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Datenschutzhinweise

mobiles Heißwasser‑System zur Unkrautvernichtung - selbstgebaut
Verfasser:
Arne_
Zeit: 15.05.2026 09:52:29
0
3954655
- Projektvorstellung -

Es gibt ja einige kommerzielle Systeme zur Unkrautvernichtung auf Pflasterflächen, sowie professionelle Heißwasser-HDR (Diesel-geheizt), die alle sehr teuer sind.
Als ich bei Ebay einen 9kW Heizstab für knapp über EUR 20 endekt hatte, kam ich auf die Idee ein solches Gerät selbst zu bauen. 9kw Heizleistung sollten ausreichen, um ca 1,5 l/min heißes Wasser bei ~95°C zu erzeugen.
Da noch einige brauchbare Teile und Komponenten in meiner Werkzeugkiste liegen, ist folgendes Projekt entstanden:

Bauteile:
- Heizstab 9kW - 3-phasig - 400V
- STB - Sicherheitstemperaturbegrenzer 100°
- elektronischer Temperaturregler mit Temperaturanzeige
- Durchflusssensor - gewählt wurde ein 1/4" Modell mit Schaltpunkt bei 1 l/min aus Osmose- und Kühlschrankanwendung
- Durchflussbegrenzer 1500 cc/min aus Umkehrosmose Anwendung
- Schütz zum Schalten des Heizstabs - vorhanden
- Zeitrelais - einschaltverzögerung - vorhanden
- 24V Netzteil - für Durchflusssensor und Zeitrelais - vorhanden
- Tauchhülse - für STB und Temperatufühler
- FI-Schalter zur Absicherung - vorhanden
- Afriso automatik-Schnellentlüfter - vorhanden
- HDR Schlauch und Lanze - heisswasserbeständig - vorhanden

Der Heizstab soll in ein waagrecht montiertes 1 1/2" verzinktes Stahlrohr installiert werden, vorne und hinten mit je einem T-Stück für Zulauf (unten) und Auslauf (oben). Am anderen Ende wird die Tauchhülse für STB und Temperaturfühler montiert.
Durchfusssensor und Durchflussbegrenzer werden vor dem Zulauf montiert, Schnellentlüfter direkt am Auslauf. Das 1 1/2" Rohr soll isoliert werden.
Durchflussensor und Temperaturregler (eigestellt auf 97°) in Reihe geschaltet schalten das Zeitrelails, welches mit 1-5s Verzögerung (einstellbar) über den STB das Heizstab-Schütz schaltet. Der Temperaturregler soll nicht regeln, sondern die erste Sicherung gegen Überhitzung vor dem STB sein. Die Temperatur erfolgt aus dem festen Durchfluss - 90-96° wären ok.

Gesamtkosten: EUR ~150

Verfasser:
DMS20
Zeit: 15.05.2026 10:30:41
1
3954664
Zitat von Arne_ Beitrag anzeigen
- Projektvorstellung -

Es gibt ja einige kommerzielle Systeme zur Unkrautvernichtung auf Pflasterflächen, sowie professionelle Heißwasser-HDR (Diesel-geheizt), die alle sehr teuer sind.
Als ich bei Ebay einen 9kW Heizstab für knapp über EUR 20 endekt hatte, kam ich auf die Idee[...]
Schotter"gärten" - Pflasterflächen - Heißwasser-Pflanzenverbrühung

Wer's braucht ...

Verfasser:
Arne_
Zeit: 15.05.2026 11:19:34
0
3954673
Zitat von DMS20 Beitrag anzeigen
Zitat von Arne_ Beitrag anzeigen
[...]
Schotter"gärten" - Pflasterflächen - Heißwasser-Pflanzenverbrühung

Wer's braucht ...


Da bin ich als Gegner von Schottergärten bei dir.
Unsere Gärten sind eher Naturgärten mit vielen Blumen, Büschen und Blühsträuchern. Auch darf Löwenzahn, Gänseblümchen... gerne in unserem Rasen wachsen. Einen Teil der Wiese lassen wir wachsen, bis die Mageriten verblüht sind.

Leider verlangt unsere Gemeinde, dass die Gehsteige (bei uns ~70m) von den Anwohnern von "Unkraut" freigehalten werden und nutzt selber die Abflamm-Methode auf den öffentlichen Flächen.
Daher kam ich nach Recherche auf Heisswasser als vermeintlich bessere und effiziente Methode.

Verfasser:
richard10
Zeit: 15.05.2026 11:56:22
1
3954686
Die Idee ist nachvollziehbar und die 9 kW bei 1,5 l/min passen rechnerisch tatsächlich ungefähr zu 90–95 °C. Genau das macht die Sache aber auch kritisch: Das System arbeitet sehr nah am Siedepunkt. Wenn der Durchfluss nur leicht sinkt, die Düse teilweise verstopft, Luft im Rohr ist oder der Durchflussbegrenzer abweicht, entsteht schnell Dampf bzw. Druck.

Aus meiner Sicht wäre der kritische Punkt nicht die Heizleistung, sondern die Sicherheit: 400 V, 9 kW, Metallrohr, Wasser im Außenbereich, nahezu kochendes Wasser und mögliche Druckbildung sind keine harmlose Bastelkombination. Ein FI allein reicht da nicht. Ich würde mindestens ein mechanisches Überdruckventil, Manometer, geeignete druck- und temperaturfeste Bauteile, einen wirklich geeigneten industriellen Durchflussschalter, Trockenlaufschutz, Not-Aus und eine Prüfung durch eine Elektrofachkraft sehen wollen.

Der kleine 1/4"-Durchflusssensor aus Osmose-/Kühlschranktechnik wäre mir für diese Sicherheitsfunktion deutlich zu schwach. Auch der STB bei 100 °C ist sehr knapp, weil lokal am Heizstab schon Dampf entstehen kann, bevor der Fühler am Rohrende reagiert.

Heißwasser als Methode gegen Unkraut auf Gehwegen finde ich grundsätzlich sinnvoller als Chemie oder Abflammen, aber den Eigenbau würde ich in dieser Form nicht betreiben. Wenn überhaupt, dann nur mit deutlich niedrigerer Zieltemperatur, druckloser Ausführung, professionellen Sicherheitsbauteilen und elektrischer Abnahme. Sonst ist das Risiko von Verbrühung, Dampfstoß oder elektrischem Fehler zu hoch.

Verfasser:
DMS20
Zeit: 15.05.2026 12:00:05
0
3954687
... ich mähe aktuell auch um die Blumeninseln auf der "Rasen"fläche" herum ...
;-)
Zitat von Arne_ Beitrag anzeigen
Leider verlangt unsere Gemeinde, dass die Gehsteige (bei uns ~70m) von den Anwohnern von "Unkraut" freigehalten werden und nutzt selber die Abflamm-Methode auf den öffentlichen Flächen.
Da hilft nur politischer Druck -also das Gespräch mit den Gemeindevertretern und Gemeinderät(inn)en.

Auch bliebe zu klären, ob es für "von Unkraut freigehalten werden" eine Rechtsgrundlage gibt und was das überhaupt bedeuten soll.
Das kann ja von "kein Fitzel Grün darf zu sehen sein" bis zu "eine Zuwucherung mit (Un)kraut soll vermieden werden" alles bedeuten.

Bei uns wird von Gemeindeseite weder mit Flamme noch mit anderer Hitze gearbeitet, was m.E. auch völlig unzeitgemäße Energieverschwendung mit obendrein fraglicher Effizienz bedeutete: bis zur Wurzel kommt die Hitze gar nicht, dafür müssten noch viel größere Energiemengen eingebracht werden.
Stattdessen wird oberflächlich Biomasse verbrannt oder verbrüht und bleibt als Kompost/Dünger zurück. Aus den verbliebenen Wurzeln wächst alles nach.

Hier wird ein- bis höchstens zweimal im Jahr mechanisch mit relativ professionellem Gerät weg"gefräst" und eingesammelt. Den Rest des Jahres grünt es halt vor sich hin. Stört ja eigentlich nicht. Nur diejenigen, die auch eine Tuja-hecke schon für wucherndes, nützliches Grün halten.

Verfasser:
Arne_
Zeit: 15.05.2026 12:41:35
0
3954694
Zitat von richard10 Beitrag anzeigen
Die Idee ist nachvollziehbar und die 9 kW bei 1,5 l/min passen rechnerisch tatsächlich ungefähr zu 90–95 °C. Genau das macht die Sache aber auch kritisch: Das System arbeitet sehr nah am Siedepunkt. Wenn der Durchfluss nur leicht sinkt, die Düse teilweise verstopft, Luft im Rohr ist oder der[...]

Danke für das Feedback, Sicherheitsventil und Notaus werde ich zusätzlich einplanen. Heizstab und Rohr werden selbstverständlich geerdet.

Verfasser:
DMS20
Zeit: 15.05.2026 12:51:41
1
3954696
Zitat von richard10 Beitrag anzeigen
... Heißwasser als Methode gegen Unkraut auf Gehwegen finde ich grundsätzlich sinnvoller ...
Das relativ bisschen heißes Wasser kühlt umgehend bereits an der Luft, der Pflasteroberfläche und in den Fugen ab und erreicht nicht den Wurzelbereich.
M.E. sinnloses Tun und sinnlose Energie- und Zeitvergeudung wegen überkommener Vorstellungen zu Ordnungs- und "Sauberkeits"notwendigkeiten auf Wegen.

Verfasser:
aseitzinger
Zeit: 17.05.2026 21:51:43
0
3955063
Rasenmäher auf niedrigste Stufe...

Verfasser:
micha_el
Zeit: 17.05.2026 22:01:13
0
3955064
In 5 Jahren gibt es das als Mikro Atomkraftwerk im Baumarkt.
100 kW für 20 l /min und 3/4 Zoll Schlauchanschluss. ;-)

Verfasser:
Arne_
Zeit: 20.05.2026 15:24:24
0
3956484
Es gibt ja durchaus fertige Systeme (Unkrautfuchs), ebenso professionelle Heisswasser Hochdruckreiniger mit >15kW Dieselheizung. Die kosten aber >2000 EUR.
Ich baue eine kostengünstige Lösung aus Haustechnik Standard Bauteilen. Mit 9kW / 1,5l/min mit durchaus vernünftiger Leistung.
Das ist jetzt keine Raketentechnik, ein vergleichbarer Heizstab ist in jeder WP eingebaut, nur abgesichert durch ein STB, sowie die Kesselsicherheitsarmatur.

Verfasser:
Chris_xyzhue
Zeit: 20.05.2026 16:17:28
1
3956494
Völlig absurd. "Unkraut" abzubrennen ist genau so Schwachsinnig, wie der Versuch, es mit heißem Wasser zu enthaupten.
Ein Fugenkratzer reicht völlig - und wenns etwas mehr ist: Akkufreischneider mit Drahtbürste, damit wird jede Fläche viel schneller sauber als mit 1,5l Heißwasser/Minute.

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