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Datenschutzhinweise

Planung zentraler Garten Bewässerungs-Verteiler
Verfasser:
Schnubbihh
Zeit: 10.03.2026 16:20:02
0
3940972
Hallo zusammen,

ich plane aktuell eine umfassende Gartenbewässerung für mein Einfamilienhaus und stehe vor der finalen Umsetzung des zentralen Ventilverteilers. Bevor ich die Komponenten für den Verteiler kaufe, möchte ich mein Konzept kritisch hinterfragen lassen.

Das Projekt-Setup:

Quelle: 7000l Zisterne mit Güde GDT 1200 Drucktauchpumpe.

Leitungen: Hauptwege durchgehend in 32mm HDPE.

Zonen: Rasen (32mm), diverse Hochbeete, Beerenhecke und Gewächshaus (Netafim Tropfschläuche), sowie eine Trinkwasser-Direktleitung für Outdoorküche, Planschbecken, Hühner/Enten.

Steuerung: ESPHome (Kincony-Board) integriert in Home Assistant, Bodenfeuchte via Ecowitt WH51.

Hier ist das geplante Schema meines Verteiler-Aufbaus:

Dazu habe ich sieben gezielte Fragen an die Profis hier:

(1) Hybride Einspeisung ohne teuren Systemtrenner?
Ich möchte bei Pumpendefekt oder leerer Zisterne auf Trinkwasser umschalten können. Ein Systemtrenner BA (Klasse 4) in 1" ist jedoch sehr teuer.

Die Idee: Statt einer direkten Rohrverbindung am Verteiler nutze ich für das Backup nur die Trinkwasser-Nachspeisung in die Zisterne (freier Auslauf).

Frage: Macht das als alleiniges Backup Sinn, oder ist der Zeitverlust beim Füllen der Zisterne in der Praxis zu groß? Gibt es eine legale, günstigere Methode für eine Direkteinspeisung?

(2) Brauche ich einen Wasserschlagdämpfer?
Da ich 32mm HDPE und schnell schließende Magnetventile nutze, mache ich mir Sorgen um Druckschläge.

Frage: Ist ein mechanischer Druckstoßdämpfer am Verteiler bei diesem Querschnitt Luxus oder bei Kunststoff-Fittings Pflicht?

(3) Hauptventil (Master Valve): Sinnvoll oder Overkill?
Ich plane ein zentrales Magnetventil vor der gesamten Verteilung.

Frage: Ist das als zusätzliche Sicherheit (falls eine Zone klemmt oder ein Rohr bricht) Standard, oder baue ich mir damit nur einen unnötigen Druckverlust ein?

(4) Zentraler vs. dezentraler Druckminderer
Für die Tropfkreise (Netafim) muss ich den Druck auf ca. 2,1 bar senken.

Frage: Ist ein großer, zentraler Druckminderer vor der Ventilgruppe der Tropfkreise empfehlenswert, oder sollte jeder Kreis (Gemüse, Beeren, Gewächshaus) einen eigenen kleinen Druckminderer nach dem Ventil bekommen?

(5) Bewährte Komponenten & Marken
Ich plane aktuell mit Hunter PGV Ventilen, Netafim Filtern/Schläuchen und PP-Klemmverbindern.

Frage: Welche Marken bieten für euch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei 32mm-Systemen? Gibt es spezifische Verbinder, die ihr für den Verteilerbau bevorzugt?

(6) Winterfestmachung ohne tiefsten Punkt
Meine Leitungen liegen frostschwer (ca. 30-40 cm) und haben kein durchgehendes Gefälle zu einem Entleerungspunkt.

Frage: Reicht ein zentraler Druckluftanschluss am Verteilerkopf aus, um die Leitungen "leerzublasen", oder ist das Risiko für Frostschäden ohne physischen Ablauf zu hoch?

(7) Optimierung in Richtung Automation & Zuverlässigkeit
Geplant sind bereits Drucksensoren (0-10 bar) zur Filterüberwachung und ein Hardware-Watchdog (Zeitrelais), der die Stromzufuhr bei Fehlfunktionen kappt.

Frage: Habt ihr weitere Ideen, um das System "unkaputtbar" zu machen? Was sind eure "Lessons Learned" bei der Integration in Home Assistant?

Ich freue mich auf eure fachliche Kritik und Anregungen!

Beste Grüße!

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 11.03.2026 07:28:18
1
3941099
Hallo

Tropfkreise........ langsame Entnahme heißt Deine Pumpe taktet oder läuft mit 1200 Watt im Dauerlauf. Pumpen mögen takten nicht. Aber willst Du 1200 Watt "dauernd" investieren?.
Welche Entnahmestellen sind sonst geplant? Welche Wassermengen bei welchem Druck?

Die GÜDE hat zwei charakteristische Werte angegeben. Den Druck Nullfördermenge und die Volumenstrom bei Nullförderhöhe. Komm nicht auf die Idee diePumpe liefert 6000 l/h bei 4 bar....... dem ist nicht so.....
Der Druck bei Nullfördermenge ist Maximaldruck , den die Pumpe aufbauen kann wenn die Pumpe gegen ein geschlossenes Ventil pumpt. Bei der GÜDE 4 bar. Aber dann entnimmst Du nichts.
Und die Fördermenge bei Nullförderhöhe, also wenn Du kein Rohrsystem hinter der Pumpe hast. Sind bei dieser Pumpe 6000 Liter/h. aber dann hast Du keine Leitungen und Einzelwiderstände hinter der Pumpe angeschlossen.
Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen auf der Pumpenkennlinie. Nämlich dortt wo sich die Anlagenkennlinie und die Pumpenkennlinie schneiden. Da Du verschiedene Anwendungen hast, hast Du auch verschiedene Anlagenkennlinien. Einmal Tropfbewässerungssystem und einmal wahrscheinlich normaler Wasserhahn.

ciao Peter

Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 19.04.2026 19:54:13
0
3950580
Hallo Schnubbihh,

sehr interessante Fragen und Automatisierung, schade, dass noch nicht mehr Antworten gekommen sind. Ich bin Laie und habe meine Bewässerungsinstallation, die ich sehr ähnlich mit HA steuern möchte, noch vor mir, jedoch habe ich mir schon einige Gedanken zur hydraulischen Seite gemacht. Ich plane ebenfalls NW 1" Hauptstränge und einen Ventilverteiler.

Ich kenne grob Tropfbewässerung aus dem Wüstengebiet, da wo sie auch erfunden wurde. Für zuhause kann ich mir diese aus "pflanztechnischer" Sicht nicht vorstellen und jeder Gartenprofi hat mir auch bisher davon abgeraten.
Ich denke, dass wenige Male mit größeren Wassermengen in unseren Breiten und für unsere Pflanzen auch bei weiterer Klimaveränderung die bessere Methode ist. Deshalb plane ich gezielte Regner und Düsen, die dann "kurz" nachts laufen. Dabei möchte ich das System so abstimmen und betreiben, dass ein Takten der Pumpe vermieden wird.

Aus baulichen und Wartungsgründen verwende ich eine Pumpe außerhalb der Zisterne.

Verfasser:
Brendler
Zeit: 19.04.2026 22:15:47
1
3950606
Güde GDT 1200 Drucktauchpumpe.

Das ist eine Automatikpumpe. Tu Dir das nicht an, damit ist Ärger vorprogrammiert. Wenn die Elektronik anfängt zu mucken, ist das ein Totalausfall.

Einen externen Durchflusswächter tauscht man aus , wenn er defekt wird. Die Pumpe selbst kann man in der Übergangszeit manuell weiter betreiben.

Macht das als alleiniges Backup Sinn, oder ist der Zeitverlust beim Füllen der Zisterne in der Praxis zu groß?

Es macht Sinn. Der Zulauf zur Zisterne wird immer größer sein als ein direkter Zufluss aus der TW-Leitung in das Bewässerungssystem.

Gibt es eine legale, günstigere Methode für eine Direkteinspeisung?

Nein

Netafim Tropfschläuche

Wenn der Mindestdurchfluss der Pumpensteuerung, die liegt zwischen 1-3 Liter/std, unterschritten wird, wird die Pumpe takten. Mit einem kleinen MAG kann man das unterbinden.

Bewährte Komponenten & Marken

Das ist ja schon ein ambitioniertes Projekt. Als Herz der Anlage hast Du Dir als Pumpe ein 170,-- Modell ausgesucht die auch nur max4bar liefert. Ob das eine gute Entscheidung ist?

Grüße Peter
brendler-regenwassernutzung.de

Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 20.04.2026 23:11:32
0
3950831
Zitat von Schnubbihh Beitrag anzeigen
... Die Idee: Statt einer direkten Rohrverbindung am Verteiler nutze ich für das Backup nur die Trinkwasser-Nachspeisung in die Zisterne (freier Auslauf).

Frage: Macht das als alleiniges Backup Sinn, oder ist der Zeitverlust beim Füllen der Zisterne in der Praxis zu groß? Gibt es eine legale, günstigere Methode für eine Direkteinspeisung?[...]


Vielleicht hab ich das nicht ganz verstanden, aber welcher Zeitverlust?
Ich speise immer nur eine minimale Menge nach, nämlich zeitsynchron zum Verbrauch und ggf. minimal mehr (einmal so voreingestellt auf meinen größten Verbrauch von aktuell 13l/min), sobald die Schwelle des Füllstandes unterschritten wird und kurz bevor die Pumpe abstellen würde. Bisher mache ich das noch durch "Handbetätigung" meines Magnetventiles im Keller, künftig mit HA. Bei uns hängt auch die Toilettenspülung dran.

Die Wahl des Füllstandsensors ist noch eine interessante Sache. Ich verwende einen Druckmessumformer mit Luftdruck-Relativbezug von außen. Der löst cm-genau auf, das reicht völlig.

Der freie Auslauf ("Düse" über Trichter ... entsprechend der Norm... ) muss außerhalb der Zisterne sein und die freie Nachspeiseleitung braucht eben Gefälle bis zur Zisterne. Dabei ggf. auch die Rückstauebene der Straße beachten.

Mehr brauchst Du nicht. Deshalb kannst Du Dir auch eine ordentliche Pumpe, z.B. mit separater Elektronik wie Hr. Brendler schrieb, kaufen. Alles zusammen ist günstiger als jedes (ordentliche) sogen. Hauswasserwerk.

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