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Datenschutzhinweise

Wolf CHA 10 falscher Speicher verbaut / wird getauscht
Verfasser:
Klaus.B.OS
Zeit: 30.03.2025 10:45:04
0
3834927
Hallo zusammen,

ich habe mich hier im Forum angemeldet, weil ich bereits sehr viele wirklich gute Antworten zu bestehenden Anlageproblemen gelesen habe.

Mir erging es leider wie so vielen Privatleuten, die einen Auftrag an einen Heizungsbaumeister vergeben haben weil man im Glauben ist: Der wird schon wissen wie man das baut...

Das diese Einschätzung falsch war, habe ich ( wie viele Andere ) erst hinterher festgestellt.

Verbaut wurde eine CHA 10 mit einem falschen Schichtenspeicher BSP 800, der für WP weder freigegeben noch geeignet ist ( Aussage Wolf ) . Es findet keine WW Bereitung statt, es wurde eine FW Station daran befestigt. Die Idee des Installateuers war, das Wärme sowieso nach oben steigt um dann die 43° für die Entnahme des WW bereit zu stellen. Das funktioniert aber nur, wenn die WP den ganzen Tag mit über 42 bis 44 ° Kesseltemperatur läuft. Damit diese Temperatur nicht in den Wandheizungen ankommt, wurde ein Mischer mit Pumpe verbaut, der dann die VL Temp. auf etwa 33° bei 0° AussenTemp. runter mischt.
Nach Ortstermin mit Wolf Techniker ist klar: Der Installateur muss den Speicher kostenfrei austauschen geben einen -W Speicher. ( für Wärmepumpen ) Allerdings wird der Neue ein BSP-W 1000 weil der 800er als -W nicht lieferbar ist.

Aber nun zu den eigentlichen Fragestellungen,
zu denen ich keine Antworten finde.

Nach allem was ich bisher weiß, sollten die Zulaufleitungen zum Speicher mit Thermosiphon verlegt werden. Genügt es auch wenn Diese zunächst 10cm nach unten gehen und dann waagerecht weiter ?

Um die Verwirbelungen und daraus folgende Durchmischung im Speicher zu reduzieren ( vor allem wenn die WP mit 33 L / Min startet ), denke ich es könnte hilfreich sein die VL Leitung den letzten halben Meter vor dem Speicher auf das maximale Maß (1,5 Zoll ) zu vergrößern um die Einströmgeschwindidkeit in den Speicher deutlich zu verlangsamen.

Mir ist von einem Ingenieur dann empfohlen worden, ganz auf den Speicher zu verzichten ohne ERR alle Heizkreise offen zu fahren und abzugleichen, Mischer auf Handbetrieb 100% offen, oder ausbauen, Mischerpumpe mitlaufen lassen oder ggf. ausbauen um die auch hier im Forum oft beschriebene höhere Effizienz zu erreichen.

Das will ich auch gerne so machen.

Aber die Lieferung und Tausch des Speichers kann ich nicht stoppen
und ob die Variante ohne Speicher tatsächlich 100% funktioniert, kann und will vorher niemenad garantieren.

Deshalb habe ich folgende Idee:

Der Installateuer soll über T-Stücke Bypassleitungen direkt zu VL und Rücklauf der Heizkreise legen, die ich mit Kugelhähnen öffnen und schliessen kann. So könnte ich testen ob es ohne Puffer funktioniert ( oder nur Rücklauf über Puffer ) und wenn nicht, könnte ich die Leitungen umschalten auf Speicherbetrieb. Hat jemand eine Idee, wie man diese Bypassleitungen am besten steuern könnte? Evtl. sogar so dass mann z.B. 20 oder 50% bei Bedarf doch zum Speicher führt und den Rest direkt in die Heizkreise ? Könnte man dafür 2 manuelle oder elektrische Mischer benutzen und wenn elektrisch, wie könnte man die steuern ohne immer in den Keller laufen zu müssen ? Von Überströmventilen wurde mir bereits dringend abgeraten...

Ich hoffe das mein Beitrag hier jetzt nicht als völlig weltfremd zerrissen wird und das jemand die Fragestellung interessant findet.

Ich freue mich auf Lösungsorientierte Antworten.

Verfasser:
godek
Zeit: 30.03.2025 10:56:40
0
3834931
Ist der -W auch ein schichtspeicher?

Verfasser:
Klaus.B.OS
Zeit: 30.03.2025 11:13:21
0
3834936
Hallo godek,

ja, der 1000 -W der eingebaut werden soll ist ein Schichtenspeicher. ( Kombispeicher )

Unten etwa 500 Liter , dann Schichtenblech, darüber geschätzt 250L Schicht ohne Funktion und darüber nochmals durch Schichtenblech getrennt etwa 250 liter für WW Bereitung.

Der verbaute BSP800 ist auch ein Schichtenspeicher ( Kompispeicher ), aber da das -W fehlt, ist dieser für Wärmepumpenanwendungen nicht gedacht. ( Aussage des Herstellers Wolf )
Es fehlt an diesem Speicher ( Warum auch immer ) der Rücklaufanschluß für WW Bereitung.

Verfasser:
Bauerleee
Zeit: 30.03.2025 11:16:06
0
3834937
Der Meisterbrief ist schon lange kein Gütesiegel mehr. Wer früher Meister wurde der zeichnete sich durch sehr gute Fachpraktische Fertigkeiten aus und fertigte ein Meisterstück an und darüberhinaus musste er bei ausgesuchten Neubauten seine planerischen Meisterfähigkeiten unter Beweis stellen.

Die heutige Meisterprüfung wurde inhaltlich total verwässert mit Zusammenlegung der Gewerke Installateur und Heizungsbauer. Es entstanden Meister die weder das eine noch das andere richtig beherrschen. 50% Fachleute und keine 100% Fachleute mehr wie früher. Als es noch den Beruf Zentralheizungsbauermeister und dern Beruf Gas und Wasserinstallateurmeister gab.

Ich bin selber Installateur- und Heizungsbauermeister nach der neuen Ordnung und muss Heute meine Wissenslücken mit guten aber teuren Fachbüchern und Fortbildungen abdecken um fachlich top Arbeit abzuliefern.

Wer Heute noch echte Profis wie den Doppelmeister meStefan (Zentralheizungsbau und Gas und Wasserinstallation nach der alten Ordnung) findet sollte froh sein und das Geschäftsverhältnis mit solchen erfahrenen Meistern/Technikern gut pflegen.

Verfasser:
Klaus.B.OS
Zeit: 30.03.2025 11:28:43
0
3834940
Ja da ist wohl vieles richtig. Der Ingenieur, den ich für 1 Std. dann gebucht hatte, hat es mit so erklärt, das man als Laie versteht worum es geht: Der Installateur ist heutezutage leider oft so zu sehen wie ein Autoverkäufer. Man geht in eine Autohaus und möchte ein Auto. Und manchmal möchte man 200 fahren. Aber zu 95% eigentlich in der Stadt. Da wird kein Autoverkäufer den tatsächlichen Bedarf ermitteln, Messungen durchführen und beraten sondern möglichst sein Topmodell verkaufen, auch wenn es am Bedarf des Kunden vorgeigeht. Mir wurde dann schon deutlich, das Planung und Installation im Grunde getrennt zu sehen ist. Das Vertrauen in den Meister ist eben da und Ingeneursleistung vorher einzukaufen, das scheut man, weil man den Mann auch gar nicht kennt. Aber Fakt ist: Wenn weiter in D Anlagen verbaut werden dürfen, die keine Effizienz nachweisen müssen, dann gelingt die Wärmewende wohl kaum. Ich schätze, das meine CHA über den Winter mindestens 20% zu viel Strom verbraucht hat. Das Installateure diese Frieheit haben, so etwas einzubauen, das lässt tief blicken worum es in D geht. Um Effizienz jedenfalls nicht. Eher schon um Umsatz und Gewinn.

Verfasser:
Bauerleee
Zeit: 30.03.2025 11:42:50
0
3834944
Die heutigen Meister, ich sage mal locker 50% die Jungspunde die Jungmeister, die können es doch gar nicht mehr. Das planen und projektieren. Die können nur billig und willig schrauben. Die Altmeister die es noch konnten die gehen Alle in Rente und dann wird der MARKT sich selbst bereinigen. Wer eine Top Anlage möchte der muss dann zwingend zu einem Planungsbüro oder einem Fachbetrieb mit angestelltem Staatlichem Techniker gehen.

Ich selber spiele mit dem Gedanken nochmal 2 Jahre die Schulbank zu drücken um den Techniker HLK zu machen. Bin schon fleißig am Mathe üben da man da auch Oberstufen Mathematik mit Differentialrechnung etc. braucht.

Ich denke wenn ich es packe wie ich es mir vorstelle, dann könnte ich zukünftig auch Großprojekte projektieren und mit meinem Betrieb ordentlich Wachstum generieren. Man muss eben ein Leben lang bis zum Tod weiter lernen um nicht aus der Mode zu kommen, wie es die Modewelt sagt.

Verfasser:
Klaus.B.OS
Zeit: 30.03.2025 12:02:30
0
3834951
Ja das ist wohl so.
Aber das Thema wird zu lang wenn wir zu viel über die Welt da draussen philosophieren. Es ist nicht im Bewusstsein der Verbraucher, die die Aufträge vergeben, das der Installateur möglicherweise zu Beginn der Planungen der falsche Ansprechpartner ist. Wer dieses Problem löst, würde für die Wärmewende wohl einen unschätzbaren Beitrag leisten. Aber das Marketingabteilungen der Hersteller mit Ihren Wahnsinnigen Budgets für Verkauf, Installation und Infiltration der Installateure ist wohl sehr viel mächtiger als die Bestrebungen aufzuklären.

Aber bitte zurück zu meinen Fragen, sonst wird das Thema für Leute die Diese beantworten könnten wohl zu langweilig...
( Weil alles bekannnt und schon 1000 x durchgekaut )...

Verfasser:
Bauerleee
Zeit: 30.03.2025 12:12:15
0
3834955
Früher war man schon froh, wenn die Bude einigermaßen warm wurde.

Heute müssen Anlagen bedarfsgerecht, wenn möglich autark, energieeffizient und vor Allem Bedienerfreundlich sein.

Wer das nicht bieten kann als Fachhandwerker der wird wohl Aufträge verlieren.

Verfasser:
Klaus.B.OS
Zeit: 30.03.2025 12:32:51
0
3834958
Da da waren 5 oder 8° ° mehr Vorlauf eigentlich egal, Hauptsache alles warm. Und dann ist der Heizöltank eben etwas schneller leer und es hat ja auch nicht viel gekostet vor 15 Jahren. Vollmachen und gut !
Das ist heute eben komplett anders. Ich kann an den Einstellungen der Heizkurve genau sehen, das 2 ° zu viel oder zu wenig Vorlauf eben mehr oder weniger Strom kosten oder die Räume nicht die richtigen Temperaturen erreichen. Und wenn alles durchlaufen soll, müssen die Temperaturen auf 2° genau stimmen, sonst wird es zu warm oder zu kalt. Was ich auch erst an den Strom-Verbräuchen festgestellt habe: Die WP läuft am effizientesten, wenn Sie durchläuft und nicht taktet. Aber die CHA 10 macht immer mindestens 3,5 Kw Leistung. Und niemand ist vorher auf die Idee gekommen, zu messen wie viel Energie z.B. bei 0° wirklich abgenommen werden kann um die Solltemperaturen in den Räumen zu bekommen. Nach 1 Winter weiß ich jetzt, das es im Schnitt -2°C sein muss, damit die CHA 10 bei mir mindestens 10 bis 14 Std. durchläuft, und das auch nur, wenn die Hysterese für den Speicher ( Heizkreis ) mindestens 5 oder 7° beträgt. So schaukelt sich der Speicher über 10 bis 14 Std. hoch auf 46 °C, was bestimmt nicht effizient ist.

Verfasser:
Klaus.B.OS
Zeit: 30.03.2025 12:37:27
0
3834960
Damit die bei über 4° Aussentemperatur noch durchläuft, heize ich jetzt ( Aussen isolierte, höherwertige ) Kellerräume mit Heizkörpern mit, um die 3.5 KW auch dann abzunehmen. Kostet nix mehr an Strom als wenn die 5 oder 6 x am Tag taktet.

Verfasser:
Leo Piqueray
Zeit: 18.04.2026 11:26:51
0
3950390
Keine schlechte Lösung. Die Wärme bleibt im Haus und der Keller ist trocken.
Habe eine CHA 07 selbst eingebaut (vor einem Jahr), ohne Pufferspeicher, ohne WW und die Jaz ist 4,55 bis jetzt. Die Sommerumschaltung habe ich auf 14° eingestellt. So läuft die Anlage ohne Stop und ich habe trotzdem 22° in den Räumen.
Leo

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