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Lambda EU15L mit LINK3 POWERLINK nach einem Jahr
Verfasser:
HCL
Zeit: 12.04.2026 21:54:27
0
3949484
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
Zitat von HCL Beitrag anzeigen
[...]
Ja, genau das ist der Grund, warum ich versucht habe, den Rechenweg aufzuzeigen. Ziel ist ja, dass Du es selber verstehst. Hast Du vielleicht vorher schon, aber dass weiß ich natürlich nicht.
Zitat von HCL Beitrag anzeigen
[...]
Dann habe ich wohl falsch abgelesen...
Zitat von HCL Beitrag anzeigen
[...]
Ich war davon ausgegangen, dass der RL der FBH und der RL des Radiatorkreises beide unten in den Puffer eingespeist werden und von diesem Gemisch ein Teil rückwärts durch den Puffer wieder Richtung HK-VL läuft und der andere Teil Richtung RL der WP. Beide Anteile haben dann die selbe Temperatur.[...]



@Chaot

Der RL der FBH und der RL des Radiatorkreises werden auch beide unten in den Puffer eingespeist. Somit ist dein Ansatz auch der richtige.

Noch bin ich dabei das zu verstehen.

Die Fühler habe ich mal alle mit Korrekturwerten versehen und einen Fühler für den WP VL und WP RL von Loxone ergänzt. Jetzt lass ich das Ganze direkt mit Loxone berechnen. Leider sind die Fühler träger und ungenauer als die der WP. Außerdem muss die Regelung eingeschwungen sein.

Daraufhin habe ich die Pumpen im Volumenstrom bei der FB leicht und bei den Radiatoren deutlich reduziert und jetzt bekomme ich die Rückmeldung aus den Räumen mit den Radiatoren „es ist zu warm“. Hier sieht man jetzt auch höhere Vorlauftemperaturen.

Somit ergeben sich jetzt die folgenden Bilder





Verfasser:
HCL
Zeit: 12.04.2026 21:57:40
1
3949485
Zitat von richard10 Beitrag anzeigen
@Abtaumeister @HCL

Ich bin mittlerweile bei einem COP von 6,02 und hatte nur 34 Taktungen seit Dezember. @HCL: Sobald du deinen Mischer hast und deine Temperatursensoren eingebaut hast: Alle VL/RL-Temperaturen (Vorlauf/Rücklauf) der Heizkreise, der WP[...]


@richard10

Mit dem HB habe ich gesprochen, er hat mein Anliegen verstanden und macht mir jetzt ein Angebot für die Nachrüstung.

Verfasser:
Chaot
Zeit: 12.04.2026 23:13:23
0
3949498
Zitat von HCL Beitrag anzeigen
Daraufhin habe ich die Pumpen im Volumenstrom bei der FB leicht und bei den Radiatoren deutlich reduziert und jetzt bekomme ich die Rückmeldung aus den Räumen mit den Radiatoren „es ist zu warm“. Hier sieht man jetzt auch höhere Vorlauftemperaturen.[...]
Du hast jetzt ein für die aktuellen AT recht gut passendes Setup zum Heizen gefunden und könntest die Heizkurve absenken bzw. den HK-Offset auf einen negativen Wert setzen. Das war das Ziel bzw. Deine Erkenntnis, wie das ganze zusammenhängt.
Dein Puffer wird allerdings immer noch leicht rückwärts durchströmt und deshalb verlierst du aktuelle noch Effizienz bei der WW-Bereitung. Mit Mischer wird das auflösbar. Bis dahin könntest Du aber die Radiator-HKP noch etwas weiter reduzieren, bis der Puffer vorwärts durchströmt wird. Dann hilft der Puffer-Teil Deines Speichers deutlich besser bei der WW-Bereitung und entlastet den "Hochtemperaturbereich".

Da die WP ihre Soll-VLT aktuell nicht halten kann, reduziert sie ihre Spreizung und erhöht den Volumenstrom. Wenn die Temperaturen wieder fallen wird sich das ändern und die VLT im Heizkreis wird wieder mehr Abstand zur WP kriegen. Sobald der Mischer verbaut ist, wird es einfacher, darauf zu reagieren.

Was mir noch etwas "spanisch" vorkommt ist der berechnete Leistungsüberschuss.
Gucke Dir mal an, wie schnell der Puffer geladen wird. Über sein Volumen und die Temperaturerhöhung pro Zeit kannst du etwa den Leistungsüberschuss abschätzen (Speichervolumen * Kelvin pro h * 1,163 kWh/K pro Kubikmeter). Wenn da weit mehr rauskommt als bei Deiner automatisierten Berechnung, ist noch etwa im Argen. Die Auswertung die Du aktuell fährst, bringt aber schon eine Menge Erkenntnisse und hilft Dir, die Anlage zu optimieren. Das ist schon mal Topp!

Verfasser:
Chaot
Zeit: 12.04.2026 23:26:27
0
3949500
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
Was mir noch etwas "spanisch" vorkommt ist der berechnete Leistungsüberschuss.
Gucke Dir mal an, wie schnell der Puffer geladen wird.[...]
Ich glaube ich hab's schon: Der Puffer wird überhaupt nicht geladen, sondern die gesamte Energie ins Haus eingebracht...

Verfasser:
richard10
Zeit: 18.04.2026 17:08:28
0
3950421
Zitat von HCL Beitrag anzeigen
Zitat von richard10 Beitrag anzeigen
[...]


@richard10

Mit dem HB habe ich gesprochen, er hat mein Anliegen verstanden und macht mir jetzt ein Angebot für die Nachrüstung.

Sehr gut. Wenn alles nachgerüstet ist, dann werden wir deiner WP einen Effizienz-Boost verpassen. Es ist ein Umdenken notwendig bezüglich sparsamen Heizens und des Nutzerverhaltens. Ich bin mit der Effizienz diesen Winter bei 6,13 gelandet und habe etwa 2480 kWh für das Heizen verbraucht. Weiterhin habe ich es hinbekommen, dass die WP kontinuierlich bis zur Heizgrenztemperatur (HGT) läuft, d. h. keine Überladung des Speichers (nur in Sondersituationen bei plötzlichem Temperaturanstieg). Das gelingt durch die Nutzung der thermischen Trägheit des Gebäudes sowie der solaren Gewinne – abgestimmt auf den gleitenden Durchschnitt mit optimierten Gewichtungen (24h/1h/24h-Vorhersage bei mir: 80/20/100).
COP Stand 18.04.2026

Verfasser:
richard10
Zeit: 19.04.2026 12:19:43
0
3950497
@HCL

Ich habe meine Gebäudekonstante wie folgt validiert: Ich habe meinen eigenen Werten (WZ FBH) einmal über die nächtlichen Abkühlphasen abgeschätzt und nicht über den kompletten Zeitraum Tag + Nacht (Zwischen 14. April um 14:00 und 19.4. um 7:55 war die WP aus) .

Der Grund ist einfach: nachts gibt es keine solaren Gewinne, und damit ist die Auskühlung am ehesten mit einem Modell 1. Ordnung beschreibbar. Für meinem Wohnort lagen die Nachtmittel in meinem betrachteten Zeitraum grob bei etwa 5,7 °C, 12,2 °C, 10,4 °C und 10,6 °C.

Die Gleichung ist:

tau = - dt / ln( (Ti2 - Ta) / (Ti1 - Ta) )

mit
Ti1 = Raumtemperatur zu Beginn der Nacht
Ti2 = Raumtemperatur am Morgen
Ta = mittlere Außentemperatur der Nacht
dt = Zeitdauer der Nachtphase

Ich habe die Raumtemperaturen grob aus meiner WZ-Kurve abgelesen und offensichtliche Einzelspikes ignoriert. Deshalb ist das eine Plausibilisierung, kein Laborwert.

Nacht 14/15. April
Ti1 = 21,75 °C
Ti2 = 20,55 °C
Ta = 5,7 °C
=> tau ca. 154 h

Nacht 15/16. April
Ti1 = 21,0 °C
Ti2 = 20,1 °C
Ta = 12,2 °C
=> tau ca. 111 h

Nacht 16/17. April
Ti1 = 20,45 °C
Ti2 = 19,7 °C
Ta = 10,4 °C
=> tau ca. 155 h

Nacht 17/18. April
Ti1 = 20,25 °C
Ti2 = 19,6 °C
Ta = 10,6 °C
=> tau ca. 172 h

Die Nacht 18/19. April ist bei mir wegen HGT Einschaltung der WP am 19.04. um 07:55 und insgesamt milderen Randbedingungen deutlich unsicherer und daher nur eingeschränkt brauchbar.

Damit ergibt sich aus den brauchbaren Nächten insgesamt eine sehr plausible Größenordnung von etwa 150 h. Der Mittelwert der vier besser verwertbaren Nächte liegt bei mir sogar fast punktgenau bei rund 148 h. Mein Fazit ist daher: Die Gebäudekonstante von 150 h wird durch die nächtlichen Abkühlphasen bestätigt!

Wenn Du so eine Messung bei Dir auch einmal machst, kann man das bei Dir ebenfalls recht gut abschätzen. Genau daraus können wir dann zwei Dinge ableiten:

1. eine sinnvolle HGT
2. die Gewichtungen für die Berechnung der HGT bzw. der gemittelten Außentemperatur

Gerade dafür ist so eine Nachtmessung extrem hilfreich.

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