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Datenschutzhinweise

Panasonic Monoblock
Verfasser:
9999_Peter_9999
Zeit: 26.04.2026 13:00:12
0
3951700
Hallo,

ich brauche etwas Unterstützung...

Zur Situation: Wir haben eine fast 20 Jahre alte Wärmepumpe, die bis jetzt ziemlich gut funktioniert hat. Jetzt hat sie allerdings ein Problem. Ich habe noch keinen Kostenvoranschlag, aber Fehlersuche und Reparatur werden vermutlich mindestens 2000-3000€ kosten. Und dann ist nicht klar, welches Teil als nächstes ausfällt und wie lange sie überhaupt noch durchhält. Ein 1:1-Austausch ist fast nicht möglich, weil dieses System nicht mehr hergestellt wird und das Ganze vermutlich auch ziemlich teuer werden würde.

Ich denke deshalb über einen anderen Ersatz nach, den ich selbst installieren könnte und bin dabei auf die Panasonic Aquarea gestoßen. Handwerkliche Erfahrung ist vorhanden, also sollte das möglich sein.

Die aktuelle WP hat eine Leistung von 8,5kW für Heizung (FBH + Wandheizung, keine Heizkörper) und Brauchwasser, was gut funktioniert. Bei Panasonic gibt es 9kW-Modelle die modulieren. Das sollte passen. Wegen dem geplanten Selbsteinbau sollte es auch ein Monoblock oder ein System mit Wasserleitungen zwischen Außengerät und Haus sein.

Aktuell gibt es einen Pufferspeicher für Heizung und Brauchwasser. Das Brauchwasser wird über eine Frischwasserstation erzeugt die am Puffer hängt. Der Puffer wird von der WP geladen und die beiden Kreise über ein 3-Wege-Ventil umgeschaltet. Ich kenne die Diskussionen über Pufferspeicher an WP und kenne auch die Nachteile. Weil es mir um einen möglichst unkomplizierten Austausch geht und ich auch nicht zu hohe Kosten produzieren will, soll der Pufferspeicher vorerst so bleiben.

Idealerweise kann ich eine neue WP direkt vor dem 3-Wege-Ventil anschließen, also dort wo jetzt die aktuelle WP angeschlossen ist. Das Ventil und die beiden Temperaturfühler für den Puffer (für Heizung und Brauchwasser) müssen dann an der neuen WP angeschlossen werden.

Allerdings bin ich wegen den verfügbaren Modellen bei Panasonic etwas überfordert und benötige Unterstützung bei der Auswahl:

J-Serie: Ist wohl ausgereift, aber schon älter, auch etwas laut. Habe gelesen, dass man die wohl nach Möglichkeit nicht mehr unbedingt verwenden sollte.

K-Serie: z.B. KIT-WC09K3E5 mit R32. Hier gibt es ein Innengerät. Hat diese WP dann Kältemittelleitungen zum Innengerät und wäre damit ungeeignet für den Selbsteinbau? Zumindest kann man beim Innengerät einen Wärmetauscher erkennen.

L-Serie: z.B. KIT-WC09L3E5 mit R290, Auch hier gibt es ein Innengerät. Allerdings steht in der Beschreibung etwas von hydraulischem Split. Also nehme ich an, dass vom Außen- zum Innengerät Wasserleitungen führen. Gibt es bei diesen Modellen auch einen Wärmetauscher im Innengerät, wenn ja, wofür? Wofür ist das Innengerät notwendig?

M-Serie: wohl eher für Altbau mit Heizkörper wegen höherer VL-Temperaturen

Welche Variante sollte man nun wählen???

Viele Grüße

Verfasser:
smoker59
Zeit: 26.04.2026 13:45:14
1
3951706
Wenn du bereits seit 20 Jahren mit Wärmepumpe heizt dann hast du doch sicher schon genaue Daten was die Heizlast betrifft....?

Denn wenn die aktuelle Wärmepumpe mit 8,5 kW ( welche ist das genau?) genau passt und nicht überdimensioniert ist dann sind alle o.g. Panasonic Modelle bis auf die M- Serie zu knapp.

Die Nennleistung bei der J, K und L liegt zwar bei 9 kW, bei Temperaturen unter 0° sind es jedoch nur noch 7,5 kW ( WH-MDC 05J3E5 bis 7,6 kW bei VL 35°/AT -11°) . Diesen Leistungseinbruch muss man einkalkulieren und ich würde aufgrund eigener Erfahrungen mit meiner J9 auf keinen Fall um 1 kW unterdimensionieren.

Ich betreibe seit 3 Jahren eine WH-MDC 09J3E5 und bin eigentlich sehr zufrieden damit. Rechnerisch kommt die Auslegung bei mir mit einer Heizlast ( gemessen mit WMZ über 2 Winter) von 7,55 kW fast genau hin. In der Praxis zeigte sich jedoch, daß meine WH-MDC 09J3E5 bei Abtauwetter aufgrund der knappen Auslegung ( und des für 9 kW eigentlich zu kleinen Verdampfers) an ihre Grenzen stößt denn wenn die rel. Luftfeuchtigkeit über 90% liegt nehmen die Abtauvorgänge rapide zu und die Heiztakte dazwischen dauern nur noch 35 bis 45 Minuten.
Die Leistung reicht zwar aus damit die Zieltemperatur in den Räumen gehalten werden kann aber die Arbeitszahl sinkt aufgrund der häufigen Abtauvorgänge rapide.

Ich habe die Dämmung meines Hauses aus diesem Grund im Nachhinein nochmals verbessert und jetzt funktioniert es besser aber wenn ich nochmal wählen müsste würde jetzt ich wahrscheinlich doch zur 9 kW T-CAP ( heute zur 9 kW M) greifen. Nicht wegen der höheren Temperaturen der T-CAP ( ich fahre auch jetzt max. 38° VL bei NAT -11° mit Heizkörpern) sondern wegen des größeren Verdampfers der die Abtauvorgänge doch erheblich mindert und die Nennleistung von 9 kW auch noch bei -15° bringt.

Verfasser:
9999_Peter_9999
Zeit: 27.04.2026 11:12:50
0
3951842
Hallo,

zur tatsächlichen Heizlast habe ich keine Infos. Der HB hatte damals gemeint, dass die Heizlast 8kW betragen würde. Verbaut ist eine Ochsner Direktverdampfer-WP mit Erdkollektor. Selbst an sehr kalten Tagen mit -15/-20°C gab es keine Probleme. Das liegt aber eben auch am Funktionsprinzip. Selbst im tiefsten Winter hat das Erdreich noch ca. +8-10°C und damit gibt es auch keinen Einbruch bei der Heizleistung. Bei einer Luft/Wasser-WP sieht das natürlich prinzipbedingt vollkommen anders aus. Aber ein Einbruch auf 7kW sollte keine Probleme machen.

Verfasser:
eteog
Zeit: 27.04.2026 17:19:16
0
3951916
Zitat von 9999_Peter_9999 Beitrag anzeigen
Verbaut ist eine Ochsner Direktverdampfer-WP mit Erdkollektor. Selbst an sehr kalten Tagen mit -15/-20°C gab es keine Probleme.

Und warum genau willst du eine Luftpumpe aufstellen, wenn du einen Kollektor hast, der auch nach 20 Jahren noch ordentlich liefert?
Auch vor 20 Jahren hat man die Wärme schon mit Sole aus der Erde geholt. An dem Prinzip hat sich doch nichts geändert. Wenn die alte Wärmepumpe fertig ist, stellt man eine Neue hin, schließt Sole- und Hydraulikleitungen an. Ggf. passt man noch das Gemisch an aber ein kompletter Systemwechsel will mir nicht in den Kopf. Der Kollektor kann noch mal 20 Jahre liefern.

Verfasser:
smoker59
Zeit: 27.04.2026 17:51:31
1
3951920
Zitat von eteog Beitrag anzeigen
Zitat von 9999_Peter_9999 Beitrag anzeigen
[...]

Und warum genau willst du eine Luftpumpe aufstellen, wenn du einen Kollektor hast, der auch nach 20 Jahren noch ordentlich liefert?
Auch vor 20 Jahren hat man die Wärme schon mit Sole aus der Erde geholt.


Weil's keine Direkt Verdampfer Wärmepumpen mehr gibt?

Wenn ich das beim Hersteller richtig gelesen habe funktioniert das System nicht über den Umweg mit Sole als Wärmeträgermedium sondern eben direkt über das Kältemittel. Der vorhandene Kollektor wird mit Sole also nicht so ohne weiteres funktionieren.

Verfasser:
godek
Zeit: 27.04.2026 19:40:38
1
3951942
Direkt Verdampfer sind aus gutem Grund von Markt verschwunden. In den Kollektor kann man leider nicht einfach Sole einfüllen.

Verfasser:
9999_Peter_9999
Zeit: 27.04.2026 21:02:36
2
3951953
Das Prinzip ist ziemlich effizient, weil ja im Vergleich zur Sole-WP der zusätzliche Wärmetauscher und die Pumpe entfallen. Hergestellt werden sie offenbar nicht mehr, was ich bis vor einigen Wochen nicht wusste. Die einfache Umstellung auf Sole funktioniert (leider) nicht weil eine Sole-WP einen Erdkollektor mit deutlich größeren Leitungen wegen des Volumenstroms benötigt. Das wäre mein Favorit gewesen. Und den ganzen Garten noch einmal aufgraben um einen Erdkollektor für eine Sole-WP zu verlegen lohnt auch nicht. Deshalb die Idee mit der Panasonic Aquarea.

Verfasser:
smoker59
Zeit: 27.04.2026 21:31:16
1
3951958
Zitat von 9999_Peter_9999 Beitrag anzeigen
Hallo,

zur tatsächlichen Heizlast habe ich keine Infos. Der HB hatte damals gemeint, dass die Heizlast 8kW betragen würde.


Verstehe ich das richtig, du hast keinerlei Aufzeichnungen was deine Wärmepumpe an Wärme pro Jahr erzeugt hat?
Damit könnte man die tatsächliche Heizlast des Gebäudes schon einigermaßen genau bestimmen. ... jedenfalls genauer als mit der groben "Daumen Schätzung" eines Heizungsbauers.

Grundsätzlich ist das Vorgehen aber schon okay. Wenn die alte WP nicht mehr funktioniert dann macht es Sinn jetzt direkt auf eine LWWP zu wechseln. Nur sollte man jetzt schon etwas genauer bei der Heizlast Ermittlung vorgehen .

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