennstroffverbrauch pro Jahr?
Wurde damit auch WW gemacht und wieviel Leute wohnen im Haus?
Brennwert oder Niedetemperatur Kessel?

Wenn man die Daten hat, das ganze in

https://www.waermepumpe.de/werkzeuge/heizlastrechner/ (Reiter Vorjahresverbrauch)
eingeben.


Bei einer 8 Jahre alten Heizung würde ich da erstmal eine Split-Klima-Anlage kaufen und diese im größten Raum oder im Flur installieren lassen, damit möglichst viel Wohnfläche damit beheizt werden kann.

Je nach Grundriss kann man damit mindestens 65% vom Heiz-Wärmebedarf decken und das zu günstigen Preisen.

Verfasser:
Kalitschi
Zeit: 13.04.2026 20:48:07
1
3949622
Zitat von Droggelbecher Beitrag anzeigen
Moin zusammen,

ich bin auf der Suche nach etwas Erfahrung/Feedback da ich den Aussagen vom Energieberater und Heizungsbauer nicht ganz traue.

Haus:
- Baujahr 1954 mit 100m2, voll unterkellert (2m Deckenhöhe)
- Doppelschaliges Mauerwerk mit 6-7cm[...]


Zumindest würde ich jetzt nicht übereilt handeln.
Mit den Dämmassnahme hast Du ja schon einen riesen Schritt in Richtung Energieffizienz getan . Das wird sich deutlich auf dein Ölverbrauch auswirken. Das würde ich erstmal abwarten . Grob geschätzt wird das sicher schon 50 % oder mehr bringen.

Muss Du jetzt nicht dringend tanken würde ich noch abwarten. Wenn doch , vielleicht den Tank nur halbvoll machen. Als nächstes würde ich die Heizung so effizient wie möglich einstellen, so wie es bei einer Wp auch nötig wäre. Sprich thermischer Abgleich der Heizkreise und heizkurve so weit wie möglich absenken um den größtmöglichen Brennwerteffekt zu bekommen.Ziel ist es möglichst ohne Einzelraumregelung auf gewünschte Raumtemp. zu kommen. Keine Nachtabsenkung.
Parralel kann man dann schon mal prüfen inwiefern deine Hydraulik wärmepumpentauglich ist bzw. was dazu nötig ist.

Ewtl. finden sich in deinem System ja auch energetische Schwachstellen wie z. B nicht isolierte Rohre und Anschlussstellen oder das Warmwassersystem hat hohe Wärmeverluste z.B durch schlecht eingestellte Zirkulation oder Fehlzirkulation.

Willst Du darüber hinaus dann doch vom Öl weg würde ich das dann radikal machen. Also Öl raus und Wp rein um die volle Förderung mit zu nehmen. Wie die genauen Förderbedingungen z. Zt sind weiss ich aber leider nicht. Die Ölheizung dann noch zu behalten ist dann lediglich zu Redundanzzwecken falls die WP ausfällt. Bei nicht extrem schlechter Hydraulik bzw. Heizflächen wird die Ölheizung nur sehr wenigen Tagen im Jahr wirtschaftlicher sein sofern in deiner Gegend im Winter nicht extrem lange und kalteTemperaturen herrschen .
Eine kleinere Wp für den Sommer macht in meinen Augen keinen Sinn. Denn wenn ich schon auf Wärmepumpe setze dann gleich ganz. Der Mehrpreis für ein größeres Gerät ist dann auch nicht mehr von Belang zumal ich davon ausgehen das bei deinem Dämmstandard sowieso nur eine Wp in den untersten Leistungsklassen in Frage kommt .

Brauchwasserwärmepumpe? Kostet erstmal auch Geld welches ich mir Sparen kann wenn ich später dann doch auf Wp setze.Auch müssen die Aufstellbedingungen passen. Aussnahme sehe ich nur wenn Dein Heizwärmebedarf so gering ist , daß die Wärmepumpe nur für die WWB grösser ausgelegt werden müsste und so in der Übergangszeit zu früh taktet.
Ansonsten wie hoch ist dein Warmwasserbedarf gemessen am Gesamtverbrauch .

Mit Pv Heizstab WW ? Wie hoch ist der Invest.Was kostet dich das mit Öl . Wieviel Einspeisevergütung entgeht Dir dadurch, bzw selbst verbrauchter Haushaltstrom?

Mit Klimaanlage zuheizen? Kann man machen . Kostet aber auch schnell ein paar tausend Euro. Damit hat man dann aber auch nur den halben Schritt getan.

Solltest Du dir zutrauen das alles selbst einzubauen, dann würde ich auf jeden Fall Wp einbauen und wenn Förderung keine Rolle spielt kann man die Ölheizung noch drin lassen. Wie das Ganze dann mit einander verknüpft wird hängt massgelblich von der Wärmepumpentauglichhkeit deines Heizsystem ab.

Leider kann Dir wohl keine eine eindeutige Antwort auf Deine Fragen geben, weil keiner die Ölpreise von morgen kennt.
Ich gehe davon aus das diese wohl auch wieder sinken werden, aber mittelfristig durch die Co2 Bepreisung wieder steigen werden.
Strom wird meiner Meinung nach mittelfristig durch die Erneuerbaren billiger werden und man hat zumindest mit Pv und mit den Modulen 1-3 paragraph 14a die Möglichkeit darauf Einfluss zunehmen.
Und ab 2045 soll ja sowieso Schluss sein mit fossilen Brennstoffen. Ganz davon abgesehen das wir auch dringend umwelttechnisch handeln müssen.
Für mich geht die Tendenz stark in Richtung Wärmepumpe. Ist nur die Frage wann man diesen Schritt macht, sofern das Gebäude nicht gänzlich ungeeignet dafür ist.


Gruss Rüdiger

Verfasser:
Droggelbecher
Zeit: 13.04.2026 21:52:17
0
3949633
Moin,

erstmal vielen Dank für die vielen informativen Kommentare.

Zuerst ein paar Ergänzungen:
- Die aktuelle Heizung ist eine Brötje L-UB 17-41 C Niedertemperaturkesselheizung
- Haus ist in 21255 Niedersachsen
- Der Verbrauch von 4500l ist ca über 2 Jahre. Dabei waren die ersten 1,5 Jahre noch keine Dämmung/Fenster modernisiert. Aktuell fehlt auch noch die Kellerdecke/Treppe sowie 4 Fenster und die Dachbodenluke... hier ist also noch Optimierungsbedarf


Quintessenz aus dem Feebdack hier:
- WP + Heizung kann man machen, muss man aber nicht
- BWWP bringt wenig
- Fokus auf Beobachten und analysieren (Kältebrücken, schlechte Isolierung, akt. Verbrauch, thermischer Abgleich, Prüfung des Warmwassersystems
- Nach einem Jahr neue Entscheidung und wenn dann kompletter Umstieg auf WP
- Ggf. Einbau einer Split-Klimaanlage für die Übergangszeit + Kühlen im Sommer mit dem PV Strom

Macht eine Heizlastberechnung von einem Energieberater Sinn oder sollte man das grob selbst machen? Ich muss gestehen, mit Heizung habe ich mich in meinem Leben noch nicht so viel auseinandergesetzt ;)

Danke nochmal für all euer Feedback

Verfasser:
Berufsskeptiker
Zeit: 13.04.2026 22:23:50
2
3949641
Schon lustig, wieviele Leute den Eröffnungspost nicht richtig gelesen/verstanden haben. Der hohe Verbrauch war vor den Dämmmaßnahmen.
Das ist natürlich doof, daß der aktuelle Verbrauch noch nicht bekannt ist. Ein Umstieg auf WP wird ein Schuß ins Blaue, da eine rein rechnerische Bestimmung der nötigen WP-leistung nach DIN zu einer mit absoluter Sicherheit völlig überdimensionierten Anlage führen wird. Aus dem Bauch sage ich mal 7 kW reicht.

Thema BWWP: Wie feucht, warm und wie groß (Kubikmeter) ist der Keller? Ich bin grade dabei den Flachpass zweier getrennter WP zu spielen. Sie sparen übrigens etwas Geld, wenn sich die HeizungsWP nicht mit der Brauchwassererwärmung rumschlagen muss (deutlich bessere JAZ), auch die hydraulische Anlage kann deutlich einfacher vom Bauaufwand werden. Jede gesparte Heizungsbauerstunde ist bares Geld. Eine BWWP ist sehr simpel an die Warmwasserversorgung anzuschließen. Im Sommer mit eigen PV-Strom antreiben. dann kann die Heizungs WP von April bis Oktober ganz aus bleiben.
Zusätzlich wird ein feuchter Keller trocken.
Eine gewisse Redundanz gibts obendrein, Wenn eine der beiden Pumpen mal streiken sollte, hat man zumindest noch Heizung oder Warmwasser.

Verfasser:
Gueho
Zeit: 14.04.2026 13:02:55
0
3949722
Wo hast du denn das mit dem durchlaufen her ? Bei einem Teil der WP's am Markt läuft die Ladepumpe auch während der Taktpausen durch, andere schnüffeln hin und wieder, um zu schauen, wie die Temperatur im Heizkreis ist und selbst wenn das nicht wäre, würde die Dämmung der Rohre sowie die Schwerkraftzirkulation dafür sorgen, dass die Rohre im Aussenbereich nicht so schnell einfrieren.

Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
Zitat von Droggelbecher Beitrag anzeigen
[...]


Im Sommer hast du keine Heizlast, und im Winter muß eine Monoblock-WP durchlaufen, damit die Rohre nicht einfrieren. Dann wären Klimageräte eine bessere Wahl, damit hast du im Sommer noch Kühlung obendrauf zum Nulltarif dank eigener PV.

Du könntest die Ölheizung nach[...]

Verfasser:
belzig
Zeit: 14.04.2026 14:19:18
1
3949741
Zitat von Droggelbecher Beitrag anzeigen
Moin,
Macht eine Heizlastberechnung von einem Energieberater Sinn oder sollte man das grob selbst machen? Ich muss gestehen, mit Heizung habe ich mich in -Leben noch nicht so viel auseinandergesetzt ;)
...]



Also die Berechnungen von den EBs sind meistens für die Katz.
Gründe:
-Die in der DIN vorgeschriebenen Lüftungverluste sind meist viel zu hoch angesetzt.
-Dann wollen die EBs auch alle Räume auf 20° haben, egal wie sie genutzt werden.
- Am Schluß wollen sie dir dann auch noch einen "Individuellen Sanierungsfahrplan" aufs Auge drücken - was bei dir komplette Themaverfehlung wäre, weil du ja schon gedämmt hast.


Also wenn der HB für seinen Hydraulischen Abgleich auf eine raumweise Heizlastberechnung, dann machst du die selbst mit heiz.report.

Das wichtigste ist aber die Heizlastberechnung nach Vorjahresverbrauch.

Alternativ kannst du dir auch einen Wärmemengenzähler installieren lassen.

Dann führst du eine sog. Wärmepumpensimulation im nächsten Winter durch.

Das macht man, wenn die Außen-Temperaturen um die 0° sind. Dann die bestehende Heizung so einstellen, daß die VLT maximal 45° ist. Alle Heizkörperthermostate voll auf und die Heizungspumpe auf volle Leistung, bis Geräusche hörbar sind.

Wenn die Hütte damit warm wird ist alles gut, sind einzelne Räume zu kalt, mußt du dort die Heizkörper tauschen.

Auch hierfür gibts vom bwp einen Rechner https://www.waermepumpe.de/werkzeuge/heizkoerperrechner/

https://www.waermepumpe.de/werkzeuge/heizkoerperrechner/

Verfasser:
PV4WP
Zeit: 14.04.2026 17:30:18
1
3949777
Zitat von belzig Beitrag anzeigen
Zitat von Droggelbecher Beitrag anzeigen
[...]



Also die Berechnungen von den EBs sind meistens für die Katz.
Gründe:
-Die in der DIN vorgeschriebenen Lüftungverluste sind meist viel zu hoch angesetzt.
-Dann wollen die EBs auch alle Räume auf 20° haben, egal wie sie genutzt werden.
- Am Schluß wollen[...]



Kleiner Einwand vom Energieberater:
Grundsätzlich ist eine Heizlastberechnung genau so ungenau wie eine Messung mit dem WMZ. Es gibt Jahre da wird die NAT nicht erreicht.
Bei der HLB schaue ich mir das Heizverhalten der Kunden schon an, um die richtige Einschätzung zu bekommen. Wenn viel unbeheizte Räume dabei sind, gehe ich schonmal auf 80% der Heizleistung (+Trinkwassererwärmung). Das kommuniziere ich aber auch.
Den iSFP biete ich an, weil der aktuell mit 650€ gefördert wird und die selben Schritte beinhaltet wie die Heizlastberechnung. Er bietet einen gewissen Mehrwert für evtl. noch anstehende Sanierungsmaßnahmen, da er 15J gültig ist, +Bonus 5% und die förderfähigen Kosten von 30 auf 60T€ hebt.
Gruß Ingo
www.energieberatung-varel.de

Verfasser:
belzig
Zeit: 14.04.2026 18:49:15
0
3949790
Schönes VIdeo zum Thema ISPF und Energieberatung

Verfasser:
Berufsskeptiker
Zeit: 14.04.2026 22:37:24
0
3949831
Zitat von belzig Beitrag anzeigen
Zitat von Droggelbecher Beitrag anzeigen
[...]



Also die Berechnungen von den EBs sind meistens für die Katz.
Gründe:
-Die in der DIN vorgeschriebenen Lüftungverluste sind meist viel zu hoch angesetzt.
-Dann wollen die EBs auch alle Räume auf 20° haben, egal wie sie genutzt werden.
- Am Schluß wollen[...]


Soweit völlige Zustimmung. Hilft unserem TE aber nicht weiter, da er eben keine Heizsaison mit den durchgeführten Dämmmaßnahmen absolviert hat. Er steht jetzt halt grad mit leerem Tank da und möchte bei den derzeitigen Heizölpreisen nicht nachtanken sondern lieber gleich in eine bessere Heizung investieren.

Verfasser:
Unclebarisch
Zeit: 15.04.2026 00:00:57
0
3949840
Ich bin ja auch schon am überlegen wegen einer WP, klar aber ist, es soll hier der Öler mal gegen diese getauscht werden.

Mir wurde hierfür auch schon die Panasonic Monoblock empfohlen weil ich diese Arbeit so gut es geht selbst machen würde.

Wie schaut das dann aber aus mit der Zusteuerung? Ich gehe mal davon aus das die da entfällt?

Hab sonst vor ein paar Monaten auch einen WMZ installiert damit ich für 1 Jahr mal die Werte habe, dann könnte man sich schon einmal etwas an die Auslegung von der Leistung der WP ran mache und suchen.

Bei uns ist es übrigens eine DHH aus BJ.72, Fenster 3 Fach verglast, Dach 2009 gedämmt. Geheizt wird mit Große dicke Radiatoren im Gäste WC, Bad, OG Flur, Kinderzimmer 1&2 und etwas im DG.
Im EG wo die Küche, Wohnzimmer, Esszimmer und Flur ist sind die Heizkörper immer aus, da heizen wir mit Holz. Diese Wärme zieht zudem auch vom EG in das OG hoch, das finden wird super.

Ölverbrauch im Jahr ca. 1500l.

Die Heizungsanlage ist anders wie hier Sehr alt, aus dem BJ vom Haus und der Brenner 2010. Von mir damals optimiert worden mit einer Steuerung mit Außenführen wo den Mischmotor Steuert. Bei 0°CAT = ca. 38°C VT. Bei. -5°C AT = ca. 40°C VT. Bei -10°C AT = ca. 43°C VT.

Diese Minus grade von -10°C ++++ haben wird hier bei uns in BW sehr selten, da merkt man, die Winter werden immer milder.

Wie wäre eure Einschätzung mit diesen Daten, welche WP könnte es werden von der Leistung in KW?

Ach genau, was wäre besser wegen WW, auch über diese eine WP oder per WWWP im Keller die den Kessel einmal am Tag erwärmt?

PV mit 15kwp und 5,12kw Speicher übrigens vorhanden.
2025: 14,5MWh Produziert, 4,5MWh verbrauch, 10,4MWh Einspeisung, 760KWh (0,760MWh) Netzbezug.

VG

Verfasser:
Musil
Zeit: 15.04.2026 03:08:01
0
3949843
Hallo,

der TO kann hier sehr wahrscheinlich nicht mehr posten - da er sich hier nicht registriert hat....

Aber Ihr dürft Euch davon unabhängig hier noch am Thema "abarbeiten"... (Humor wieder aus!).

Gruß Musil

Verfasser:
Droggelbecher
Zeit: 15.04.2026 10:38:53
0
3949916
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
Hallo,

der TO kann hier sehr wahrscheinlich nicht mehr posten - da er sich hier nicht registriert hat....

Aber Ihr dürft Euch davon unabhängig hier noch am Thema "abarbeiten"... (Humor wieder aus!).

Gruß Musil


Bin ich der TO?

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RayKrebs schrieb: Was dann natürlich schon die Frage der Verhältnismäßigkeit stellt....
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