Hallo Sven,
Zu Deiner eigentlichen Frage:
nutze auch KI:
z.B. in die Browser-Suche eingeben:
welche kleinen brauchwasser wärmepumpen gibt es
Dann auf KI-Modus gehen.
Da bekommst Du einen ersten Überblick.
Du kannst dann über weitere sinnvolle vertiefende Fragen und Angaben zu Deinen Wünschen und Rahmenbedingungen quasi mit der KI kommunizieren und bekommst in der Regel auch alternative Ideen vorgeschlagen.
Aber bitte beachte: Alle Antworten, Vorschläge usw. basieren nur auf dem, was an auffindbaren Stellen im
Internet vorhanden ist. Viel davon ist verbunden mit Produktwerbung, also üblicherweise beschönigt bzw. ohne Berücksichtigung von Nachteilen.
Dann solltest Du mit Deinen Fragen gezielt nach Erfahrungen (gute und schlechte) und Vor- und Nachteilen suchen.
Mit den Ergebnissen und Deiner favorisierten Idee kannst Du dann ja nochmal gezielt in Foren nach noch nicht ins Netz eingegebenen Erfahrungen fragen.
Zu Deiner Idee:
Ich unterstelle mal, dass Du die BWWP in einem Kellerraum aufstellst.
Du schreibst, der Keller ist gedämmt. Dann wird der Raum bei Betrieb der BWWP immer weiter auskühlen, wenn in dem Raum keine wärmeabgebenden Geräte in Betrieb sind, z.B.
Gefriertruhe. Jedes Watt, was zur Erwärmung des
Wassers benötigt wird, wird dem Raum entzogen, abzüglich des Stromes für den BWWP-Verdichter. Fällt die Raumtemperatur in Richtung < 15-16°C musst Du bitte bedenken, dass feuchte nachströmende
Luft an nicht abgelüfteten Flächen Wassedampf auskondensiert, mit dem Risiko von Schimmelbildung usw. (Idee: Stelle die BWWP in den Raum mit Deinem PV-
Wechselrichter, dann sollte das nicht passieren).
Im Sommer kannst Du auch die Türen zu anderen Kellerräumen offen lassen und dann bekommst Du den ganzen Keller eventuell ein klein wenig kühler.
Im Winter: Prinzipiell gilt das Gleiche wie im Sommer, nur dass Du Phasen haben wirst, wo eventuell nicht genug PV-Strom zum Betrieb der BWWP zur Verfügung steht und der Kellerraum wird auch noch etwas kühler. Auch die BWWP hat eine Mindestaufnahmeleistung. Ist nicht genug PV-Leistung vorhanden, wird Netzstrom verwendet, es sei denn, Du kannst aus einem Batteriespeicher den Strom nutzen. Aber auch da wird irgendwann nach einigen November-/ Dezembertagen mit Nebellagen um 0-5°C Aussentemperatur kein Potential mehr übrig sein für die BWWP. Die läuft dann mit Netzstrom.
Wieviel Warmwasser auf welchem
Temperaturniveau möchtest Du denn zu welcher Tageszeit zur Verfügung haben?
Worst Case Annahme: 80 Liter je Tag auf 60°C (Nutzt Du eine
Badewanne oder eine Dusche?)
Kaltwasserzulauf im Winter ca. 10°C
80 Liter x 50 K x 4,19/3600 = 4,7 kWh Wärme + 20 % Verluste -> 5,7 kWh -> gerundet: 6 kWh
KI-Frage:
heizleistung kleine bwwp für eine person
-> Antwort:
"Technische Kennzahlen für 1 Person im Überblick
Thermische
Heizleistung: 1,0 kW bis 2,0 kW. Kleinere Wandgeräte (z. B. mit 80 bis 100 Litern) liegen oft im Bereich von 1,2 bis 1,5 kW.
Elektrische Leistungsaufnahme: 300 bis 550 Watt. Das ist der tatsächliche Strom, den der Kompressor im Betrieb zieht. Aufgrund dieser geringen Last lässt sich eine kleine BWWP ideal mit einem
Balkonkraftwerk oder einer kleinen PV-Anlage betreiben.
Empfohlene Speichergröße: 80 bis 150 Liter. Bei normalem Duschverhalten genügen 80 bis 100 Liter (oft als kompakte Wandgeräte konzipiert). Wer gerne ausgiebig badet, sollte zu 150 Litern greifen.
Aufheizzeit: 3 bis 5 Stunden. Da BWWPs das Wasser mit geringer Leistung, aber über einen längeren Zeitraum sehr effizient erwärmen, dauert das vollständige Aufheizen nach einem hohen Verbrauch ein paar Stunden.
Wichtig: Der integrierte Heizstab für Spitzenzeiten
Kleine BWWPs besitzen für den Notfall oder für kurzfristige Spitzenlasten fast immer einen integrierten Elektro-Heizstab mit ca. 1,2 bis 1,5 kW. Falls einmal Besuch da ist und schnell hintereinander geduscht wird, schaltet sich dieser automatisch zu, um das Wasser in der Hälfte der Zeit zu erwärmen. Das verbraucht zwar mehr Strom (Verhältnis 1:1), sichert aber den Komfort"
6 kWh Verteilt auf 6 h PV-Ertrag (Winter) -> erforderliche Heizleistung mindestens 1 kW.
Da Du von einer großen PV-Anlage sprichst, gehe ich davon aus, dass Du einen Batteriespeicher hast. Du sagst, Du wohnst allein. Dann wird Dein sonstiger Stromverbrauch wohl auch gering sein, was dann bedeuten könnte, dass Du eventuell immer genug Strom für die BWWP (300-500 W Strom) hast.
Aber: dann hast Du vermutlich auch immer genug Strom, um einen regelbaren Heizstab in einem Elektroboiler zu betreiben.
Ich möchte hier nicht wie meine Vorredner eine Empfehlung zu einer Technologie aussprechen.
Meine Empfehlung:
Stelle Dir die möglichen Alternativen gegenüber (technischer Aufwand, Vor- und Nachteile, Komfort und Reserven ...) und betrachte dann die Gesamt-Investkosten, die Verbrauchs-Kosten und Einsparungen.
Und nun viel Spaß bei der Umsetzung.
Rolf SonnenHolz