Hallo zusammen,
ich plane die Umrüstung einer alten Gastherme (Bj. 1986) auf eine
Luft-
Wasser-Wärmepumpe in meinem Elternhaus und würde gerne Feedback aus der Community zu Auslegung, Systemaufbau und
Angebot einholen. Ich habe mich in die Thematik eingearbeitet, bin aber bei Weitem kein Fachmann.
Gebäude
∙ EFH Baujahr 1986, Norddeutschland,
Aktuelle Heizung:
∙ atmosphärischer Gas-
Heizkessel (
Niedertemperaturkessel) - Buderus Loganagas G_114E
∙ Normaussentemperatur -12°C
∙ Beheizte Fläche 208 m²
∙ Außenwand zweischalig verklinkert, 41 cm Poroton + 4 cm Kerndämmung
∙
Fenster Holz Doppelverglasung
∙ FBH 1986, PE diffusionsoffen, einbetoniert, 14 Kreise auf 3
Verteilern (7 Kreise im EG, 6 Kreise im OG, 1 Kreis im UG)
∙ FBH-Vorlauf aktuell 25–40°C je nach Außentemperatur
∙ PV 12 kWp + 10 kWh Speicher vorhanden
∙ Gasverbrauch 2024: 26.500 kWh, 2025: 29.000 kWh inkl. WW für 2 Personen
∙ Kamin vorhanden, selten in Benutzung
Normheizlast:
∙ Mittels KI und allen bekannten Randbedingungen zum Haus in Anlehnung an
DIN EN 12831 ergibt ~15 kW (Lüftung n=0,5)
∙ Verbrauchsrückrechnung aus 5 Gaszählerständen (Dez 2025 – März 2026): konsistent 7–9 kW
Angebotssituation
Es liegen aktuell zwei Angebote vor, die erheblich voneinander abweichen:
Das erste Angebot stammt von einem Installateur (Anbieter A), mit dem ich bereits mehrere intensive Abstimmungsgespräche geführt habe. Das Angebot ist sehr detailliert ausgearbeitet (Bosch WP System 10kW (siehe weiter unten), PE diffusionsoffen,
Systemtrennung, Erneuerung HKV, zusätzlich ERR mittels Homeatic IP, hydraulischer
Abgleich 14 Kreise usw.). Gesamtbrutto ~35.500 €.
Das zweite Angebot eines weiteren Anbieters weicht preislich und technisch stark ab — es fehlten wesentliche Positionen (keine Systemtrennung, deutlich kleinere WP (Viessmann, 7kW) und erscheint mir technisch nicht durchdacht. Ich werte es daher als nicht vergleichbar. Gesamtbrutto ~40.000€.
Weitere Vergleichsangebote bei zusätzlichen Installateuren sind in Kürze geplant, Termine stehen an.
Geplantes System (auf Basis Angebot A)
∙ Außeneinheit: Bosch CS5800i AW 10 OR-T
∙ Inneneinheit: CS6800iAW 12 E
∙
Pufferspeicher: Bosch STORA BH 200-5 (200 L)
∙ WW-Speicher: Bosch STORA WH 370 LP1B (352 L)
∙ Systemtrennung wegen PE diffusionsoffen: Bosch Junkers PWT 28
Meine Hauptfragen:
1. Systemtrennung / PWT
Der PE-diffusionsoffene FBH-Kreis erfordert laut Bosch-Dokumentation zwingend eine Systemtrennung. Der Installateur hat den PWT 28 (Bosch-Zubehör) angeboten. Ich bin mir unsicher, ob dieser PWT sinnvoll ist. Man findet leider wenige Daten dazu.
∙ Ist der PWT 28 für ein 10-kW-Monosystem mit FBH korrekt dimensioniert?
∙ Wäre ein größerer Drittanbieter-PWT (z.B. edelstahlgelötet, ~1,4 m² Fläche, sinnvoller? Und wenn ja, hat jemand konkrete Empfehlungen?
∙ Hat jemand Erfahrung mit dem PWT 28 im realen Betrieb?
2. Auslegung WP-Größe
Die KI-“berechnete” HL ergibt in Anlehnung a die
DIN 15 kW, die Verbrauchsmessung 7–9 kW. Der Installateur bietet die 10-kW-Außeneinheit an — das erscheint mir richtig. Seht ihr das auch so?
3. Angebot — Plausibilität
Gesamtangebot brutto ~35.500 €, beinhaltet:
∙ WP-Paket (AE + IE + Zubehör)
∙ WW-Speicher 352 L
∙ Pufferspeicher 200 L
∙ Rohrleitungen/Hydraulik
∙
Hydraulischer Abgleich inkl. HKV Erneuerung und Homeatic IP ERR
∙ Elektroinstallation
∙ PWT + Systemtrennung
∙ Demontage alte Gastherme
∙ Diverses
4. Technische Vollständigkeit
Folgende Positionen fehlen bisher im Angebot — sind das alle relevanten Punkte oder übersehe ich etwas?
∙ Systemspülung FBH vor Anschluss
∙ NYY-J statt NYM-J für Außenbereich (trotz Verlegung im
Kunststoffrohr - oder NYM-J akzeptabel?)
5. JAZ-Erwartung
Welche JAZ haltet ihr bei diesem FBH-System und dem PWT-Verlust für realistisch?
Ich hoffe, ich habe die wichtigsten Daten zusammengefasst. Falls ich etwas grundlegendes vergessen habe sollte, gebt gerne Bescheid, dann werde ich versuchen, es nachzureichen.
Schon mal im voraus vielen Dank für euer Feedback und viele Grüße