| | | | Zeit:
25.04.2026 07:42:12 |
Hallo zusammen, wir sanieren gerade bei uns. Konkret steht in den nächsten Wochen der Austausch der Fenster und das Anbringen der Außendämmung an. Etwas später im Jahr werden einige Räume mehr auf Fußbodenheizung umgestellt. Das heißt, wenn ich auf Einzelraumlüftun gehen möchte, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt. Konkret spiele ich mit dem Gedanken in folgenden Räumen: - Küche (um nach dem Kochen Feuchtigkeit und Gerüch rauszukriegen) - Bad (um nach dem Baden die Feuchtigkeit rauszukriegen) - Schlafräume/Kinderzimmer (da die FBH so träge sein wird, dass ich entweder mit geschlossenem Fenster schlafe oder die FBH immer auswäre) - Spitzboden (da wir hier im Winter die Luftfeuchtigkeit recht hoch ist) - Keller (weil auf Sicht die Ölheizung durch eine WP ersetzt werden soll und wir damit weniger Luftaustausch im Keller haben) Insgesamt geht es um 7 Einzelraumlüfter, Vor Jahren war ich mal über die Bayernlüfter gestolpert. Sind diese das Maß der Dinge oder gibt es Alternativen, die ich in Betracht ziehen sollte? Gruß Mati
|
| | Zeit:
25.04.2026 08:40:06 |
Du hast ja sicher schon in diesem Forum gelesen. Bayernlüfter sind natürlich billig, aber sicher nicht für Schlafräume geeignet (Lautstärke) Bad: hier besteht natürlich im Winter die Gefahr, dass der Wärmetauscher vereist. Küche: du kannst natürlich mit keiner KWL die Dunstabzugshaube ersetzen. KWL kann also nur zusätzlich wirken. Ein Vergleich mit etwas hochwertigerem (z.B. Meltem M-WRG oder Meltem M-WRG II) zeigt dir die Unterschiede: M-WRG bis 100 m³/h, Klappensteuerung, Frostschutzprogramm, große Filterflächen, Aktivkohlefilter möglich, Filter bis F7 einsetzbar ...
|
| | Zeit:
28.04.2026 23:14:45 |
Danke für deine Antwort. Vielleicht muss ich mein geplantes Nutzungsverhalten noch etwas präzisieren: Ich möchte die Lüftung nicht primär mittels KWL machen sondern die Fensterlüftung um eine 2. Möglichkeit ergänzen. DIe KWL soll auf keinen Fall 24/7 durchlaufen. Wir haben eine Lüftungsanlage im Büro, die an sich sehr dezenzt läuft. Im Winter sinkt die Luftfeuchtigkeit sehr regelmäßig unter 30% teilweise unter 20%. Das wäre mir zu Hause zu unangenehm. Im Bad würde ich natürlich nach dem Duschen/Baden stoßlüften. Insbesondere nach dem Baden ist es aber mit 3-5 Minuten lüften nicht getan. Und genau da soll der Lüfter ansetzen, in dem ich ihn einfach noch eine Stunde nachlaufen lasse. Ähnlich soll es in der Küche sein. Ich will den nicht als Dunstabzugshaube misbrauchen. Nach dem Kochen wird über das Fenster gelüftet und dann läuft der Lüfter nach. In den Schlafräumen sehe ich tatsächlich den primären Einsatz während der Schlafenszeit. Aktuell schlafen wir fast immer bei gekippten oder offenem Fenster (Frischluftfanatiker). Das was da an Geräuschen von draußen reinkommt, dürfte aber lauter als die 22dB eines Bayernlüfters auf niedrigster Stufe sein. Deswegen mache ich mir da eigentlich wenig Sorgen, dass uns das stören könnte. Ich denke, dass wir außerhalb der Heizperiode auch weiter bei offenem Fenster schlafen werden. Aber in der Heizperiode mit FBH ist meine Befürchtung, dass wir entweder nach draußen heizen oder die FBH komplett auslassen und über die Nachbarräume mitheizen, was spätestens mit einem Wechsel auf WP ziemlich ineffizient werden dürfte. Deswegen stelle ich die Überlegung einer KWL an.
|
| | Zeit:
29.04.2026 08:00:45 |
Zitat von Mati1  Danke für deine Antwort. Vielleicht muss ich mein geplantes Nutzungsverhalten noch etwas präzisieren: Ich möchte die Lüftung nicht primär mittels KWL machen sondern die Fensterlüftung um eine 2. Möglichkeit ergänzen. DIe KWL soll auf keinen Fall 24/7 durchlaufen. Wir haben eine Lüftungsanlage im[...] redest du dir die Bayernlüfter irgendwo schön? Die Bayernlüfter Benutzer schreiben doch alle - Bayernlüfter ist in Schlafzimmern nicht das richtige. Im Bad Probleme mit Feuchtigkeit. DIe Frage die sich stellt - ist die aktuelle Generation 4 noch vergleichbar mit den Bayernlüftern zuvor? 5 - 20m3/h 22 - 38dB Preislich mit 700-800€ + Zubehör. Ist halt die Frage, ob es nicht bessere Alternativen gibt. Fürs BAD / WC gäbe es von Meltem die SimplAir-EC Serie + Steuerplatine (Sensoren, App, Fernbedienung). 20 - 100m3/h
|
| | Zeit:
29.04.2026 09:24:57 |
Wir haben Bayernlüfter in allen Zimmer, auch Schlafzimmern, teilweise direkt über den Kopfende vom Bett. Als prinzipiell ungeeignet für Schlafzimmer würde ich die keineswegs bezeichnen, aber eins muss eben klar sein: Der Lüfter hat 10 Stufen, Stufe 1-3 ist kaum hörbar aber dann eben auch sehr geringer Luftdurchsatz. Auf 24 Stunden gesehen passt das durchaus und ist normalerweise so eingestellt, dass man ein Schlafzimmer nachts auf niedriger Stufe limitiert und tagsüber hat er dann das volle Spektrum zur Regelung zur Verfügung. Und bei Räumen welche man tagsüber nutzt eben umgekehrt. Das bedeutet aber eben auch: 1. Die Luftwechselrate in der Nacht ist begrenzt. Je nach Zimmergröße für 1-2 Personen ausreichend, aber evt nicht wie gesünscht. Für "Frischluftfanatiker" dann wohl eher nicht mehr ausreichend. Der Vollständigkeit halber, der Bayernlüfter hat auch ein Frostschutzprogramm und kann auch mit Aktivkohlefiltern ausgerüstet werden. Für Bad, Spitzboden und Keller ist der Bayernlüfter sicher ausreichend. Für die anderen Räume dann individuell zu beurteilen. Eine KWL läuft übrigens immer 24/7. Jetzt mal abgesehen von Kochunfällen oder Kühlung im Sommer, ist Fensterlüftung in dem Raum dann eigentlich nicht mehr nötig. Auch im Bad sollte es schnell genug abgelüftet werden und insbesondere die warme / feuchte Badluft hat ja sehr viel Energie, welche man zurückgewinnen will.
|
| | Zeit:
29.04.2026 09:43:11 |
Ich habe mir einmal beide (Meltem und Bayernlüfter) auf einer Messe genauer angesehen. Im realen Betrieb habe ich nur ein Meltem WRG erlebt. Meltem ist hier vom Preis-Leistungsverhältnis schon deutlich besser aufgestellt. Beide sind aber für die Unterbringung im Schlafraum nicht geeignet, außer man ist schon etwas schwerhörig. Bei Meltem gibt es auch die Möglichkeit eines Leitungsanschlusses. Damit wäre eine Unterbringung in einem Nachbarraum (z. B. angrenzendes Bad/Schrankraum) möglich und mittels Leitung und Schalldämpfer wäre auch eine kombinierte Lösung ( Abluft im Aufstellraum, Zuluft im Schlafraum möglich). Der Bayernlüfter ist für Objekte geeignet, bei denen z.B. bei Abwesenheit zum Feuchteschutz gelüftet werden soll also z. B. für Wohnungen in Abwesenheit oder die Belüftung von Wochenendhäusern unter der der Woche. Nachts für Schlafräume sind die nicht empfehlenswert.
|
| | Zeit:
29.04.2026 22:17:55 |
Zitat von leitwolf  Ich habe mir einmal beide (Meltem und Bayernlüfter) auf einer Messe genauer angesehen. ... Beide sind aber für die Unterbringung im Schlafraum nicht geeignet, außer man ist schon etwas schwerhörig. ............... Hallo, LOLGrüß, Pierre
|
| | Zeit:
29.04.2026 23:09:29 |
ich hatte mir sowas auch überlegt - tendiere aber zugegeben momentan erst mal dazu einfach den Badlüfter 1-2 x pr Nacht automatisiert laufen zu lassen Das Schlafzimmerfenster bleibt auf gekippt - der Rollladen ein Stück weit offen
|
| | Zeit:
30.04.2026 06:40:11 |
Ich habe seit >15 Jahren Bayernlüfter im Badezimmer und im Wohnraum. Kann nur gutes drüber sagen - läuft perfekt. Standardlüfter die man in 5 Minuten wechseln kann und für 20 Euro nachkaufen kann wenn die Lager nach 100.000 Betriebsstunden lauter werden. Ins Schlafzimmer würde ich sie mir aber auch im Originalzustand so wie sie damals ausgeliefert wurden nicht einbauen. Es gibt aber in Einbauform und Spannungsversorgung kompatible Lüfter von Minibea (z.B. bei mir im Wohnraum 2410ML) die superleise sind und in niedriger Stufe auch im Schlafzimmer quasi unhörbar leise sind.
Die Push Pull Lüfter finde ich technisch gesehen alle Müll. Und obwohl sie rein theoretisch (meßtechnisch) leise sind finde ich wechselnde Geräusche viel nerviger als ein gleichmäßiges selbst wenn der dB Wert erstmal höher ist.
Am besten bleibt natürlich ein zentrales Gerät von Zehnder oder so. Aber im Altbau ist das halt nicht immer möglich.
Viel Erfolg.
|
| | Zeit:
30.04.2026 10:58:55 |
Der Bayernlüfter erlaubt ja auch ein kurzes Rohr um ihn dann z.B. in einen Schrank oder sogar einen anderen Raum einzubauen. Aber auch hier nochmal: Der Meltem will Rohre mit 100 DN als Zu-/ Abluft. Der Bayernlüfter verlangt DN50. Manche haben auch als "Hack" auf DN 70 aufgebohrt bzw. direkt nach dem Gerät entsprechen vergrößert mittels Adapter. Die DN 50 (dann mit Platz zum durchschieben) / 65er Bohrung geht eben meist mit einer handelsüblichen Stemmbohrmaschiene und einem Dosenbohraufsatz. Bei 110er Durchmesser ist man schnell bei Kernbohrgerät. Also inkl. Installation etc. ist der Meltem sicher das doppelte vom Bayernlüfter. Zitat: ich hatte mir sowas auch überlegt - tendiere aber zugegeben momentan erst mal dazu einfach den Badlüfter 1-2 x pr Nacht automatisiert laufen zu lassen PS: Der Bayernlüfter wie auch der Meltem sind in der teuren Stufe jeweils komplett Feuchte- und Temperaturgesteuert. Die schlatet man an, gibt einmal die Min/Max parameter ein und dann läuft das Teil. Das schlatet man nicht mal "für zwei Stunden an".
|
| | Zeit:
30.04.2026 11:23:30 |
Na ja, dass der Rohrduchmesser unterschiedlich sein muss, liegt ja wohl am max. Volumenstrom. 20m³ max. beim Bayernlüfter und 100m³/h bei den Meltems. Und nur wegen der Kernbohrung ein völlig unterdimensioniertes Gerät nehmen, dass nicht mal die Minimalforderung am empfohlenen Luftbedarf erfüllt, ist wohl zu überlegen.
|
| | Zeit:
30.04.2026 11:58:00 |
Der Bayernlüfter hat 2 mal 50 (einmal Zuluft und einmal Abluft) statt einmal 100 und läuft kontinuierlich statt push pull. Ist also garnicht so viel weniger. Reicht bei mir easy peasy um das Bad zu lüften und zu entfeuchten. Dauert dann halt so ne halbe Stunde bis nach dem Duschen der Dunst raus ist.
|
| | Zeit:
30.04.2026 16:14:18 |
hmm ... natürlich sind die Meltems auch Geräte mit Wärmetauscher und machen eben 100 m³ rein und GLEICHZEITIG 100 m³ raus. Hier scheint ein Missverständnis vorzuliegen. Ich lese beim Bayernlüfter aber im Produktdatenblatt "Höchster Luftvolumenstrom in m³/h 20". Ist das Datenblatt nicht mehr aktuell? Wo finde ich das aktuelle Datenblatt?
|
| | Zeit:
01.05.2026 10:37:49 |
Zitat von HenningReich  Der Bayernlüfter hat 2 mal 50 (einmal Zuluft und einmal Abluft) statt einmal 100 und läuft kontinuierlich statt push pull. Ist also garnicht so viel weniger. Reicht bei mir easy peasy um das Bad zu lüften und zu entfeuchten. Dauert dann halt so ne halbe Stunde bis nach dem Duschen der Dunst[...] Der meltem braucht aber 2 x 120er Bohrungen und nicht nur eine. @egal Die 20m3 pro Stunde auf maximaler Stufe sollte beim Bayernlüfter stimmen, und ja dann ist er auch "laut". Ich bleibe dabei, jedes Gerät hat seine Vorteile Preis vs. Leistung und somit auch seinen Anwendungsfall. Ich bin mit unseren Bayernlüftern sehr zufrieden, was aber nicht bedeutet, dass ein meltem es nicht evt sogar besser machen würde.
|
| | Zeit:
13.05.2026 06:57:44 |
Danke für die Antworten. Ich fasse mal für mich zusammen: 1. KWL sollte 24/7 laufen - wird sie bei mir nicht. Daher stellen sich mir die Fragen, ob a) es das richtige für mich ist und ich es überhaupt umsetze b) die Maßstäbe einer KWL ansetzen muss 2. Die Bayernlüfter sind recht knapp dimensioniert, um auf die geforderten Luftwechselraten zu kommen oder (durch die kleinen Lüfter) eben laufter. Die vorgeschlagenen Meltem transportieren mehr Luft, sind aber teurer und durch die größeren Löcher aufwändiger zu montieren. 3. Im Bereich Dachboden/Keller schwappt mir keine Kritik entgegen - ich gehe davon aus, dass die Bayernlüfter da OK sind. 4. Bzgl. Schlafräumen gibt es unterschiedliche Meinungen. Nur um es noch einmal klar zu formulieren: Sie sollen das gekippte Fenster nachts ersetzen. Schaue ich mir die Luftwechselrate eines gekippten Fenster mit weitgehend geschlossenem Rollladen an, steht der Bayernlüfter dem auf niedriger Stufe nicht nach. Die Werte sind (bei unseren Raumgrößen) vergleichbar. Beim Geräuschpegel sehe ich den Bayernlüfter da auch nicht im Nachteil. Bitte nicht falsch verstehen: Ich vergleiche hier bewusst nicht Bayernlüfter und Meltem sondern einfache Lüfterlösung (Bayernlüfter) und die Lösung ohne Lüftung. Die riesigen Löcher einer größeren Lüftung bekomme ich bei "der Regierung" nicht verargumentiert. 5. In der Küche bin ich mittlerweile tatsächlich am Zweifeln, ob es nicht sinnvoller ist eine Dunstabzugshaube nachlaufen zu lassen. Ja, da heize ich nach draußen, aber ich sitze nicht stundenlang im Kochdunst. 6. Im Bad bin ich auch am zweifeln, ob ich nicht mit einer reinen Fensterlüftung besser fahre, weil die Luftwechselraten recht gering sind. Mit der Erfahrung im Bad im DG, klappt das recht gut. Selbst nach einem sehr langen Badegang, bei dem am Ende 98% rel. Luftfeuchte angezeigt werden, bekomme ich es unmittelbar stabil auf ca. 60% und am nächsten Morgen wieder in den normalen Bereich. Das Bad in DG ist für mich daher ein guter Anhaltspunkt, weil das Dach und eine Außenwand bereits gedämmt sind und nur noch der Kniestock fehlt. Im alten Bad im EG sind die Wände ungedämmt. Da klappt es nicht so gut.
|
| | Zeit:
13.05.2026 08:40:42 |
Zu 5 und 6.... In der Küche würde es mich nerven, wenn die Dunsthaube nachlaufen würde. Die Teile sind in aller Regel auch auf niedrigster Stufe nicht sonderlich leise. Im Bad mit Fensterlüftung - kann man machen - aber....komfortabel ist das nicht. Am Ende lüftest du da gerade im Winter die Wärme auch ganz schnell heraus. Da ich deine Räumlichkeiten nicht kenne. Du schreibst von Spitzboden/dachboden. Wäre es denkbar eine kleine KWL (Meltem WRG, Maico WS75...) im Spitzboden/dachboden zu installieren - dort auch die Bohrungen durch die Aussenhülle. Je nach Dämmstandard im Dachboden / also in Gebäudehülle oder nicht... muss die KWL zusätzlich gedämmt werden... Je nach Modell ist ein Kondenswasserablauf notwendig. Bei Enthalpietauschern u.U. nicht notwendig. Und von dort aus die gewünschten Räume im OG versorgen? Im EG - dann eben baulich bedingt - mit einzellüftern arbeiten.
|
| | Zeit:
13.05.2026 10:47:28 |
Zitat von Mati1  [...] 3. Im Bereich Dachboden/Keller schwappt mir keine Kritik entgegen - ich gehe davon aus, dass die Bayernlüfter da OK sind. [...]
Ich habe einen Bayernlüfter in einem ca 30m2 großen Kellerraum installiert, der auch als Aufenthaltsraum genutzt wird. Eingestellt ist er auf Entfeuchtung. Im Rahmen der Messgenauigkeit meiner Feuchtesensoren hat der Bayernlüfter im Vergleich meiner Kellerräume keinen/kaum Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit. Trotz Lüfter sind ebenfalls erhöhte Radonwerte messbar und ich lüfte vor jeder Nutzung des Raums über die Fenster. Perspektivisch möchte ich den Bayernlüfter durch eine Lüftungsanlage mit deutlich höherem Volumenstrom ersetzen. Theoretisch kann man den Bayernlüfter auch auf höchste Stufe stellen, aber dann ist das Geräusch wirklich nicht mehr ignorierbar.
|
| | Zeit:
15.05.2026 06:56:21 |
Eine zentrale Lüftung ist nicht machbar. Die Räume sind zu klein und niedrig als das man da noch etwas verkoffern könnte. Und wegen der Raumgröße bin ich überhaupt beim Bayernlüfter gelandet. Die Räume haben abgesehen vom Keller eine Grundfläche von um die 12m². Die Deckenhöhen sind knapp 2,4m. Wir sprechen also von nicht einmal 30m³ Luft. Wenn der Bayernlüfter permanent auf niedrigster Stufe durchläuft, müsste er in 4 Stunden (die Räume sind ja nicht leer). Die Luft rechnerisch einmal komplett ausgetauscht haben. Im DG noch schneller. Ich weiß, das ist schlechter als die Norm fordert, wäre ja aber nur eine Ergänzung zur Fensterlüftung. STichwort Fensterlüften im Bad... DIe Aussage hat mich beschäftigt. Ja, ich lüfte die Wärme raus. Bei gedämmten Räumen erwärmt sich die Außenluft aber recht schnell wieder an den Oberflächen. Aus Komfort-Sicht sehe ich da keinen wirklichen Nachteil. Bei ungedämmten Räumen ist das anders. Da ist sehr viel Wasser an den Oberflächen kondensiert und vermutlich auch "reingezogen", so dass man erstmal eine kühle Tropfsteinhöhle hat. Da ich gerade 20cm Dämmung draufpacke und auf FBH umstelle, laufe ich in das Problem nicht rein. Ich merke es ja schon im Bad im DG. Meine Eltern haben in den 90ern saniert und dort erlebe ich das ähnlich. Bei Minusgraden Stoßlüften, lässt die Zahl am Termometer kurz kräftig absinken, aber es fühlt sich nicht kalt an und die Zahl steigt auch flott wieder. Bleibt die wirtschaftliche SIcht. Da tue ich mich enorm schwer, was eine konkrete Betrachtung angeht. Wenn ich aber 7 Räume ausstatte, kommen da locker 5000€ zusammen. Die 5000€ kommen vielleicht nochmal irgendwann rein, würde ich die aber anlegen, kann sich das eigentlich nie rechnen. 6% (z.B. ein ETF) bedeuten 300€/Jahr. Dazu noch die Arbeit und der Dreck, der zwangslüfig auch drinne entsteht. Ich stelle das ganze Theme KWL gerade infrage. Noch mal eine Nacht drüber schlafen und mit meiner Frau beraten.
|
| | Zeit:
15.05.2026 07:32:45 |
Hi,
Rechnerisch ist eine KWL meistens eine 0, mit Alternativanlage evt noch nichtmal. Ich würde es aber als klares Komfortthema sehen.
|
| | Zeit:
16.05.2026 04:19:48 |
Zitat von Mati1  Hallo zusammen, wir sanieren gerade bei uns. Konkret steht in den nächsten Wochen der Austausch der Fenster und das Anbringen der Außendämmung an. Etwas später im Jahr werden einige Räume mehr auf Fußbodenheizung umgestellt. Das heißt, wenn ich auf Einzelraumlüftun gehen[...] 1. Was ich tun würde: Sofort CO2 Sensoren besorgen. Ich empfehle mindestens den Netatmo (sieht toll aus, kann aber nicht viel mehr als die Werte der letzten 1-2 Tage darstellen) oder den von Switchbot (super um längere Historien anschauen zu können und auch später Geräte damit steuern zu können). Nur dann weißt du wie dein aktueller Stand zu Luftfeuchtigkeit und CO2 (als Vertreter guter Luft) aussieht und ob dein zukünftiges System auf mindestens gleichem Niveau landet. Alles andere ist Kristallkugel- oder Horoskoplesen. 2. Ausreichend Lüftung (egal welche) bedeutet eigentlich immer trockene Luft im Winter (und feuchte bei mildem Regenwetter). Das kann man mit einem Enthalpietauscher oder richtig miese Lüftung (Anreicherung der feuchten mit CO2 gesättigten Atemluft) kompensieren. 3. Vergiss nicht, dass die neuen Fenster super dicht werden. Was vorher mit 2 mal Lüften am Tag ausreichend war könnte jetzt Lüften alle 6 oder 4 Stunden bedeuten - ohne Messergebnisse siehe 1. komplett nicht abschätzbar. 4. Bessere Vorschläge hier aus dem Forum bekommt man oft mit Einstellung von Wohnraumplänen. Damit kann man sich besser ein Bild machen und dem einem oder anderen fällt noch etwas praktisches ein.
|
| | Zeit:
02.06.2026 16:10:15 |
Mal eine Frage zur Einbauhöhe von dezentralen Lüftern (Bayernlüfter, Meltem) in einer Außenwand eines Schlafzimmers mit Radonproblem (an Erdreich angrenzend, nicht unterkellert): Da Radon schwerer als Luft ist, sammelt es sich ja erstmal unten im Raum an. Macht es daher Sinn, den dezentralen Lüfter eher bodennah in der Wand zu positionieren? Die Montageanleitung für das Meltem M-WRG II empfiehlt generell oben (Oberkante Gerät in ca. 30 cm Abstand zur Decke). Rückfrage bei Meltem ergab, daß eine Montage weiter unten aber auch kein Problem sei. Sie haben keine speziellen Empfehlungen für Radon-Lüftung. Oder ist diese "Schichtung des Radons" bei Durchmischung der Raumluft mit einem solchen Lüfter quasi nicht mehr vorhanden und daher zu vernachlässigen? Gibt es noch andere Aspekte bei der Einbauhöhe zu berücksichtigen (Zugluft?)?
|
| | Zeit:
03.06.2026 10:09:59 |
@Mati die Entscheidung sollte von eurem gegenwärtigen und zukünftigem Lüftungsverhalten und Anspruch an Komfort und Gesundheit abhängen. Ihr wisst eigentlich momentan gar nicht, wie die Luft in eurem Haus über den Tages- bzw. Wochenverlauf ist, insbesondere was den Schlafraum betrifft. Daher wie schon angesprochen, besorgt euch ein Messgerät, das Daten aufzeichnet. Besonders empfehlenswert ist das aranet4. Es ermöglicht über App die Ansicht aller Zeiträume, Trendaufzeichnung von CO2, Feuchte, Temperatur (und Luftdruck). Erst dann könnt ihr wirklich sagen, welche Variante zur Anwendung kommen soll, bevor ihr überhaupt an eine Investition denkt. Das aranet4 sollte bei reiner Fensterlüftung den Hinweis geben, ob euer Lüftungsverhalten bezüglich Luftqualität und Feuchte in den einzelnen Räumen passt. Gehört eigentlich in jeden Haushalt.
|
| | Zeit:
03.06.2026 10:43:03 |
@chrizzzIrgendwo habe ich mal so einen Test gelesen oder gesehen. Es ging ebenfalls um Radon Messungen mit und ohne Lüftungsanlage. Ich habe es so in Erinnerung, dass es mit KWL gar kein Problem mit Radon mehr gab. Ohne waren die Werte deutlich höher. Die Lüftungsanlage sollte am besten auf leichten Überdruck eingestellt sein, damit sie die Luft besser rausdrückt statt zieht. Besonders problematisch sind in der Regel Immobilien mit Kellergeschossen, da hier der Bodenkontakt größer ist. Bei uns hier ist es laut Radon Karte ebenfalls ein Gebiet mit erhöhter Radonbelastung. Wir haben keinen Keller, KWL ist vorhanden. Ich habe über viele Monate eine Messung gemacht, der Wert lag stabil bei 20 (±10) Bq/m³, was sehr wenig ist. Langzeitschnitt bei 12 Bq/m³ - also gar nichts. Wie es ohne KWL aussehen würde, kann ich nicht sagen. Ich kann mir aber vorstellen, dass der Wert dann deutlich ansteigen würde - um wie viel, keine Ahnung. Unser Haus ist allerdings ein Neubau aus 2019, also gut dicht. Wie es in einem alten Haus aussehen würde, kann ich nicht sagen. Ich finde aber sehr toll, dass du dir darüber Gedanken machst. Die meisten Menschen wissen nicht mal, was Radon ist, obwohl das Zeug sehr giftig ist. Grüße
|
| | Zeit:
03.06.2026 11:08:02 |
Mal eine Frage zur Einbauhöhe von dezentralen Lüftern (Bayernlüfter, Meltem) in einer Außenwand eines Schlafzimmers mit Radonproblem (an Erdreich angrenzend, nicht unterkellert):
Da Radon schwerer als Luft ist, sammelt es sich ja erstmal unten im Raum an. Macht es daher Sinn, den dezentralen Lüfter eher bodennah in der Wand zu positionieren? Die Konvektionsströme sind dominanter, als der erhelbliche Dichteunterschied. Auch die Konzentration von Radon ist vergleichsweise gering. Daher wird man in einem Raum keine relevanten Konzentrationsunterschiede zwischen Fußboden und Decke messen können. Übrigens das Gas Radon selbst ist nicht schädlich, da es ja wieder ausgeatmet wird. Aber das langlebige Blei-210 ein Zerfallsprodukt von Radon lagert sich am Hausstaub an und verbleibt so in der Lunge, wo es zellschädigend wirkt und so bei längerer und höherer Exposition Lungenkrebs auslösen kann. Aber auch Radon kann man zu Hause messen. Wir verwenden das aranet Radon plus und verleihen es auch an Interessierte im Umkreis.
|
| | Zeit:
03.06.2026 12:16:53 |
Zitat von leitwolf  ... Übrigens das Gas Radon selbst ist nicht schädlich, da es ja wieder ausgeatmet wird. Aber das langlebige Blei-210 ein Zerfallsprodukt von Radon lagert sich am Hausstaub an und verbleibt so in der Lunge, wo es zellschädigend wirkt und so bei längerer und höherer Exposition Lungenkrebs auslösen kann. Ganz so einfach ist es leider auch wieder nicht. Praktikablerweise hier Auszüge aus einem Wikipedia-Artikel"... Inhaliert der Mensch ein Zerfallsproduktatom, so ist seine später irgendwann abgegebene Alpha- Energie die im Strahlenschutz relevante Größe. Diese wird als Potentielle Alphaenergie (PAE) bezeichnet ..." und "... Der Strahlenschutz berücksichtigt im Zusammenhang mit der Radoninhalation allein die Alphastrahlen aller Atome, die sich im Atemtrakt abscheiden können. Dazu gehören auch Atome, die selbst keine Alphastrahler sind, wenn sie sich später in einen Alphastrahler umwandeln werden. Radongas gehört nicht dazu, weil es zum größten Teil wieder ausgeatmet wird. Der im Körper bleibende restliche Gasanteil verlässt den Atemtrakt sehr schnell und verteilt sich über das Blut in den gesamten Organismus. Auch werden nur die kurzlebigen Zerfallsprodukte mit Halbwertszeiten bis zu einigen Stunden berücksichtigt, weil der Organismus langlebige ausscheidet, bevor eine nennenswerte Strahlenwirkung eintreten kann ..." Pb-210 ist demnach nicht das Problem, das ein β-Strahler mit vergleichsweise sehr langer HWZ von 22,3 Jahren ist. Diesbezüglich ist Pb-214 und vor allem Polonium (Po)-212, -214, -216 und -218 relevanter. Für mich unbeantwortet ist die Frage, warum die Anlagerung an Feinstaub und Aerosole nicht auch bei Radon eine Rolle spielt, denn sowie auch Radon dort "fest säße", kann es auch nicht wieder ausgeatmet werden. Wie auch immer: der eigentliche Strahlungsverusacher (Polonium und Radon α-Strahler, Blei β-Strahler) ist das Radon, weil es als Gas ggf. kontinuierlich in den Raum nachströmt und durch den Zerfall zu den eigentlichen Problemstoffen führt, die ohne das Radon kaum in der (Atem)luft ankämen.
|