Meine Erfahrungen mit der Midea V10WD2N7 (10 kW, R290) – nach ~2 Wochen Betrieb (Ich bin kein Heizungsbauer oder Fachbetrieb. Viele Zusammenhänge habe ich mir selbst erarbeitet, u. a. durch Recherche und mithilfe von ChatGPT. Die Anlage habe ich komplett selbst umgebaut und optimiert. Auch dieser Text wurde teilweise mit Unterstützung von ChatGPT formuliert. )
Hallo zusammen,
da hier kaum echte Erfahrungsberichte zur Midea Nature Serie zu finden sind, möchte ich meine ersten Eindrücke zur Midea M Thermal Arctic V10WD2N7 (10 kW, R290) teilen. Die Anlage läuft bei mir jetzt seit ca. zwei Wochen im Alltag.
🏠 Systemaufbau bei mir
10 kW Midea Monoblock (V10WD2N7-BER90)
50-Liter
Pufferspeicher parallel eingebunden
200-Liter Warmwasserspeicher
9 Heizkreise (Fußbodenheizung), alle offen, keine Thermostate
Brauchwassermischer (ESBE)
PV-Anlage vorhanden
3-Wege-Ventil für Warmwasser/Heizung
vorherige Anlage: Buderus Split 8 kW
🔧 Erfahrungen nach 2 Wochen
1. Lautstärke
Sehr positiv.
Die Midea ist für eine 10-kW-Maschine extrem leise. Selbst im Heizbetrieb hört man im Haus fast nichts. Auch draußen ist sie deutlich leiser als klassische R32-Geräte.
2.
Modulation / Taktverhalten
Viele fragen nach der Minimalleistung – genau dazu kann ich was sagen:
👉 Die Midea moduliert sehr weit runter.
👉 Sie läuft bei mir absolut stabil durch, kaum Takten, obwohl 10 kW auf ein normales EFH viel erscheinen.
Warum?
Alle Heizkreise offen → große hydraulische Fläche
50-Liter-Parallelspeicher sorgt für stabile Hydraulik
Niedrige VL-
Temperaturen (~28–32 °C)
Der 50-Liter-Puffer ist hier wichtig:
Er verhindert Mikrotakte, nimmt Lastspitzen weg und sorgt dafür, dass der Kompressor gleichmäßig arbeitet.
Ohne Puffer wäre die Modulation vermutlich ähnlich gut, aber das System würde empfindlicher reagieren.
3. Heizbetrieb
Sehr angenehme Wärmeverteilung.
Vorlauftemperatur niedrig und konstant → ideal für FBH.
Kein Auf und Ab wie bei der alten Buderus.
Haus bleibt den ganzen Tag angenehm warm, ohne spürbare Leistungssprünge.
4. Warmwasser – ehrliche Erfahrung
Warmwasser hält sie nicht ganz so konstant wie die Heizung:
Einstellung: 45 °C
Reale Resttemperatur abends: 37–38 °C
Das ist bei R290-Monoblocks normal, denn Warmwasser hat immer den geringsten
COP.
Mit 5 Personen merkt man deutlich:
200 l Speicher → eher knapp
Temperaturverlust über den Tag 5–8 °C
Verbesserungen, die ich umgesetzt habe:
Brauchwassermischer → gefühlt heißere Temperatur
Warmwasser bevorzugt morgens + mittags (PV-Strom)
5. Verbrauch / Effizienz
Sobald die FBH komplett offen und konstant durchläuft, sinkt der Stromverbrauch deutlich.
Der 50-l-Puffer hilft zusätzlich:
✔ keine Taktsprünge
✔ ruhiger Kompressor
✔ bessere COP-Werte durch lange Laufzeiten
Wenn man Zyklen unterbricht (z. B.
Nachtabsenkung oder harte Zeitfenster), verschlechtert sich der Betrieb.
6.
Steuerung /
AppApp insgesamt gut, aber:
Warmwasserzeiten sind unlogisch dargestellt (ausgegraut etc.)
Heizung einfach steuerbar
Wochenprofile zuverlässig
Kühlung nicht getestet
Heizung dagegen:
Sehr stabil, kaum Schwankungen.
Midea moduliert gut nach unten
Selbst in den Übergangstagen fährt sie ruhig durch.
👍 Mein Fazit nach 2 Wochen
Ich bin positiv überrascht:
Stärken
✔ Sehr leise
✔ Sehr gute Modulation
✔ Kaum Takten dank 50-l-Puffer + offene Kreise
✔ Sehr effizient bei niedrigen Temperaturen
✔ ideales Gerät für Fußbodenheizung
✔ Einfache Installation (Monoblock)
✔ App brauchbar
Schwächen / Hinweise
⚠ Warmwasserbereich eher „weich“
⚠ 200 l für große Familie
⚠ Zeitprogramme verwirrend (aber geht)
⚠ Temperaturverlust Warmwasser normal
⚠ Hydraulik muss passen (offene Kreise, Puffer)
Erkenntnisse zum COP (gestern & heute) mit der Midea V10WD2N7
In den letzten zwei Tagen konnte ich meinen COP der Midea V10WD2N7 genauer beobachten und möchte die Ergebnisse teilen, da viele nach realen Alltagswerten fragen.
🔹 Heizung (FBH, alle Kreise offen, Puffer 50 l)
Vorlauftemperatur: ~28–32 °C
Rücklauf: ~25–27 °C
Außentemperatur: zwischen 2 °C und 8 °C
Laufzeit: sehr konstant, kaum Takten
Parallelpuffer sorgt für lange Laufzeiten
👉 Ergebnis COP Heizen: 4,5–5,5
(das ist für diese AT-Bereiche sehr gut, typisch für R290-Geräte im Niedertemperaturbetrieb)
Auffällig war außerdem:
Konstant durchheizen = besserer COP
Jede harte Absenkung verschlechtert die Bilanz
Die Midea moduliert sauber herunter → dadurch sehr effizient
🔹 Warmwasser (Soll 45 °C → real abends 37–38 °C)
Warmwasser ist wie erwartet der ineffizienteste Bereich:
Aufheizphase morgens: COP ~2,5–3,0
Nachladen mit PV am frühen Mittag: COP ~3,2–3,5
Rest des Tages: Temperaturverlust 5–8 °C
👉 Durchschnitt COP Warmwasser: 2,7–3,3
Das ist bei R290 üblich, da Warmwasser grundsätzlich hohe Verdichtung benötigt.
🔹 Gesamt-Tageseindruck gestern & heute
Heizbetrieb dominiert → sehr effizient
WW-Nutzung drückt den Tages-COP etwas, aber nicht stark
Kaum Taktung → effizienzfördernd
50-Liter-Puffer verbessert den COP spürbar, weil der Kompressor länger und ruhiger läuft
PV-Nutzung für Warmwasser steigert den merkwert des COP-Nettos über den Tag
👉 Gesamt-Tages-COP (gemischt Heizen + WW): ~3,8–4,6
(Schwankung durch Warmwasserzeiten und Außentemperatur)