Zitat von
BobDerWuehler 
Wie führe ich darüber Beweis, bzw. wie erkenne ich das in dieser Heizungsrohnetzberechnung? Das wäre nämlich wichtig
Beweis am besten wenn Schütz sagt, dass das so ist.
Aber als Anscheinsbeweis ...
Summarisch: 8213W/5,9K/4190*3600 = 1196 l/h
Einheiten ggf. noch ergänzen, aber passt viel zu gut um Zufall zu sein.
Das Dokument beschreibt - meines Erachtens offensichtlich - ein Betriebsszenario mit konkreter Wärmelast und Spreizung (Seite 2). Auf den Folgeseiten dann noch mit konkreten
Rechnungen zur Wärmeverteilung in die Räume.
Das ganze bei einem konkreten Druckverlust (11,5kPa=115mBar) über der Heizanlage.
Welchen Sinn würden die ganzen Watt-Angaben und
Temperaturen machen wenn es um die maximale Kapazität der Verteilung geht?
Laut Rechnung liegt die Spreizung mit 5,9K aber am allerallerobersten Ende was man noch mit dem Ziel von 5K Spreizung vereinbaren kann (irgendwo war glaube ich ne Norm genannt).
Auf Seite 3 kommt dann die Aufschlüsselung auf die 2
Verteiler. Leicht unterschiedliche Rücklauftemperaturen. Die Werte machen aber auch nur bei Bezug auf ein konkretes Betriebsszenario Sinn.
Auf Seite 5ff. auch wieder Watt-Angaben, Quadratmeter, konkrete Spreizungen.
Massenströme die (bis auf Bad und
WC) genau zu den jeweiligen Flächen proportional sind und mit identischer Spreizung bei identischen Raumtemperaturen (also genau wie man es ohne detaillierte raumweise Heizlast annehmen muss). Summe der Massenströme genau die 1195,7l/h.
Benannte Druckverluste auf den Heizkreisen und prima gestaffelt nach den Durchflüssen (nach Fläche). Rohrlängen fehlen, die verursachen ggf. kleine Abweichungen bei der Staffelung.
Druckverluste auf den RL-Ventilen sind auch berechnet und folgen dem
Massenstrom (nicht fix 0,08 kPa wie ich vorher mal geschrieben hatte).
"Druckverlust" über dem VL-Ventil ist ebenfalls berechnet. Die schwanken gehörig, aber das ist genau der hydraulische
Abgleich.
Druckverlust über Heizkreis, Rücklaufventil und Vorlaufventil (abgeglichen) ergeben durchgängig 7,84 kPa (78,4mBar) +- Rundungsfehler.
Heizkreise mit weniger Fläche sind in der Tendenz kürzer und brauchen weniger Volumen. Genau so ist es angegeben: kleine Fläche=kleiner Massenstrom. An nem Verteiler, wo naturgemäß überall fast der gleiche Druck herscht hätte ein ungedrosselter kürzerer "Schlauch" aber mehr Durchfluss. Das kann man sogar mit Gartengießwissen bestätigen. Darum sind die auch am Vorlauf eingedrosselt.
Also für mich ist das 3-5 mal eindeutig, dass sich die
Rohrnetzberechnung auf das abgeglichene System bezieht.
Ungedrosselt hätten alle Kreise mehr Volumenstrom als der ausgewiesene schwächste Kreis (Wohn/Ess/Kü._f) mit 100,3l/h. Die Leitungen sind kürzer. Die 11,7qm des schwächsten Kreises ergeben bei den 11cm Verlegeabstand 11,7/0,11=106m Rohrlänge. Demgegenüber sind die Zuleitungslängen vernachlässigbar. Der nächstkleinere Kreis hat 10 qm und damit 91m Rohrlänge.
Sprich: bei unverändertem Druck am Verteiler 1 würden ohne Drosselung mehr als 1100l/h (Schätzwert 1200l/h) fließen. Allerdings schafft das dann die Zuleitung nicht mehr bei gegebenem Druck.
Mit unverändertem Versorgungsdruck von 11,5kPa=115mBar und voll geöffneten Ventilen würden geschätzt 1050-1100l/h fließen. Nur auf Verteiler 1.
Aber mit Einzelraumreglern kann natürlich jeder Kreis auf 0 gedrosselt werden. Wenn das für alle Kreise so ist, dann ist der Volumenstrom genau 0.