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24.03.2025 09:55:42 |
Hallo zusammen, ich bin etwas verwirrt. im Internet steht soviel widersprechendes... Smart Meter ist was anderes als ein digitaler Stromzähler? Ist das so richtig? vom Netzbetreiber haben wir einen digitaler Stromzähler erhalten. Im zuge der digitalsierung und der Installation von SmartHome möchte ich natürlich den Stromverbrauch tracken. ist mein Netzbetreiber dafür verantwortlich das ich ein Smart Meter erhalte oder muss ich selbst einen kaufen und einbauen. gibt ja diverse Eigenbau-Teile: shelly pro 3em Ecotracker Homematic IP Schnittstelle für Smart Meter, HmIP-ESI-IECWenn vom Netzbetreiber, ist dieser dann mit den gängigen Smarthome Systeme kompatibel? Danke für eine kurze Erklärung, gerne auch Links wo man das nachlesen kann.
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24.03.2025 10:34:04 |
Hi, ja das ist wieder alles furchtbar verkompliziert mit den Begrifflichkeiten... Wenn du deinen Stromverbrauch (lokal, zuhause) tracken willst, dann hat dein digitaler Zähler meist eine Infrarot-Schnittstelle mit der du den Verbrauch auslesen kannst. Dafür gibt es Leseköpfe für verschiedene Systeme (USB-Kabel für Raspberry Pi, mit ESP32 für MQTT, HomeAssistant, OpenHab etc., AVM hat gerade einen für die FritzBox auf den Markt gebracht). Als Smart Meter zählt ein digitaler Stromzähler dann, wenn er eine Kommunikationseinheit beinhaltet um die Verbrauchsdaten direkt an den Energielieferant und/oder Messstellenbetreiber zu übertragen. Das benötigst du z.B. um dynamische Stromtarife mit täglich oder stündlich wechselnden Preisen zu nuten. Den Einbau eines Smart Meters kannst du bei deinem Messstellenbetreiber beantragen.
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24.03.2025 10:41:26 |
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Wenn der Messstellenbetreiber den Smart Meters einbauen würde, dann wäre ein Tracker über die Infrarot-Schnittstelle überflüssig oder? Kann jemand ein Tracker für die Infrarot-Schnittstelle empfehlen? Dieser sollte Live-Werte zur Verfüugng stellen können (z.b. Verbraucher an -> In der App Watt-Anzahl höher) um so Stromverbraucher genau zu lokalisieren. Danke
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24.03.2025 10:46:58 |
Ich weiß nicht wie das in D gehandhabt wird, aber bei uns in A wurden die alten Ferraris Stromzähler inzwischen (fast) alle gegen sogenannte Smartmeter ausgetauscht, Diese "Smartmeter" sind bei uns mit einer Schnittstelle ausgestattet womit die Verbrauchsdaten über den normalen Haushaltsanschluss bis zum nächsten Trafo übertragen werden und dort gibt es dann ein entsprechendes Auswertegerät welches die einzelnen Daten per LWL ( Lichtwellenleiter) an die Verrechnungszentrale des Neztbetreibers weiterleitet. Jeder SM hat eine eigene unverwechselbare Seriennummer und dafür gibt es jeweils eine Zählpunktnummer für Verbrauch und wenn nötig eine Zählpunktnummer für Einspeisung, diese Zählpunktnummern müssen vom Elektrounternehmen welches einen neuen Anscgluss macht vorab beim Versorger beantragt werden. Es gibt bei uns noch die Besonderheit dass man ein normaler ein opt-out oder ein opt-in Kunde sein kann, nur der opt-in Kunde hat die Möglichkeit täglich sein Verbrauchsprofil herunterzuladen, dafür gewährt Er dem Netzbetreiber aber auch dessen jederzeitige Datenerfassung seines Verbrauches!
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24.03.2025 10:51:18 |
Zitat von neigbour  Wenn der Messstellenbetreiber den Smart Meters einbauen würde, dann wäre ein Tracker über die Infrarot-Schnittstelle überflüssig oder? 1. Jaein... Wenn der Messstellenbetreiber einen Smartmeter einbaut, heißt es noch lange nicht, dass du diese Daten leicht irgendwie verwenden kannst. Gegebenenfalls ist die Bereitstellung der Daten via einer FNN-Box dann sogar eine Zusatzdienstleistung, die du bezahlen musst. Deshalb lieber einen Lesekopf oder Alternativ ein eigener Zähler, wie Shelly 3EM Pro. Dann hast du auch keine Probleme, wenn der Messstellenbetreiber den Zähler nach einiger Zeit tauscht. 2. Wenn du den Einbau selber beantragst, kann es passieren, dass du das bezahlen musst. Wenn bei dir der Smartmeter eh Pflicht ist oder sein wird, dann würde ich höchstens anfragen, wann das passiert. Wenn nicht, würde ich mir die Kosten sparen. Ein Smartmeter kostet auch höhere Grundgebühr. In beiden Fällen ist man mit z.B. Shelly 3EM Pro deutlich besser aufgestellt.
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24.03.2025 11:36:26 |
Zitat von neigbour  gerne auch Links wo man das nachlesen kann. gehe mal zum Zeitungskiosk und hol dir die aktuelle c't. Da ist das gerade das Aufmacher-Thema.
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11.04.2026 10:47:32 |
Hallo zusammen, ich habe ebenfalls eine Frage bezüglich Smart Meter . Welche Daten werden an den Netzbetreiber gesendet? Wird ein komplettes Leistungsprofil gesendet? Bekommt so z. B. Der Netzbetreiber eine Nulleinspeisung oder dergleichen mit? Gruß Udo
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11.04.2026 19:34:10 |
Bei uns in A mit der Variante OPT IN hat der Netzbetreiber sämtliche Daten auf Abruf bzw mehrmals am Tag automatisch. Dabei wird sicherlich sowohl der Maximum Viertelstundenwert, als auch ob eingespeist oder bezogen wird und natürlich auch der jeweilige Zählerstand der verschiedenen internen Zähler. Ich denke dass in Zukunft noch weit mehr mittels dem " Smartmeter" in die Netzplanung bzw auch in diverse Begrenzungen einfließen wird und wohl auch verschiedene Preise im Tagesverlauf möglich sein werden. Um dann die Stromrechnung aufzdröseln ist wohl ein Hochschulabschluss erforderlich!
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12.04.2026 07:28:18 |
Werden da nur 1/4 Stunden Werte übertragen oder das genaue Lastprofil? Das waren ja Unmengen an Daten. Mir geht es darum nicht Gläsern zu sein. Gibt es da eine rechtliche Grundlage?
Gruß Udo
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12.04.2026 07:46:10 |
Das steht hier bei der Bundesnetzagentur. Die Daten werden mit 15 Minuten Auflösung gesendet. Und die Verwirrung geht weg, wenn man bei den richtigen begriffen bleibt. Der elektronische Zähler ist ein modernes Messsystem. Der hat keine Verbindung zur Außenwelt, aber ein digitales Zählwerk und oft eine Infrarot-Schnittstelle um die Daten selbst auslesen zu können. Wenn an den eine Zusatzkomponente für den Versand von Daten angebaut wird, ist es ein intelligentes Messsystem, auch smart Meter. Als dritter Schritt kann ein Gerät zur Steuerung von Verbrauchern (zB Wärmepumpe) oder Erzeugern (zB PV) dazu montiert werden. (Steuerbox) Wenn Du mit IR Kopf Daten auslesen willst, was ich sehr empfehle, dann bekommst Du Daten mit Auflösung von wenigen Sekunden. Dazu muss aber oft eine PIN vom Ausgeber des Zählers (das ist nicht der bei dem Du den Stromvertrag hast) beantragt werden. Das ist kostenlos und dient dem Datenschutz, zB wenn die Zähler zugänglich in einem Mehrparteienhaus sind.
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12.04.2026 08:25:29 |
Ergänzend: der MSB stellt die 15min Werte, die er von seinem iMSys empfängt, über ein Messtellenportal dem Anwender zur Verfügung. Und klar: man wird gläsern bzgl seiner Elektrizität. Keine Piraten-PV, keine rückwärts drehenden Zähler mehr, auch keine unangemeldete WB. Es ist bereits ohne KI möglich gewesen, Muster, die durch solche Geräte in den Daten entstehen, herauszufiltern. Im Moment ist die Gefahr gering, erwischt zu werden. Die MSB und andere sind über D stark fragmentiert, oft klein, personell unter- oder falsch besetzt und damit beschäftigt, überhaupt den Rollout der intelligenten Messysteme hinzubekommen. Das wird sich ändern.
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12.04.2026 09:34:40 |
Zitat von Oelwechsler  Zitat von neigbour  [...] gehe mal zum Zeitungskiosk und hol dir die aktuelle c't. Da ist das gerade das Aufmacher-Thema. Mal von diesem sicherlich nicht schlechten Tipp abgesehen noch folgende Ergänzung: Messeinrichtungen seitens „Stromlieferant“, besser „Messstellenbetreiber“(MSB): Früher: Ferarriszähler, die mit dem drehenden Rädchen, meist schwarzes Bakelitgehäuse Inzwischen: elektronische Zähler. Unterschiede gegeben in „Zwei-Richtungs-Zähler“ (2Rz): zählen Bezug oder Einspeisung, zb PV, ODER „2-Tarif-Zähler“ (2Tz), zählen Tag-/Nachtstrom, besser Hoch-Niedertarif). Unterschied: elektronische Anzeige, grau bzw weisses Gehäuse, und in der Regel mitteilen IR-Auge versehen, wo mittels weiterer Elektronik der aktuelle Wert ausgelesen werden kann, wie oben beschrieben. Beide Varianten sind, wenn „Stand-Alone“ eingebaut, sogenannte Moderne Messeinrichtungen, MMS/MSys. Merkmal: werden nicht seitens Betreiber ausgelesen, die musst du selbst melden (zb 1x jährlich). Werden an diese MMS noch zusätzlich Gateways verbaut, kann das Ding „nach Hause telefonieren“, d.h. zunächst: du musst keine Zählerstand mehr melden, dafür bekommt der Betreiber meist einmal pro Tag die 15min Daten übermittelt, die du dann in (s)einem Portal anschauen kannst (mit üblichen 24h Verspätung). Somit würde aus einem MMS ein „intelligentes Messsystem“, ein iMSys. Bis hierher gehört alles dem Netzbetreiber/Messstellenbetrieber. Der ist für Einbau und ggf. Tausch zuständig. Du zahlst lediglich die „Leihgebühr“. Bis hier werden ABRECHNUNGSRELEVANTE Daten gezählt. Willst du aber selbst Daten sammeln und nutzen, idealerweise sekundenaktuell, dann kommen die Smartmeter ins Spiel. Die besorgst du nach bedarf und Anforderung, lässt sie (normalerweise) von einem Elektriker einbauen und schließt sie wired oder Wireless an dein (vorhandenes) System an (HA, Fritz, ...). SM sind meist Hutschienen-Einheiten für den Zählerschrank, gehören DIR, dafür bist du zuständig, kannst dafür aber auch frei raussuchen, was du benötigst, zb der genannte Shelly ohne Display, oder einen kleine SM mit Display, etc... was hier angezeigt wird, ist NUR für die private Nutzung, hat KEINERLEI ABRECHNUNGSRELEVANZ! Wenn es kaputt geht, brauchst du zumeist neben Ersatz auch wieder einen Elekteiker, der tauscht, zu deinen Kosten...
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15.04.2026 09:03:13 |
Zitat von Reenergy_66  Werden an diese MMS noch zusätzlich Gateways verbaut, kann das Ding „nach Hause telefonieren“, d.h. zunächst: du musst keine Zählerstand mehr melden, dafür bekommt der Betreiber meist einmal pro Tag die 15min Daten übermittelt, die du dann in (s)einem Portal anschauen kannst (mit üblichen 24h Verspätung). Somit würde aus einem MMS ein „intelligentes Messsystem“, ein iMSys. Vorsicht, nicht alles was ein Gateway hat und nach Hause telefoniert ist ein iMSys. Die alten Discovergy/Inexogy-Gateways sorgen zwar fürs nach-Hause-telefonieren, sind aber nicht zertifiziert und somit KEIN iMSys. DIe - in diesem Fall sekundengenauen - Messwerte landen dabei auch nur bei Inexogy, und nicht beim VNB. Und auch ein aufgesetzter IR-Lesekopf mit Verbindung zur China- Cloud macht das ganze nicht zu einem iMSys, obwohl er ein nach-Hause-telefonierendes Gateway darstellt. ein iMSys wird das ganze also erst durch den Einsatz der zertifizierten Komponenten, mitsamt allem drumrum, also auch der zugehörigen Marktkommunikation. Es reicht also auch nicht sich die Komponenten privat zu kaufen damit ein iMSys draus wird. Zitat von Reenergy_66  Bis hierher gehört alles dem Netzbetreiber/Messstellenbetrieber. Streiche Netzbetreiber. Es gehört einem Meßstellenbetreiber, sonst keinem. Das kann der gMSB und damit eine Firma die wie der VNB heißt sein, aber genauso gut ein wMSB (also ein wettbewerblicher Meßstellenbetreiber) Zitat von Reenergy_66  Willst du aber selbst Daten sammeln und nutzen, idealerweise sekundenaktuell, dann kommen die Smartmeter ins Spiel. Die besorgst du nach bedarf und Anforderung, lässt sie (normalerweise) von einem Elektriker einbauen und schließt sie wired oder Wireless an dein (vorhandenes) System an (HA, Fritz, ...). oder greifst die Daten einfach lokal am Zähler des MSB via IR-Schnittstelle ab, womit sie dann auch der offiziellen Zählung entsprechen und keine Abweichung haben.
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16.04.2026 06:43:38 |
Hallo.
In meinem Fall ist der Netzbetreiber der Messtellenbetreiber.
Ich habe gelesen, dass nach § 56 MsbG keine personalisierten Daten übermittelt werden! Nur zur Netzüberwachung anonymisiert Straßenzugweise.
Daten dürfen nur zur Abrechnung ausgelesen und personalisiert werden.
Gruß Udo
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