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Datenschutzhinweise

Lambda E 10 oder E13
Verfasser:
AndreiLux
Zeit: 12.05.2026 10:16:31
0
3954176
Zitat von Tobias_K Beitrag anzeigen
Eine Lambda mit Bivalenzpunkt -4°C hat teilweise bereits bei "Abtauwetter" den Heizstab im Einsatz.
Ein sehr großer kardinaler Fehler bei Lambda ist dass diese in 99% von Fällen meiner Meinung nach nicht richtig eingestellt sind. Die Werkeinstellungen mit dem Leistungskanal Qp bei 0°C sind viel zu niedrig und das führt zu einer Abtaufalle obwohl die WP von der Leistung her problemlos fahren könnte. Mein Heizungsbauer zB hat gesagt das er diese Einstellungen bei kein einzigem Kunde geändert hatte, aber die Werte hier sollten der Heizlast+Abtauverhalten des spezifischen Hauses optimiert werden.

Verfasser:
Tobias_K
Zeit: 12.05.2026 10:28:47
0
3954179
Ja, das ist ein Punkt AndreiLux.

Werkseinstellung der "Leistungsbegrenzung" bei der EU10:
+15°C = 4kW
0°C = 6 kW
-15°C = 10kW

In der Herstellung Schulung wurde uns vermittelt das man diese Werte max. +20% nach oben korrigieren dürfte. Mehr wäre kontraproduktiv und würde nur noch mehr Abtuungen produzieren.
In der Praxis habe ich schon mal testweise eine EU10 bei 0°C von 8 auf 10kW hochgestellt und nach Gefühl wurde in 24h wirklich nich mehr Wärme produziert. Kann ich aber nicht mit Zahlen belegen.

Verfasser:
JaMo
Zeit: 12.05.2026 10:39:23
1
3954185
Ja - die HK werden 3 getauscht, dann sind wir optimal - weil wirklich zu klein. Der Installateur hat und auch ca 150 eur für heizstab EU10 vs EU13 / Jahr errechnet. Für die Ersparnis die frühere Taktung und den Verschleiß der EU13 in Kauf nehmen? Vom Mehrpreis abgesehen…. ABER man ist eben sicherer, wenn der Netzbetreiber drosselt. Das ist eigentliches unser eigentlicher Punkt für die EU13 und evtl Extremwinter.

Verfasser:
Gueho
Zeit: 12.05.2026 11:02:59
0
3954193
War das eine Schulung von Zewotherm oder Lambda ?
Wenn die WP nicht offenbar zu groß ausgelegt wurde, weil es kein kleineres Modell gibt, dann sollte die Leistungsobergrenze bei 0 Grad schon bei ca 80% der Nennleistung liegen.

Zitat von Tobias_K Beitrag anzeigen
Ja, das ist ein Punkt AndreiLux.

Werkseinstellung der "Leistungsbegrenzung" bei der EU10:
+15°C = 4kW
0°C = 6 kW
-15°C = 10kW

In der Herstellung Schulung wurde uns vermittelt das man diese Werte max. +20% nach oben korrigieren dürfte. Mehr wäre[...]

Verfasser:
Gueho
Zeit: 12.05.2026 11:04:29
0
3954195
Es ist noch die Frage, was größeren Verschleiß verursacht - die häufigeren Takte oder die Tatsache, dass die WP häufiger nicht mehr im "entspannten" Leistungsbereich läuft.

Zitat von JaMo Beitrag anzeigen
Ja - die HK werden 3 getauscht, dann sind wir optimal - weil wirklich zu klein. Der Installateur hat und auch ca 150 eur für heizstab EU10 vs EU13 / Jahr errechnet. Für die Ersparnis die frühere Taktung und den Verschleiß der EU13 in Kauf nehmen? Vom Mehrpreis abgesehen…. ABER man ist eben[...]

Verfasser:
AndreiLux
Zeit: 12.05.2026 11:06:28
0
3954196
Zitat von Tobias_K Beitrag anzeigen
In der Herstellung Schulung wurde uns vermittelt das man diese Werte max. +20% nach oben korrigieren dürfte. Mehr wäre kontraproduktiv und würde nur noch mehr Abtuungen produzieren.
Für mich ist das Unsinn und technisch nicht berechtigt, EU10L, 13L und 15L haben alle den gleichen Verdampfer, es sei denn ich irre mich und die 15L ist 3-fach gefaltet statt 2-fach (es wiegt ja 10kg schwerer?). Jedenfalls sollten 10L und 13L identisch sein ausser dem dickerem Verdichter.

Deswegen sollte die EU10L bei höherer freigegebenen Leistung nicht schlechter abschneiden mit dem Abtauverhalten als die EU13L bei gleicher Leistung um die 0°C.
Zitat:
In der Praxis habe ich schon mal testweise eine EU10 bei 0°C von 8 auf 10kW hochgestellt und nach Gefühl wurde in 24h wirklich nich mehr Wärme produziert.
Ich kann das bei mir empirisch bestätigen dass es mehr Wärme macht. Mein 0°C läuft bis 9kW. Die WP schaffte auch 10,5kW bei -6°C und wie gesagt der Verdichter da war nicht mal auf 90% - die Momentanleistung der WP ist viel höher als was in den Leistungsdiagrammen als Nutzleistung dargestellt wird.
Zitat:
Es ist noch die Frage, was größeren Verschleiß verursacht - die häufigeren Takte oder die Tatsache, dass die WP häufiger nicht mehr im "entspannten" Leistungsbereich läuft.
Takten ist realer mechanischer Verschleiß, dass der Verdichter auf 90% fährt ändert nur die Druckbildung im System. Die letzten 10% werden sowieso vom Hersteller gesperrt.

Verfasser:
rhm1
Zeit: 12.05.2026 13:48:13
0
3954230
Lambda hatte früher ein Planungstool zur Gebäudeheizlast auf ihrer Webseite.

Wenn man dies auf ihr Haus anwendet mit folgenden Parametern:

Ölverbrauch 2500l / Jahr

Normaußentemperatur: -10 Grad

Vorlauftemperatur 55 Grad

Bestand BJ 1960 - 1980

Beheizte Fläche 160 qm

4 Personen mit mittlerem Warmwasserverbrauch

Dann prognostiziert das Tool für die EU10L :

Gebäudeheizlast: 10.7 KW

Bivalenztemperatur: -4.3 Grad

Gesamtwärmebedarf: 21250 Kwh

Davon Warmwasser: 3566 Kwh

Gesamtstromverbrauch: 5276 Kwh

Davon Heizstab: 586 Kwh

Der Heizstab liegt also bei ca. 10%, was relativ viel ist, aber noch im akzeptablen Bereich. Bei 24ct / Kwh wären das 141 Euro pro Jahr für den Heizstab.

Mit einer EU13L würde der Bivalenpunkt auf - 8.9 Grad sinken, der Heizstab praktisch nicht zur Anwendung kommen und die Stromkostem um ca. 100 Euro sinken pro Jahr.
Dafür taktet die EU13L etwas mehr.

Verfasser:
JaMo
Zeit: 12.05.2026 14:22:09
0
3954239
Herzlichen Dank! Das bestätigt genau unsere Rechnung. Fragt sich nur - ehre den Heizstab in Kauf nehmen und weniger Taktung oder kein/kaum Heizstab und mehr Taktung. Was denken Sie?

Verfasser:
Paulie
Zeit: 12.05.2026 15:11:33
0
3954251
Ich kann nur auf meine eigenen Erfahrungen mit der EU08 zurückgreifen und kann Dir nur raten: versuche auf jeden Fall monovalent zu bleiben.

Dabei ist es weniger deshalb, weil der Heizstab es zu teuer macht, sondern das die kleineren Maschinen häufiger ans Limit gehen und damit dann einfach lauter sind als die größeren bei gleicher Leistung. Meine EU08 brummt schon ab 45% Kompressorleistung hörbar vor sich hin, was mich ziemlich nervt.

Grüße
Paulie

Verfasser:
rhm1
Zeit: 12.05.2026 15:24:09
0
3954254
Zitat von JaMo Beitrag anzeigen
Herzlichen Dank! Das bestätigt genau unsere Rechnung. Fragt sich nur - ehre den Heizstab in Kauf nehmen und weniger Taktung oder kein/kaum Heizstab und mehr Taktung. Was denken Sie?


Ich rate zu der Empfehlung von Gueho , d.h EU13L.
Er hat Erfahrung mit Lambda

Verfasser:
JaMo
Zeit: 12.05.2026 15:45:53
0
3954259
Vielen Dank an alle!

Verfasser:
richard10
Zeit: 15.05.2026 11:42:07
1
3954679
Hallo JaMo,

ich würde die Entscheidung EU10 oder EU13 nicht nur „old school“ über die rechnerische Lastspitze bei Normaußentemperatur treffen. Genau hier liegt meiner Meinung nach oft der Denkfehler, wenn von fossiler Heizung 1:1 auf Wärmepumpe übertragen wird.

Die 10,9 kW Heizlast gelten bei ca. -9,8 °C Normaußentemperatur und 20 °C Raumtemperatur. Überschlägig linear gerechnet ergibt sich ungefähr:

| Außentemperatur | rechnerische Heizlast |
| --------------: | --------------------: |
| +5 °C | ca. 5,5 kW |
| 0 °C | ca. 7,3 kW |
| -4 °C | ca. 8,8 kW |
| -8 °C | ca. 10,2 kW |
| -9,8 °C | 10,9 kW |

Das zeigt: Die absolute Lastspitze ist nur ein sehr kleiner Bereich der Heizsaison. Wenn es bei euch nur stundenweise oder wenige Tage unter -4 °C geht, ist die Frage nicht nur: „Kann die Wärmepumpe die theoretische Spitzenlast jederzeit alleine abdecken?“, sondern auch: „Wie läuft sie in den übrigen 95–98 % der Heizzeit?“

Aus meiner Sicht ist es bei einer Wärmepumpe wichtiger, dass sie in der Übergangszeit sauber durchläuft und möglichst wenig taktet. Das ist für Effizienz, Komfort und Lebensdauer mindestens genauso wichtig wie die theoretische Reserve an wenigen Extremstunden. Eine zu groß gewählte Wärmepumpe kann gerade im Teillastbereich früher in Taktung kommen, wenn Hydraulik, Mindestvolumenstrom und Wärmeabnahme nicht optimal passen.

Ich würde daher nicht automatisch sagen: Heizlast 10,9 kW → unbedingt EU13. Das ist klassische Heizkessel-Logik. Bei Wärmepumpen darf man anders denken:

1. Lastspitzen müssen nicht zwingend monovalent zu 100 % vom Verdichter getragen werden. Für seltene Extremstunden kann ein Heizstab als Reserve völlig akzeptabel sein, wenn er wirklich nur selten läuft.

2. Ein guter Schichtenspeicher kann die Situation deutlich verbessern. Vor allem, wenn die Beladungstiefe und die Zieltemperatur exakt an den Bedarf angepasst werden. Damit kann man Abtauphasen, kurze Lastspitzen und Übergänge besser abfangen. Wichtig ist aber: Der Speicher ersetzt keine dauerhaft fehlende Heizleistung über viele Stunden, er hilft vor allem beim zeitlichen Puffern und bei der Stabilisierung der Hydraulik.

3. Bei Lambda ist die Regelung und Parametrierung entscheidend. Viele Anlagen laufen meiner Meinung nach nicht optimal, wenn die Werkseinstellungen einfach übernommen werden. Gerade Leistungsbegrenzung, Heizkurve, HGT, Pufferbeladung und Volumenströme müssen zur realen Anlage passen.

4. Die Vorlauftemperatur ist fast wichtiger als die Frage EU10/EU13. Wenn aktuell mit 55 °C gerechnet wird, würde ich unbedingt prüfen, ob durch Austausch einzelner kritischer Heizkörper die reale notwendige Vorlauftemperatur Richtung 45–50 °C gesenkt werden kann. Das verbessert die Effizienz und entschärft gleichzeitig die Leistungsfrage.

Ich habe meine eigene Anlage bewusst so eingestellt, dass sie in der Übergangszeit möglichst nicht taktet. Dafür ist der HGT so gewählt, dass die Wärmepumpe nicht ständig an/aus geht, sondern in sinnvollen Laufzeiten arbeiten kann. Zusätzlich hilft der Schichtenspeicher, wenn er nicht pauschal „heißgeladen“, sondern bedarfsorientiert gefahren wird.

Bei mir liege ich inzwischen bei einer Netto-Effizienz von ca. 5,7, also inklusive Pumpen und Steuerung. Der reine Verdichter für Heizen liegt bei mir bei etwa COP 6,3. Das ist aber nicht einfach nur eine Frage der Wärmepumpengröße, sondern Ergebnis aus Hydraulik, Vorlauftemperatur, Pufferstrategie, Heizgrenze und sauberer Parametrierung.

Für euren Fall würde ich daher so vorgehen:

- Heizlast nach der Dämmung realistisch neu bewerten, nicht nur alte Verbrauchswerte nehmen.
- Kritische Heizkörper tauschen, um 55 °C möglichst zu vermeiden.
- Prüfen, wie oft und wie lange real eine Unterdeckung der EU10 auftreten würde.
- Wenn es nur wenige Stunden oder Tage betrifft, kann die EU10 mit sauberem Konzept durchaus sinnvoll sein.
- Wenn aber dauerhaft hohe Vorlauftemperaturen, viele Abtauphasen, hohe Schallanforderungen oder Netzbetreiber-Drosselung ein echtes Thema sind, spricht mehr für die EU13.

Mein Fazit wäre:
Nicht blind auf die rechnerische Lastspitze dimensionieren. Das ist bei Wärmepumpen zu kurz gedacht. Entscheidend ist das Gesamtsystem: reale Heizlast, Vorlauftemperatur, Heizkörper, Hydraulik, Schichtenspeicher, Regelung und Verhalten in der Übergangszeit. Genau da entscheidet sich am Ende Effizienz und Lebensdauer.

Verfasser:
Hildener
Zeit: 15.05.2026 13:01:30
0
3954698
Richard hat das sehr schön auf den Punkt gebracht und bei seinen AZ (bei welcher VL-Temperatur? FBH oder HK?) scheint auch sein Schichtenpuffer halbwegs gut zu funktionieren.
Ich bin aber kein Freund von Puffern im Vorlauf.
1. Weil Schichtung (außer in extrem aufwändigen Konstruktionen und mit sehr großem Volumen in Doppelstichanbindung) mit den Volumenströmen einer großen WP eigentlich nicht funktionieren kann.
2. Wenn die Schichtung nicht funktioniert verliert man pro °C "Durchmischungsverlust" ca. 3% Effizienz, da können schnell mal 10% zusammenkommen ohne nennenswerten Puffereffekt
3. Weil die im Puffer gespeicherte Energiemenge mit 575 Wh / 100 Liter bei 5 dT = 5K doch ehre bescheiden ausfällt.

Mit FBH spricht eigentlich nichts für einen Puffer,
wenn das Wasservolumen im HK-Hydrauliksystem zu gering ist,
kann man mit einem RRP etwas Ruhe ins System bringen.

Verfasser:
richard10
Zeit: 15.05.2026 14:40:35
1
3954719
Hallo Hildener,

danke für Deine Rückmeldung. Deine Bedenken gegen Puffer im Vorlauf kann ich grundsätzlich nachvollziehen. Wenn ein Puffer einfach nur als großer Mischbehälter im Vorlauf betrieben wird, bin ich völlig bei Dir: Dann gehen Schichtung und Exergie schnell verloren, und jedes unnötige Kelvin mehr kostet Effizienz.

Bei meiner Anlage ist der entscheidende Punkt aber ein anderer:
Der Speicher arbeitet bei mir nicht wie ein klassischer „Vorlaufpuffer“, durch den ständig der volle Volumenstrom der Wärmepumpe gedrückt wird. In den Speicher geht im Wesentlichen nur der Differenzvolumenstrom zwischen Wärmepumpenkreis und Heizkreisen.

Die Heizkreise werden also zuerst direkt bedient. Nur wenn der Volumenstrom der Wärmepumpe größer ist als der aktuelle Bedarf der Heizkreise, wird der Überschuss zeitversetzt in den Schichtenspeicher geladen.

Genau deshalb funktioniert die Schichtung bei mir überhaupt.

Meine Hydraulik arbeitet mit konstantem Differenzdruck. Die sekundären Volumenströme werden über die Heizkreise, Mischer und ERRs geregelt. Die Lambda folgt dann zeitversetzt mit ihrer Leistung dem tatsächlichen Bedarf der Sekundärseite. Der Speicher ist dabei kein „Kurzschluss“, sondern eher ein fein dosierter hydraulischer Ausgleichs- und Abtauschichtenspeicher.

Der Schichtenspeicher wird bei mir konstruktiv von unten über Lanzen beladen. Solange das Wasser in der Lanze kälter und damit dichter ist, wird nicht sofort der obere Speicherbereich durchmischt. Zuerst geht die Energie in die Heizkreise. Erst wenn die Heizkreise ihre Solltemperatur erreicht haben und die ERRs/Mischer den sekundären Volumenstrom etwas reduzieren, beginnt die gezielte Pufferladung.

Das ist der entscheidende Unterschied zu einem schlecht eingebundenen Puffer, bei dem viel zu viel Wasser durch den Speicher läuft und die Energie dann nicht sauber bei den Heizkörpern ankommt.

Bei mir wird die Pufferladung sehr genau über drei Stellgrößen beeinflusst:

1. Übertemperatur des Puffers
Diese kann ich sehr fein einstellen, praktisch auf 0,1 K genau.

2. Offset der beiden Heizkreismischer (HK UND FBH!!)
Damit beeinflusse ich den hydraulischen „Widerstand“ bzw. die Priorität der Heizkreise gegenüber dem Speicher.

3. Ladezeit und Beladungstiefe
Je tiefer ich die warme Temperaturfront im Speicher nach unten schiebe, desto mehr nutzbare Energie steht für den nächsten Abtauvorgang zur Verfügung.

Dadurch konnte ich die Anlage so abstimmen, dass auch bei häufigen Abtauzyklen, teilweise etwa alle 40 Minuten, kein Komfortverlust entsteht. Nach dem Abtauvorgang werden zuerst wieder die Heizkreise bedient, danach wird der Puffer gezielt nachgeladen.

Die Lambda-Regelung passt dabei sehr gut, weil sie regelmäßig prüft, ob sie noch im passenden Regelbereich liegt, und die Leistung entsprechend nachführt. Wichtig ist aber, dass man die Anlage nicht einfach mit Werkseinstellungen laufen lässt, sondern Heizkurven, Mischer-Offsets, Speicherübertemperatur, HGT und Volumenströme sauber aufeinander abstimmt.

Zu Deinen drei Punkten:

1. Schichtung bei großen Volumenströmen
Da stimme ich Dir zu, wenn der volle Wärmepumpenvolumenstrom durch den Speicher geht. Das ist bei mir aber nicht der Fall. Bei mir geht nur der Differenzvolumenstrom in den Speicher. Deshalb bleibt die Schichtung weitgehend erhalten.

2. Durchmischungsverlust
Genau diesen Verlust wollte ich vermeiden. Wenn der Puffer durchmischt, kostet jedes unnötige Kelvin Effizienz. Deshalb habe ich sehr viel Wert auf geringe Durchmischung, passende Beladung von unten und saubere Temperaturführung gelegt.

3. Begrenzte Speichermenge
Auch hier hast Du rechnerisch recht: 100 Liter mit 5 K Temperaturhub speichern nur rund 0,58 kWh. Der Speicher ist also nicht dafür gedacht, das Haus stundenlang zu versorgen. Er soll gezielt Abtauenergie bereitstellen, kurze Lastverschiebungen glätten und der Regelung Ruhe geben. Genau dafür reicht die Energiemenge aber aus, wenn die Beladungstiefe sauber eingestellt ist.

Zu meinen Betriebsdaten:

Ich habe zwei Heizkreise:

Heizkörperkreis: 16 Heizkörper, ca. 125 m², Heizkurve etwa 24,5 / 34,5 / 40,0 °C
Fußbodenheizung: 8 Heizkreise, ca. 90 m², Heizkurve etwa 23,0 / 30,5 / 34,0 °C
(22°C/0°C/-22°C)

Zusätzlich nutze ich bewusst den Effekt, dass im EG die Fußbodenheizung etwas mehr thermische Masse hat. Das Wohnzimmer wird leicht höher gefahren, etwa 21,5 °C statt 20,5 °C. Dadurch wird die Decke zum OG etwas wärmer, und ich konnte die Vorlauftemperatur im Heizkörperkreis (OG) reduzieren (Thermische Kupplung). Außerdem habe ich temperaturabhängige Lüfter an den Heizkörpern eingebaut, wodurch ich die notwendige Vorlauftemperatur weiter senken konnte.

Das Ergebnis ist bei mir eine Netto-Arbeitszahl von ca. 5,7, also inklusive Pumpen und Steuerung. Der reine Verdichter-COP fürs Heizen liegt bei mir bei etwa 6,3.

Mein Fazit wäre daher:
Ich würde nicht sagen, dass „Puffer im Vorlauf“ generell gut oder schlecht ist. Ein schlecht eingebundener Puffer ist tatsächlich ein Effizienzkiller. Ein sauber konstruierter und sehr genau parametrierter Schichtenspeicher mit Differenzvolumenstrom kann aber sehr gut funktionieren, vor allem zur Stabilisierung der Hydraulik, zur Vermeidung von Takten und zur gezielten Bereitstellung von Abtauenergie.

Bei mir war das kein Zufall, sondern das Ergebnis einer ziemlich pingeligen Optimierung über viele Abtauzyklen hinweg.

Verfasser:
Hildener
Zeit: 15.05.2026 18:54:53
0
3954752
Ich stimme dir wieder zu.
Mit Differenzvolumenstrom, also Doppelstichanbindung, kann das Funktionieren.
Der Volumenstrom der EU 10 im Primärkreislauf sollte zwischen ca. 500 l/h und 1700 l/h (jeweils bei dT = 5K) variieren.
Wenn deine Sekundärsysteme im Summe konstant bei 1500 l/h liegen, hast du in der überwiegenden Zeit der Heizperiode eine Vorlaufabsenkung durch Rücklaufzumischung.
Die Primärkreislaufpumpe moduliert ja so weit runter bis das Soll dT erreicht wird. An der unteren Modulationsgrenze dürften das bei einer EU 10 dann ca. 500 l/h sein.
Der Puffer hat dann nach relativ kurzer Zeit durchgängig Rücklauftemperatur. (Bei 1000 l/h Differenzvolumenstrom muss das Steigrohr aber schon einen ordentlichen Durchmesser haben damit die thermische Schichtung über den Dichteunterschied funktioniert.)
Ich kenne die Regelung der Lambda nicht im Detail, vielleicht gibt es ja einen Trick mit dem man in der Zeit des Taktens den Puffer mit Vorlaufwasser überhitzen kann.
Bei meiner "primitiven" Samsung gibt es das nicht, da lässt die Regelung bei minimalem Volumenstrom eine Übertemperatur bis 2 K im Vorlauf zu, dann schaltet sie ab. Puffer aufheizen geht nicht, also hab ich zum Reihenpuffer im Rücklauf umgeschaltet und arbeite mit 4 K Hysterese. Durch einen hydraulischen Kniff habe ich aber ein variables dT hinbekommen. An der unteren Modulationsgrenze habe ich nur gut 2 K dT, erst unter 0° AT wird 5 K erreicht.
In der Taktpause der WP fördern die Kreislaufpumpen zyklisch, so dass das Wasser im Heizkreis und Puffer (je 200l) alle 30 Minuten einmal komplett ausgetauscht wird.
Mehr ist mit den eingeschränkten Möglichkeiten der Samsung Regelung nicht drin.
Deine Effizienzwerte erreiche ich damit bei weitem nicht, inkl. 15% WW lieg ich bei knapp 4,7. (inkl. Pumpen und Steuerung, alles über Shelly gemessen).

Verfasser:
Chaot
Zeit: 15.05.2026 23:07:55
0
3954768
Zitat von Hildener Beitrag anzeigen
Deine Effizienzwerte erreiche ich damit bei weitem nicht, inkl. 15% WW lieg ich bei knapp 4,7.[...]
Ich glaube, Richard10 hat keine externe Strommessung sondern nimmt die von der Lambda ausgegebenen Werte.

Verfasser:
richard10
Zeit: 16.05.2026 12:02:55
0
3954810
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
Zitat von Hildener Beitrag anzeigen
[...]
Ich glaube, Richard10 hat keine externe Strommessung sondern nimmt die von der Lambda ausgegebenen Werte.

Die Stromaufnahme der Wärmepumpe messe ich zusätzlich mit einem Shelly 3EM. Die gemessenen Werte stimmen sehr gut mit den von der Lambda ausgegebenen Werten überein. Ich verlasse mich also nicht ausschließlich auf die internen Lambda-Werte, sondern habe diese über die externe Messung plausibilisiert.

Zusätzlich habe ich in der Lambda-Regelung die Verbräuche der Nebenaggregate hinterlegen lassen, also:

Heizkreispumpe Heizkörperkreis
Heizkreispumpe Fußbodenheizung
Mischer Heizkörperkreis
Mischer Fußbodenheizung
Ladepumpe der Lambda

Meine angegebene Gesamtarbeitszahl von ca. 5,7 ist daher nicht nur der reine Verdichterwert, sondern meine Betrachtung Warmwasser / Heizen inklusive Pumpen, Mischer und Steuerung. Der reine Verdichter-COP fürs Heizen liegt entsprechend höher, bei mir etwa bei 6,3.

Beim Warmwasser habe ich seit 11.12.2025 eine Stromaufnahme von ca. 151 kWh. Das ist bei uns ein 3-Personen-Haushalt. Die Arbeitszahl für Warmwasser liegt dabei bei ca. 4,65.

Auch hier habe ich festgestellt, dass die Parametrierung einen deutlichen Einfluss hat. Bei mir funktioniert Warmwasser am effizientesten mit:

1) Einschalthysterese ca. -4 K
2) Ausschalthysterese ca. -2 K
3) Beladeleistung ca. 6 kW

Diese 6 kW scheinen bei meiner Lambda ein sehr guter Betriebspunkt für den Verdichter zu sein. Höhere Ladeleistungen bringen nicht automatisch bessere Effizienz.

Außerdem lade ich Warmwasser nur einmal pro Tag, nachmittags um 16:00 Uhr, weil dann die Außentemperatur meistens höher ist als morgens oder nachts. Den Rest des Tages läuft Warmwasser bei mir im Eco-Betrieb mit ca. -4 K Absenkung.

Verfasser:
richard10
Zeit: 16.05.2026 12:29:57
0
3954816
Zitat von Hildener Beitrag anzeigen
Ich stimme dir wieder zu.
Mit Differenzvolumenstrom, also Doppelstichanbindung, kann das Funktionieren.
Der Volumenstrom der EU 10 im Primärkreislauf sollte zwischen ca. 500 l/h und 1700 l/h (jeweils bei dT = 5K) variieren.
Wenn deine Sekundärsysteme im Summe konstant bei 1500 l/h[...]


Hallo Hildener,

ja, genau dieses Problem mit der Ruecklauftemperatur-Beladung des Speichers hatte ich am Anfang auch, vor allem bei milderen Aussentemperaturen oberhalb von ca. 5 Grad C. Wenn der Primaervolumenstrom der Waermepumpe zu klein ist und die Sekundaerkreise gleichzeitig deutlich mehr Volumen ziehen, dann kommt es tatsaechlich zur Ruecklaufzumischung bzw. dazu, dass der Speicher relativ schnell auf Ruecklauftemperatur "durchgeladen" wird. Dann verliert man den eigentlichen Nutzen der Schichtung.

Das habe ich bei mir aber inzwischen in den Griff bekommen. Der Schluessel war nicht ein einzelner Parameter, sondern die Kombination aus:

1. hydraulischem Abgleich
2. thermischem Abgleich mit Waermebildkamera
3. passender Einstellung der sekundaeren Heizkreise

Bereits oben erwähnt und jetzt hier:

4. Anpassung des Delta-T der Lambda
5. sauberer Abstimmung zwischen Primaer- und Sekundaervolumenstrom

Die Lambda regelt ja im Heizbetrieb im Wesentlichen auf ein Ziel-Delta-T. Damit kann man indirekt den Primaervolumenstrom beeinflussen.

Die Formel ist:

Q = 1,163 * V * Delta-T

mit:
Q = Leistung in kW
V = Volumenstrom in m3/h
Delta-T = Spreizung in K

Beispiel bei 6 kW Heizleistung:

Bei 5 K Spreizung:

V = 6 / (1,163 * 5)
V = 1,03 m3/h
also ca. 1030 l/h

Bei 3,9 K Spreizung:

V = 6 / (1,163 * 3,9)
V = 1,32 m3/h
also ca. 1320 l/h

Bei 9 kW waeren es entsprechend:

Bei 5 K Spreizung ca. 1550 l/h
Bei 3,9 K Spreizung ca. 1985 l/h

Das heisst: Wenn ich das Ziel-Delta-T kleiner waehle, muss die Primaerpumpe mehr Volumenstrom fahren, um die gleiche Leistung abzugeben. Genau darueber kann ich den Primaervolumenstrom besser an die Sekundaerseite anpassen.

Bei mir bin ich am Ende bei etwa 3,9 K Delta-T der Lambda gelandet. Gleichzeitig laufen meine Sekundaerkreise ueber konstanten Differenzdruck. Da mein Haus Baujahr 1970 ist und die Rohrquerschnitte relativ gross sind, kann ich die Heizkreispumpen auf Stufe 2 mit konstantem Druck fahren, ohne Stroemungsgeraeusche oder Pfeifen zu bekommen.

Damit habe ich auf beiden Seiten relativ hohe, aber kontrollierte Volumenstroeme:

Primaerkreis:
ueber Lambda-Delta-T beeinflusst

Sekundaerkreis:
ueber Pumpenstufe, konstanten Differenzdruck, Mischer, ERRs und hydraulischen/thermischen Abgleich beeinflusst

Erst durch diese Kombination konnte ich Primaer- und Sekundaerkreis so aufeinander abstimmen, dass diese komplette Ruecklauftemperatur-Beladung des Speichers nicht mehr auftritt.

Der thermische Abgleich war dabei sehr wichtig. Ich habe mit der Waermebildkamera kontrolliert, welche Heizkoerper wirklich durchstroemt werden, welche zu viel oder zu wenig Volumenstrom bekommen und wie sich die Ruecklauftemperaturen verhalten. Danach habe ich die Heizkreise schrittweise angepasst.

Der zweite wichtige Punkt ist die Waermeabgabe der Heizkoerper. Durch den hoeheren Volumenstrom und das kleinere Delta-T wird der Heizkoerper gleichmaessiger warm. Die mittlere Heizkoerpertemperatur steigt bei gleicher Vorlauftemperatur, weil der Ruecklauf nicht so stark absackt und der Heizkoerper vollflaechiger genutzt wird. Dadurch konnte ich die Vorlauftemperatur weiter senken.

Ich heize bewusst das komplette Haus. Frueher mit Einzelraumheizung war der reine Waermeverbrauch niedriger. Jetzt ist der Waermebedarf durch das vollstaendige Beheizen zwar hoeher, aber die Waermepumpe kann wegen der deutlich niedrigeren Heizkurven wesentlich effizienter arbeiten. Unter dem Strich ist die elektrische Energieaufnahme geringer, obwohl der Komfort deutlich besser ist.

Dazu kommt bei mir noch die thermische Kopplung zwischen EG und OG, sowie temperaturabhaengige Heizkoerperluefter eingebaut (Siehe oben)

Verfasser:
Hildener
Zeit: 18.05.2026 09:52:45
0
3955104
Alles richtig gemacht.
Die 3,9 K Spreizung decken vermutlich >> 80 % der Heizperiode mit einem vertretbaren Differenzvolumenstrom ab.
Wenn dabei der Median etwas in Richtung NAT verschoben ist, ist das vermutlich dein Sweetspot bezüglich der Gesamteffizienz, die Lambda kann ja ziemlich weit herunter modulieren und mit der FBH als Puffer wird sich die Anzahl der Takte in Grenzen halten.

Verfasser:
richard10
Zeit: 19.05.2026 10:15:41
0
3955304
Seit ca. 4 Wochen habe ich kein Takten mehr, das durch eine zu hohe Mindestleistung der Wärmepumpe verursacht wäre. Der entscheidende Punkt ist bei mir die Heizgrenztemperatur: Sie ist so gelegt, dass die WP bereits vorher sauber abschaltet, bevor sie ihre Leistung nicht mehr loswird.

Zusätzlich verwende ich eine sehr stark geglättete Außentemperatur mit einem Fenster von etwa 48 Stunden. Dadurch reagiert die Abschaltung nicht nervös auf kurze Temperaturschwankungen, sondern sehr stabil und nachvollziehbar.

Verfasser:
Hildener
Zeit: 20.05.2026 09:26:01
0
3956426
Eine Integralbildung der Außentemperatur bietet die Samsung-Steuerung leider nicht.
HGT erreicht, Heizkreis aus und umgekehrt.
Weil mit dem Heizkreis auch die Pumpe im Sekundärkreis abschaltet kann ich nicht einmal die Restwärme aus dem RRP ins Haus bringen.
So ist das halt, wenn eine 08-15 -Steuerung eingebaut ist.

Verfasser:
richard10
Zeit: 20.05.2026 11:48:18
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3956453
Hallo Hildener,

genau an der Stelle könnte man mit Home Assistant eventuell eine eigene übergeordnete Regelung bauen – im Prinzip ähnlich zu dem, was Lambda intern macht.

Wenn die Samsung-Steuerung selbst keine Integralbildung bzw. keine geglättete Außentemperatur über ein Zeitfenster anbietet, könnte HA diese Aufgabe übernehmen. Man könnte also nicht mit der momentanen Außentemperatur arbeiten, sondern mit einer über z. B. 24, 48 oder 72 Stunden geglätteten bzw. gewichteten Temperatur.

Darauf aufbauend wäre dann auch eine Dynamisierung der Heizkennlinie oder der Heizgrenztemperatur möglich. Das „Fenster“ der HGT könnte man in HA größer oder kleiner machen und damit die Trägheit des Gebäudes berücksichtigen. Bei einem trägen Gebäude macht es aus meiner Sicht wenig Sinn, wenn die Regelung sofort auf jede kurze Außentemperaturspitze reagiert.

Ziel wäre, Wärmebedarf und Heizlast besser aufeinander abzustimmen. Dadurch könnte man unnötiges Ein- und Ausschalten reduzieren, die Raumtemperaturen gleichmäßiger halten und Verluste vermeiden. Wenn die Temperaturschwankungen in den Räumen kleiner werden, wird das vom Menschen meist als angenehmer empfunden. Dadurch kann man die Heizkurve oft etwas absenken, ohne Komfort zu verlieren – und genau das bringt dann wieder Effizienzgewinn.

Verfasser:
Hildener
Zeit: 21.05.2026 10:51:14
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3956626
Danke für den Hinweis, aber ich bin EDV-Analphabet und der mögliche Gewinn ist mir zu gering für den Aufwand den ich betreiben müsste um mich einzuarbeiten.
Ich hab < 5 Takte / Tag (inkl. WW) die TAZ liegt > 6,5, da scheue ich die tagelange Einarbeitung in ein für mich komplett neues Tool und den Anfangsinvest von > 100,- €.

Verfasser:
richard10
Zeit: 28.05.2026 22:52:55
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3957719
Zitat von Hildener Beitrag anzeigen
Alles richtig gemacht.
Die 3,9 K Spreizung decken vermutlich >> 80 % der Heizperiode mit einem vertretbaren Differenzvolumenstrom ab.
Wenn dabei der Median etwas in Richtung NAT verschoben ist, ist das vermutlich dein Sweetspot bezüglich der Gesamteffizienz, die Lambda kann ja ziemlich[...]


Nach eingehender Analyse und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ich zur nächsten Heizperiode eine neue Dacheindeckung inklusive einer 200 mm starken PIR-Aufsparrendämmung erhalte, verbessert sich der U-Wert deutlich über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus (0,11 versus 0,14 W/(m²K)).

Laut meinem Energieberater sinkt der jährliche Heizenergiebedarf dadurch um etwa 6.500 kWh (gegenüber aktuell 19.500 kWh p.a.). Bei einer zugrunde gelegten Jahresarbeitszahl (COP) von 5,7 führt dies zu einer Stromeinsparung der Wärmepumpe von circa 1.140 kWh p.a.

Da der Heizenergiebedarf sinkt, ist auch in kalten Perioden eine Spreizung (Delta T) von 3,9 K realistisch und gut handhabbar. Wahrscheinlich werde ich in der Übergangszeit die Heizkurve aufgrund der hervorragenden Dämmung noch weiter absenken müssen.

Verfasser:
Hildener
Zeit: 29.05.2026 09:01:35
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3957760
Zitat von richard10 Beitrag anzeigen

Laut meinem Energieberater sinkt der jährliche Heizenergiebedarf dadurch um etwa 6.500 kWh (gegenüber aktuell 19.500 kWh p.a.). Bei einer zugrunde gelegten Jahresarbeitszahl (COP) von 5,7 führt dies zu einer Stromeinsparung der Wärmepumpe von circa 1.140 kWh p.a./quote]

Ob eine Reduzierung um 1/3 realistisch ist kann ich aus der Ferne nicht bewerten, bei mir waren es bei vergleichbarem Dachaufbau nur gut 20%, aber mit dann 13.000 bis 14.000 kWh/a ist die EU10 dann eigentlich fast schon zu groß.
Lambda plant zwar jetzt auch eine kleinere WP, aber ob die für dich rechtzeitig kommt?

Wenn du mit der VL-Tmp weit genug runter kommst (also < ca. 40°C) gibt es aber auch andere Anbieter mit hocheffizienten WP (nur etwas schlechter als Lambda)
Die sind oft deutlich günstiger, das muss man einfach mal durchrechnen.

Aus rein wirtschaftlicher Sicht wird sich die teure Dachsanierung sicher nicht rechnen, aber es gibt je viele Gründe ein Dach zu sanieren. Ich kann nur hoffen dein Energieexperte hat nur dein bestes im Sinn und berät dich gut.

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