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08.04.2026 13:49:48 |
Hallo, ich habe gerade das (Luxus-)Problem, dass mein Innengerät zwischen 8 und 16 Grad Außentemperatur den Heizkreis nach der Taktung viel zu früh wieder in Betrieb nimmt. Ich habe bereits die niedrigste Sockeltemperatur eingestellt, die systemseitig möglich ist, nämlich 22 Grad bei 20 Grad Außentemperatur. Dazu noch einen Raumtemperatur-Offset von zunächst -3 bis -4 K eingestellt. Wenn es allerdings wie jetzt 13 Grad sind, schaltet der Kompressor immer noch bei 24 Grad ein. Da ich bei mir den hydraulischen Abgleich extrem genau vorgenommen habe, kommt der Heizkörper-Heizkreis immer wieder relativ schnell auf Raumtemperatur herunter, was dazu führt, dass die Anlage davon ausgeht, dass Wärmebedarf besteht, was aber nicht der Fall ist. Meine Raumsolltemperatur ist 21,5 °C. Dabei bin ich gerade auf den Menüpunkt gestoßen: "Heizkreis AT-geführt" oder " "AT-geführt mit Fußpunkt". Wo ist da der Unterschied? Ich habe die Einstellung mit dem Fußpunkt herausgenommen und rein AT-geführt eingestellt. Welche Auswirkung hat das? Ich habe vor einer halben Stunde auf RT - 5K gestellt. Weniger geht nicht. Daraufhin ging der Kompressor immerhin schon mal bei 27 Grad aus anstatt bei 30 Grad. Ich befürchte, dass die Programmierer davon ausgegangen sind, dass Heizkörper gar nicht so tiefe Temperaturen haben dürften, da es ja immer heißt, Heizkörper brauchen mindestens 35 Grad oder so. Ich will die Anlage aber auch nicht mit der Einstellung "Fußbodenheizung" laufen lassen, weil ich nicht weiß, welche Konsequenzen das haben könnte. Hat jemand noch eine Idee, wie ich die Heizkreistemperatur noch weiter runterbekomme, außer mit Senkung der Raumsolltemperatur? Die sollte schon stehenbleiben. An den kältesten Januartagen habe ich auch nie mehr als 36 Grad Vorlauf gebraucht.
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08.04.2026 15:55:56 |
Ich gehe davon aus, dass ich es mir selber erklärt habe, nachdem ich eine Stunde lang verschiedene Meinungen gegoogelt habe. Es sieht wohl so aus, dass bei "mit Fußpunkt" bedeutet, dass dieser Fußpunkt nur erhöht werden kann, denn die Grafik ist auf mindestens 20 Grad Außentemperatur fixiert. Wer den Fußpunkt und die ganze Heizkurve senken will, muss die Einstellung "mit Fußpunkt" abwählen. Das bedeutet, dass die Heizkurve nur nach Steigung, Raumsoll und RT-Offset berechnet wird, was allerdings nicht als Grafik sichtbar wird, denn dann wäre es ja zu transparent. Typisches Beispiel für Verschlimmbesserung. Leider muss die Wärmepumpe um das Vorlaufsoll herum überschwingen um zu viele Taktungen zu vermeiden, so dass es zu einer unnötigen Erwärmung führt, wenn sie stundenlang kurz vorm Abschaltpunkt ist. Damit muss ich dann wohl leben.
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09.04.2026 12:38:44 |
Erst bei RT-Offset von -5 K startet der Kompressor unter 24,6 Grad bei 13 Grad Außentemperatur. Im Neuzustand der WP letztes Jahr ging dieser Parameter nur bis -3 K. Ich frage mich, wer bei Bosch/Buderus diese Parameter überhaupt mal in der Realität testet. Labore dürften die ja genug haben. Die Abschalttemperatur ist 28,6 Grad, also ist der VL-Sollwert momentan bei 26,6 Grad bei 4 K Hysterese, was gerade noch angemessen ist.
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09.04.2026 13:28:18 |
Fußpunkt bedeutet, dass die VLT trotz steigender AT nicht weiter runtergeht, also eine minimale VLT eingestellt werden kann, z.B. damit Heizkörper nie unter 29 Grad fallen, weil dann fast keine Wärme mehr abgegeben wird. Wenn du ab AT x, y oder z nicht mehr heizen willst, musst du halt die Sommerabschaltung "programmieren", mit/ohne Dämpfung und/oder Karenzzeit. Warst nicht du der Schlaue, der mal genervt geschrieben hat "muss man denn hier alles mehrfach erklären" als es um die Hysterese beim Heizen ging?
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09.04.2026 14:36:05 |
Zitat von A Min  Fußpunkt bedeutet, dass die VLT trotz steigender AT nicht weiter runtergeht, also eine minimale VLT eingestellt werden kann, z.B. damit Heizkörper nie unter 29 Grad fallen, weil dann fast keine Wärme mehr abgegeben wird.
Wenn du ab AT x, y oder z nicht mehr heizen willst, musst du halt[...] Ob bei einer VL- Temperatur von 29 Grad keine Wärme mehr übertragen wird, haben keine Regelungsprogrammierer zu beurteilen. Wenn man den hydraulischen Abgleich richtig macht, dann gibt es Wärmeübertragung bis zur Raumtemperatur. Nur, weil man sich da nicht mehr am Heizkörper verbrennt, heißt das noch lange nicht, dass da keine Wärme mehr transportiert wird. Typischer Fall einer Wahrnehmungsverzerrung. Jetzt, bei -5 K RT-Offset, schaltet der Verdichter bei 28,7 Grad ab, und voraussichtlich in 1,5 - 2 Stunden fällt die Vorlauftemperatur auf 24,7 Grad ab. Zum Glück konnte ich die Parallelverschiebung so weit runter verschieben. Wenn du genau nachdenken würdest, könntest du feststellen, dass der Parameter der Heizgrenze komplett überflüssig ist, wenn man die Parallelverschiebung nur richtig feinjustieren würde. Die Heizgrenze ergibt sich dabei von ganz allein, sozusagen selbstregelnd. Das Problem ist vermutlich nur, dass zu viele Heizungsbetreiber bei so kalten Heizkörpern in gut isolierten Häusern glauben würden, die Heizung wäre kaputt und den Notdienst anrufen würden. Nebenbei kann man sehen, dass Fußbodenheizungen in Neubauten eigentlich auch überflüssig und Kanonen auf Spatzen sind. Ich sehe da bei mir keinen nennenswerten Unterschied. Bei 0 Grad AT habe ich mit Heizkörpern auch nur 28 Grad Vorlauf. Bei FBH wird das ja immer gerne als großer Vorteil gesehen. Und mein Haus ist kein Neubau, sondern bereits 22 Jahre alt.
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09.04.2026 14:50:59 |
Und wenn du der WP mit einem Raumthermometer sagst, dass kein Wärmebedarf mehr besteht?
Man muss halt mit den Gegebenheiten der tollen Bosch/Buderus Maschinen leben und das Beste daraus machen. Und von super niedrigen nötigen VLT sind die anscheinend nicht ausgegangen. Du könntest ja auchnboch selbst über dieses EMS Gedöns steuern.
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09.04.2026 15:15:14 |
Zitat von A Min  Und wenn du der WP mit einem Raumthermometer sagst, dass kein Wärmebedarf mehr besteht?
Man muss halt mit den Gegebenheiten der tollen Bosch/Buderus Maschinen leben und das Beste daraus machen. Und von super niedrigen nötigen VLT sind die anscheinend nicht ausgegangen. Du könntest ja[...] Ich glaube, so wie es jetzt ist, stellt das Optimum dar. Ich habe hier drei Referenzräume, und die sind bis auf 0,2 Grad überm Soll seit fünf Stunden stabil. Ich bin schon froh, dass ich eine Wärmepumpe habe, und nicht mehr den Ölkessel komplett unterhalb der Sockeltemperatur betreiben muss. Was der aber 21 Jahre lang klaglos mitgemacht hatte. Trotzdem musste man den nach Zündung immer trockenheizen, und das war Verschwendung ohne Ende. Einen Raumthermostaten hatte ich übrigens seit 2011 bei der Ölheizung im Einsatz, der rigoros korrigieren konnte, falls mal zu viel Sonne reingestrahlt hatte. Die Ersparnis war sofort sichtbar.
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21.04.2026 14:43:22 |
Zitat von A Min  Und wenn du der WP mit einem Raumthermometer sagst, dass kein Wärmebedarf mehr besteht?
Man muss halt mit den Gegebenheiten der tollen Bosch/Buderus Maschinen leben und das Beste daraus machen. Und von super niedrigen nötigen VLT sind die anscheinend nicht ausgegangen. Du könntest ja[...] Meine Philosophie heißt "Selbstregelung" und zwar allein über Heizkurve und Parallelverschiebung. Bis jetzt habe ich keine Erklärung dafür gefunden, was der Parameter "HK-Mindesttemperatur Ja/Nein" wirklich bewirkt. Wenn ich ihn auf "nein" einstelle, springt der Kompressor bei 25,5 Grad an, und bei "ja" bei 24,1 Grad. Tiefer geht es wirklich nicht mehr bei 11 Grad Außentemperatur. Allerdings weiß ich nicht, inwieweit es sich dabei um die gleiche Außentemperatur gehandelt hatte, und wie stark der Gebäudedämpfungseffekt wirkt. Die Heizgrenze ist hier nicht gefragt, weil in Extremfällen wie starker Bewölkung auch noch bis 16 Grad geheizt werden soll. Die Wiedereinschaltung würde dann auch erst bei 14 Grad einsetzen. Das alles könnte man so transparent gestalten, dass man auf dem vorhandenen Display die reale Heizkurve nach Bearbeiten sämtlicher Zusatzparameter wie Parallelverschiebung, Raumtemperatur und Gebäudedämpfung darstellen würde. Ich will keine Zusatzfühler installieren. Im Moment sieht es so aus, als wäre dieser Parameter nur dazu da, die Heizkurve tatsächlich bis auf 22 Grad herunterzubringen, und im anderen Extrem sie künstlich anzuheben. Es sieht weiterhin so aus, als würden die Programmierer beim Auswählen von "nein" damit verhindern wollen, dass man die Parallelverschiebung zu weit nach unten verschiebt, auch wenn man das ausdrücklich will. Ich möchte nicht wissen, in wie vielen Niedrigenergiehäusern die Heizkurve am unteren Ende viel zu viel Wärme in den Heizkreis schiebt, nur weil die Programmierer gegen ihr Wissen arbeiten, insbesondere, wenn sie glauben, alles unter Körpertemperatur taugt nichts zur Beheizung. Jetzt hilft nur noch Beobachten.
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| | Zeit:
21.04.2026 18:42:28 |
Zitat von Komfortzone  Zitat von A Min  [...] Das alles könnte man so transparent gestalten, dass man auf dem vorhandenen Display die reale Heizkurve nach Bearbeiten sämtlicher Zusatzparameter wie Parallelverschiebung, Raumtemperatur und Gebäudedämpfung darstellen würde. Das passiert auch, jedenfalls wenn die Mindesttemperatur über der Durchgangstemperatur der Heizkurve bei 20 Grad liegt. Dann bildet sich ein gerade Linie die die Heizkurve nach unten begrenzt. Das wurde auch alles schon getestet von anderen in dem langen Faden zur Optimierug Buderus (AKA Bosch) Wärmepumpen. Aber immer in der Absicht die Temperatur anzuheben. Nach unten hin gibt es nur den Fusspukt, der bei 22 Grand endet für die Produktlinie im Bestand. Produktlinie für Neubau (selbst googlen) haben vermutluch anderen Kennlinien. Der einfachste Weg, die Überheizung ohne Raumregler loszuwerden, sind klassisch eingestellte Termostatköpfe.
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21.04.2026 21:42:58 |
Zitat von Flowfix  Zitat von Komfortzone  [...] Das passiert auch, jedenfalls wenn die Mindesttemperatur über der Durchgangstemperatur der Heizkurve bei 20 Grad liegt. Dann bildet sich ein gerade Linie die die Heizkurve nach unten begrenzt. Das wurde auch alles schon getestet von anderen in dem langen Faden zur Optimierug Buderus[...] Da bist du nicht vollständig informiert. Den Fußpunkt kann man im Menü abwählen, so dass die 22 Grad Mindestheizkreistemperatur dann nicht erst bei 20 Grad Außentemperatur greift. Habe ich auch erst vor zwei Wochen erfahren, und durch Beobachtung mittlerweile verifiziert. Allerdings ist mir auch aufgefallen, dass es in diversen Videos und Textbeiträgen nur darum geht, die Heizkurve am unteren Ende anzuheben. Es scheint außer mir keinen zu geben, der die Heizkurve kurz vor der Heizgrenze extra senken will. Ja klar, Thermostate. Da kann ich nur lachen. Schon mal dran gedacht, dass hier auch Skandinavier mitlesen können, die denken, wie blöd wir sind, dass wir immer noch Thermostate brauchen? Die letzte Messung ergab einen Kompressorstart bei 24,4 Grad bei 11 Grad Außentemperatur. Nur blöderweise heizt die dann immer bis 30 Grad hoch. Aber mit Pumpe auf Förderhöhe 5 Meter sorgt immerhin dafür, dass die WP dann zwei Stunden durchläuft und genauso lange aus bleibt. Ab 15 Grad schaltet sie dann auch nicht wegen Heizgrenze komplett ab inkl. Umwälzpumpe, sondern weil die Heizkurve es so vorgibt. Im Moment läuft sie durch bis voraussichtlich morgen spät vormittag, und da kann ich mich nicht beschweren. Wieso bin ich eigentlich der einzige in einem "Neubau", dem auffällt, dass die Vorlauftemperatur bei Standardeinstellungen in der Nähe zur Heizgrenze viel zu hoch ist? Vermutlich ist das bei Fußbodenheizungen anders, weil die bei den Grundeinstellungen eine andere Werkseinstellung bekommen. Die Kombination "Neubau" und Heizkörper ist wohl das Problem. Das hat kein Programmierer auf dem Schirm.
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