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18.05.2026 18:34:19 |
Hallo, im Angebot eines Heizungssanitärs für einen hydraulischen Abgleich verlangt ein Heizungsbauer für 18 voreinstellbare Ventile mit Thermostatkopf 97 € inkl. Montage pro Ventil und 1.800 Euro für die "Berechnung des Hydraulischen Abgleichs und Heizlast nach Din 12831". Ein Photo des alten Ventilstifts ist im Link. Die Heizfläche beträgt ca. 520 m², in der letzten Periode wurden ca. 3200 l Heizöl verbraucht. Einige Heizungen werden eigentlich nicht benötigt. Die 97 € für die neuen Ventile inklusive Einbau erscheinen mir noch ok, aber die 1.800 € etwas hoch, gibt es dafür vergleichswerte und auf wie kann ich überprüfen, ob bei den berechnungen auch alles relevante eingehalten wird? https://ibb.co/67Y9CnG5
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18.05.2026 18:53:49 |
Guten Abend, ich habe im letzten Jahr eine FBH einfräsen lassen. Zur Auslegung wurde vom HB eine raumweise Heizlastberechnung nach Verfahren B durchgeführt. Daraus wurde schließlich der hydraulische Abgleich berechnet. Das ganze hat 450€ netto gekostet. Der Meister war 2 Std. or Ort und hat alle Daten aufgenommen. Da sind natürlich keine Ventile oder das Einstellen enthalten. Aber dein Angebot kommt mir arg teuer vor. Ich würde mir mal erklären lassen, was da alles enthalten ist.
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18.05.2026 21:21:40 |
Bei meinem WP-Einbau wurden im Schnitt über 85 EUR pro einstellbarem Ventil aufgerufen (internetpreis < 10 EUR) und weitere 600 EUR für die Berechnung und Durchführung des hydraulischen Abgleichs für 13 Heizkörper. Insgesamt also auch eine stattliche Summe. Das es Bestandteile eines insgesamt attraktiven Gesamtangebots waren und mir egal war, worauf der HB seine Gewinnspanne und Kosten für Kleinteile umlegt, hat mich das aber nicht gestört. Das Gesamtpaket hat gepasst.
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19.05.2026 07:35:07 |
Hallo eiene Heizlastberechnung ist teuerer als das Verfahren B allerdings auch genauer, wenn alle Daten verfügbar sind. ciao Peter
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20.05.2026 07:34:21 |
Zitat von conveyor13  Hallo, im Angebot eines Heizungssanitärs für einen hydraulischen Abgleich verlangt ein Heizungsbauer für 18 voreinstellbare Ventile mit Thermostatkopf 97 € inkl. Montage pro Ventil und 1.800 Euro für die "Berechnung des Hydraulischen Abgleichs und Heizlast nach Din 12831". Ein Photo des alten[...] Also, 1.800 € für die Berechnung der raumweisen Heizlast gem. dem für diesen Zweck weiterhin zulässigen vereinfachten Verfahren B gem. DIN EN 12831 benötigt für jeden Raum die U-Werte in W/m²K der Bauteile wie nach draußen bzw. Erdreich angrenzende Außenwände, Fenster, Dach, Fußböden sowie für die Wände/Dekcen/Fußböden an unbeheizte Räume und die Flächen der Bauteile. Eventuelle Wärmeverluste von Raum zu Raum innerhalb der beheizten Hülle, die durch Temperaturunterscied von z.B. Bad an Schlafzimmer entstehen, werden im vereinfachten Verfahren vernachlässigt, weil die Berechnung mit Normaußentemperaturen berechnet wird. die NAT ist die Temperatur die die tiefste anzunehmende Außentemperatur mit bestimmter Dauer ist. Bei mir im Rheinland Nähe Köln ist das -8°C; in Oldenburg z.B. -10°C. Das alles in Erfahrung zu bringen, ist schon ein wenig Arbeit. U-Werte sind die Koeffizienten, die den Wärmeverlust durch ein Bauteil von innen nach aussen angeben. Dann kann man mit Heizreport oder DanBasic die Berechnung ausführen. Meist machen das Heizungsbauer selbst, manchmal aber ist der HB nicht fit in der Thematik und vergibt das an ein Ingenieurbüro. Die Angebote, die ich kenne und die an ein ext. Ingenieurbüro vergeben wurden, lagen so um 600 €. Die Büros und auch Dein HB rechnet oft mit typischen U-Werten aus der Bauzeit, wenn der Bauherr/Besitzer der Hütte keine Unterlagen dazu hat. Gruß - Eddi PS: viele Foristen hier haben sich in die Thematik eingelesen und haben das selbst gemacht. Plausibilisieren lässt sich das über den Brennstoffverbrauch pro Jahr oder eben Messen mit Wärmemengenzähler für eine Heizperiode.
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21.05.2026 11:33:20 |
Es kommt bei sowas immer auf den notwendigen Aufwand an. Welche Berechnungsunterlagen sind vorhanden? -genaue Baupläne -U Werte der Bauteile -Heizflächen / Ventilliste? oder, wie oft gar nichts?
520 qm ist nicht gerade wenig.
Da geht auch mit og Unterlagen schon einige Zeit drauf. Diese will, genau wie Material und Montage, bezahlt sein.
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21.05.2026 14:08:39 |
Zitat von muscheid  Da geht auch mit og Unterlagen schon einige Zeit drauf. Diese will, genau wie Material und Montage, bezahlt sein.
Oder man macht es selber. Führte dann bei mir dazu, dass einige Anbieter kein Angebot mehr abgeben wollten.
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22.05.2026 09:49:14 |
Naja, viele Berechnungen sind sowieso nur "Schätzungen".
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22.05.2026 10:04:35 |
Zitat von ajokr  Zitat von muscheid  [...] Oder man macht es selber. Führte dann bei mir dazu, dass einige Anbieter kein Angebot mehr abgeben wollten. Logisch. Der Besitzer rechnet irgendwas selbst und erwartet, daß der Fachbetrieb sich darauf verlässt und die Korrektheit bescheinigt. Ich würde das nicht tun....
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26.05.2026 11:09:41 |
Zitat von muscheid  Zitat von ajokr  [...] Logisch. Der Besitzer rechnet irgendwas selbst und erwartet, daß der Fachbetrieb sich darauf verlässt und die Korrektheit bescheinigt. Ich würde das nicht tun.... Ich als Besitzer würde mich allerdings ebensowenig blind auf die Berechnung des Handwerkers verlassen, sondern möchte sie durchgesprochen wissen. Bedanke meiner naturwissenschaftlichen Ausbildung ist das für mich überhaupt kein Problem. Gruß Eddi
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27.05.2026 15:08:43 |
Na danke.... "alles durchsprechen" "naturwissenschaftliche Ausbildung" Das sind genau die Spezis, die man als Fachmann liebt. Und nachher noch auf Nachkommastelle kontrollieren? Muß ich ganz ehrlich sagen: darauf hab ich keine Lust mehr. Solche supergenauen Erbsenzähler hatte ich schon öfters. Und im Ergebnis wars immer das gleiche - zuviel Zeiteinsatz für Beratung, Absprachen und Bearbeitung von angeblichen Mängel. Wer so genau sein will, muß dann diese Zeit auch zahlen.....
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27.05.2026 17:19:09 |
Zitat von muscheid  Wer so genau sein will, muß dann diese Zeit auch zahlen.....
Ansonsten gibt's 0815 aus dem Baukasten, nicht abgestimmt aufs Gebäude. Auslegung rein nach Gasverbrauch, 5 Rm Holz "vergessen". Für Ausschluss eines Parallelpuffers darf der Kunde selber die raumweise Heizlast und die Druckverluste in der Hydraulik raustüfteln (lassen). Die beknackte Effizienz finanziert ja der Fachmann nicht. Der hat weder Zeit noch Lust, sich um den ganzen Zauber zu kümmern. Die Bude wird warm? Na also, was wollen Sie denn? Lasst und die Sache doch immer von beiden Seiten ansehen. So'n "studierter" Kunde kann manchmal mit ganz genialen Ideen rüberkommen; allerdings kann das den Heizi nerven, weil er das ja "noch nie so gemacht" hat. Mittelweg ist wie immer die beste Lösung.
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