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03.05.2026 17:53:13 |
Hallo, gerade im Keller unter der Terrasse eine Stelle entdeckt, wo auf einen halben Quadratmeter die Farbe von der Decke fällt. Darüber ist eine Terrasse. - Baujahr 1996 also 30 Jahre alt. - ca. 45m² Betonplatten (in "hübsch", weiß) komplizierter Grundriss mit mehreren 45° "Einbuchtungen" Offenbar liegt auf der Betondecke (oder dem Verbundestrich auf dem Beton) mit ca. 1% Gefälle lose eine Bitumenbahn auf. Bzw. natürlich mehrere miteinander verschweißte Bahnen nebeneinander. Diese sind aber nicht mit dem Untergrund verbunden, kann man an der Ecke einfach hochheben, Ist aber furchtbar spröde/brüchig. Eine Abdichtung zum seitlichen Mauerwerk scheint nicht zu existieren. Aufbau von unten nach Oben: - Keller (unbeheizt) - Stahlbetondecke oder Stahlbetondecke mit Verbundestrich (hoffe ich mal, ich kann nicht ausschließen, dass das schwimmender Estrich ist) - Untereinaner verschweißte Bitumenbahnen, nicht mit dem Untergrund verbunden - Teichfolie (vermutlich als mechanischer Schutz und zusätzliche Abdichtung) - 6mm Kunststoffplatten als Plattenträger in den Plattenecken, teilweise durch dünnere Alublechplatten ersetzt oder ergänzt zum Höhenausgleich. - Betonplatten 50x50cm, 5cm dick Prinzipiell kann ich die Aufbauhöhe um wenige Zentimeter variieren, das würde aber natürlich Anpassungsarbeiten rundherum erfordern, die ich lieber vermeiden möchte. Wie würdet ihr eine neue Abdichtung ausführen? Ich habe vor 50 Jahren mit meinem Vater zusammen ein Garagenflachdach saniert. Da haben wir irgendein Bitumenzeug auf den Rohbeton gestrichen, dann Bitumenschweißbahnen zweilagig fest darauf verlegt/verschweißt. Das Dach ist heute noch dicht. Wenn ich wegen PV auf neueren Flachdächern unterwegs bin, sind das heute oft reine Foliendächer, teilweise mit Kies, teilweise aber auch ohne. Sieht deutlich einfacher zu verlegen aus, wirkt aber wenig robust. Und dann wieder Platten auf üblichen Stelzlagern? Den Abstand zur Abdichtung lieber größer als die 6mm, die teilweise durch Dreck kaum noch frei sind? Oder ganz anders? Ich bin für jeden Rat dankbar. Grüße Martin
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03.05.2026 19:17:32 |
Ich habe meine Garage vor etwa 10 Jahren mit einer EPDM Bahn von Firestone in einem Stück abgedichtet. Bei einem Bekannten liegt die Abdichtung sogar seit 25 Jahren. Für mich ist das bis heute eine der besten Lösungen für Flachdächer. Das Material ist weich, flexibel und stoßfest. Mit einer Stärke von 1,52 mm lässt sich die Bahn vergleichsweise einfach verlegen und hat eine erwartete Lebensdauer von min. 50 Jahren. Eine Schweißbahn kann ebenfalls lange halten, ist bei der Verarbeitung jedoch deutlich empfindlicher und erfordert viel Übung sowie Erfahrung. Heute gibt es auch EPDM Bahnen, die sich vor Ort mit einem Heißluftfön verschweißen lassen. Meine Variante kann lediglich kalt verklebt bzw. kalt vulkanisiert werden, was vor allem bei Ecken oder komplexeren Formen erforderlich ist.
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07.05.2026 13:20:04 |
Nur Folie gefällt mir irgendwie nicht so recht, vor allem weil ich eine komplizierte Form mit Innen- und Außenecken habe, was es schwierig macht, die Folie an den Rändern etwas hochzuziehen. Wie befestigt man die hochstehenden Ränder eigentlich? Vor allem da wo bei Starkregen Regen an eine Wand geweht wird. Wie verhindere ich, dass der dann unter die Folie läuft? Bitumen-Schweißbahnen sind vermutlich insgesamt deutlich aufwändiger, aber an komplizierten Stellen wiederrum einfacher. Ist das eigentlich sinnvoll - so wie es jetzt ist - auf die Bitumenschweißbahnen eine Folie als Schutz zu legen? Mein Gefühl sagt, Schutz ist gut, aber wenn Feuchtigkeit dazwischen kommt, dann kommt die ja nie wieder raus.
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07.05.2026 13:47:46 |
Ja, so komplette Bahnen ist eventuell für den Laien einfach verlegt. Hat man mehrere Details wie bei dir, funktioniert das schon nicht mehr so einfach. Wenn EPDM und einlagig, würde ist Resitrix SK nehmen. Die ist komplett selbstklebend. Nur müßte man mit einem Leister die Überdeckung verschweißen. Muss man auch erstmal können oder so ein Teil haben. Mit Schweißbahn ist aber aber auch leicht herzustellen. Betondecke vorstreichen. 1. Lage mit einer selbstklebenden Bahn abdichten. 2. Lage mit einer Oberlage verschweißen. Anschlüße an aufgehenden Bauteilen müssen 15cm hoch geführt werden. Dann Kappleiste und PU-Versiegelung.
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07.05.2026 15:42:36 |
Zitat von Martin24  Ist das eigentlich sinnvoll - so wie es jetzt ist - auf die Bitumenschweißbahnen eine Folie als Schutz zu legen? Mein Gefühl sagt, Schutz ist gut, aber wenn Feuchtigkeit dazwischen kommt, dann kommt die ja nie wieder raus.[...] Die Folien muss vollflächig verklebt werden - danach dringt auch keine Feuchtigkeit mehr ein. Die Randbereiche wie bei Dachpappe mit Kappleisten und Dichtstoff.
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08.05.2026 10:26:28 |
Mein Ansatz war, die Bitumenbahnen vollflächig mit dem Untergrund zu verschweißen und an den Rändern entsprechend hochzuziehen. Wenn da zum Schutz noch eine Teichfolie draufkäme, die auch flächig verschweißen und am Rand hochziehen? Das erscheint mir wenig praktikabel. Oder was anderes zum Schutz der Bitumenbahnen nehmen oder gar nichts?
Ich hatte mich darauf bezogen, wie es im Moment ist, dass auf Bitumenschweißbahn lose eine Teichfolie liegt, die am Rand nciht hochgezogen ist. Da erwarte ich, dass zwangsläufig dazwischenlaufende Feuchtigkeit nie wieder rauskommt.
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08.05.2026 14:13:26 |
Auf einer neuen Schweißbahn muss nichts weiter oben drauf. Die hat einen Oberflächenschutz, nämlich den Schiefersplitt.
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02.06.2026 12:19:41 |
Würde ich denn unter Terrassenplatten eine beschieferte Bitumenbahn nehmen? Da brauche ich den Splitt als UV-Schutz ja nicht. Ich wollte da eigentlich eine unbeschieferte S5 Bahn nehmen. Und dann gleich die nächste Frage: Offenbar habe ich auf der Rohbetondecke (darunter Keller) einen Verbundestrich mit Gefälle mit Randdämmstreifen. An der einen Seite ist da eine Mini-Attika (wenige Zentimeter hoch) auf der ein passend dafür gebogenes Blech lag, das da auch wieder hin soll. Wenn ich die Bitumenschweißbahn mit dem Untergrund verbinden will und die dann über den Randdämmstreifen hinweg an der Senkrechten ein Stück hochziehe, wie mache ich das sinnvoll? Die Schweißbahn da scharf abzuknicken ist vermutlich nicht sinnvoll. Wenn ich an den Randdämmstreifen mit der Flamme gehe, schmilzt der mir sofort weg. Im Moment liegt da die Schweißbahn einfach lose auf und ist abgeknickt und an vielen Stellen gebrochen ... Einfach über den Randdämmstreifen hinweg eine kleine Schräge oder Hohlkehle aus Mörtel machen? Dass der Randdämmstreifen da viel Bewegung aufnehmen muss glaube ich eher nicht bei Verbundestrich. Liege ich richtig damit, die Bitumenbahnen nach Voranstrich mit dem Beton zu verkleben/verschweißen oder wäre es sogar sinnvoller das so zu machen wie bisher, dass die untereinander verschweißten Bahnen nur lose aufliegen? Soll möglichst lange halten. Grüße Martin
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02.06.2026 15:11:40 |
Eine Unterlagsbahn benötigt keinen Schiefersplitt. Genau, die kleine Kante kannst du zb. mit Mörtel auf 45 Grad bringen. Dann ist das kein Problem. Betonfläche mit Voranstrich grundieren. Als 1. Lage nimmst du am besten eine selbstklebende Bahn. Zb. die Mogat MOGAFIX KSK-U Als Oberlage verschweißt du zb. Mogat MOGAPLAN PYE G200 S5, talkumiert.
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02.06.2026 16:07:58 |
Zitat von Stefan2601  Eine Unterlagsbahn benötigt keinen Schiefersplitt. Genau, die kleine Kante kannst du zb. mit Mörtel auf 45 Grad bringen. Dann ist das kein Problem. Betonfläche mit Voranstrich grundieren. Als 1. Lage nimmst du am besten eine selbstklebende Bahn. Zb. die Mogat[...] Okay, vielen Dank, dann denke ich wohl zumindest nicht in die falsche Richtung. Welchen Voranstrich würdest Du empfehlen? Grüße Martin
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02.06.2026 17:41:04 |
Bitumenvoranstrich passt immer.
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03.06.2026 09:37:18 |
Zitat von Stefan2601  Bitumenvoranstrich passt immer. Ich hatte jetzt an eine Marken- Produktempfehlung gedacht. Sind diese Voranstriche inzwischen alle nicht wasserfest? Ich hatte gehofft, dass ich nach dem ersten Anstrich eine gewisse Regenfestigkeit hätte. DIY braucht das gerade mit den Randanschlüssen und der integrierten Regenrinne schon ein paar Tage. Und Wetter ist so unbeständig ...
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03.06.2026 11:18:55 |
Hallo, der voranstrich ist eine wässrige Lösung auf Wasser oder lösemittelbasis. Absolut keine notabdichtung. Ich habe einen auf lösemittelbasis genommen und war sehr zufrieden. Die erste Bahn ist eine selbstklebende ohne beschieferung, diese habe ich sachte auf die Isolierung geschweißt. Danach eine beschieferte oberlagsbahn flächig verschweißt. Die Ecken sind etwas aufwändiger aber machbar, schau dass überall ein Keil in den Ecken ist. Das macht die Ecken leichter zu schweißen. Ich würde, wenn ich’s nochmal machen müsste, den Wandanschluss zusätzlich mit flüssigkunststoff und Vlies eindichten.
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03.06.2026 12:40:02 |
Bitumenvoranstrich ist im Grunde egal welcher Hersteller. Oder ob lösemittelfrei(für innen und stinkt nicht so) oder lösemittelhaltiger(zieht schneller ein). Funktionieren alle. Ja, sind wasserfest. Dicht wird es damit aber nur bedingt. Der Voranstrich zieht ja in den Beton rein. Ansonsten musst dir Bitumendachlack holen. Das ist richtig dickfklüssig. Damit kannst ein paar Monate überstehen und ist relativ dicht. Und ja, mit Flüssigkunststoff kannst zb. die Ecken ausbilden. Bitumenbahnen einfach stumpf stoßen und dann mit 10cm Überdeckung Flüssigkunststoff mit Gewebe abdichten. Und damit es auch optisch wieder schick aussieht, nimmst Schiefersplitt und bestreust den noch feuchten Flüssigkunststoff. Dann sieht alles schön homogen aus.
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04.06.2026 08:13:34 |
Zitat von Stefan2601  Ja, sind wasserfest. Dicht wird es damit aber nur bedingt. Der Voranstrich zieht ja in den Beton rein. Ansonsten musst dir Bitumendachlack holen. Das ist richtig dickfklüssig. Damit kannst ein paar Monate überstehen und ist relativ dicht. Ich hatte jetzt mehrfach in Rezensionen gelesen, dass lösemittelfreie Bitumengrundierung nach dem Aushärten trotzdem vom Regen weggewaschen wurde. Da bin ich etwas skeptisch geworden. Zitat von Stefan2601  Und ja, mit Flüssigkunststoff kannst zb. die Ecken ausbilden. Bitumenbahnen einfach stumpf stoßen und dann mit 10cm Überdeckung Flüssigkunststoff mit Gewebe abdichten. Und damit es auch optisch wieder schick aussieht, nimmst Schiefersplitt und bestreust den noch feuchten Flüssigkunststoff. Dann sieht alles schön homogen aus. Flüssigkunststoff hatte ich gedanklich immer noch als nicht sonderlich dauerhaft eingeordnet. Das scheint sich geändert zu haben. Dann könnte ich ja eigentlich auch die ganze Fläche in Flüssigkunststoff machen. Ist vom Material her teurer aber viel leichter zu verarbeiten. Es gibt welche, die angeblich ohne Vliess oder Gewebe auskommen. Aber ist das dann genauso haltbar wie mit Bitumen-Schweißbahnen? Oder kombinieren, die ebene Fläche mit Bitumen-Schweißbahnen, die komplizierten Randanschlüsse mit Flüssigkunststoff? Ich habe allein 12 Außenecken durch Terrassentüren. Nicht vergessen, das alles spielt sich unter den Terrassenplatten ab, Optik ist egal. Ein Haken ist, dass ich an den Rändern (verklinkerte Wände) nicht weit hoch gehen kann, nur 5-6cm, sonst bin ich oberhalb der Platten. Höher legen kann ich die neuen nciht wegen der Terrassentüren. Grüße Martin
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04.06.2026 11:21:39 |
So wurde mein einfaches rechteckiges Garagendach auch gemacht (Fachmann): Bitumenbahnen in der Fläche und Flüssigkunststoff mit eingelegtem GFK zum Randanschluss. Wie dauerhaft das ist, weiß ich in 20-30 Jahren 😬 Und ja, das lösungsmittelfreie Zeugs aus dem Baumarkt, egal ob Grundierung oder sonstwas, verträgt definitiv kein stehendes Wasser. Nie mehr.
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