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Zwei Fragen zum Schornsteinfeger
Verfasser:
Karkus
Zeit: 11.01.2004 18:47:39
0
43026
Hallo zusammen, wir bauen demnächst ein EFH, wir heizen mit Wärmepumpe, werden aber trotzdem einen Kamin einbauen, weil wir evtl später mal einen Holz/Kachelofen für das Wohnzimmer einbauen wollen.

Jetzt die Fragen:
Darf/Muss ein Schorni bereits regelmässig prüfen, auch wenn noch keine Brennquelle am Kamin angeschlossen ist? Klingt unwahrscheinlich, aber in Deutschland weiß man ja nie... (Wenn ja, wie oft)

Wenn der Kachelofen installiert ist, darf/muss dann der Schorni kommen, wenn ja wie oft? Und muss ich den Einbau eines Kachelofens überhaupt melden?

Viele Grüße,Markus

Verfasser:
Fritz Poggenklas
Zeit: 11.01.2004 19:01:14
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43027
1. Nein solange da kein Ofen dranhängt wird auch nicht regelmäßig überprüft, jedoch kann die einmalige Abnahme Deines Schornsteins schon Bestandteil Deiner Rohbauabnahme sein.
Sinnvoll ist es auch das Du mit Deinem Schorni mal drüber sprichst was Du da so Ofenmässig vorhast. Denn solange die Maurer die Schornsteine planen und liefern geht so manches in die Hose.
Mit dem Schorni auch mal über die Möglichkeiten des raumluftunabhängigem Betrieb ssprechen.

2. Ja den Einbau des Kachelofens mußt und solltest Du melden.
Abhängig davon wieviel Müll Du in der Kiste entsorgst kommt der Feger bis zu 4x im Jahr.
Gruß Fritz

Verfasser:
Gerald
Zeit: 11.01.2004 19:05:03
0
43028
Wenn der Kamin verschlossen ist muss der nicht überprüft werden.
Wenn ein Ofen dranhängt kommt der muss man das dem feger melden,
er wird dann je nach Energie einmal bis mehrmals im Jahr fegen, weil Sie können keinen Besen durch den Kamin ziehen dazu bedarf es eines
Meisterbriefs in germany.

www.schofeg.de

Verfasser:
Franz Hiegemann
Zeit: 11.01.2004 20:07:16
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43029
Hallo Markus.
Das regelt die Landesbauordnung.
Für NW gilt der § 43.
In Abs. 7 heißt es: Bei der Errichtung oder Änderung von Schornsteinen sowie beim Anschluß von Feuerstätten an Schornsteine oder Abgasleitungen hat die Bauherrin oder der Bauherr sich von der Bezirksschornsteinfegermeisterin oder dem Bezirksschornsteinfegermeister bescheinigen zulassen, daß der Schornstein oder die Abgasanlage sich in einem ordnungsgemäßen Zustand befindet und für die angeschlossenen Feuerstätten geeignet ist. Bei der Errichtung von Schornsteinen soll vor der Erteilung der Bescheinigung auch der Rohbauzustand besichtigt worden sein.....
Die Kehrhäufigkeit regelt die Kehr und Überprüfungsordnung des jeweiligen Landes. In NW werden Schornsteine an denen Feuerstätte angeschlossen sind, die nur gelegentlich benutzt werden, zweimal jährlich gereinigt.
Wie die Regelungen in anderen Ländern aussehen müsstest Du Dir ergoogeln.
Du solltest also das Gespräch mit dem Schornsteinfeger so früh wie möglich suchen. Für viele Bauherren-(herrinnen) kommt auch meistens ein geldwerter Vorteil dabei raus. Denn die Rauchgase eines Kaminofens können in preiswerten Schornsteinen nach DIN 18150 abgeführt werden. Es muß kein teurer Keramikschornstein sein. Der laufende Meter eines einschaligen Schornsteines nach DIN 18150 kostet Dich so z.B. nicht einmal 20 Euro.
Auch die Abstände zu brennbaren Bauteilen zum Schornstein speziell in der Dachdurchführung kann so früh genug abgeklärt werden. Oder die Mindesthöhe der Mündung über Dach; damit der Kaminofen vernünftig funktioniert und der Rauch den Nachbarn so wenig wie möglich
oder -besser noch- gar nicht ärgert.
Auch die Versorgung des Kaminofens mit Verbrennungsluft kann vorab geklärt werden auch im Hinblick auf evtl. vorhandene Dunstabzugshauben in der Küche.
Oder -das gilt bei Dir jetzt nicht weil Wärmepumpe- wie bei dicht neben einander liegenden Schornsteinen, der eine als LAS für die Heizung, der andere für den Kamin, Konflikte vermieden werden das die angesaugte Verbrennungsluft für die Heizung keinen Rauch vom Kaminofen enthält.
Soll alles heißen: Neben der rechtlichen Seite hat es für Dich Vorteile den Schornsteinfeger früh zu Rate zu ziehen.
Gruß F.H.


Verfasser:
Karkus
Zeit: 11.01.2004 22:39:59
0
43030
Hallo Franz, danke erstmal für die ausführliche Antwort! (Allen andern natürlich auch)
Franz, Du schreibst, der laufende Meter kostet 20 Euro in der billig-Variante. Was ist denn damit gemeint? Meinst Du damit nur das Rohr, dass innerhalb der Steinverkleidung liegt oder meinst Du etwa den gesamten Aufbau? Ich bin mir nie sicher, was was eigentlich mit Schornstein gemeint ist, eben nur der Steinaufbau oder auch/nur das Rohr darin?

Ich frage, weil mein Architekt meint, der Schornstein kostet mich 1500 Euro?!

Und brauch ich eigentlich für einen Kaminofen einen richtigen gemauerten Schornsteinauf dem Dach oder steht da nur so ein 10 oder 15 Cm Rohr nach oben raus mit einem Regenschutz drüber?

Danke nochmal und Gruß, Markus

Verfasser:
Dax
Zeit: 12.01.2004 00:33:39
0
43031
Für Festbrennstoff brauchts kein Rohr. Da reichen die schon genannten billigen Schornsteinelemente.

Verfasser:
Wolfgang
Zeit: 12.01.2004 14:56:09
0
43032
Moin,

in meinem Neubau, der in Hölzständerbauweise errichtet wurde, habe ich ebenfalls vorgesehen, evtl. später mal einen Kaminofen einzubauen.
Dort, wo dieser vielleicht mal hinkommt, muß die Wand aus nicht brennbarem Material bestehen.

Der Bezirksschornsteinfegermeister hat bereits beim Stellen des Schornsteines die Gründung, die Höhe der Reinigungsöffnungen oben und unten, die Höhe über dem First usw. kontrolliert. Das aber im Zusammenhang mit der geplanten und angemeldeten Brennwertheizung.

Gruß Wolfgang

Verfasser:
Franz Hiegemann
Zeit: 12.01.2004 20:29:51
0
43033
Tag Markus,
die Formsteine des von mir angesprochene Schornsteins bestehen aus Leichtbeton und sind einschalig mit Luftkammern drin.
Die Luftkammern isolieren und minimieren das Gewicht.
Die Steine sind trotzdem relativ schwer; z.B. Durchmesser innen 165 mm wiegt 152 kg/stgdm..
Aus dem Grund solltest Du Deinen Architekten vorher besser fragen, wo der Schornstein denn hingestellt werden kann und z.B. nicht auf Estrich stellen.
Hier in Westfalen/Ruhrgebiet gibt es 2 lokale Anbieter.
Fa. Wiethoff und Simo.
Simo nimmt als als Zuschlag Ziegelsplitt. Nichts anderes als zerbröselte Ziegelsteine. Ein Recyclingprodukt also.
Und somit eine satte Wertschöpfung für die Simos.
Wiethoff nimmt Bims glaube ich.
Der stgdm. ist wirklich unter 20 Euro zu haben.
Transport allerdings extra.
Über Dach mußt Du den Schornstein noch gegen Witterungseinflüsse schützen. Verputzen oder verschiefern z.B..
Oben drauf gehört noch als Abschluß eine überstehende Platte.
Das Schöne an diesen Schornsteinen ist noch die Tatsache, daß Du an x-beliebiger Stelle die Anschlußöffnung für den Kamin- oder Kachelofen plazieren kannst. Musst Dich vorher also nicht genau festlegen, wo die Einführung für das Rauchrohr hinkommt.
Und, und ,und.
Gruß
F.H.


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