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19.05.2026 10:50:29 |
Hallo zusammen, ich befinde mich aktuell in der Sanierung eines Einfamilienhauses und würde gerne eure fachliche Einschätzung zu meiner geplanten Heizungs-Hydraulik einholen. Bestandsanlage: Weishaupt WTC-GW 15-B Ausf. W Gas- Brennwerttherme aus 2019, regelmäßige Wartung, zuletzt 01/2026 zusätzlich Weishaupt Trinkwasserspeicher WAS 150 Eco (155 Liter) Die bisherigen klassischen Heizkörper wurden vollständig demontiert. Künftig soll das gesamte Haus ausschließlich über Fußbodenheizung beheizt werden. Geplant sind: EG: 5 Heizkreise OG: 7 Heizkreise DG: 5 Heizkreise => insgesamt also 17 Heizkreise über 3 Etagen mit insgesamt 3 Heizkreisverteilern. Nun habe ich hierzu unterschiedliche Aussagen von zwei Heizungsbetrieben erhalten: Betrieb 1 sagt, dass aufgrund der Anlagengröße eine hydraulische Weiche bzw. zusätzliche Pumpengruppe erforderlich sei. Betrieb 2 sagt hingegen, dass die bestehende Weishaupt-Therme mit ihrer internen Pumpe grundsätzlich ausreichend sei und keine weiteren hydraulischen Komponenten notwendig wären. Daher meine Frage an euch: Unter welchen Voraussetzungen wäre bei einer solchen Konstellation eine direkte Anbindung der FBH an die Therme sinnvoll bzw. ausreichend? Und ab wann würdet ihr eher zu einer hydraulischer Weiche, zusätzlicher Hocheffizienzpumpe, oder hydraulischer Entkopplung, etc. raten? Mir geht es insbesondere darum, die Anlage möglichst effizient und sauber aufzubauen und unnötige Komponenten zu vermeiden — gleichzeitig aber natürlich auch keine hydraulischen Probleme oder Taktungsthemen zu riskieren. Vielen Dank vorab für eure Einschätzungen. Philipp
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19.05.2026 12:23:45 |
Du hast ja den wesentlichen Schritt mit einheitlich Fußbodenheizung im Haus gemacht. Wofür möchte der Heizungsbauer 1 die hydraulische Weiche dann noch nutzen? Wenn der hydraulische Abgleich über die Verteiler sauber erledigt ist, gibt es nur noch eine AT geregelte und möglichst niedrige Vorlauftemperatur. Selbst wenn die bisherige Pumpe zur Versorgung der FBH nicht ausreicht, würde ich nur diese Pumpe vergrößern.
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19.05.2026 17:57:15 |
Danke dir für deine Antwort. Genau dies ist auch mein Verständnis. Ich habe daher heute mal Weishaupt direkt kontaktiert, und anbei folgende Rückmeldung erhalten, inkl. dem beigefügtem Anlagenschema. Meine Frage: Ist bei der ausschließlichen Nutzung einer Fußbodenheizung mit meiner bestehenden Weishaupt WTC-GW 15-B grundsätzlich eine zusätzliche hydraulische Weiche, Pumpengruppe oder weitere hydraulische Komponenten erforderlich? Antwort: Ja, siehe Anlagenschema. Bild - Anlagenschema |
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19.05.2026 18:08:05 |
Zitat von Phil2k0711  ich befinde mich aktuell in der Sanierung eines Einfamilienhauses und würde gerne eure fachliche Einschätzung zu meiner geplanten Heizungs-Hydraulik einholen. @Phil2k0711, wird das EFH auch energetisch saniert ? Neue Fenster, Dach gedämmt, Außenwände gedämmt usw ? Hier wäre eine Heizlastberechnung (in kW) wichtig. Auch sollte die VL-Temp der FBH niedrig sein. Verlegeabstand der Rohre möglichst klein. Über die Heizlast kann man dann den benötigten Volumenstrom bestimmen. Schau in die Anl. der Therme, hier sollte es Infos zum Volumenstrom geben. Grüsse
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19.05.2026 18:14:41 |
Es kommt und fällt mit der Wassermenge die dein Haus braucht. Ohne Hydraulische Infos zum Volumenstrom, Restförderhöhe deiner Hausanlage und Pumpendiagramn des BWG kann es dir keiner beantworten ob du eine Weiche benötigst. Evtl. benötigst du die Weiche schon deshalb weil das Gerät nicht genug Volumenstrom liefern kann. Dann muss man mit der Weiche eine Überhöhung fahren und mit dem Mischer regeln. Wenn deine Fussbodenheizung für die Wassermenge geeignet ist die das Gerät zur Verfügung stellt dann sollte man aber weiterhin Prüfen ob Weishaupt mit seinem Brennerkonzept klar kommt wenn die ERR zu machen. Du musst wahrscheinlich für einen Dauerhaften Mondestvolumenstrom sorgen sonst word das Gerät nicht ordentlich laufen. Da Weishaupt hoer mit solchen Infos sich immer schwer tut die raus zu geben würde ich entweder einen anderen Hersteller verwenden oder mit der Weiche bauen. Du kannst ja mal bei Weishaupt schauen ob es Schemas ohne Weiche gibt für deine Kessel.
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20.05.2026 15:13:58 |
Zitat von Phil2k0711  [...]Daher meine Frage an euch: Unter welchen Voraussetzungen wäre bei einer solchen Konstellation eine direkte Anbindung der FBH an die Therme sinnvoll bzw. ausreichend? Und ab wann würdet ihr eher zu einer hydraulischer Weiche, zusätzlicher Hocheffizienzpumpe, oder hydraulischer Entkopplung, etc. raten?
Mir geht es insbesondere darum, die Anlage möglichst effizient und sauber aufzubauen und unnötige Komponenten zu vermeiden — gleichzeitig aber natürlich auch keine hydraulischen Probleme oder Taktungsthemen zu riskieren.[...] Ganz pragmatisch: - das Problem des zu hohen Wasserdurchsatzes sehe ich im EFH weniger, das betrifft eher MFH, dort habe ich leider solche Konstruktionen - die üblichen 40er oder 60er Pumpen reichen im EFH aus, "früher" wurden nicht nur Wärmeerzeuger sondern auch UWP überdimensioniert - Selbst wenn die Anlage taktet, das ist im (üblichen Rahmen) für Gasbrennwert kein Problem Ich würde direkt auf die FBH fahren, ohne das ganze Gedöns. Ist günstiger, effizienter und eleganter. Danach dann die Anlage mit Hilfe des Forums vernünftig abstimmen.
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20.05.2026 19:46:58 |
Vielen vielen Dank für eure schnellen und sehr hilfreichen Rückmeldungen. @Exergie:Neue Fenster sind im EG nur zu einer Seite eingebaut worden. Das Dach wurde erneuert, jedoch ohne energetische zusätzliche Dämmung. Neue Dachfenster gab es dann auch noch. Die Außenwände etc. planen wir im ersten Zuge nicht. Das Haus ist von 1982. Die Fußbodenheizung haben wir nun nachträglich in den Estrich Einfräsen lassen (Anfang dieser Woche) und ich warte nun auf die Flächenberechnung. Dann kann ich sicherlich hier auch weitere Daten posten. Der Verlegeabstand wurde bewusst kleiner, also mit 10cm gewählt. @Ruediger1931:Zum Thema Volumenstrom:Einen konkreten Mindestvolumenstrom habe ich im Weishaupt-Datenblatt bislang nicht gefunden. Interessant ist aber, dass die WTC-GW 15-B laut Unterlagen „ohne Mindestumlaufwassermenge“ betrieben werden kann. Rechnerisch ergibt sich aus der Minimalleistung von ca. 1,9–2,1 kW bei typischer FBH-Spreizung (5K und 10K) ungefähr ein theoretischer Mindestvolumenstrom von ca. 0,16–0,36 m³/h. Den maximalen Heizwasservolumenstrom konnte ich ebenfalls nicht im Datenblatt finden. Laut Berechnung komme ich hier auf ca. 1,3–2,6 m³/h. @Fritzli:zum Thema Abstimmung. Ich plane die FBH mit Homematic Stellantrieben und der FBH-Controller zu betreiben. Wäre dies eine in deinen Augen gute Option?
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22.05.2026 08:36:16 |
Zitat von Phil2k0711  [...] @Fritzli: zum Thema Abstimmung. Ich plane die FBH mit Homematic Stellantrieben und der FBH-Controller zu betreiben. Wäre dies eine in deinen Augen gute Option? Ich halte es nicht für sinnvoll. Machbar ist es. Dazu gibt es HIER einen Thread.
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22.05.2026 09:43:59 |
Moin, wenn die Querschnitte der Zuleitungen zu den HKV und die Längen der einzelnen kreise vernünftig geplant sind, dann geht da ganz gut Wasser durch. Mir macht aber insgesamt die Aussage Sorge, dass man ein Dach aus 1982 erneuert, aber nicht gleich vernünftig dämmt. Das ist nicht nur eine vertane Chance, weil man das so billig nie wieder hinbekommt, sondern auch schlicht ein Verstoß gegen geltendes Recht. Und gerade Dach lohnt sich wirklich...denn 1982 war da fast nichts drin im Vergleich zu den heutigen Vorgaben. Ich frage mich dann auch, wie die FBH eigentlich berechnet wurde... für ein (ein paar Fenster als Erneuerung lasse ich mal als unbedeutend weg) energetisch auf dem Stand 1982 befindliches Haus muss die FBH schon sehr gut berechnet sein, damit das überhaupt was wird, ohne dass es in Richtung Krampfadergefahr läuft... Begleitet irgendjemand das Ganze denn fachlich ? Ich bin da echt etwas irritiert, wie man so "low hanging fruits" wie eine zeitgemäße Dachdämmung bei einer Dacheneuerung weglassen kann... Da hätte man lieber die alten Fenster noch ein paar Jahre drin gelassen. By the Way, wie hoch ist denn der bisherige Jahresverbrauch an Gas gewesen ? Gruß
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