Hallo zusammen,
unserer
Gasheizung ist nun 25 Jahre alt und benötigt eine Reparatur (Gasarmatur und/oder
Steuerung = ~1000€). Bei der Gelegenheit könnten wir prima den Wechsel auf eine Wärmepumpe wagen.
Wir wohnen in einem Haus in Köln (NRW, Normaußentemperatur etwa -8 °C) mit 160m² beheizter Fläche aus dem Baujahr 1928. Die
Fenster und die Haustür wurden erneuert.
bisher heizen wir mit Gas und Holz:
2 Heizkreise mit 6 und 7 Heizkörpern werden von einer Junkers ZSBR 7-28 Gasheizung (viel zu groß, taktet sehr oft) erwärmt. Es sind also insgesamt 13 Heizkörper plus 3 ungenutzte Heizkörper in Kellerräumen vorhanden. Die Steigleitungen vom Keller in die 3 Stockwerke ist in 2mm
Kupfer ausgeführt. Die Anbindung der 13 Heizkörper ist mit 15mm Kupferleitungen ausgeführt. Es handelt sich um Typ 22 Heizkörpern die problemlos gegen Typ 33 getauscht werden können.
Zusätzlich steht im Wohnzimmer ein Walltherm Holzvergaser (5kW
Luft + 10kw
Wasser) welcher einen 1000L
Pufferspeicher beheizt. Eine UVR1611 Steuerung steuert einen Mischer an, der warmes Wasser in den Heizkreisrücklauf kurz vor der Gasheizung mischt (3 Grad wärmer als die Soll Vorlauftemp. der Gasheizung). Die Gasheizung dient an kalten Tagen lediglich als Heizkreispumpe. Die Holzversorgung ist sehr gut, daher wird der Ofen im Winter sehr viel genutzt.
Ist eine Wärmepumpe geeignet?
Bei 0°C Außentemperatur benötigen die Typ22 Heizkörper im alleinigen Gasheizungsbetrieb <50°C um die Raumtemperaturen zu erreichen. Ein Tausch auf Typ33 Heizkörper wird die benötigte
Systemtemperatur weiter senken.
Es gibt keine Verbrauchswerte von der Gasheizung alleine. Die letzten 5 Jahre haben wir zwischen 8.000 – 12.000 kWh Gas und immer zusätzlich 10m³ Brennholz verbraucht: 10m² Brennholz x 1800 kWh / m³
Heizwert Holz x 80% Wirkungsgrad = 12.600 kWh liefert der Ofen ca. zum Heizen.
Das wäre ein Gesamtenergieeinsatz von 10.000 kWh Gas und ~12.000 kWh Holz = 22.000 kWh für den Heizbetrieb und die
Brauchwassererwärmung (5 Personen) im Winter. Für die Brauchwassererwärmung im Winter fallen vmtl grob 2000 kWh Gas an. Im Sommer liefern 2 Solarthermiepanele (werden weiterPV weichen)
Energie für das Brauchwasser.
Ein Verbrauch von 22.000 kWh gesamt – 2000 kWh Gas für Brauchwasser Winter = 20.000 kWh Energie zum Heizen / 2000 h Heizbetrieb = 10 kW erforderliche Leistung der Wärmepumpe.
Diese Formel findet man oft im Netz. Ich möchte die Wärmepumpe natürlich so dimensionieren, dass der Holzofen auch mal ausbleiben kann. Andererseits könnte man die Wärmepumpe kleiner dimensionieren, da der Ofen immer sehr gerne genutzt wird. Würde er mal aus bleiben, könnte ein Heizstab übernehmen und so eine knapp (=effizient?) ausgelegte Wärmepumpe unterstützen.
Eine 8,5 kWp PV Anlage (50% Ost, 50% Süd, weiterer Ausbau geplant) ist vorhanden.
Welche Tipps habt ihr für unsere Vorgehensweise?
Optionen:
1. Repariere / erneuere die Gasheizung. Der Gasverbrauch ist zu gering um eine Wärmepumpe zu installieren.
2. Einbau Wärmepumpe (gute Kontakte zu einem Kältefachbetrieb sind vorhanden).
2.a WP lädt den vorhandenen 1000L Puffer: lange Laufzeiten möglich. Nutzung PV Überschuss möglich. Der Puffer bedient die Heizkreise.
2.b. WP speist die Heizkreise direkt (ca. 160L Wasservolumen).
Bin für Eure Tipps sehr dankbar.
Stephan