Zitat von
WP Schlumpf 
... auf
Stiftung Warentest gebe ich schon lange nix mehr , wenn man die Tests hinterfragt dann ist da nicht viel. Ich habe das Gefühl wer am meisten Spendet der kommt gut weg.
Vielleicht stellst du die falschen Fragen.
Und an wen überhaupt?
Der Stiftung kann man nichts spenden, schon gar nicht als "interessierter" Hersteller.
Zitat von
WP Schlumpf 
Diese Tests sind halt sehr Theoretisch und wenn man den Testverlauf richtig auslegt sind auch die Ergebnisse dementsprechend.
Ganz im Gegenteil:
die Tests sind praktische Tests mit anonym erworbenen Test"kandidaten".
Wie getestet und bewertet wird ist nachvollziehbar und hinreichend transparent.
Die erfolgreichen Angriffe auf Testergebnisse sind an einer Hand abzulesen, an zwei kann ich micht spontan erinnern:
- eine großer Schokoladenhersteller konnte erfolgreich sein künstlich nachgebildetes Vanille-Aroma weiterhin als "natürliches" Aroma deklarieren, da es chemisch identisch ist
- ein
Rauchmelder-Hersteller konnte erfolgreich das Testverfahren als zu wenig valide nachweisen, das war wohl nicht richtig kalibriert. Da gibt es wohl erstmals Schadenersatz - kann aber auch sein, dass dieses Schadenersatz-Verfahren noch läuft.
Letzteres könnte weitreichende Folgen haben, vor allem auch für das beauftragte Prüflabor und zukünftige Testauslegungen.
Dieser konkrete WP-Test der StiWa ist m.E. dennoch einer der Flop-10-Tests, die die StiWa je veröffentlich hat:
zu wenige WP (nur 5) im Test, eigenartiger Testaufbau, z.B. unterschiedliche Außentemperaturen für die Bewertung der Effizienz von Heizkörper- bzw. FB-, keine konkrete Angabe der (S)
COPn, keine Messungen der WW-Bereitung und damit auch keinerlei Bewertung für diesen bei fast allen WP-Anlagen im EFH verwendeten Betriebsmodus.
Eine Art JAZ kann lediglich geschätzt werden: Im Kleingedruckten steht etwas von 21.000 kWh Jahreswärmebedarf (allerdings erwähnt im Zusammenhang mit der Klimabelastung durch den Stromverbrauch) und die dafür aufgewendete el.
Energie liegt zwischen 6070 (Alpha-Innotec) und 6840 (Mitsubishi) kWh, was einer JAZ von 3,46 bzw. 3,07 entspräche.
Das ist aber eine wackelige, abgeleitete Angabe, bei der auch nicht klar wäre, ob es sich auf einen HK-, einen FBH-Betrieb oder einen virtuellen Mischbetrieb bezieht.
Für mich ist so ein Test von einer mit beschränkten Mitteln versehenen Testinstitution eher ein starker Hinweis dafür, dass die von den Firmen zu erhebenden und zu veröffentlichenden Prüfstand- und Praxisdaten wesentlich besser reguliert/vereinheitlicht und zugänglich gemacht werden müssen.
Ein aussagefähiger Testaufbau sprengt meines Erachtens jedes zu bewältigende Maß; andererseits erheben die Firmen ohnehin umfangreiche Daten im Vorfeld (F&E sowie
Zertifizierungen) und auch in der Praxis fällt umfangreiches Datenmaterial an - es gerät nur nicht in die richtigen, unabhängigen Hände und wird außerdem m.W. gar nicht reglementiert.