| | | | Zeit:
03.05.2026 11:04:41 |
Hallo zusammen, ich plane aktuell die Haustechnik für einen Neubau (EFH massiv, ca. 160 m², Effizienzhaus 40) und möchte ein möglichst solides, praxiserprobtes Setup realisieren. Geplante Komponenten: - Luft‑ Wasser‑Wärmepumpe mit aktiver Kühlfunktion - Fußbodenheizung als Heiz- und Kühlfläche - Zentrale KWL (z. B. Vallox) - Zentraler Entfeuchter wie z.B. Bosch DWF250 zur Taupunktabsenkung und Verbesserung des Raumklimas Da die FBH‑Kühlung ja immer das Thema Taupunkt / Kondensat mitbringt, möchte ich unbedingt eine aktive Entfeuchtung integrieren. Der Bosch DWF250 scheint dafür geeignet, allerdings findet man kaum echte Erfahrungsberichte. Meine Fragen an euch: 1. Hat jemand ein KWL‑Setup mit aktivem Entfeuchter im Einsatz? Gerne auch andere Hersteller (Zehnder ComfoClime, Maico, Vallox + externes Gerät etc.). Mich interessieren vor allem: - Funktioniert das im Alltag zuverlässig? - Wie stark sinkt die absolute Feuchte tatsächlich? - Wie wirkt sich das auf die Kühlleistung der FBH aus? 2. Lässt sich der Bosch DWF250 sauber in ein bspw. Vallox‑System integrieren? Insbesondere interessiert mich: - Steuerung / Freigabe / Taupunktlogik 3. Was muss ich bei der KWL‑Planung beachten, wenn ein externer Entfeuchter eingebunden wird? Stichworte: - Auslegung der Luftmengen (mind. 150 Kubik/h?) - Rohrdimensionen / Druckverlust - Geräuschentwicklung - Abstimmung mit der WRG der KWL Mir geht es darum, ein stabiles, langlebiges und gut regelbares Gesamtsystem aufzubauen. Falls jemand konkrete Beispiele, Planungsunterlagen oder Erfahrungswerte hat, wäre ich sehr dankbar. Viele Grüße Sebastian
|
| | Zeit:
03.05.2026 11:34:15 |
Ein etwas bekannterer Händler für Entfeuchtungsmodule ist hejluft. Zu den Produkten gibt's auch eine Menge Threads, unter anderem im esh-at Forum.
|
| | Zeit:
03.05.2026 12:58:39 |
Zitat von hanssanitaer  Ein etwas bekannterer Händler für Entfeuchtungsmodule ist hejluft. Zu den Produkten gibt's auch eine Menge Threads, unter anderem im esh-at Forum. Danke, darauf war ich bei der Online-Recherche auch bereits gestoßen. Die Geräte sind offensichtlich identisch zu der Bosch (haben sogar die gleiche Bezeichnung). Leider fehlen mir Berichte aus der Praxis. Ich hatte auch bereits die Zehnder ComfoClime ins Auge gefasst, aber viele negative Erfahrungsberichte gesehen (Software-/ Steuerungsprobleme, eingeschränkte Kühlleistung, erforderliche Dämmung der Zuluftleitungen etc. Ein Setup mit aktiver Entfeuchtung wirkt in der Theorie deutlich effizienter und solider und soll ja ohne Dämmung der Zuluftleitungen auskommen.
|
| | Zeit:
03.05.2026 13:09:47 |
Heij (konnte mir den Worteitz nicht verkneifen)
Kann einer das Forum/ den Post verlinken? Ich kann zu heijluft nichts finden, bin aber sehr interessiert zur Unterstützung/Entfeuchtung meiner WP in Spanien. Erfahrungen wären toll!
|
| | Zeit:
03.05.2026 13:23:17 |
Zitat von benni33  Heij (konnte mir den Worteitz nicht verkneifen)
Kann einer das Forum/ den Post verlinken? Ich kann zu heijluft nichts finden, bin aber sehr interessiert zur Unterstützung/Entfeuchtung meiner WP in Spanien. Erfahrungen wären toll! Ich vermute es geht um folgende Diskussion: https://www.energiesparhaus.at/forum-sommer-entfeuchtung-per-kwl-sammlung-diy-ideen-fertige-produkte/79219
|
| | Zeit:
03.05.2026 15:28:43 |
Ich hab den Vorgänger, das RDZ DWF200 nun schon seit ca. 6 Jahren in Betrieb. Das funktioniert super. Das Klima in unserem Haus ist ein Traum. Und das Ganze vor allem unsichtbar und geräuschlos. Ein paar Messwerte sind hier zu finden https://www.hejluft.at/messwerte
oder auch unzählige Erfahrungsberichte Infos usw. im ESH Forum, in verschiedenen Threads.
Das DWF250 ist auch von RDZ, in Zusammenarbeit mit bzw. für Bosch-Buderus entwickelt worden.
|
| | Zeit:
03.05.2026 19:01:24 |
Zitat von sebastian8712  ...mit aktivem Entfeuchter im Einsatz?.....[...] Haben eine passive Lösung. Kühlen mit Sole-EWT die Frischluft auf unter 19°C und die erwärmt sich wieder im Haus. Kommen so fast nie über 60% rLf. Bei uns ist der kritische Punkt für die Tauwasserbildung der Fußpunkt des Mauerwerks auf der Bodenplatte.
|
| | Zeit:
03.05.2026 19:28:02 |
Zitat von sebastian8712  Zitat von benni33  [...] Ich vermute es geht um folgende Diskussion: https://www.energiesparhaus.at/forum-sommer-entfeuchtung-per-kwl-sammlung-diy-ideen-fertige-produkte/79219 Ach supi. Danke. So ein Produkt suche ich nämlich schon soooo lange. Ich habe das gleiche Problem wie in dem Thread, aber nie etwas dazu gefunden. Prima. Da stoße ich auf einen echten Goldschatz!
|
| | Zeit:
04.05.2026 10:27:05 |
Wir planen seit 2025 schon zahlreiche Anlagen mit Entfeuchtungsmodulen von hejluft. Zahlreiche Langzeiterfahrungen gibt es aufgrund der kurzen Einsatzdauer noch nicht, aber die ersten Erfahrungen sind vielversprechend. Die stille, zuglose Kühlung der Fläche und die Begrenzung der Raumluftfeuchte auf 50-55% ergeben ein bislang unerreicht gutes Raumklima. Die KWL eignet sich geradezu ideal, um die Entfeuchtung nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer effizient zu bewerkstelligen, ohne dass die Luft stickig wird, wie beispielsweise bei Klimaanlagen ohne Frischluftzufuhr.
|
| | Zeit:
05.05.2026 18:16:12 |
Hallo,
NEIN, das ist ein schwerwiegender Fehler. Die Physik ist ganz einfach (in Deutschland, Frankreich, den Benelux-Ländern, Russland … usw. usw.). Eine KWL + WRG und eine LWP (Heizung + Kühlung) müssen voneinander unabhängig sein.
Jede andere Erklärung ist nichts weiter als Geschäftemacherei !
Grüß, Pierre
|
| | Zeit:
05.05.2026 21:15:01 |
wenn man in Physik aufgepasst hätte, weiß man aber, dass eine Flächenkühlung nur die Temperatur und keine Luftfeuchte reduziert.
|
| | Zeit:
05.05.2026 23:31:39 |
Zitat von VMCDFA  Hallo,
NEIN, das ist ein schwerwiegender Fehler. Die Physik ist ganz einfach (in Deutschland, Frankreich, den Benelux-Ländern, Russland … usw. usw.). Eine KWL + WRG und eine LWP (Heizung + Kühlung) müssen voneinander unabhängig sein.
Jede andere Erklärung ist[...] Ich glaube, wir meinen unterschiedliche Dinge. Ich plane keine Kopplung von KWL und Wärmepumpe. Die FBH kühlt separat, die KWL lüftet separat – und der Entfeuchter hat einen eigenen Kältekreis. Genau dafür sind Geräte wie der DWF250 ja gemacht. Wenn du konkrete technische Einwände gegen diese Art der Integration hast, höre ich mir das gern an.
|
| | Zeit:
06.05.2026 22:50:35 |
Zitat von sebastian8712  Zitat von VMCDFA  [...] Ich glaube, wir meinen unterschiedliche Dinge. Ich plane keine Kopplung von KWL und Wärmepumpe. Die FBH kühlt separat, die KWL lüftet separat – und der Entfeuchter hat einen eigenen Kältekreis. Genau dafür sind Geräte wie der DWF250 ja gemacht. Wenn du konkrete technische Einwände[...] Ganz unrecht hat Pierre da aber nicht. Die DWF250 basiert auf eine Sole/ Kaltwasserkreis mit 7 bis 18°C zur Unterstützung. Ohne eine entsprechende EWS kann diese Kühlung nur von deiner LW-WP erzeugt werden, wodurch eine zyklischen Abhängigkeit entsteht: Ohne Kühle keine Entfeuchtung und ohne Entfeuchtung keine Kühle. In der Praxis muss man daher rechnen in wie weit ein solches System funktioniert. Mit einer Sole-WP wäre man hier auf der sicheren Seite, da man den Sole-Kreislauf für beide Elemente unabhängig voneinander benutzen kann. Gruß Gwyn PS: Wenn ich könnte würde ich nachträglich noch BKAs in meine Decken zur Kühlung einbringen lassen - zumindest in die vom OG -, kühlt einfach viel effizienter und ist vor allem bei Hitzewellen mit langem passiven vorkühlen Gold wert.
|
| | Zeit:
07.05.2026 13:08:36 |
Zitat von gwynlavin  In der Praxis muss man daher rechnen in wie weit ein solches System funktioniert. Mit einer Sole-WP wäre man hier auf der sicheren Seite, da man den Sole-Kreislauf für beide Elemente unabhängig voneinander benutzen kann. Derart bedingungslos trifft das nur für aktiven Kühlbetrieb mit der SWWP zu und der ist selten. Deine Betrachtung lässt außer Acht, dass die passive Kühlung über die Erdkollektoren zum Ende der Sommerperiode stark nachlassen kann. Vor allem, wenn dort auch die Entfeuchtung ihre Energie abgibt. Ich hab schonmal überlegt, ob man dem Entfeuchtungsmodul in Verbindung mit einer LWWP nicht auch einen Kältepuffer spendiert, um Taktzeiten zu reduzieren. Andererseits schwingt sich das über die Estrichmasse der FBHz auch ein.
|
| | Zeit:
07.05.2026 23:07:27 |
Zitat von hanssanitaer  Derart bedingungslos trifft das nur für aktiven Kühlbetrieb mit der SWWP zu und der ist selten. Ich hoffe du meinst bei der Sole-WP den passiven Kühlbetrieb. Ein aktive Kühlbetrieb ist bei einer Sole-WP mit korrekter Auslegung weder notwendig noch sinnvoll. Zitat von hanssanitaer  Deine Betrachtung lässt außer Acht, dass die passive Kühlung über die Erdkollektoren zum Ende der Sommerperiode stark nachlassen kann. Vor allem, wenn dort auch die Entfeuchtung ihre Energie abgibt. Das trifft eigentlich nur für einen zu nah an der Oberfläche verlegte Grabenkollektoren zu. Hier kann der Vorteil der schnellen Regeneration durch die sommerliche Aufheizung zum Nachteil werden. Bei einer EWS sind in unseren Breiten einer Kühlung im Sommer kein Grenzen gesetzt, da das Kühlpotential üblicher Weise >70% des winterlichen Wärmebedarf entspricht, welches mit ein wenig Verschattung immer passt. Zitat von hanssanitaer  Ich hab schonmal überlegt, ob man dem Entfeuchtungsmodul in Verbindung mit einer LWWP nicht auch einen Kältepuffer spendiert, um Taktzeiten zu reduzieren. Andererseits schwingt sich das über die Estrichmasse der FBHz auch ein. Das generelle Problem an der Kühlung mit LW-WP ist, dass die Leistung niedrigen ATs von 20-25°C viel zu hoch ist, während sie bei 30-40°C viel zu niedrig wird. Erschwerend kommt hinzu, dass die FBH im Kühlfall durch fehlende Konvektion die Leistung nur verlangsamt abnehmen kann. Hier spielt dann die BKA ihre Stärke aus, da sie mehr Leistung schneller abnehmen kann und damit gerade bei niedrigen ATs zusätzliche Leistung und Kapazität bereitstellt, welche besonders gut dazu dient die Hitzewelle zu überbrücken. Gruß Gwyn
|
| | Zeit:
08.05.2026 10:34:21 |
Hallo, ich finde das Thema auch sehr interessant. Ich habe aktuell eine Sole-WP mit RGK und kühle über die Fußbodenheizung, wodurch sich im Sommer die Luftfeuchte erhöht und auch irgendwann unangenehm wird. Leider ist meine Zuluftverrohrung nicht isoliert. Im später Sommer erreicht meine Sole trotz Verlegung des RGK in 2m Tiefe fast 19 Grad. Wenn jetzt zusätzlich noch der Entfeuchter zum Einsatz kommt, wird das wohl die Möglichkeiten des RGK sprengen (obwohl dieser sehr großzügig ausgelegt ist, ich komme im Winter meist gar nicht in den negativen Temperaturbereich). Interessant wäre halt ein Gerät wie die Comfoclime, aber diese hat den Nachteil der Bindung an die Zehnder-KWL und soweit ich weiß ist die Regelung der Zulufttemperatur damit auch so eine Sache. Elektrische Energie ist für die Meisten dank PV ja kein Problem, allerdings haben alle Lösungen aktuell gravierende Nachteile. Und dann bleiben am Ende auch irgendwie nur Klimaanlagen... . VG Moppi
|
| | Zeit:
08.05.2026 12:52:45 |
Zitat von Moppi83  Im später Sommer erreicht meine Sole trotz Verlegung des RGK in 2m Tiefe fast 19 Grad. Wenn jetzt zusätzlich noch der Entfeuchter zum Einsatz kommt, wird das wohl die Möglichkeiten des RGK sprengen (obwohl dieser sehr großzügig ausgelegt ist, ich komme im Winter meist gar nicht in den negativen Temperaturbereich). Ist interessant entsprechende Erfahrung zu treffen. Wohnst du in einer besonders warmen Region? Hast du den Wärmeschutz ausgereizt? Wie gehst du mit Lüftung im Sommer um? Ist der RGK senkrecht oder waagerecht verlegt? Ist dein Boden im Sommer extrem trocken? Es gibt natürlich viele Einflussfaktoren die eine Rolle spielen, so dass es natürlich sein kann, dass die Kühlleistung im Spätsommer fehlt obwohl im Winter genügend Wärmeleistung bereitsteht. Ich hab das aber auch mal nachgerechnet: 2m ist zugegebener Weise tatsächlich suboptimal und ein ökonomischer Kompromiss, da die Juni/Juli- Hitze in feuchten Sommern tatsächlich bereits im August/September am Kollektor ankommt - in einem trockenen Sommer erst im September/Oktober. Das passiert aber unabhängig von deiner Kühlleistung und du kannst daher zumindest im Juni/Juli mehr Kühlleistung für die Entfeuchtung entziehen und so die Haupthitzewellen angenehmer gestalten. Ein RGK ist halt stark vom saisonalen Effekten beeinflusst. Gruß Gwyn
|
| | Zeit:
08.05.2026 14:47:20 |
Hallo Gwyn, ich wohne in Dresden, wir haben Lehmboden und leider wenig Niederschag. Der RGK ist waagerecht verlegt, im Sommer läuft die KWL im reduzierten Modus. Ich beschatte mit Rolläden so gut wie möglich und stelle die Kühlung normalerweise ab Juni an (aber auf Vorlaufziel 20 °C). Im letzten Winter bin ich beim Heizen kurz leicht in den negativen Bereich gerutscht (VL: +3°C, RL: -0.3 °C), in den anderen Wintern waren Vor- und Rücklauf aber an sich immer positiv). Ich finde den DWF250 schon interessant, aber mit meinen Einschränkungen bei der Quelle ist mir das Experiment dann irgendwie schon zu teuer. Für das Gerät bekommt man ja locker eine Klimaanlage. Und die Annahme, dass sich der Boden durch zusätzliche 1,5 kW Wärmeleistung nicht mehr signifikant aufwärmt ist ja an sich auch nur eine Abschätzung. Ich würde mir wie schon geschrieben ein System wie die Comfoclime wünschen, was gut regelbar ist und keinen Wasseranschluss benötigt. Die Abluft könnte man ja in die KWL integrieren... . VG Moppi
|
| | Zeit:
08.05.2026 19:59:50 |
Zitat von Moppi83  ich wohne in Dresden, wir haben Lehmboden und leider wenig Niederschag. Der RGK ist waagerecht verlegt, im Sommer läuft die KWL im reduzierten Modus. Ich beschatte mit Rolläden so gut wie möglich und stelle die Kühlung normalerweise ab Juni an (aber auf Vorlaufziel 20 °C).
Im letzten Winter bin ich beim Heizen kurz leicht in den negativen Bereich gerutscht (VL: +3°C, RL: -0.3 °C), in den anderen Wintern waren Vor- und Rücklauf aber an sich immer positiv). Das klingt ja echt üppig dimensioniert für eine RGK - besonders wenn man die Region und die Temperaturen im Winter betrachtet. Trotzdem stellt sich die Frage, wie der Kollektor im späten Sommer auf 19°C steigt, wenn er im Winter kaum unter 0°C fällt. Ohne Störenden Kollektor sollte die Erde in deiner Region bei 10,x°C liegen, d.h. du hast die Kapazität von 8K zum Kühlen und 10K zum Heizen - wobei die Kurve etwa 3 Monate hinter der øAT hinterher läuft. Sofern dein Kühlbedarf nicht mehr als 80% deines Wärmebedarf ist, sollte für die Kühlung eigentlich genug Kapazität da sein. Könnte es sein, dass deine Sole-T-Sensoren um 1-2K verschoben messen? Mein Sole-T-out-Sensor hat zum Sole-T-in-Sensor einen um 0,7K höheren Messwert. Für die Steuerung ist das egal, aber das führt natürlich zu einer verfälschten Wahrnehmung. Wenn deine Sole-T-Sensoren (auch als geeichtes Paar) um 1 oder 2K über den tatsächlichen Werten liegen entsteht der Eindruck, dass im Winter massig Kapazität im Kollektor verfügbar ist, während die Kapazität im Sommer zu fehlen scheint. Schau mal ob es Unstimmigkeiten bei deiner WP gibt. Mir ist das bei meiner WP auch erst auf den zweiten Blick aufgefallen. Gruß Gwyn
|