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Datenschutzhinweise

Abrechnung Wärmezähler Heizung/ Warmwasser
Verfasser:
Geowi
Zeit: 15.08.2015 14:46:41
0
2258614
Zitat von Andreas 0123 Beitrag anzeigen

mit einem zusätzlichen WMZ im Heizungskreislauf könnte man den Verlustanteil der Heizung zuordnen, der sich aus den Leitungsverlusten ergibt.

Gibt es eine Größenordnung die man abrechnungstechnisch den Leitungsverlusten zuordnen kann ?


Meines Wissens nicht, denn die Leitungsverluste werden wesentlich von Umfang, Isolierung und System des Rohrnetzes bestimmt; z.B. sehr hohe Verluste bei einem größeren Einrohrsystem und Leitungen, die unisoliert im Estrich liegen.

Schon der verordnete Einbau eines WW-WMZ haben zu nicht nur Eure Abrechnung merklich verändert und ich hoffe sehr, dass ein zweiter WMZ ebenfalls zur Pflicht wird.

Gruß, Georg W.

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 17.08.2015 12:24:08
0
2259154
Das Problem des (rechnerischen) Verlustes von 13.000 kwh ist vielschichtiger. Zum einenliefert das Gs nicht die 10 kw pro cbm und somit stimmen die wohl rechnerisch ermittelten 55.000 kw Leistung wahrschein nicht so.
Zum anderen, wie genau messen die xx WMZ in den Wohnungen und der WW-WMZ ? Ich habe dazu noch keine Erfahrungswerte, aber ich glaube nicht,dass die soooo genau messen, wie die Hersteller erzählen.

Ich würde die Gesamtkosten der Heizanlage zwischen WW und Heizung
im Verhältnis der gemessenen Verbrauchswerte aufteilen 40,5 % zu 59,5 % und die Verluste, diemannicht genau zuordnen kann, einfach damit egalisieren

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 17.08.2015 12:46:44
0
2259162
Jetzt ist der Beitrag zu früh weg gesendet worden.
Warum diese Aufteilung? Bei WW sind die Verluste durch die Zirkulation bereits beinhaltet in der Wärmezuführung des WW-WMZ. Bei der Heizung aber wird erst an der Wohnungsschwelle gemessen, die Verluste der Rohrleitung Zirkulation vom Kessel bis zum WMZ pro Wohnung wird nirgends erfasst.
Darüberhinaus natürlich der bereits in anderen Beiträgen genannte Wirkungsgrad, Kesselverlust etc.muss sich ja auch irgendwo niederschlagen.

Verfasser:
Wolf S
Zeit: 17.08.2015 17:54:39
0
2259271
Das eigentliche Problem sind doch nicht die Verluste und deren Zuordnung sondern die nach dem WZ-Einbau für die WW-Bereitung (häufig stark) geänderten Zahlen gegenüber der bisherigen Berechnung nach Formel und dadurch 'Verschiebungen' in der Abrechnung besonders für die, deren WW-Verbrauch vom Durchschnitt abweicht. Natürlich wäre ein Gesamtzähler für die Heizung sinnvoll und nach meiner Einschätzung wird der auch irgendwann mal Pflicht werden. Bis dahin wird halt so abgerechnet, wie es der Messdienst des TO gemacht hat.
@Andreas 0123 : Wo sind die WZ für die Heizung eingebaut? Vermutlich in den Wohnungen. In diesem Fall würde man bei einer Berechnung nach deinen Vorstellungen die Leitungsverluste vom Kessel bis zur Wohnung anteilig über den WW-Verbrauch abrechnen. Auch nicht ideal - oder?

Verfasser:
Hahneko
Zeit: 18.08.2015 10:59:50
0
2259509
Andreas 0123,

Die Gesamtverluste (Summer aller Zähler/eingesetztes Gas) in Höhe von ca. 25% erscheinen insgesamt plausibel.
Ich halte es auch nicht für korrekt, diese Verluste komplett der Heizung zuzuordnen.
Wie bereits erwähnt, genau wird es erst mit einem Zusatzzähler am gemeinsamen Heizungsausgang am Kessel. Dann würden sich die Verluste aufteilen lassen in Kesselverluste einerseits und Leitungsverluste der Heizungsrohrleitungen andererseits.
Die Kesselverluste sollten dann Heizung und WW zugeordnet werden, Leitungsverluste nur der Heizung.
Da zumindest die Leitungsverluste im Haus bleiben, ist diese Energie nicht verloren, aber sie erscheint nicht auf den WMZ der einzelnen Wohnungen. Insofern ist es fair, wenn Du (und die anderen Mieter) hier für die KWH einen gewissen Zuschlag zu zahlen haben.
Wenn aber alle Verluste der Heizung zugeschlagen werden, ist das sicher nicht ganz richtig, aber eine gleichmäßige Verteilung auf Heizung und WW wäre auch nicht korrekt.
So, wie es bei Dir gemacht wurde, muss ein Starkheizer jetzt mehr zahlen, während ein Extremduscher zu gut bei der Abrechnung wegkommt.
Mach Dir doch mal die Arbeit und verteile die Verluste gleichmäßig auf Heizung und WW, und rechne dann neu aus, was das für Dich bedeutet. Heizung würde billiger, WW teurer. Und in der Summe? Ist wahrscheinlich weniger als Du glaubst. Und vielleicht kommst Du mit Deiner vorhandenen Abrechnung sogar besser weg...

Das würde mich wirklich interessieren.

Hahneko

Verfasser:
Andreas 0123
Zeit: 19.08.2015 12:57:23
0
2259911
Hallo Zusammen und Danke für Eure Beiträge !

Wolf S beschreibt das eigentliche Problem:
alle Mieter erhalten jetzt stark erhöhte Werte für Warmwasser, da die neue Methode mit WMZ für Warmwasser realistischer ist als die alte Methode nach Formel der HeizkostenVerordnung.

Also werden die Warmwasserverbraucher jetzt mehr zu Kasse gebeten.
Warmwasser wird auch ganzjährig gebraucht und Heizung nur Saisonal.
Was auch noch Einfluß auf die Verteilung der Verluste haben könnte.

Natürlich ist die Erfassung der Meßwerte auch mit Toleranzen und im Rahmen der Berechnung für die Gaslieferung auch "formalisiert" aber mit irgendwas muß man ja rechnen.

Wie in meinem Beitrag vom 12.08 berechnet:
gemessen mit WMZ: 16902 + 25441 = 42344 kWh
Warmwasser = 25441 kWh = ca. 60 %
Heizung = 16902 kWh = ca. 40 %

Im Sinne der Abrechnung bisher:
1786 € Warmwasser = ca 46 %
2106 € Heizung = ca 54 %

Der GRÖßERE Energieverbraucher WW ( 60 % Verbrauch ) zahlt 46 % !

Bereinigt würde es ca. 500 Eu verschieben.

Da alle heizen und Warmwasser verbrauchen wird die Veränderung als Summe sich für den einzelnen gering halten.

Ich finde es übrigens SEHR überraschend das Warmwasser verbrauchstechnisch 60% der Energie verbraucht.

Aber es war ja auch ein sehr milder Winter...

Verfasser:
Hahneko
Zeit: 19.08.2015 14:00:06
0
2259932
Zitat von Andreas 0123 Beitrag anzeigen

Ich finde es übrigens SEHR überraschend das Warmwasser verbrauchstechnisch 60% der Energie verbraucht.


Andreas 0123,

das finde ich auch sehr überraschend! Da müßte das Gebäude top-gedämmt sein!

Kostenmäßig wurden die Verluste aber komplett der Heizung zugeordnet, nur deshalb werden mehr Heizungs- als WW-Kosten abgerechnet.

Habe selbst ein 6-Familienhaus mit ca. 55.000 kwh Jahresverbrauch, davon kommen ca. 35.000 kwh an den Heizungszählern an, also rund das doppelte als die 17.000 bei Dir.

Kennst du die insgesamt produzierte WW-Menge, für die die 25.000 kwh verbraucht wurden? Dann lassen sich Rückschlüsse auf die Boiler- und Zirkulationsverluste ziehen.

Hahneko

Verfasser:
Andreas 0123
Zeit: 19.08.2015 17:51:38
0
2259999
Zitat von Hahneko Beitrag anzeigen

1. ) Kostenmäßig wurden die Verluste aber komplett der Heizung zugeordnet, nur deshalb werden mehr Heizungs- als WW-Kosten abgerechnet.

2.) Kennst du die insgesamt produzierte WW-Menge, für die die 25.000 kwh verbraucht wurden? Dann lassen sich Rückschlüsse auf die Boiler- und Zirkulationsverluste ziehen.



zu 1.)
Das störte mich ja auch und bis heute hat mir das vom Abrechner keiner schlüssig erläutern können.
Laut Heizkostenverordnung §9:
"Ist die zentrale Anlage zur Versorgung mit Wärme mit der zentralen Warmwasserversorgungsanlage verbunden, so sind die einheitlich entstandenen Kosten des Betriebs aufzuteilen."



zu 2.) 269,8 cbm Warmwasser ( Summe der 9 Einzelzähler in den Wohnungen );
9 Familienhaus, Baujahr 2004 / 2005 , Abrechnung 2014


Grüße Andreas

Verfasser:
psy.35i
Zeit: 20.08.2015 08:35:40
0
2260178
Zitat von Andreas 0123 Beitrag anzeigen
zu 2.) 269,8 cbm Warmwasser ( Summe der 9 Einzelzähler in den Wohnungen );
9 Familienhaus, Baujahr 2004 / 2005 , Abrechnung 2014

270m³ bei 45K Temperaturhub entspricht 14.130 kWh (ohne Verluste)
d.h. grob 60% WW-Wirkungsgrad, Zirkulation sei Dank :)

Verfasser:
Hahneko
Zeit: 20.08.2015 11:30:32
0
2260239
psy.35i,

das ist aber nur der Wirkungsgrad bei der WW-Vorhaltung und Verteilung, die Kessel- und Abgasverluste kommen ja noch hinzu. Deshalb muss ja auch laut Gesetz bei der WW-Bereitung (ohne WMZ) der Faktor 2,5 verrechnet werden, das unterstellt einen Wirkungsgrad von gerade mal 40%.

Hahneko

Verfasser:
Hahneko
Zeit: 20.08.2015 11:50:49
0
2260252
Zitat von Andreas 0123 Beitrag anzeigen

Im Sinne der Abrechnung bisher:
1786 € Warmwasser = ca 46 %
2106 € Heizung = ca 54 %


Andreas 0123,

das wundert mich jetzt etwas.

Ohne WMZ wäre wie folgt abzurechnen:

270 cbm WW x 45 Grad Temperaturdifferenz x 1,16 spezifische Wärmekapazität * 2,5 Verlustfaktor = 35.000 kwh,

Für Heizung: 55.000 - 35.000 = 20.000 kwh.

Dann wären kostenmäßig die Aufteilung 36% Heizung und 64% WW!

Nochmal der Vergleich mit meinem MFH:
Bei mir wird nur etwa die Hälfte an WW bereitet, der Gesamtverbrauch an Brennstoff ist aber ungefähr wie bei Dir, d.h. in meiner Hütte wird mehr Heizung verbraucht, was angesichts des Baujahrs 1993 auch plausibel ist.
Die gute Dämmung bei Dir, und der hohe WW-Verbrauch führt dazu, dass mehr Energie für WW als für Heizung benötigt wird, das ist auch soweit plausibel.

Hätte ich die Abrechnung vorgenommen, hätte ich die Verluste anteilig auf Heizung und WW verrechnet, und nicht wie in Deinem Fall nur der Heizung zugeschlagen. Dann wäre natürlich kostenmäßig der WW-Anteil höher gewesen.

Ich habe noch keinen Extra-WMZ für WW, den werde ich demnächst nachrüsten (müssen), bin gespannt, wie es bei mir aussehen wird.

Aber noch etwas: Psy.35i hat es schon angesprochen: Die Verluste beim WW sind sehr groß, zumal Baujahr 2004. Ist eine permanente Zirkulation vorhanden, falls ja, ist diese bei 9 Wohnungen wirklich nötig? Wie gut ist der Boiler gedämmt? Da geht sicher noch etwas.

Hahneko

Verfasser:
psy.35i
Zeit: 20.08.2015 12:00:36
0
2260253
Zitat von Hahneko Beitrag anzeigen
Ich habe noch keinen Extra-WMZ für WW, den werde ich demnächst nachrüsten (müssen), bin gespannt, wie es bei mir aussehen wird.

eigentlich war doch der 31.12.2013 Stichtag :)

Verfasser:
Andreas 0123
Zeit: 24.08.2015 16:49:06
0
2261407
Zitat von Hahneko Beitrag anzeigen

270 cbm WW x 45 Grad Temperaturdifferenz x 1,16 spezifische Wärmekapazität * 2,5 Verlustfaktor = 35.000 kwh,

Für Heizung: 55.000 - 35.000 = 20.000 kwh.

Dann wären kostenmäßig die Aufteilung 36% Heizung und 64% WW!

mein Beitrag vom 12.08.15

gemessen mit WMZ: 16902 + 25441 = 42344 kWh
Warmwasser = 25441 kWh = ca. 60 %
Heizung = 16902 kWh = ca. 40 %


Das wäre ja fast ne Punktlandung zwischen "Formel" und WMZ.

Jetzt muß nur noch die Abrechnung dazu passen.

Zitat von Hahneko Beitrag anzeigen

Aber noch etwas: Psy.35i hat es schon angesprochen: Die Verluste beim WW sind sehr groß, zumal Baujahr 2004. Ist eine permanente Zirkulation vorhanden, falls ja, ist diese bei 9 Wohnungen wirklich nötig? Wie gut ist der Boiler gedämmt? Da geht sicher noch etwas.


Da bin ich dann doch wieder nur Laie.

Der Boiler ist dann wohl der 400 bis 500 ltr große "Tank" im Keller.
Sieht für mich nach Standard aus.

Das mit der permanenten Zirkulation:
Mein HeizungsMen hat mir das mal so erklärt - Läuft am Wasserhahn warm raus, so wird dies durch den Druck nachfließenden Kaltwassers bewegt.
Also würde ich auf keine Zirkulation schließen ?
Es dauert auch immer nen Augenblick ( so 5 sek ) bis warm kommt.

Falls es doch was mit Zirkulation zu tun hat: Könnte es mit der Hausstruktur zu tun haben - aufgrund Lage im Hang ist es eine Hausgruppe mit drei ( leicht höhenversetzten ) 3 Familienhäuser mit einer Heizanlage/ Warmwasseranlage.

Muß man aufgrund drei abgehender "Stiche" hier evtl. zirkulieren lassen ?

Also wie erwähnt: Laie aber kein Wissen...

Verfasser:
psy.35i
Zeit: 25.08.2015 08:24:56
0
2261567
wenn nach 5 Sek. schon WW kommt, ist mit Sicherheit eine Zirkulation vorhanden
im MFH muss diese auch etliche Stunden am Tag laufen
allerdings nicht 24/7

Verfasser:
Peter Middendorf
Zeit: 08.05.2026 12:32:23
0
3953532
Hallo,

in unserer Heizkostenabrechnung wird der Prozentsatz für Warmwasser wie folgt berechnet:

Verbrauch WMZ Warmwasser = 69619,00 kWh, dies entspricht brennwertbezogen 69619,00 * 1,00 =69.619 69619,00 kWh
Gesamtverbrauch laut Lieferungen = 167367,00 kWh Erdgas L

Anteil Warmwasser = 69619,00 * 100 / 167367,00 = 41,60 %

41,60 % von 21792,49 € Gesamtkosten = 9065,68 € für Warmwasser

Meine Frage ist, ob diese Berechnung korrekt ist.

Danke
Peter

Verfasser:
MichaelN2
Zeit: 08.05.2026 13:29:59
1
3953551
Warum dafür einen 11 Jahre alten Thread kapern?

Die Frage kann man ohne die zugrunde liegenden Daten nicht beantworten.

Verfasser:
DMS20
Zeit: 08.05.2026 13:42:27
1
3953553
Zitat von Peter Middendorf Beitrag anzeigen
Hallo,

in unserer Heizkostenabrechnung wird der Prozentsatz für Warmwasser wie folgt berechnet:

Verbrauch WMZ Warmwasser = 69619,00 kWh, dies entspricht brennwertbezogen 69619,00 * 1,00 =69.619 69619,00 kWh
Gesamtverbrauch laut Lieferungen = 167367,00 kWh Erdgas[...]
Ist jetzt etwas konfus - lies die deinen eigenen Text noch'mal durch.

Wenn es dir ernst ist, eröffne einen neuen Thread, ordne den Text etwas, liefere noch mehr Informationen über das Objekt, den Abrechungsmodus, den Abrechnungsdienstleister und am besten eine anonymisierte, eingescannte, aktuelle Abrechnung.

Im MFH-Bereich wurde hier schon mehrfach über einen WW-Anteil an den Energiekosten von an die 50% berichtet: schlecht gedämmte Speicher und Rohre, Zirkulation, hohe WW-Temperaturen, Sommerbetrieb des Wärmeerzeugers mit grottenschlechtem Wirkungsgrad ...

Und melde dich an, sonst ist bei fünf Beiträgen Schluss.

Verfasser:
Wolf S
Zeit: 11.05.2026 09:11:05
0
3953961
Zitat von Peter Middendorf Beitrag anzeigen
Anteil Warmwasser = 69619,00 * 100 / 167367,00 = 41,60 %

41,60 % von 21792,49 € Gesamtkosten = 9065,68 € für Warmwasser

Meine Frage ist, ob diese Berechnung korrekt ist.

Ja, das ist so korrekt.

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