@HCL
Ich habe meine Gebäudekonstante wie folgt validiert: Ich habe meinen eigenen Werten (WZ FBH) einmal über die nächtlichen Abkühlphasen abgeschätzt und nicht über den kompletten Zeitraum Tag + Nacht (Zwischen 14. April um 14:00 und 19.4. um 7:55 war die WP aus) .
Der Grund ist einfach: nachts gibt es keine solaren Gewinne, und damit ist die Auskühlung am ehesten mit einem Modell 1. Ordnung beschreibbar. Für meinem Wohnort lagen die Nachtmittel in meinem betrachteten Zeitraum grob bei etwa 5,7 °C, 12,2 °C, 10,4 °C und 10,6 °C.
Die Gleichung ist:
tau = - dt / ln( (Ti2 - Ta) / (Ti1 - Ta) )
mit
Ti1 = Raumtemperatur zu Beginn der Nacht
Ti2 = Raumtemperatur am Morgen
Ta = mittlere Außentemperatur der Nacht
dt = Zeitdauer der Nachtphase
Ich habe die Raumtemperaturen grob aus meiner
WZ-Kurve abgelesen und offensichtliche Einzelspikes ignoriert. Deshalb ist das eine Plausibilisierung, kein Laborwert.
Nacht 14/15. April
Ti1 = 21,75 °C
Ti2 = 20,55 °C
Ta = 5,7 °C
=> tau ca. 154 h
Nacht 15/16. April
Ti1 = 21,0 °C
Ti2 = 20,1 °C
Ta = 12,2 °C
=> tau ca. 111 h
Nacht 16/17. April
Ti1 = 20,45 °C
Ti2 = 19,7 °C
Ta = 10,4 °C
=> tau ca. 155 h
Nacht 17/18. April
Ti1 = 20,25 °C
Ti2 = 19,6 °C
Ta = 10,6 °C
=> tau ca. 172 h
Die Nacht 18/19. April ist bei mir wegen HGT Einschaltung der WP am 19.04. um 07:55 und insgesamt milderen Randbedingungen deutlich unsicherer und daher nur eingeschränkt brauchbar.
Damit ergibt sich aus den brauchbaren Nächten insgesamt eine sehr plausible Größenordnung von etwa 150 h. Der Mittelwert der vier besser verwertbaren Nächte liegt bei mir sogar fast punktgenau bei rund 148 h. Mein Fazit ist daher: Die Gebäudekonstante von 150 h wird durch die nächtlichen Abkühlphasen bestätigt!
Wenn Du so eine Messung bei Dir auch einmal machst, kann man das bei Dir ebenfalls recht gut abschätzen. Genau daraus können wir dann zwei Dinge ableiten:
1. eine sinnvolle HGT
2. die Gewichtungen für die Berechnung der HGT bzw. der gemittelten Außentemperatur
Gerade dafür ist so eine Nachtmessung extrem hilfreich.