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Datenschutzhinweise

Umstieg auf Wärmepumpe lieber vorziehen?
Verfasser:
Gerd U
Zeit: 18.04.2026 13:17:12
0
3950401
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
Könntest ja bei Deinen Fähigkeiten auch einfach nur den WT mal reinigen[...]
Und wenn dann wieder mal die "erweiterte Wartung" gefordert ist, weil beim "normalen Reinigen" das Krümelkram den WT verstopft, baue ich den dann doch wieder zum Gegenspülen aus?
(Irgendwie werden wir hier jetzt aber OT)
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
1. Im Internet suchen und bestellen....
Nimm diesen Punkt doch nicht so wichtig. Das habe ich genau einmal gemacht.
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
2. Wasser ablassen und (qualitativ hochwertiges) Wasser wieder auffüllen....
Die max. 5 Liter ? Und aufbereitetes Wasser haben meine HK-Heizkreise noch nie gesehen.
Grundsätzlich bin ich ja auch nicht für die Lebensverlängerung eines sterbenden Gasers; für eine Saison, oder vor 'nem Verkauf wäre das aber evtl. nützlich. (in Einzelfällen)

Verfasser:
Schraubermeistro
Zeit: 19.04.2026 18:01:21
0
3950556
Hallo vom Niederrhein,
Deine Gasheizung geht Anfang Sommer kaputt. Welch ein Glück.
Nutze die Zeit um Dich Ausführlich mit dem Einbau der WP zu beschäftigen.
Du hast Zeit die Firma Deines Vertrauens auszuwählen.
Die Gasheizung nochmal zum Leben zu erwecken ist mit dem Risiko verbunden das sie dann im nächsten Winter kapituliert. (Der Grund des Ausfalls scheint ja auch unklar u. eher mit Aufwand verbunden als mit "einfach beseitigt".)
Dann stehst Du enorm unter Druck und bist froh jemanden zu finden der zeitnah die WP einbaut. Klar das das dann auch teuer wird. Je nach Aussentemperatur brauchts Du evtl. sogar eine Notheizung.

Wie wars bei mir damals: 22.Dez., der Christbaum wird gerade geschmückt, GBWK steht plötzlich, ein hauchdünner Wasserstrahl quer durch den Brennraum auf die Zündung, die Schwiegereltern kommen auf 14 Tage Urlaub vorbei, ein Anruf: ..... ist leider verstorben. HILFE!!
Trotzdem den Brennraum aufgeschraubt, Loch geschweisst. GBWK hat dann gerade so durchgehalten bis der geplante Umbau auf WP im Frühjahr anstand.
Hätte ich das geahnt, wäre der Umbau auf WP im Sommer vorher erfolgt.

Zu Deinem Haus:
Dachisolierung würde ich als erstes machen (zusammen mit PV aufs Dach), bringt die größte Einsparung, dann Kellerdecke von unten isolieren. Ob die Fenster gleich gemacht werden oder evtl. nach ein paar Jahren hängt natürlich vom Zustand der Fenster ab und von Deinem Geldbeutel.
Bei Ytongmauer mit 30cm halte ich Aussenisolierung für nicht nötig. Wenn Du dich dafür entschliesst, dann gleichzeitig Fenstertausch.

Gruß Schraubermeistro

Verfasser:
vomNiederrhein
Zeit: 19.04.2026 19:59:04
0
3950582
Zitat von Schraubermeistro Beitrag anzeigen
Hallo vom Niederrhein,
Deine Gasheizung geht Anfang Sommer kaputt. Welch ein Glück.
Nutze die Zeit um Dich Ausführlich mit dem Einbau der WP zu beschäftigen.
Du hast Zeit die Firma Deines Vertrauens auszuwählen.
Die Gasheizung nochmal zum Leben zu erwecken ist mit dem Risiko[...]


Das klingt nach einem Horrorszenario. Das muss man nicht unbedingt haben.
Ich denke auch, dass der Zeitpunkt und das weitere Ausfallrisiko starke Argumente für die Umrüstung sind.

Schön wäre natürlich, wenn man die höhere Förderung in zwei Jahren mitnehmen könnte. Aber zum einen geben wir dann einen Teil davon sicherlich für die alte Anlage aus und billiger wird es bis dahin vermutlich auch nicht.
Witzigerweise entgeht und dadurch der „Geschwindigkeits-Bonus“ obwohl wir zwei Jahre früher umsteigen…

Weitere Sanierung ist mit Ausnahme der Fenster aktuell nicht geplant. Das Dach ist mit seinen 40 Jahren ja noch relativ jung und gedämmt ist es ja bereits. Hier in der Siedlung werden gerade die Dächer aus Anfang der 70er saniert.

Wir werden das Thema jetzt angehen. Wir haben ja zum Glück etwas Zeit. Sommer/Herbst ist ja ein guter Zeitpunkt für so ein Projekt.

Verfasser:
vomNiederrhein
Zeit: 03.06.2026 17:04:00
1
3958688
Hallo zusammen,

Update: Die Entscheidung ist inzwischen gefallen, dass wir die Gasheizung nicht weiter instand setzen, sondern den Umstieg auf Wärmepumpe jetzt angehen.

Ich habe inzwischen mehrere Angebote vorliegen und würde diese gerne zur Diskussion stellen.

Rahmendaten nochmal kurz:

* EFH Bj. 1985, ca. 135 m² Wohnfläche
* Rheinland, NAT ca. -8,2 °C
* Außenwände aus 30 cm Ytong
* Dach mit ca. 10 cm Mineralwolle gedämmt
* ältere 2-fach-verglaste Fenster
* komplette FBH im Fräsverfahren in EG, OG und DG
* 21 Heizkreise
* ERR teilweise vorhanden, sollen aber möglichst offen betrieben werden
* bisheriger Gasverbrauch seit Einzug hochgerechnet grob 18–20 MWh/a inkl. Warmwasser
* Heizlastabschätzung ca. 7–8 kW
* Berechnung mittels Heizreport 8,97 kW bei NAT

* Ziel: möglichst direkter Betrieb ohne hydraulische Trennung; Reihenpuffer zur Volumenvergrößerung wäre ok, notfalls Stichpuffer

* Warmwasser für 4 Personen, eher Richtung 300-l-Speicher

Aktuell liegen folgende Angebote vor (stark vereinfacht):

1. Panasonic Aquarea L 7 kW

* Panasonic Aquarea LT WH-SDC0509L3E5 Gen. L R290 Hydromodul
* WWS PAW-TA30C1E5STD Emaillierter Warmwasserspeicher 290l
* direkte Anbindung der FBH
* Reihenpuffer vorgesehen

Preis ca. 30.500 €

2. Vaillant aroTHERM plus VWL 75/8.1

* Hydraulikstation VMZ MEH 97/7
* uniSTOR plus VIH RW 250/2 B
* sensoCOMFORT VRC730/3
* 45-l-Pufferspeicher
* als Stichpuffer oder wahlweise direkte Anbindung der FBH

Preis ca. 31.500 €

5 Jahre Garantie bei regelmäßiger Wartung

3. Buderus WLW186i 7 kW

* Inneneinheit TP70 mit integriertem 70-l-Puffer
* Logaplus Speicherpaket SH290 RS-B

Preis ca. 35.000 €

5 Jahre Garantie bei regelmäßiger Wartung

4. Lambda EU10L mit 10kW

* Hydraulikstation
* Reglerset
* 300-l-Puffer (Zewotherm)
* 300-l-Warmwasserspeicher (Zewotherm)

Empfehlung des Anbieters ist eine hydraulische Trennung mit Stichpuffer. Auf Wunsch wäre aber auch eine direkte Anbindung möglich.

Preis ca. 39.000 €

Alle Preise beziehen sich auf komplette Angebote ohne bauseitige Leistungen. Fundament, Erdarbeiten, Kernbohrung, Leitungsverlegung, Elektroarbeiten inkl. Umbau des Zählerfeldes usw. sind jeweils enthalten.

Alle Anbieter sind regionale Fachbetriebe.

Aktuell tendiere ich dazu, die Entscheidung auf Vaillant oder Buderus zu reduzieren. Die Lambda erscheint mir technisch interessant, der Aufpreis ist für mich aber schwer zu rechtfertigen. Die Panasonic wirkt ebenfalls interessant, allerdings sehe ich hier im Vergleich zur Vaillant aktuell keinen nennenswerten Preisvorteil.

Vom Panasonic Fachbetrieb habe ich keine Angaben zur Auslegung erhalten.
Die Anlagen von Vaillant und Buderus sind auf einen Bivalenzpunkt von -5°C ausgelegt.
Die Lambda ist entsprechend monovalent ausgelegt, aber die gibt es auch nicht kleiner.


Mich würden insbesondere eure Einschätzungen zu Hydraulik, Auslegung, Effizienz und dem Preis-Leistungs-Verhältnis der verschiedenen Konzepte interessieren.

Vielen Dank!

Verfasser:
Icef
Zeit: 03.06.2026 17:25:27
4
3958692
Buderus oder Bosch wären bei mir raus, eine vernünftige JAZ wird schwer mit der variablen Pumpenleistung der WP.
Ich würde Vaillant favorisieren mit einem Upgrade beim WW-Speicher und den Pufferspeicher als Reihenrücklaufpuffer einbinden.
Der im Angebot angegebene uniSTOR plus VIH RW 250/2 B hat nur einen kleinen Wärmetauscher, der 300er hat über 3 m2. Kann aber auch ein anderer Hersteller sein, ist egal. Wichtig ist ein großer Wärmetauscher.
Panasonic finde ich im Vergleich zu teuer. Ob der Aufpreis zur Lambda Sinn macht denke ich nicht.

Verfasser:
belzig
Zeit: 03.06.2026 17:52:38
0
3958697
Ich würde auch die Vaillant mit separatem WW-Speicher 300l nehmen.

Lass dir vlt. noch ein Viessmannangebot machen (vitocal 250 A08).

Verfasser:
HondaBiker
Zeit: 04.06.2026 22:01:05
0
3958932
Bei uns ist seit April 2025 Angebot 3 verbaut, aber als 5kw Variante.
Fundament habe ich selber gemacht. Ist kein Hexenwerk.
Es wurden noch 3 Heizkörper gegen größere getauscht und der Fußbodenheizkreisverteiler vom Bad/Esszimmer erneuert sowie die Fußbodenheizung gespült.
Gekostet hat das ganze 25800€ vor Förderung. Da finde ich 35000€ zu teuer.

Ich kann nichts schlechtes von Bosch sagen. Läuft einwandfrei.
Wir haben für ein 120qm Haus von Baujajr 2001 2900kwh Strom verbraucht. Das meiste sind Heizkörper, nur zwei Räume mit Fußbodenheizung.

Verfasser:
vomNiederrhein
Zeit: 05.06.2026 11:45:31
0
3959013
Danke für die Rückmeldungen.


Zitat von Icef Beitrag anzeigen
Buderus oder Bosch wären bei mir raus, eine vernünftige JAZ wird schwer mit der variablen Pumpenleistung der WP.
Ich würde Vaillant favorisieren mit einem Upgrade beim WW-Speicher und den Pufferspeicher als Reihenrücklaufpuffer einbinden.
Der im Angebot angegebene uniSTOR plus VIH RW[...]


Die Vaillant ist aktuell auch mein Favorit. Der 300er Speicher hat zwar netto nur 30l mehr Inhalt, aber der größere Wärmetauscher ist natürlich ein Argument. Aufpreis ca. 300€ netto. Das ist denke gut investiert.

Bei der Vaillant gefällt mir auch der Betrieb am besten. Das Gespräch war auf Augenhöhe und es wurde positiv anerkannt, dass man sich mit den Themen beschäftigt hat.
Leider ist das bei vielen Betrieben nicht so. Teilweise ist man als Kunde mit vielen Fragen dann eher lästig.



Zitat von HondaBiker Beitrag anzeigen
Bei uns ist seit April 2025 Angebot 3 verbaut, aber als 5kw Variante.
Fundament habe ich selber gemacht. Ist kein Hexenwerk.
Es wurden noch 3 Heizkörper gegen größere getauscht und der Fußbodenheizkreisverteiler vom Bad/Esszimmer erneuert sowie die Fußbodenheizung gespült.[...]


Das ist aber schon sehr günstig. Ich denke da spielen aber auch regionale Unterschiede rein und was ggf. noch an der Elektrik zu machen ist. Bei uns muss das Zählerfeld modernisiert werden - Elektrik kostet dann in Summe schon ca. 2500€.

Hier im Kölner Umland ist es eher etwas teurer würde ich sagen.
Fundament kostet im Schnitt 1000€ netto. Ich da lohnt sich das bald nicht das selber zu machen, wenn es mal ein Gewährleistungsthema gibt.

Verfasser:
Frank_Pantry
Zeit: 06.06.2026 17:36:55
0
3959218
Zitat von bstone Beitrag anzeigen
Alles andere als auf die WP mit 7-8kW umzubauen macht wenig Sinn.
Bitte bei den Angeboten daruf achten das keine unnötiger Puffer, Mischer eingebaut wird, mit der FBH sollte ein direkte Betrieb funktionieren.
Schlamabscheider und Microblasenabscheider sollte aber verbaut werden.


Wenn im gesamten Heizsystem keine ferritischen Bauteile mehr vorhanden sind, ist ein Schlammabscheider obsolet. Ich habe jedenfalls seit fast 20 Jahren keinen! :-)

Gibt es denn für die gefräste FBH Daten (darstellbare spezifische Massenströme der Heizkreise zu den Raumgrößen, Heizkreislängen, einen Verlegeplan, Summe darstellbarer Massenstrom bei regelrechterm hydraulisch/thermischen Abgleich ect.)

Bevor man irgend eine Wärmepumpe kauft, prüft man ab, wie gut diese mit der jeweiligen Heizflächen harmoniert:

https://www.youtube.com/watch?v=JqPpRR6vQl4

Die Buderus mit integriertem Pendelpuffer wäre bei mir sofort raus, es gibt aber auch ein Innengerät ohne Puffer!

Gruß
Frank-Rolf Roth

Verfasser:
ajokr
Zeit: 06.06.2026 18:25:50
2
3959223
Zitat von Frank_Pantry Beitrag anzeigen
Die Buderus mit integriertem Pendelpuffer wäre bei mir sofort raus, es gibt aber auch ein Innengerät ohne Puffer!


In den zugehörigen Hydraulikplänen ist dann aber immer eine unauffällige hydraulische Weiche eingezeichnet. Das hat mal ein Heizi vergessen, was hier im Forum zu einer seitenlangen Störungsanalyse geführt hat.

Verfasser:
vomNiederrhein
Zeit: 06.06.2026 23:15:50
0
3959243
Zitat von Frank_Pantry Beitrag anzeigen
Zitat von bstone Beitrag anzeigen
[...]


Wenn im gesamten Heizsystem keine ferritischen Bauteile mehr vorhanden sind, ist ein Schlammabscheider obsolet. Ich habe jedenfalls seit fast 20 Jahren keinen! :-)

Gibt es denn für die gefräste FBH Daten (darstellbare spezifische Massenströme der Heizkreise zu den[...]


Es gibt eine Heizlastberechnung mit Heizflächenauslegung, allerdings keinen detaillierten Verlegeplan.

Die FBH wurde im Fräsverfahren mit ca. 10 cm Verlegeabstand ausgeführt. Insgesamt gibt es 21 Heizkreise, der längste Kreis ist 75 m lang.
Hydraulisch und thermisch abgeglichen.
Die Heizkreispumpe zeigt bei offenen Ventilen ca. 1.300 l/h an.

Die 7kW Geräte haben meist so um die 1200l/h. Daher hatte ich das so interpretiert, dass es von der Hydraulik ganz gut passt.

Verfasser:
DMS20
Zeit: 07.06.2026 14:34:52
0
3959307
Zitat von vomNiederrhein Beitrag anzeigen
... Hydraulisch und thermisch abgeglichen.
Die Heizkreispumpe zeigt bei offenen Ventilen ca. 1.300 l/h an.
Nachgefragt:
das heißt, dass die ERR nichts (zusätzlich) drosseln, die Voreinstellventile jedoch eingestellt sind nach thermischem Abgleich?

Verfasser:
vomNiederrhein
Zeit: 07.06.2026 21:21:43
0
3959380
Zitat von DMS20 Beitrag anzeigen
Zitat von vomNiederrhein Beitrag anzeigen
[...]
Nachgefragt:
das heißt, dass die ERR nichts (zusätzlich) drosseln, die Voreinstellventile jedoch eingestellt sind nach thermischem Abgleich?


Genau, mit offenen Ventilen sind die Stellantriebe gemeint. Thermischer Abgleich über die Voreinstellung.

Mit der HK Pumpe ergibt sich mit Konstantdruck auf Stufe 2 (300mBar) ein Durchfluss laut Anzeige von ca. 1300l/h, wenn alle ERR offen sind.
Außer im Schlafzimmer und der Küche sind die ERR aber so eingestellt, dass die so gut wie nie abregeln. Höchstens mal in der Übergangszeit bei viel solarem Eintrag.

Verfasser:
godek
Zeit: 07.06.2026 22:26:59
0
3959387
Warum nicht die Panasonic?

Verfasser:
vomNiederrhein
Zeit: 08.06.2026 11:19:29
0
3959441
Zitat von godek Beitrag anzeigen
Warum nicht die Panasonic?


Die Panasonic ist nicht per se raus. Aber die Pana hat den Nachteil dass sie bei -7°C nur noch relativ niedrige 5,8 kW Heizleitung liefert. Zum Vergleich Arotherm 6,94 KW und Buderus 6,7 kW. Die Pana ist dabei auch deutlich lauter.
Da die Auslegung bei mir eher knapp ist, finde ich das schon relevant.
Darüber hinaus hätte ich gedacht, dass die Pana deutlich günstiger ist.

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