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Wärmepumpe im Bestand (120 m² EFH, Heizkörper, gemessene Volumenströme) – Bitte um Einschätzung Gesamtsystem
Verfasser:
WP_PewPew
Zeit: 12.04.2026 19:16:34
0
3949445
Hallo zusammen,

ich stehe aktuell vor der Entscheidung für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe im sanierten EFH und würde mich über eine fachliche Einschätzung zum Gesamtsystem freuen. (gibt bereits eine Planung für Wendegraben siehe Thread: https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/286135/Sole-Wasser-WP-mit-Ringgraben-oder-doch-Luft-Luft-WP- <- Leider explodieren mir hier die Angebote von den Heizis (WP+Einbau schon bei 30k+ und das ohne Graben, Rohre, etc.), daher leider nicht rentabel. Auch der WAF ist bzgl. Luft/Wasser exorbitant höher, als für Sole/Wasser und alles selbst machen ist da leider ausgeschlossen) (trotzdem nochmal vielen Dank an Wolfgang für die Unterstützung).

Ich versuche, alle relevanten Daten möglichst kompakt und vollständig darzustellen:

---

### 🏠 Gebäude

* EFH, Fertighaus (Renolit Bungalow)
* Wohnfläche: ca. 120 m² (+ beheizbarer Kellerraum ~28 m² optional)
* Baujahr: 1974, wird aber aktuell energetisch verbessert (Details kann ich bei Bedarf nachreichen)
* Standort: Bad Homburg (Rhein-Main-Gebiet (Normaußentemperatur ca. -10°C))

---

### 🔥 Heizlast

Aktueller Verbrauch liegt bei 25000kwh jährlich mit 20jähriger Gas-Heizung -> mir ist bewusst, dass diese wohl völlig ineffizient arbeitet und ich viel Gas "zum Fenster rausblase". Haus kann man als nahezu ungedämmt bezeichnen, wird jedoch aktuell energetisch saniert (30cm Holzweichfaser oberste Geschossdecke, Kellerdecke wird ebenfalls gedämmt (so, dass förderfähig), Fenster/Türen bereits ausgetauscht (3-fach Verglasung, etc.)

Ich habe eine raumweise Heizlastberechnung post-Sanierung gemacht (als Laie, daher bewusst konservativ) --> siehe Google Drive Link am Ende:

* ursprüngliche Berechnung: **~6,8 kW**
* Kritik vom Fachmann (Wärmepumpendoktor):

* Luftwechsel mit 0,5 zu hoch angesetzt
* Kinderzimmer mit 18°C zu niedrig
* Wärmebrückenzuschlag eher zu hoch

👉 daraus resultierende Einschätzung:

* realistisch eher: **~5,0 – 6,0 kW**
* mit beheiztem Keller: evtl. **~6,0 – 6,5 kW**

---

### 🌡️ Heizsystem

* ausschließlich Heizkörper (keine FBH)
* 2x Typ 33 Heizkörper im Wohnzimmer vorhanden
* Ziel: möglichst niedrige Vorlauftemperatur (~45°C)

---

### 💧 Gemessene Volumenströme (über Grundfos Alpha2, Vollast)

Heizungsrohre: Stahlrohre: DN 32 bzw. DN 15

**Gesamt:**

* alle HK offen: ~3,1 – 3,3 m³/h (bei 1,5 bar auf der Leitung)
* Grundrauschen (alle HK geschlossen): ~0,5 m³/h

**Einzelmessungen (jeweils nur ein Heizkörper offen und incl. Grundrauschen):**

* Wohnzimmer (100x90x15,5) (2× Typ 33): je ~1,0 m³/h
* Esszimmer: (140x60x10) ~0,7 m³/h
* Küche: (60x60x10) ~0,7 m³/h
* Diele: (60x90x10) ~0,8 m³/h
* Bad: (50x90x10) ~0,7 m³/h
* Kinderzimmer: (100x60x10) ~0,7 m³/h
* Schlafzimmer: (100x60x10) ~0,8 m³/h
* Büro: (100x60x10) ~0,8 m³/h
* Keller: (195x70x9) ~1,1 m³/h

👉 Interpretation meinerseits:

* Hydraulik grundsätzlich leistungsfähig
* Volumenstrom für WP-Betrieb ausreichend

---

### ⚙️ Geplante Hydraulik

* 1 Heizkreis
* möglichst **direkt angebunden (ohne hydraulische Weiche)**
* ggf. **kleiner Reihenpuffer (~50–100 L)** zur Stabilisierung
* kein Überströmventil geplant

---

### 🔥 Warmwasser

* 3–4 Personen
* geplanter Speicher: **~300 L**
* klassischer WW-Speicher (kein Kombispeicher)

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### ❄️ Wärmepumpen-Kandidaten

Aktuell im Fokus:

* Vaillant aroTHERM plus 75/8.1
* Vaillant aroTHERM plus 105/6 bzw. 105/8.1
* alternativ diskutiert: Ochsner Air Hawk 208

Tendenz geht aktuell eher Richtung **kleineres Gerät (75/8.1)** wegen besserer Modulation.

---

### 🌬️ Aufstellung

* Außeneinheit vor Haus (Süd/Südost-Seite)
* freie Fläche vorhanden (Bilder siehe Google Drive, Forsythie muss wohl weichen)
* Abstand zum Nachbarn östlich ca. 7–8 m (inkl. Hausabstand), Anstand zur Grundstücksgrenze ca. 3-4 m
* Wind eher aus West/Südwest (Taunuslage)

---

### 🤔 Meine offenen Fragen

1. **Dimensionierung:**

* Würdet ihr bei den Daten eher zur 75/8.1 oder 105er greifen?
* Ist „leichte Unterdimensionierung + Heizstab“ hier sinnvoll?

2. **Hydraulik:**

* Direktanbindung ohne Weiche sinnvoll?
* kleiner Reihenpuffer empfehlenswert oder besser komplett ohne?

3. **Heizkörperbetrieb:**

* seht ihr Probleme bzgl. Volumenstrom / Rücklauf / Spreizung?

4. **Gesamtsystem:**

* passt das Setup grundsätzlich zusammen?
* würdet ihr etwas grundlegend anders machen?

---

### 🎯 Ziel

* möglichst effizienter Betrieb (JAZ >4)
* stabile Laufzeiten (wenig Takten)
* kein „auf Sicherheit überdimensionieren“

---

Hier der Google Drive Link mit Bildern / Unterlagen: Link

Vielen Dank schon mal für eure Einschätzung!
Ich bin für jede fundierte Rückmeldung sehr dankbar 👍

Viele Grüße

Malte

Verfasser:
ajokr
Zeit: 12.04.2026 19:33:25
1
3949448
Zitat von WP_PewPew Beitrag anzeigen

* Würdet ihr bei den Daten eher zur 75/8.1 oder 105er greifen?
* Ist „leichte Unterdimensionierung + Heizstab“ hier sinnvoll?


Ich würde zur 75er raten. Die größere hat eine wesentlich höhere Mindestleistung, und wird sich zu Tode takten.
Statt Heizstab würde ich eher zu Klimageräten raten, die man im Winter auch als Backup zum Heizen nutzen kann. Dann aber nicht 1:1, sondern mit COP zwischen 2 und 3.

Mich wundern nur deine m³/h-Angaben. mit 3,2 m³/h und 6000 W Heizlast hättest du eine Spreizung von 6000 / (1,16 * 3200) = 1,6 K.

Die 75er Vaillant arbeitet mit 1200 l/h. Eventuell kannst du die Heizkörper mit den ermittelten Raumheizlasten mit DanBasic gegenrechnen, das liefert dir auch den Durchfluß zur benötigten Raumheizlast.

Zu VLT/RLT hast du auch noch keine Angaben. Die bekommst du auch mit DanBasic. Sollte idealerweise unter 45°C liegen bei fehlender Fassadendämmung.

Verfasser:
temperaturabfall
Zeit: 12.04.2026 22:22:01
2
3949489
Zitat von WP_PewPew Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

ich stehe aktuell vor der Entscheidung für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe im sanierten EFH und würde mich über eine fachliche Einschätzung zum Gesamtsystem freuen. (gibt bereits eine Planung für Wendegraben siehe Thread:[...]


Ist hier irgendwo deine tatsächliche Einschätzung oder ist das alles KI?

Verfasser:
godek
Zeit: 12.04.2026 22:38:46
2
3949495
Formatierung wie Markup. Dazu Emoji. Das ist KI slop. Und damit habe taugt du keine Lust mir das genauer anzuschauen. Aber vermutlich können sie Leute heute nicht mehr ohne.

Wie so oft würde ich lieber den prompt lesen als die Wall of Text die der produziert

Verfasser:
WP_PewPew
Zeit: 12.04.2026 22:53:28
0
3949497
Habe mir nur mit Hilfe von LLM den Post mit allen vorab eingepflegten Infos generieren lassen, ja. Problematisch? Muss wohl der Leser entscheiden. Die Heizlastberechnung/Messwerte alle händisch in bester Laienweise mit Ubakus, mh-software, etc. zusammengetragen, bzw. gemessen. Weiß nicht wieso das ein Problem darstellt.

VLT/RLT versuche ich dann auch nochmal in meinem Rahmen zu messen, sobald ich das nötige Equipment habe und versuche mich mal mit DanBasic auseinanderzusetzen, danke! :)

Bzgl. Volumenstrom kann ich nur das angeben, was die Grundfos Alpha2 ausgespuckt hat (aber ist ja auch nur technisch geschätzt, wenn ich es richtig verstehe, daher gehe ich auch von einer entsprechenden Fehlerquote aus), da weder Wärmemengenzähler, noch anderes teureres Equipment vorhanden ist.
Dass der Volumenstrom sehr hoch ist, ist mir bewusst und kann vll. nur noch ergänzen, dass ich die erste Messung bei 0,5 Bar Leitungsdruck gemessen hatte, da kam bei der Grundfos max. 2,2m³/h raus und bei allen Einzelmessungen +0,1 im Vergleich zu denen mit 1,5 Bar. (Vielleicht hilft das ja die Werte besser beurteilen zu können)

lg

Verfasser:
A Min
Zeit: 12.04.2026 23:38:14
0
3949501
75er, eindeutig

Beim WW Speicher auf großen Wärmetauscher achten. Bei 300l sind 4qm gut. Icb habe in 200l 3 qm an 7er Buderus bei 6kW gemessener Heizlast (berechnet 8,8kW mit Danbasic) und NAT -10.

Verfasser:
gwynlavin
Zeit: 13.04.2026 00:25:04
0
3949506
Wenn die Kritik an deiner Heizlastberechnung begründet ist, dann wird wohl selbst die 75/8.1 schon zu "groß" sein.

Einen 300l-WW-Speicher ohne Zirkulation ist für 3-4 Personen eigentlich sehr üppig, aber da muss jeder seine Gewohnheiten betrachten. Wenn der Verbrauch nicht zum Speicher passt, stagniert das Wasser im Speicher und erhöht so die Gefahr der Keimenbelastung.

Ein WW-System sollte so "groß" wie nötig und so "klein" wie möglich geplant sein, vor allem wenn man bedenkt, dass man irgendwann evtl. auch wieder zu zweit oder alleine in einem Haus wohnt. Bei uns sind 220l für 4 Personen mit Spülmaschine und Waschmaschiene bei 48°C WW-Soll-Temperatur zur Zeit sehr auskömmlich.

Wir sind aber trotz Regen(spar)duschen und Halbbädern recht sparsam und koordiniert, d.h 1 Bad und 1-2 Duschen oder 4 Duschen gehen pro WW-Ladung sind möglich (bei zwei Ladungen pro Tag und entsprechender Verteilung). Wäre die Koordination schlechter könnten ich den Speicher jeder Zeit in 1h zusätzlich laden, oder die WW-Temperatur dauerhaft erhöhen und die Beladung von Oben auf Unten verändern. Dann sollten auch ein Vollbad und 2-3 Regen(spar)duschen pro Ladung drin sein.

Am besten berechnet aber jeder seinen Speicherbedarf anhand seiner persönlichen Erwartungen aus.

Gruß Gwyn

Verfasser:
joe115
Zeit: 13.04.2026 06:01:05
0
3949515
WP der 6-7kW Klasse mit Heizstab 3x1kW und 500l Hygienespeicher fürs WW. Bei diesen möglichen VolStrömen auf keinen Fall einen Parallelpuffer aufschwätzen lassen. Mit dem thermischen Abgleich hast Du Dich sicherlich schon beschäftigt? Zusätzlich zu größeren Typ33 HK über Booster nachdenken, sind unhörbar (Selbstbau).

PS: falls Interesse, PM. Ich wohne in der Nähe.

Verfasser:
A Min
Zeit: 13.04.2026 14:02:56
0
3949565
Ich hatte bei mir 5,6kW gemessen, es sind aber eher 6kW jetzt mit neuem WMZ. Ölheizung wärmt halt nicht mehr den Keller und Schornstein.
War auch erst bei der 55er Vaillant, bin aber froh eine 7er genommen zu haben (Buderus) wegen der Abtaufalle. Da wäre sie sonst schon oft mit hoher Leistung bei leichten Minusgraden unterwegs. Daher der Tipp für die 75er.

Verfasser:
WP_PewPew
Zeit: 14.04.2026 14:43:32
0
3949743
Schonmal vielen Dank,

tendiere aktuell auch deutlich eher Richtung Vaillant aroTHERM plus 75/8.1, denke alles drüber ist zu doch zu groß. Auch muss ich vll. ergänzen, dass der Kellerraum nicht in der Heizlastberechnung mit drin war, da der Raum aktuell nicht genutzt wird. Da dieser aber ggf. später mal als Jugendzimmer unserer Tochter genutzt werden könnte, sollte auch da die 75 im Gegensatz zur 55er genügend Reserven bieten.

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