Hallo
Haustechnik-Gemeinde,
ich bin neu hier und auch allgemein beim Thema Heizung/WP/PV und hoffe auf ein paar hilfreiche Rückmeldungen.
Im Einfamiliengaus meiner Eltern Bj 1990 fiel letztes Jahr die Gastherme aus und wurde durch eine Wärmepumpe von AlphaInnotec (Hybrox 16) mit Luxtronik-
Steuerung ersetzt. Zusätzlich wurde auch eine PV-Anlage auf dem Dach mit 12kWp und einem 10kWh-Speicher installiert. Die komplette Dimensionierung hat der Heizungsbauer vorgenommen, dem meine Eltern sehr vertrauen.
Das System funktioniert auch, d.h. es ist im Haus "bacherlwarm", wie man bei uns sagt. Meine Eltern sind sehr altes Baujahr und brauchen das so. Trotzdem habe ich Zweifel, ob alles richtig ist oder ob man nicht noch optimieren könnte.
1) Der Heizungsbauer hat zur Eigenverbrauchsoptimierung einen zusätzlichen "ATON EHS-R" Elektro-Heizstab von TA empfohlen, mit der Steuerung CAN-EZ3.
Mir ist im Sommer und auch jetzt an sonnigen Tagen aufgefallen, dass der Heizstab fast permanent mit 3kW läuft, sobald die Batterie nach der Nachtentleerung wieder voll geladen ist. Das müsste sich doch irgendwo in einer
Pufferspeichertemperatur niederschlagen? Den einzigen Wert, den ich erkennen kann, ist der aktuelle Wert am Heizstab, der aber ja sehr weit unten im Speicher eingebaut ist. D.h. weiter oben erwarte ich deutlich höhere
Temperaturen. Im Sommer hatten wir auch viel zu heißes
Leitungswasser.
Läuft der Stab zu lange? Und weiß das die Wärmepumpe überhaupt?
2) Die WP startet für meinen Geschmack sehr häufig. Ich habe gelesen, dass sich das negativ auf die Lebensdauer auswirken kann -- ist aber vielleicht ein Mythos, ähnlich wie es bei der Start-Stop-Automatik im Auto auch ewig hieß, da geht der Anlasser kaputt.
Um das Zusammenspiel aus PV, Batterie und Heizung genauer analysieren zu können, habe ich kürzlich Homeassistant auf einem Raspberry Pi4 installiert. Das PV-System von Fronius hat sich quasi selbst eingerichtet, die Luxtronik-Steuerung benötigt HACS. Leider ist hier der aktuelle elektrische Verbrauch nicht zu sehen, und auch im Modbus-Protokoll scheint es kein Register hierfür zu geben. Im Webserver, der sich aktivieren lässt, ist der Wert aber vorhanden und wird alle paar Sekunden aktualisiert; schade.
https://www.pasteboard.co/L60KL1eIL2HE.pnghttps://www.pasteboard.co/L60KL1eIL2HE.pnghttps://www.pasteboard.co/a5QvrFTdGiMX.pnghttps://www.pasteboard.co/vX6ALY524KCA.pnghttps://www.pasteboard.co/RuqPWJseeEUJ.pnghttps://www.pasteboard.co/e0M9ipfglQ2G.pngDas Haus hat Fußbodenheizung im EG und Heizkörper im OG. Für das
Brauchwasser existiert eine Umwälzpumpe, die ungesteuert an einer Steckdose hängt. Um den Verlust in den Rohrleitungen nachts zu reduzieren, habe ich hier eine einfache Zeitschaltuhr vorgesteckt, die zwischen 0:00 Uhr und 7:30 Uhr die
Pumpe ausschaltet.
Was mir auffällt, ist die starke Schwankung der gemessenen Temperaturen. Es scheint mir fast so, als dass die WP erst nach dem Anlauf merkt, dass die
Wassertemperatur (aus dem Puffer?) eigentlich noch ziemlich hoch ist. Oder täusche ich mich? Heizt die WP wirklich so sprunghaft schnell.
Für jeden Hinweis und jede Anmerkung bin ich als Heizungs-Novize dankbar.