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Datenschutzhinweise

Elektrischer Anschluss/Regelung einer Öl-Hybridheizung mit Wärmepumpe – verschiedene Hersteller
Verfasser:
Frank_1965
Zeit: 13.05.2026 15:04:04
0
3954421
Hallo,

ich bin nicht sicher, ob ich in diesem Forum richtig bin, meine Frage richtet sich an die Realisierung der „elektrischen Verknüpfung/Regelung“ einer Hybridheizung, also einer Wärmepumpe mit einen bestehenden Wärmeerzeuger.

Mir geht es nicht um die Effizienz, Wirtschaftlichkeit, Temperaturen, Heizleistung, ein zu beurteilendes Hydraulikschema und der Sinnhaftigkeit, sondern einzig nur um die Regelung, die den Betrieb beider Wärmeerzeuger koordiniert und möglich macht mit der bestehenden Heizung und einer noch nicht festgelegten Wärmepumpe.

Vorhanden ist ein Öl-Heizkessel mit einer Buderus Regelung „RC310/EMS plus“, ein Pufferspeicher (Parallelpuffer), zwei Heizkreise (1x Radiatoren, 1x Fußbodenheizung mit Mischer), siehe nachfolgende schematische Skizze.
Die Position der Vorlauf- und Rücklaufleitungen entsprechen nicht der Skizze und auch die Warmwasserbereitung wird extern bereitgestellt. Die beiden Heizkreispumpen und der Mischer sind über einen Verteiler verbunden und werden durch den vorhandenen Heizkessel geregelt.



Vielleicht gibt es Forumsmitglieder, die in einer ähnlichen Fragestellung schon Lösungen realisiert haben und Hinweise, Tipps oder Vorschläge mitteilen können.

Im Voraus bereits vielen Dank.

Verfasser:
Mark1234
Zeit: 13.05.2026 16:01:13
3
3954434
Tipp 1:
Wärmepumpe richtig planen und Ölheizung ganz wegwerfen.

Tipp 2:
Ölheizung behalten und Wärmepumpe sein lassen.

Verfasser:
Frank_1965
Zeit: 13.05.2026 16:09:16
1
3954437
Mark1234 - Thema leider verfehlt ...

Verfasser:
cmuesei
Zeit: 13.05.2026 17:14:28
0
3954447
prinzipiell würde ich erstmal meinem Vorredner zustimmen. Den Öler brauchst du nicht.
Aber da du es ja nun so willst, gibt es da einiges zu beachten.
Egal für welche WP du dich entscheidest, sie wird nie die gleiche Sprache sprechen wie dein Öler und eine gemeinsame Regelung als Hybridsystem ist somit nicht möglich. Es sei denn, du bist Programmierer und kannst die Erzeuger verheiraten.
Ich habe das so gelöst, daß mit getrennten Regelungen, entweder beide Erzeuger autark oder notfalls auch in Kombination arbeiten können, was aber am Volumenstrom krankt. Der Öler braucht einen deutlich geringeren Volumenstrom, was aber nicht zur abgeglichen Hydraulik der WP passt. WP und Öler sind mit entsprechenden RLV gegen falsche Zirkulation gesichert. Am liebsten fahre ich beide Systeme getrennt und das sowohl über einen Mischer mit und ohne Puffer, bzw. die WP direkt in den Heizkreislauf in welchen ein RRS 200L eingebunden ist. Wenn ich den Öler wirklich Mal brauche, was außer zur WW- Bereitung eher nie der Fall ist, mache ich nur ein Hahn zu. Die WP im parallelen Betrieb laufen lassen, bringt nur erhöhten Stromverbrauch, da die VLT dann im Puffer höher sein muss und ein Mischer das wieder runter mischt. Den Mischer brauchst du aber für den Öler🤷

Verfasser:
smoker59
Zeit: 13.05.2026 17:55:57
3
3954449
Zitat von Frank_1965 Beitrag anzeigen
....meine Frage richtet sich an die Realisierung der „elektrischen Verknüpfung/Regelung“ einer Hybridheizung, also einer Wärmepumpe mit einen bestehenden Wärmeerzeuger.

Wenn man nicht unbedingt beide Wärmeerzeuger gleichzeitig betreiben will dann ist das eigentlich ganz einfach. Jede mir bekannte Wärmepumpe hat die Möglichkeit einen bivalenten Wärmeerzeuger anzusteuern. Im einfachsten Fall geht das über einen ( Bivalenz) Kontakt der einfach den zweiten Erzeuger einschaltet und ggf Ventile zur Umschaltung des Heizkreises betätigt.
Ich hatte bei meinem Umstieg auf Wärmepumpe zunächst auch vorgesehenen die Gasheizung weiter zu betreiben um bei extremer Kälte zur Not zuheizen zu können. Dafür hatte ich mit Absperrhähnen eine Umschaltung per Hand gebaut die bei mehreren Tests auch gut funktioniert hat und es wäre sehr einfach gewesen das ganze durch Austausch der Absperrhähne gegen Umschaltventile und Ansteuerung über den Bivalenz Kontakt der Wärmepumpe zu automatisieren. Einen Puffer wie bei dir gab es bei mir aber schon mit der Gasheizung nicht. Denn hätte ich mit der Wärmepumpe wahrscheinlich einfach ganz rausgelassen und wäre hinter dem Puffer direkt mit VL und RL auf den Heizkreis gegangen.

Gebraucht habe ich das ganze Zeug dann aber doch nicht denn die Beheizung mit Wärmepumpe funktioniert seit drei Jahren auch bei extremer Kälte ohne Unterstützung oder Umschaltung auf die Gasbüchse gut und deshalb ist die Gasbüchse im letzten Jahr dann auch rausgeflogen.

Verfasser:
Frank_1965
Zeit: 13.05.2026 18:30:25
0
3954457
Vielen Dank für die Rückmeldungen.

Wie schon geschrieben geht es mir nicht um die Sinnhaftigkeit oder die Effizienz.
Die Heizungsanlage (Ölkessel) und der Pufferspeicher sind vorhanden, die Anlage ist bezahlt und ein Rückbau kostet auch nur Geld.

Die Installation einer Wärmepumpe mache ich selbst und ist somit ein „Hobby“. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit mit einem Heizungsbauer und auch Heizungshersteller sind sehr ernüchternd …

Ich denke das entweder die bestehende Heizung oder die Wärmepumpe in Betrieb sein soll.
Beider Systeme können den Pufferspeicher, an vorhanden unterschiedlichen Anschlüssen,
„beladen“ und sind hydraulisch entkoppelt.

Am vorhandenen Heizkessel gibt es an den Steuerungsanschlüssen einen 2-poligen Anschluss „I3 – externe Verriegelung“, vielleicht hat schon jemand mit diesem Anschluss praktisch gearbeitet bei der „super“ Steuerung (Buderus Regelgerät/Steuergerät IMC110/RC310/EMS plus …) und kann sagen, ob diese real auch funktioniert und was genau passiert?
Sicherlich sind bei einer „externe Verriegelung“ die Heizkreispumpen/Kesselpumpe (Speicherladepumpe) und auch der Mischer abgeschaltet.

Weiterhin gibt es noch einen 2-poligen Anschluss „I2 - Wärmeanforderung (extern)“ ein 0 ... 10-V Eingang, auch hier ist mir nicht klar, wie dieser real funktioniert?

Dann ginge es noch um die Regelung der Heizkreise am „Heizkreisverteiler“, also um die Steuerung der zwei Heizkreispumpen/Kesselpumpe (Speicherladepumpe) und den Mischer.
Die Wärmepumpen sollte doch eigenständig zwei Heizkreise (einer mit Mischer) und ggf. eine Speicherladepumpe regeln können?
Eine elektrische Trennung der Ansteuerungen der Heizkreispumpen und des Mischers für die Ölheizung/Wärmepumpe wäre mit „einfachen“ Relais möglich.

Vielleicht gibt es aber viel bessere Möglichkeiten?

Verfasser:
Buddy5
Zeit: 13.05.2026 18:47:58
0
3954461
https://buderus-de-de.boschtt-documents.com/download/pdf/file/6721879077

Unter dem Link findet Ihr die Anleitung für das Modul AM 200 von Buderus. Die Anleitung beinhaltet auch Beispielhydrauliken, vielleicht hilft euch das weiter.

Verfasser:
Buddy5
Zeit: 13.05.2026 19:01:48
1
3954462
https://buderus-de-de.boschtt-documents.com/download/pdf/file/6721842060

Unter dem Link findet Ihr Informationen zum Modul HM 200, passt dann aber nur zu der in der Anleitung beschriebenen Wärmpumpe.
AM steht für alternativer Wärmeerzeuger, egal ob Holz, Pellets oder WP.
HM steht für Hybridmodul, es gibt durchaus Anlagen wo eine Hybridanlage Sinn macht.
Habe in meiner aktiven Zeit einige in Betrieb genommen, waren allerdings alle über
100 KW Heizleistung.

Verfasser:
Mark1234
Zeit: 13.05.2026 19:59:01
0
3954470
Was willst n du erreichen? Ein Entweder / Oder oder eine Ergänzung wenn die Wärmepumpe es nicht schafft?

Verfasser:
PeterAlles
Zeit: 13.05.2026 23:10:17
1
3954490
Zitat von Frank_1965 Beitrag anzeigen

Vielen Dank für die Rückmeldungen.

Wie schon geschrieben geht es mir nicht um die Sinnhaftigkeit oder die Effizienz.
Die Heizungsanlage (Ölkessel) und der Pufferspeicher sind vorhanden, die Anlage ist bezahlt und ein Rückbau kostet auch nur Geld.[...]

Oh, auch das Nichtbenutzen des Ölkessels kostet Geld.
(Schornsteinfeger, Öltankreinigung, ...)
Und es sieht nicht danach aus daß Heizöl billiger wird.

Den Rückbau bekommst Du mit dem Kauf einer Wärmepumpe mit gefördert.

Verfasser:
Frank_1965
Zeit: 14.05.2026 14:53:00
0
3954574
Vielen Dank für die Rückmeldungen.

Ich habe mir die Unterlagen vom Modul AM 200 angesehen, leider kann ich nichts finden wie dies mit dem RC310-Bedieneinheit eingebunden werden kann, das ist nichts vorgesehen. Vermutlich arbeite es nur zusammen mit dem TCA200 was ich nicht habe.
Die möglichen Verbindungen beziehen sich nur auf ein Ein-/Aus-Signal, 0-10V-Signal Pumpe, Außentemperaturtemperaturfühler, diverse anderer Temperaturfühler z. B. Pufferspeicher und das wars auch schon …

Zum HM200 „Hybridmanager“, hier könnte man die Regelung Zirkulationspumpe Buderus-Wärmepumpe anschließen, Smart Grid - Photovoltaik-Überschuss, PV - Photovoltaik-Anlage, zwei Temperaturfühler, eine Verbindung mit der Buderus Wärmepumpen-Außeneinheit, und die Verbindung zum Buderus BUS-System.
Eine Bedienung über die RC310-Bedieneinheit natürlich auch nur mit Buderus Wärmepumpe.

Am besten ist natürlich die Buderus Hybrid Anschlussgruppe, wenn die Wärmepumpe aktiv ist, wird das Heizungswasser durch den konventionellen Wärmeerzeuger durchgeschoben. Das Brennwertgerät leistet dann ganze Arbeit und kühlt das Heizungswasser richtig gut herunter – Toll.
Auf Grund eines Buderus Softwarefehlers lief bei mir die „Kesselpumpe“ (Speicherladepumpe) nach einer kurzen Ausschaltzeit (nach Brenneraus) einfach wieder ein und hat den Pufferspeicher schön heruntergekühlt, dass „Brennwertgerät“ macht das hervorragend und die Energie geht zum Schornstein heraus.
Der Kundendienstspezialist von Buderus, gut gekleidet, hat nach zu vorigen Monatelagen hin und her Daten ausgelesen, viel verstellt, den Brenner gestartet, sich das tolle Phänomen angesehen, die Steuerung blockiert, viel telefoniert und angegeben das das dies ein bekannter Softwarefehler sei, daran könne man nichts machen.
Einen Regiebericht (Servicereport) konnte/durfte (?) er nicht aushändigen mit der Begründung der Einsatz sei kostenlos …
Später wurde mir dann untersagt den werten Herren von Buderus/Bosch Thermotechnik zu schreiben mit der Begründung einem Buderus Heizkessel dürfe man nicht an einen Pufferspeicher (Parallelpuffer) anschließen, dies sei keine zugelassene Hydraulik …
Das dieser Heizkesseltausch zuvor persönlich (Buderus Vertretung) und auch mehrfach durch telefonisch Kontakt als „überhaupt kein Problem“ bestätigt wurde, daran kann man sich nicht erinnern, auch wenn die Gespräche zu „Servicezwecken“ aufgezeichnet werden, ach ja, der „Rechtsweg“ steht natürlich dem dummen Kunden und dem Heizungsbauer offen.

Lösung: zwei „Luxus“ ELTAKO-Relais, für kleines Geld installiert, Heizölverbrauch um die Hälfte gesenkt im Jahr.

Sollte sich herausstellen, dass die Wärmepumpe alles kann, was gefordert ist wird die Heizung abgemeldet, Dekel auf den Schornstein, fertig.

Es wird sich zeigen ob die WP es schafft, aber wenn nicht dann natürlich ein „oder“, was sicherlich einfacher zur realisieren sein sollte.

Eine Tankreinigung wird ggf. erst notwendig werden, wenn dem Heizöl z. B. „Bio-Ethanol“ anlog zu Diesel beigemischt wird, da freuen sich die Bakterien der Dieselpest. Auch die ganzen Notstromdiesel, die alle mit Heizöl betrieben werden, werden davon profitieren …

Verfasser:
belzig
Zeit: 14.05.2026 16:00:08
0
3954579
Heizöl wird kein Bio-Ethanol beigemischt, sondern FAME (Fatty Acid Methyl Ester= Biodiesel)
Dieser wird aus Raps-, Soja- oder Sonnenblumenöl gewonnen.

Bio-Ethanol wird nur Benzin beigemischt (E10, E5 usw.)

Verfasser:
WP Schlumpf
Zeit: 14.05.2026 17:03:01
1
3954586
Hallo Frank ,
ich gebe dir einen Guten Rat las den Klimbim mit der Ölheizung das bringt nur Probleme in dein WP System , und wenn du schreibst das du eventuell dann die Ölheizung ausschaltest wenn die WP klar kommt dann mußt du jetzt zwangsweise auf die WP Steuerung setzen, sonst hast du nochmal einiges umzubauen. Meiner Meinung nach nimm das Geld was die Hybridkiste mehr kostet setz konseqwent auf ein System und ertüchtige mit dem gesparten Geld dein System. Glaub mir ich weis was es heist WP mit einem Hochtemperatur Wärmelieferanten zu verheiraten, ich habe einen Holzofen und eine WP im System und das funktioniert bei mir nur sogut weil ich eigentlich 3 Regelungen am laufen hab , Somit kann ich ohne gegenseitige Einflußnahme der Anlagen alles einstellen und wenn Der Kachelofen an ist mach ich die WP komplett aus auch den Strom . Aber das hat mich 2 Jahre meiner Freizeit gekostet bis alles lief. 1,5 Jahre für Forschung und Entwicklung, den rest Einbau und einstellen. Alles anolog ohne Lichter und Touch Krimskrams, alles mit einfachen Temperaturreglern , eine doofe Heizungsregelung die nur 3 Fühler braucht aus Polen , ja da gibts sowas noch . Seit der Steinzeit erbrobt , WP arbeitet dtumpf in einen Puffer , dieser ist aber eines der wichtigsten Bauteile im System wenn der nicht passt wirds grottig mit der Arbeitszahl,
Ich lade mit der WP ca 2° über der Mischertemperatur meiner FBH und die braucht nur 34° bei minus 10° im Winter, da hab ich dann 22° in den Wohnräumen und 23° im Bad.
Aber sowas kostet Geld Zeit und ich denke so 0,3-0,5 an Arbeitszahl.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 14.05.2026 17:21:17
1
3954590
Man braucht keine 3 Rgelungen und 2 Jahre um so was ordentlich zu vermanschen, sondern einen fähigen Heizi, der noch weiß dass Wasser immer bergab rinnt (meist unter zuhilfenahme einer oder mehrerer Pumpen)!

Eine WP und ein Heizsystem welches mit den Wassermengen der WP klarkommt, da zur Not noch einen Überströmpuffer und das Ganze mit einer UVR16x2 geregelt / gesteuert und fertig!

Leider ist der oben genannte Heizi so selten wie ein weisser Hirsch in freier Wildbahn und der kommt kaum mit einem guten Regeltechniker welcher die 16x2 beherrscht zusammen!

Die meisten Vertreter der WP Branche kennen leider nur ihre vorgegebenen Schemas und davon sind mindestens 50% Grottenschlecht und technisches Hintergrundwissen sowie eine Spur Fantasie fehlen meist auch völlig!

Verfasser:
Mark1234
Zeit: 14.05.2026 20:31:51
0
3954612
In dem Fall wo du den Öler einfach nur noch stehen lassen willst, für den Fall das du was falsch gemacht hast oder ähnliches, würde ich den Heizöltank runter fahren, den Öler entweder über 2 3-Wege-Ventile mit reinklemmen oder Vor und Rücklauf zusammen hängen, altes MAG und Sicherheitsgruppe mit dran und nen Entlüfter so dass der Schornsteinfeger nochmal seine Prüfwerte nehmen kann und fertig. Oder vorher den Schorni die Prüfung machen lassen, dann hast du noch n Jahr.

Da würde ich aber keinen Aufwand betreiben mit teurer Steuerung, etc. um nen Öler nochmal ein zu binden, der eigentlich raus soll.

Verfasser:
godek
Zeit: 14.05.2026 23:15:56
0
3954624
Ohne Sinn und Verstand. Mit Wärmepumpe beladt man keinen Puffer.

Verfasser:
Karker Rabau
Zeit: 15.05.2026 07:47:09
2
3954642
Hallo Frank,

Du willst das in DIY machen, sehr gut. Das habe ich auch gemacht und bin im ersten Winter auch zweigleisig gefahren, also Öl und WP. Das war auch gut so, denn die WP hatte ich erst mal nicht im Griff und erst durch das Forum gelernt, wie die vernünftig läuft, nämlich mit möglichst niedriger VLT. Und das verträgt sich, wie hier schon gesagt wurde, nicht mit dem Öler.

Mein Rat:
Schlicht zweigleisig fahren und mit einem Gang in den Heizungsraum entweder - oder schalten. Wenn Du dann feststellst, daß es ohne Öler nicht geht kannst Du Dir immer noch Gedanken um eine automatische Steuerung machen.

Mach Dir aber Gedanken, wie Du die WP einbindest. Optimal geht das ohne Puffer - wurde hier auch schon gesagt. Dazu vorab mal testen, welchen Volumenstrom Du durch die Heizung bekommst.
Und was bei mir auch gedauert hat: Begreifen, daß Öler und WP gaaanz anders sind, einmal Hochtemperatur und einmal Niedrigtemperatur. Meine FBH im damals gut gedämmten Haus von 1980 läuft bei großen Minusgraden mit etwas über 30° und mehr muß die WP dann auch nicht liefern bei direkten Anbindung. Über Puffer und Mischer aber einige Grad mehr - und das kostet reichlich Strom mehr.

Gruß
Heinz

Verfasser:
Mark1234
Zeit: 15.05.2026 09:25:15
0
3954653
Ich würde in deinem Setup ggfls. einen externen Planer hinzu ziehen und das ganze genau ausrechnen lassen. Evtl. ergibt sich daraus, dass deine Heizkörper passen oder der ein oder andere ausgetauscht werden muss um den Heizkörperteil mit niedrigen Vorlauftemperaturen warm zu bekommen und deine Fußbodenheizung als Pufferspeicher ausreicht. Lass das Geld kosten, aber dann bist du auf der sicheren Seite...

Dann kannst du dir den ganzen Ölkram sparen, den Pufferspeicher, die zusätzliche Wasserpumpe, das zweite MAG, etc.

Alles was an Technik in so nem Keller steht geht ja auch kaputt und auch Heizöl ist nicht unendlich lange Lagerfähig. Irgendwann kippt das oder bekommt Dieselpest und dann hast du teuer zu entsorgenden Sondermüll im Keller...

Ich persönlich würde meine Ölheizung trotzdem erst einmal im Keller stehen lassen und am Warmwasser mit angeklemmt lassen, die Tanks reinigen und spülen lassen und die Tankentnahmeleitung in nen 20l Kanister hängen, damit der Schornsteinfeger seine Abgaswerte bekommt. Aber nicht weil ich Angst hätte mein Haus mit ner Wärmepumpe nicht warm zu bekommen, sondern eher befürchte dass man uns in ein paar Jahren mit dem Strompreis abzocken wird...

Verfasser:
Frank_1965
Zeit: 16.05.2026 14:14:32
0
3954828
Vielen Dank für die Antworten.

Natürlich gibt es immer Argumente es so oder eben anders zu machen, leider gibt es meist aber auch noch individuelle Bedingungen wie Geld, Zeit, Vertrauen, usw. die die Richtung einschränken.
Für mich, in der jetzigen Situation, ist der einfachste und unkomplizierteste Weg zum Heizen beide Wärmeerzeuger (Ölheizung, WP) + Pufferspeicher zu betreiben, auch wenn man ggf. später nochmals Dinge und Installationen geändert werden.
Aus meiner persönlichen Sicht sollte es doch möglich sein die Beide Heizungen (WP und Ölkessel) jeweils eigenständig zu installieren und elektrisch zu regeln.
Die WP ist die „Primärheizung“ und ab einer bestimmten Temperatur („Bivalenz-Temperatur“) schaltet die Ölheizung ein, das sollten die Wärmepumpen doch können.
Die Ölheizung hat einen Eingang „I3 - externe Verriegelung“, also die Wärmepumpe sollte bei Betrieb die Ölheizung sperren können und ab einer einstellbaren Außentemperatur (an der Wärmepumpe) die Freigabe an die Ölheizung wieder gestatten – die Wärmepumpe schaltet aus und ist nicht im Betrieb?

Das Einzige, was dann noch „geregelt“ werden muss, sind die beiden Heizungspumpen, die Speicherlagepumpe und der Mischer (Mischer-Motor).
Für die Heizungspumpen wären dann je zwei Relais nötig damit Sie nur von einem Wärmeerzeuger die angesteuert werden können.
Der Mischer-Motor benötigt N und jeweils zwei Kontakte zur Regelung (Auf/ZU). Ein zusätzlicher Thermofühler für die Wärmepumpe ist auch nötig.

Meine Frage was könnt ihr für Relais empfehlen für die Heizungspumpen, Speicherladepumpe (Grundfos ALPHA2, Wilo Para)?
Wie „trennt“ man an besten den Mischer-Motor (Standard 230VAC) - 3 Anschlüsse, wenn dieser von zwei Wärmeerzeugern angesteuert wird mittels Relais-Schaltung, bzw. mit welchem Relais?

Nochmals eine übergeordnete Steuerung zu installieren ist teuer und noch aufwendiger, auch das Implementieren von zusätzlichen Modulen der Ölheizung lohnt nur wenn die Wärmeerzeuger vom gleichen Hersteller sind.
Eine Buderus/Bosch Thermotechnik „Hybrid Energie Vernichtung Installation“ wird es definitiv nicht werden …

Es gibt doch sicherlich viele die eine Hybrid Installation schon umgesetzt haben?

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 16.05.2026 16:10:43
1
3954837
"Es gibt doch sicherlich viele die eine Hybrid Installation schon umgesetzt haben? "

Ja hab ich schon mehrfach!

Für die Relais nimmst ganz einfach sogenannte Steckrelais mit Spulenspannung 230V~ Marke egal, Finder oder Schrack + dazugehörigem Sockel!

Verfasser:
smoker59
Zeit: 16.05.2026 16:14:43
0
3954838
Zitat:"Nochmals eine übergeordnete Steuerung zu installieren ist teuer und noch aufwendiger, auch das Implementieren von zusätzlichen Modulen der Ölheizung lohnt nur wenn die Wärmeerzeuger vom gleichen Hersteller sind."

Stimmt und deshalb ist es ja auch sinnvoller die gesamte Steuerung der Wärmepumpe zu überlassen. Ich habe oben ja schon beschrieben wie man das machen könnte. Einfach über den Bivalenz Kontakt der Wärmepumpe den Öler ein oder ausschalten und über den gleichen Kontakt ggf. Pumpen und/oder Ventile ansteuern die den Heizkreis auf die Wärmepumpe umschalten und wenn's kälter wird einfach zurück auf den Öler.

Bei mir war damals mit meiner manuellen Lösung sogar ein Parallelbetrieb von Gasbüchse und Wärmepumpe möglich ohne dass ich die Absperrventile überhaupt betätigen musste und ohne den Bivalenz Kontakt zu nutzen. Ich musste dafür lediglich der Gasbüchse beibringen, dass sie erst ab einer bestimmten Außentemperatur anfängt zu heizen. Wenn die Gasbüchse dann ansprang lief sie systembedingt immer mit etwas höherer VL Temperatur als die Wärmepumpe und das hat dazu geführt, dass die Wärmepumpe den Heizbetrieb von sich aus eingestellt hat weil dann ja die von der Wärmepumpe ermittelte VL Temperatur immer hoch genug war, ergo aus Sicht der Wärmepumpe kein Heizbedarf bestand. Die Wärmepumpe hat dann nur noch ab und an "geschnüffelt" ( kurz die UWP eingeschaltet -> es ist warm genug -> UWP wieder aus) und lief ansonsten nur noch im Standby, d. h. Verdichter und UWP waren aus und nur die Steuerung hat noch ca. 10 Watt im Standby verbraucht. Klar, ein Teil des dann von der Gasbüchse erwärmten Heizungswassers ist dabei auch durch die Wärmepumpe geflossen und hat dabei ein bisschen Energie "verschwendet" weil damit ja quasi die Wärmepumpe mit beheizt wurde obwohl sie nicht gebraucht wurde aber das ist erstens sehr wenig und bietet zweitens eine gewisse Frostschutzfunktion für die Wärmepumpe wenn nur der zweite Wärmeerzeuger läuft.

Verfasser:
Frank_1965
Zeit: 16.05.2026 17:39:04
0
3954853
@smoker59:

Ich denke so, wie du es schreibst, ist es die Sinnvollste Lösung.
Für mich stellt sich nur noch die Frage nach der Steuerung der Pumpen und des Mischers.
Wenn die WP und ggf. auch der Ölkessel gleichzeitig die z. B. Heizkreispumpen ansteuern würde es elektrisch ein Problem geben, als müssen diese so getrennt werden, damit dies nur von einem Gerät angesteuert werden können.
Bei den 2 Heizkreispumpen z. B. mit Relais, beim Mischer etwas aufwendiger, da 3 (2) Eingänge (N + Auf + Zu), wie habt ihr das gelöst, mit 6 Relais?

Hat jemand Erfahrungen mit der Nutzung des Eingangs vom Wärmeerzeuger zur „externen Verriegelung (2-poligen Anschluss „I3 – externe Verriegelung“)?

Verfasser:
smoker59
Zeit: 16.05.2026 20:48:42
0
3954887
Ich glaube du hast das noch nicht so richtig verstanden wie ich das gemeint habe...
Die Wärmepumpe würde ich direkt an den Heizkreis anschließen... kein Puffer, keine zusätzliche UWP und kein Mischer dazwischen!
Das ganze Zeug lässt du einfach am Öler so dran wie es jetzt ist denn der braucht das ja anscheinend alles um zu funktionieren.
Wenn du dann mit dem Bivalenz Kontakt der Wärmepumpe ein oder mehrere Relais schaltest und den Öler so komplett ( einschließlich UWP, Mischer und dem ganzen anderen Zeugs !) vom Strom nimmst dann kommt sich da elektrisch nichts in die Quere und es muss auch nichts gegeneinander verriegelt werden.
Wenn die Steuerung über die Bivalenz Schaltung der Wärmepumpe läuft dann ist die zwar im Standby wenn's kalt ist und der Öler dran ist, sie springt aber nicht an weil sie ja " weiß" daß sie ab der Temperatur für die Bivalenz Umschaltung auf den Öler nicht laufen darf.
Und wenn die Bivalenz Schaltung sagt, daß es wieder wärmer ist sodass jetzt die Wärmepumpe dran ist dann schaltet sie den Öler und alle damit in Verbindung stehenden Zusatzaggregate ( Mischer, Pumpen etc.) komplett ab.
Bzgl Warmwasser müsste man noch mal überlegen wie man das umsetzt wenn bekannt ist welche Wärmepumpe es dann genau wird. Lösbar ist aber auch das auf jeden Fall, auch ohne zusätzliche Steuerung.

Nochmal zur Auslegung der Wärmepumpe....Leg die Wärmepumpe auf jeden Fall so aus, daß sie für den gesamten Wärmebedarf einschließlich Warmwasser ausreicht denn ich bin mir sehr sicher, dass dein Öler nicht mehr allzu oft laufen wird wenn du erstmal die Vorzüge der Wärmepumpe zu schätzen gelernt hast. Genau wie ich wirst du dich wahrscheinlich dann schnell von der fossilen Heizung trennen und höchstens noch den Tank leer machen bevor du den Öler entgültig rauswirfst.

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