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Alternative Kalkschutzanlage (Sammelthread Erfahrungsberichte)
Verfasser:
J. Andersen
Zeit: 29.09.2024 17:24:32
0
3748013
Ich möchte einen Beitrag leisten, der auf praktischen Erfahrungen mit zwei Einsatzfällen basiert. Eine 8 Jahre im Einsatz befindliche, hochwertige und in D produzierte Entkalkungsanlage (Ionenaustauscher) in einem EFH wurde durch ein Aqon-System ersetzt. Gründe: Jährliche Wartungskosten, Salzeintrag in das Abwasser.
Ergebnis Fall 1: Erheblich besserer Geschmack des Wassers - im A-/B-Vergleich überprüft - , keine Wartungskosten mehr, kein Salzkauf und Salzeintrag. Kalkablagerungen im Edelstahlbecken sind leichter abwischbar als die Ablagerungen zuvor, der Glanz ist anders als zuvor (der Ionenaustauscher wurde immer jährlich durch einen Fachbetrieb des Herstellers gewartet). Der (negative) Geschmackseinfluss durch den Austausch der Ionen war eklatant, wie sich später herausstellte. Wir kannten, da es sich um einen Neubau handelte, der ab Bezug die Anlage hatte, den eigentlichen Geschmack des unbehandelten Wassers (Härte 22) nicht.
Ergebnis Fall 2: Ein Mehrfamilienhaus mit 16 Parteien (Neubau 2020, gleiche Region) sollte in 2023 nachträglich mit einer Entkalkungsanlage ausgestattet werden. Es wäre eigentlich zu dem Einbau eines Ionenaustauschers mit all seinen Konsequenzen (Wartungskosten, Betriebskosten, Salzeintrag) gekommen, wenn nicht kurz zuvor passende Komponenten von Aqon entwickelt und angeboten worden wären. Zudem lag das Ergebnis des Testlaufs im EFH vor. Diese größeren Teile wurden dann eingebaut (3 Komponenten). Das Wegwischen von Kalkablagerungen geht seitdem leichter vonstatten. Am Geschmack des Wassers ändert sich logischerweise nichts.
Fazit: Selbst wenn die Wirksamkeit der Aqon-Komponenten nicht hinreichend genau wissenschaftlich erwiesen wurde, ist der Einbau in das MFH eine gute Entscheidung gewesen, denn es wird die Trinkwasserqualität nicht verändert und kein zusätzliches Salz in das Abwasser eingetragen, es wurden also ein Ionenaustauscher und zusätzliche, vermeidbare Betriebskosten verhindert. Zudem wird der Geschmack nicht beinträchtigt, die Zuereitung von Babynahrung mit diesem Wasser ist ohne Bedenken möglich. Man hat also ganz klar in die umweltschonendere Komponente "investiert". Unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten kann ich den Ionenaustauschern nichts mehr abgewinnen - wohlgemerkt auf der Basis MEINER Erfahrungen. Wer nichts falsch machen will verzichtet komplett auf jedwede Nachbehandlung des kostbaren Trinkwassers.

Verfasser:
tabddorf
Zeit: 11.04.2025 03:01:10
2
3838013
Ich habe mich mal versucht in diesen Thread einzulesen um was zu lernen bzgl. Kalkschutzanlagen nach dem Prinzip der Impfkristallisation.
Dabei tauchten immer mal wieder die folgenden 3 Herstellernamen auf.
Aquon , Maicat und Hydroflow.

Hydrflow schafft es noch nicht einmal eine deutsche Webseite hinzubekommen. Wenn man dort deutsch auswählt bekommt man trotzdem das meiste auf französich angezeigt.

Aquon scheint insb. sehr viel Geld in Werbung zu stecken. Man findet überall getarnte Werbung und kommt an deren gesponsorten Links kaum vorbei.
Ob es sich auch bei etlichen Berichten über Aquaon in diesem Forum um getarnte Werbung handelt, würde ich daher nicht ausschliessen.

Maicat hat eine schön gestaltet Webseite. Wenn man sich dort aber das Impressum ansieht, stellt man fest, dass es sich um ein Prueflabor mit ganz anderem Namen handelt, das auf einem Gehöft in Bad Zwischenahn residiert.
Das sieht nicht nach einem Produzenten aus. Auf der Webseite werden auch nur 3 Mitarbeiter genannt, ohne irgendwelche Angaben zu deren Qualifikation. Die einsehbaren Handelsregisterdaten und das abgebildete organisatorische Geflecht weckt auch nicht gerade Vertrauen. Deren Produkte werden anscheinend auch nur von Ihnen selber und einer anderen Firma vertrieben.

Da immer wieder die Rede war von DVGW Zertifizierung habe ich mal in deren Datenbank nach Maicat gesucht. Fehlanzeige. ( Gruenbeck konnte ich hingegen oft finden).
Fazit: Ich konnte bisher keinerlei Infos finden, die mich überzeugt hätten, das es sich dabei um seriöse Firmen mit funktionierenden Produkten handelt.

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand das Gegenteil beweisen kann mittels:
Eintrag in der DVGW Cert Datenbank. Bericht eines allg. anerkannten Prüflabors, Bericht von Stiftung Warentest o.ä.
Dass ich bisher nichts der gleichen finden konnte, macht mich schon sehr stutzig ob die Produkte zur Impfkristallisation irgendeiner dieser Firmen überhaupt funktionieren.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 11.04.2025 12:51:37
0
3838123
Ich habe im Laufe der Jahre viele derartige Geräte ausprobiert, (Wasser hat 24 bis 28°dH) mit Magneten, mit Spannungsimpulsen, mit Hochspannung (Eybl Gerät) sowie Ionenaustauscher.

Das einzige was Kalk aus dem Wasser entfernt ist der Ionenaustauscher samt allen damit verbundenen Nachteilen, besonders der ständige Wartungsaufwand und die sehr unzulänglichen "Verschneidearmaturen" .

Wenn man da nicht immer wieder darauf schaut und alle paar Monate wieder eine Resthärtemessung macht kann es leider sehr schnell passieren dass man nicht 8° sondern eventuell nur mehr 3 bis 4° Resthärte hat und dann fangen längerfristig dieprobleme mit metallischen (CU oder Fe-verzinkt) Leitungssystemen an.

Die meisten Ionenaustauscher fangen nach 3 bis 5 Jahren an massivere Probleme zu machen, da bleiben die Ventilkolben stecken oder die Venturidüsen saugen nicht mehr zuverlässig und Kunststoffspritzgussteile bekommen Haarrisse oder der ganze Umschatmechanismus wird schwergängig und dann verrecken die kleinen Getriebe und Zahnräder brechen, da gibt es fast alles was es lt Hersteller eigentlich nicht geben kann!

Verfasser:
Harry West
Zeit: 25.09.2025 00:18:42
2
3879132
Leute, Leute,

Wie oft denn noch wird dieser Humbug ernsthaft diskutiert. Es ist schon alles geschrieben aber nicht von jedem. Nur nicht, dass zu dem Gerät auch Globuli genommen werden müssen.

Entweder Ihr beschafft Euch eine Anlage auf Basis Ionenaustausch oder. entkalkt Eure Geräte, Armaturen, etc regelmäßig und kauft Euch für das gesparte Geld was Schönes.

Verfasser:
Aurelian
Zeit: 09.05.2026 06:29:05
0
3953634
Wir haben seit mehr als 6 Jahren eine Aqon pure Installation. Wir haben einen sehr hohen Härtegrad und hatten im Neubau immer mehr Probleme mit Kalkablagerungen. Laut Aqon ausdrücklich die besten Voraussetzungen für eine Installation.

Ich arbeite in einem Chemiekonzern und habe damals das Thema Entkalkung länger mit Kolleginnen und Kollegen durchgesprochen. Aqon ist nicht von vornherein "Schwurbel". Chemisch passiert da schon etwas.

Aber nach 6 Jahren kann ich sagen, dass ich mir das nicht wieder einbauen lassen würde. Tatsächlich ließ sich der Kalk ganz zu Anfang einfach abwischen. Das war keine Täuschung oder so - man konnte mit einem Schwamm einfach über den Boden des Wasserkochers oder Armaturen im Bad gehen und der Kalk war weg. Nach meinem Gefühl hat die Wirkung etwas nachgelassen, aber so etwa ist es immer noch. Der Kalk haftet nicht ganz so stark. Aber erstens ist der Kalk halt noch da, und zweitens bekommt man ihn an den Stellen wo man schwer hinkommt auch weiterhin nicht leicht weg.

Fazit ist also, dass wir weiterhin alles entkalken müssen, auch die Oberflächen. Aqon sorgt dafür, dass dies etwas schneller geht. Aber eben nicht viel. Das ist überhaupt nicht vergleichbar mit einer klassischen Entkalkung. (Wobei Aqon das ja von sich auch so nicht behauptet.) Der Kalk ist halt da, und haftet auch. Den Wasserkocher entkalke ich seit langem wieder ganz klassisch. Aqon bringt nix, und mit der Hand kommt man eh nicht in die Öffnung rein...

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